
Die Angst vor dem Nichtstun oder Zeit zu verschwenden
by Miriam Amavi
In dieser Episode geht um das Gefühl, nicht das produktivste mit seiner Zeit anzustellen, bzw. nicht genug beizutragen, wenn man seine Aufmerksamkeit nach innen kehrt. Ich spreche darüber, warum die passiven Kräfte, wie zum Beispiel das Spüren oder einfach zu sein, auch gewürdigt werden dürfen und teilweise sogar wichtiger sein können als die aktiven Phasen.
Transkription
Hallo,
Du hörst meinen Podcast Peaceful Self Project.
Ich bin Miriam und heute in dieser Folge geht es darum,
Um diesen Druck,
Den ich oft fühle,
Und ich denke,
Viele Menschen fühlen den auch,
Irgendwas Anstrengendes,
Irgendwas Anständiges mit seiner Zeit anzufangen,
Bzw.
Dieses Gefühl,
Dass einem die Zeit wegrennt und man irgendwie nicht genug macht oder irgendwie nicht produktiv genug ist oder zu wenig beiträgt zum Ganzen.
Ja,
Und ich glaube,
Dass das auch dann auftreten kann,
Wenn man zum Beispiel sehr viel macht und ich glaube,
Dass es auftreten kann,
Wenn man sehr wenig macht,
Also ob man jetzt viel arbeitet oder viel lernt,
Sich weiterbildet usw.
Oder ob man eben nicht so viel macht oder ob man sehr erfolgreich in seinem Beruf wurde,
Studium oder wo auch immer man gerade im Leben steht ist oder eben nicht.
Ich glaube,
Es kann immer irgendwie auftreten,
Zumindest,
Finde ich,
Hört man das immer von all diesen,
Also aus allen möglichen Lebenssituationen,
Weil das auch eher so ein subjektives Empfinden ist.
Und ich habe einfach gemerkt,
Dass ich das im Moment irgendwie relativ stark habe oder auch schon eigentlich irgendwie schon immer,
Glaube ich,
Hatte so eine Stimme genagt,
Yo,
Mach mal was,
Mach mal was Anständiges.
Aber gleichzeitig auch dieses so,
Ich weiß aber nicht genau was.
Und ich brauche,
Also das,
Was ich jetzt gerade in dieser Folge erzählen möchte,
Ist so ein bisschen das,
Was ich unbedingt hören musste und das habe ich auch gehört von jemand anderes,
Aber das will ich jetzt halt so ein bisschen weitergeben,
Weil das mir irgendwie ganz gut geholfen hat für den Moment.
Ich weiß,
Also es ist natürlich immer ein Prozess,
Nur weil ich jetzt hier irgendwas erzähle,
Heißt das nicht gleich,
Dass sich alles danach schlagartig radikal verändert und ein Wunder geschehen ist,
Was auch passieren kann,
Aber ich glaube,
Es ist immer mehr so ein,
Man sucht sich kleine Puzzleteile und dann verändern sich die Dinge irgendwann mit der Zeit und man bemerkt es manchmal gar nicht.
Ja.
Und darüber möchte ich gerne sprechen.
Ja.
Ich hoffe,
Ich finde dafür einen guten Titel,
Weil mir fällt es immer sehr schwer,
Diesen ganzen Salat,
Den ich immer zusammenquatsche,
Da so einen zusammenfassenden Titel zu finden.
Aber naja,
Das ist meine Sorge,
Nicht eure.
Okay,
Also.
Es gibt nämlich bei dieser ganzen Geschichte dieses Gefühl,
Keine Zeit zu haben oder dieses Gefühl,
Nicht produktiv genug zu sein oder so.
Ich glaube,
Bei mir zumindest bezieht sich das immer sehr darauf,
Auf diese aktiven Kräfte,
Also damit meine ich so dieses Karriere,
Irgendwas beitragen zur Gesellschaft,
Irgendwie anderen Menschen helfen und irgendwie irgendwas,
Was man von außen sehen kann,
Also was man gemacht hat,
Also irgendwie das,
Was man quasi auf sein Resümee schreibt oder was man erzählen kann,
Was man irgendwie erreicht hat.
Oder was von anderen Menschen eben anerkannt wird und von anderen Menschen gesehen wird und von einem selber eben auch gesehen wird und so.
Und das ist,
Glaube ich,
Immer,
Worauf sich diese Angst bezieht.
Was ich aber ganz stark gemerkt habe,
Ist,
Dass es ja auch diese passiven Kräfte gibt,
Also diese passiven Dinge,
Die man eben lernt,
Wie zum Beispiel einfach zu fühlen,
Einfach da zu sein,
Zu leben.
Also,
Dass all diese Dinge,
Einfach nur das Herz schlagen zu lassen und einfach zu sein,
Ohne irgendwas tun zu müssen,
Dass das eine ganz,
Ganz andere Qualität ist,
Die man auch lernen kann oder die man lernen kann,
Zu fühlen.
Und dass das eben was ist,
Was von außen nicht wirklich sichtbar ist.
Und ich glaube,
Dass oft,
Wenn man das Gefühl hat,
Man macht so viel oder man macht eben auch nicht so viel,
Wie auch immer und irgendwie ist es immer nicht genug,
Kann es halt,
Also ist es zum Beispiel bei mir so,
Dass ich halt sehr viel mich mit so den inneren Dingen auseinandersetze oder eben auch einfach viel meditiere oder viel einfach fühle oder versuche zu fühlen und ja,
Eben viele solche inneren Dinge mache oder Bücher lese,
Die sich damit beschäftigen oder irgendwelche Bücher hören oder einfach selber,
Ja,
Sozusagen zu studieren auf eine andere Weise.
Also nicht eben jetzt in die Uni zu gehen und da irgendwas zu studieren,
Sondern eher,
Es ist ja auch eine Art Studium,
Sich damit zu beschäftigen,
Mit eher diesen inneren Werten,
Mit den inneren,
Mit den inneren Qualitäten,
Kräften,
Wie auch immer.
Und dass das halt eben diese eher passiven Dinge sind und dass das sich dann halt anfühlt,
Als wäre das nicht genug,
Weil es eben von außen nicht sichtbar ist und weil es von außen oder halt zum gewissen Grad nicht sichtbar ist und von außen eben nicht so anerkannt wird oder zumindest in unserer Leistungsgesellschaft nicht,
Wie jetzt,
Wenn ich jetzt die zwei Jahre genutzt hätte,
Um irgendwie nice durchzustarten karrieretechnisch sozusagen.
Ich will nichts dagegen sagen,
All good,
So,
Jeder soll machen,
Was er will.
Es geht nur einfach um dieses Gefühl,
Nicht genug zu tun oder nicht genug zu erreichen in der Zeit,
Die man hat oder auch dieses Gefühl,
Ich bin jetzt so und so alt und eigentlich müsste ich jetzt in diesem Alter das und das gemacht haben und so und so drauf sein und dies und jenes erreicht haben und so.
Und was halt so mein Punkt ist,
Ist eben dieses,
Dass es auch diese innerlichen Wege gibt,
Die man manchmal geht oder die man,
Oder wie zum Beispiel,
Wenn man,
Wenn jemand sich ein Bein gebrochen hat oder so,
Würde man ja auch nie sagen,
Oh,
Du reiß dich mal zusammen,
Steh mal jetzt auf und arbeite mal jetzt weiter.
So,
Wenn man eben nicht kann,
Dann geht es nicht anders.
Aber gleichzeitig leistet der Körper ja Hochleistungen,
Hochleistung?
Ich weiß es nicht,
Ich glaube schon,
Den Körper zu heilen.
Und der Körper macht ja tausend Dinge,
Damit dieses Bein wieder in Ordnung ist.
Und deswegen sieht es eben von außen so aus,
Als würde man nichts machen,
Weil man ja aktiv als Mensch nicht wirklich was macht,
Sondern weil es im Inneren passiert.
Und ich finde,
Das kann man auch so ganz gut darauf übertragen,
Wie das eben ist,
Wenn man eben lernt,
Diese menschliche Erfahrung zu machen.
Also wer bin ich eigentlich,
Ist immer so eine doofe Frage,
Aber so dieses erstmal sich selber anzuschauen und das braucht eben sehr,
Sehr,
Sehr viel Ruhe und sehr viel,
Ja,
Zur Ruhe kommen,
Stille,
Um überhaupt diese Dinge zu fühlen,
Weil wir halt in einer sehr schnelllebigen und sehr eindrucksvollen Welt leben.
Und dann erstmal zur Ruhe zu kommen,
Ist halt manchmal nicht ganz einfach.
Manchmal ist es halt nicht genug,
Ein Wochenende mal nicht irgendwas zu machen oder mal zwei Wochen in die Ferien zu fahren,
Sondern das ist irgendwie so ein fortlaufender Prozess.
Und ich glaube,
Diesen Prozess kann man in jeder Lebenssituation erleben,
Weil es was eben Passives ist.
Aber ich glaube,
Man braucht dafür auch sehr viel Zeit irgendwie auf eine Weise.
Also ich denke,
Dass man in jeder Lebenssituation was lernen kann und deswegen denke ich eben,
Dass dieser Prozess in jeder Lebenssituation funktioniert,
Also oder den man durchlaufen kann,
Egal ob man mega gestresst ist,
Ob man irgendwie krank ist,
Gesund ist,
Ob man zu Hause ist,
Auf Reisen ist,
Wie auch immer.
Also wenn man eben die Wahl trifft,
Zu lernen oder durch die Liebe vor allem zu lernen,
Dann denke ich,
Dass jede Situation,
Jeder Mensch,
Der einem begegnet,
Einem was beibringen kann,
Was lehren kann,
Wenn man eben das möchte.
Und das ist so wertvoll in meinen Augen.
Und deswegen ist es auf jeden Fall keine verschwendete Zeit oder es ist auf jeden Fall nicht genug oder so.
Oder man leistet keinen Beitrag oder so.
Witzig ist ja auch,
Dass desto gesünder man von innen heraus ist,
Also desto mehr man sich selber kennenlernt und desto mehr man sich selber von seinen ganzen Dingen heilt,
Die einen so zurückhalten oder die eben Negativität in die Welt bringen oder so,
Ist das eben der größte Beitrag,
Den man eben leisten kann.
Größer als jetzt fett Karriere zu machen,
Was eben von außen vielleicht so aussieht,
Als wäre das eben voll krass,
Der Mensch ist voll der Überflieger.
Aber der Mensch ist vielleicht ganz unglücklich und ich will auf keinen Fall irgendwie so Karrieremacher jetzt in den Dreck ziehen.
Ich finde das total toll und das ist alles cool.
Ich will nur einfach für die Menschen,
Die sich so fühlen als wäre es nicht genug oder als wäre es nicht genug,
Weil man einfach nicht anders kann,
Als den ganzen Tag im Bett zu liegen und so,
Dass das alles ein Prozess ist und dass die Dinge eben mit der Zeit einfach von selbst kommen.
Weil ich habe zum Beispiel auch so gemerkt,
Dass ich ganz oft so Dinge hatte wie,
Ich will jetzt wieder fähig sein,
Irgendwie durch die Stadt zu fahren und Dinge zu machen und hier und da und habe mich dann natürlich voll darüber aufgeregt,
Dass es nicht ging und bekomme dann von allen Seiten natürlich gesagt,
Du musst das üben und mach das einfach und es fängt dich da durch und so weiter.
Und das ist natürlich alles aus Liebe gemeint,
Weil das ja alles Menschen sind,
Denen ich wichtig bin und so und ich weiß,
Dass das alles total lieb gemeint ist,
Weil man will immer gerne Lösungen geben den Menschen,
Die man liebt,
Vor allem wenn sie Schmerzen haben.
Und das Ding ist halt einfach,
Dass Ratschläge manchmal auch Schläge sind,
Also dass manchmal was,
Was einem geraten wird oder eine Lösung,
Die einem angeboten wird,
Eben in dem Moment nicht das Richtige ist oder einfach zu weit vorausgreift,
Also dass man sich noch nicht reif oder bereit dafür fühlt,
Das zu machen.
Und ich habe dann gemerkt,
Wenn ich auf diese Stimme vertraut habe oder auf dieses Gefühl,
Das ist für mich nicht der richtige Weg,
Mich durch irgendwas durchzuzwingen oder so,
Sondern ich weiß halt,
Dass ich mich erst nach innen kehren muss,
Als die Lösungen im Außen zu suchen und mich irgendwie durch Dinge durchzuzwingen,
Die gar nicht richtig für mich sind,
Weil dadurch sind ja auch meine ganzen Panikattacken und sowas gekommen.
Also mich vor Dingen zu schützen,
Zu denen ich mehr oder weniger jetzt gezwungen wurde.
Also niemand hat mich je gezwungen,
Irgendwas zu machen,
Aber wir leben hier schon in so einer Gesellschaft,
Wo eben Dinge dann so und so erwartet werden und das ist eben die Frage,
Wie weit man sich dann dem unterwirft.
Klingt jetzt so voll krass,
Aber ich hoffe,
Ihr wisst,
Was ich meine.
Aber für mich war es dann immer so,
Nee,
Das ist nicht das Richtige für mich,
Mich jetzt voll zu zwingen und durch so mega krasse Paniken zu gehen,
Nur damit ich irgendwie es mir beweise oder es anderen beweise oder so.
Und ich habe dann immer eher diesen Weg gewählt,
Nach innen zu schauen und eben eher nicht so viel zu machen und mich nach innen zu kehren,
Was der Körper auch voll braucht in so einem Moment,
Weil der Körper auch Erholung braucht,
Sonst würde er doch nicht solche krassen,
Also extrem krassen körperlichen Reaktionen zeigen,
Was eine Panikattacke eben ist.
Und die sagt ja ganz,
Ganz laut,
Ey du,
Stopp,
Stopp,
Was machst du hier,
Das ist nicht das Richtige für dich gerade,
Guck mal,
Wie du diese Sache entweder anders machen kannst,
Also was du innerlich dir für einen Druck oder was auch immer du machst oder schau,
Ob das überhaupt das Richtige für dich ist.
Und ich glaube,
Dass es dann,
Und deswegen sage ich,
Dass Ratschläge manchmal Schläge sind,
Weil sie dann eben wirklich nicht das Richtige für einen in dem Moment sind,
Weil für uns alle ist was anderes in dem Moment richtig.
Und darauf dann zu vertrauen und in meiner Erfahrung war es eben immer so,
Dass die Dinge dann von ganz alleine kommen,
Dass wenn ich dann eben nach innen gegangen bin und mir diese Zeit gegeben habe,
Erstmal zu fühlen,
Erstmal anzuschauen,
Erstmal mir selber wieder diese Liebe zu geben oder mir so ein gewisses Verständnis gegenüber zu bringen,
Dass es dann von alleine kam,
Dass ich plötzlich Lust hatte,
Wieder rauszugehen,
Dass ich plötzlich irgendwie mit dem Bus fahren wollte.
Und auch wenn es schwer war,
Aber ich wollte es,
Es war von mir aus,
Es war nicht so ein,
Du musst wieder funktionieren und du musst dich jetzt in so einen Bus setzen und irgendwie bla bla bla.
Und das ist halt irgendwie so ein bisschen meine Message,
Einfach in dem Moment auf die eigene Zeit zu vertrauen,
Auf die eigene Entwicklung zu vertrauen,
Dass wenn man an dem Punkt ist,
Wo es dann eben richtig ist,
Das zu tun,
Dass es dann richtig ist,
Aber wenn man sich eben noch nicht bereit für diesen Punkt fühlt,
Dass es dann auch keinen Sinn macht,
Sondern man vielleicht erstmal woanders hinschaut.
Und wenn das eben eher was Passiveres ist,
Was nach außen hin so aussieht,
Als würde man gerade stillstehen,
Dass das dann auch in Ordnung ist,
Weil da passiert so viel in einem und wenn man eben sich erlaubt,
Aus diesen Momenten oder aus diesen Phasen im Leben,
In denen man eben so stillsteht von außen hin,
Aus denen zu lernen und sich da ganz besonders anzuschauen,
Was gerade abgeht in einem.
Dass das eben einen so viel weiterbringen kann auf einer menschlichen Ebene,
Als wenn man mit seinem Kopf die ganze Zeit woanders ist.
Was auch total toll sein kann,
Weil man dann eben nicht so viel im Kopf ist,
Was für mich manchmal so wie Ferien ist.
Manchmal wünschte ich mir einfach,
Ich könnte meinen Kopf einfach so ausschalten.
Und deswegen hat es ja auch alles seine eigenen Qualitäten,
Deswegen ist es ja auch total toll,
Karriere zu machen und sich in irgendwas so richtig tief reinzutauchen und sein Leben,
Komplett seinen Lebensinhalt zu machen und so.
Aber ich will halt einfach nur sagen,
Dass es verschiedene Phasen im Leben gibt und wenn man gerade in der einen Phase ist,
Heißt es lange nicht,
Dass diese Phase falsch ist,
Auch wenn es nach außen so aussieht oder für einen selber so aussieht,
Als würde man gar nichts machen.
Dabei durchläuft man so,
So,
So viel und es ist auch für den Körper viel,
Es ist für den Geist viel und sich dann eben auch zu erlauben,
Das dann einfach zu fühlen und zu erleben,
Weil es eben diese menschliche Erfahrung ist.
Ich finde es ist so,
So wichtig,
Dass wir wieder fühlen,
Also zu diesem Fühlen hingehen,
So wirklich zu fühlen,
Nicht nur so,
Heute bin ich traurig und so,
Sondern halt wirklich zu gucken,
Was brauche ich in dem Moment,
Warum fühle ich mich überhaupt so,
Gibt es da irgendwas,
Was mal passiert ist,
Kann ich irgendwen vergeben,
Kann ich mir vergeben,
Kann ich dieses Gefühl loslassen und sich nicht so komplett diesen ganzen Gefühlen so ausgeliefert fühlen und so sein.
Also als wäre es so,
Jeden Morgen sagt mir jemand quasi,
Wie ich mich fühlen soll oder irgendwelche Emotionen passieren halt einfach,
Ich habe darauf keinen Einfluss,
Es ist einfach wie,
Man wird von so einem Licht angestrahlt und man kann das nicht verändern,
Aber wenn wir eben in diese Stille gehen oder nach innen gehen,
Können wir eben so viel darin entdecken und so viel auch verändern und so viel heilen.
Ja,
Weil nichts bleibt für immer,
Was manchmal vielleicht auch ein bisschen gruselig sein kann,
Aber manchmal auch sehr viel,
Also mir gibt es manchmal sehr viel Sicherheit,
Weil ich dann denke,
Okay,
Ich bin jetzt gerade in dieser Phase,
Wo ich vielleicht nicht allzu viel mache,
Wo ich mir nicht sicher bin,
Ob ich mein Studium überhaupt zu Ende machen will,
Weil mein Semester fängt jetzt nächsten Monat an und ich denke die ganze Zeit,
Ich müsste irgendwie noch mich voll darauf vorbereiten oder irgendwie mir müsste es noch besser gehen oder ich müsste noch mehr irgendwie machen.
Und das ist halt komplette Bullshit,
Weil man ist halt immer nur in dem Moment,
In dem man gerade ist und man kann halt in jedem Moment einfach immer nur das tun,
Was im Moment das Richtige ist und man lebt dann ja sonst nur in der Zukunft oder in der Vergangenheit und es gibt ja nur das Jetzt.
Und ich denke,
Man kann die Phasen,
In denen man ist,
Wenn man sich darauf einlässt,
Total auskosten und total viel daraus lernen und es gibt nicht immer die Zeit,
Dass man viel meditieren kann oder viel sich mit sich selber auseinandersetzen kann,
Keine Ahnung,
Manchmal passieren dann Dinge im Leben,
Wo sich dann alles verändert.
Irgendwann bekommt man eine Familie oder hat vielleicht schon eine,
Was auch immer.
Dinge passieren einfach oder man zieht in ein anderes Land oder who knows.
Und ich meine,
Klar kann dieser Prozess immer weitergehen,
Aber um sich wirklich komplett darauf einzulassen oder eben in diese Stille gehen zu können,
Dafür sind diese eher stagnierenden Phasen eben total gut und total schön.
Ja.
Und ich glaube,
Das ist auch,
Wenn man eben nicht das super sozialste Wesen in dem Moment ist und jeden Tag Party macht oder irgendwie andauernd irgendwas beiträgt,
Dass das dann eben,
Dass man jetzt für sich die ganze Zeit was beiträgt und diese Entwicklung eben genauso wichtig ist wie diese berufliche,
Wenn nicht sogar noch wichtiger,
Aber das ist eben an sich Sache.
Ja.
Und es sind halt einfach Phasen im Leben und die verändern sich auch und wenn man sich eben nicht gegen diese Phasen auflehnt,
Dann dürfen sie sich auch verändern und dann passieren die Dinge,
Man merkt es gar nicht so richtig und plötzlich steht man wieder komplett mitten im Leben.
RTL 2.
Wow.
Ja.
Und ich denke,
Also zum Beispiel dieses Problem mit der Uni,
Ich weiß nicht,
Das kennen,
Denke ich,
Auch viele Leute in meinem Alter,
So dieses,
Ich weiß nicht,
Was ich mit meinem Leben machen soll oder ich weiß nicht,
Ob das,
Was ich gerade mit meinem Leben mache,
Das Richtige ist.
Und ich denke,
Dass da ja auch einfach,
Einfach so eine Sache ist,
Im Jetzt zu bleiben und einfach immer dem zu folgen,
Was einem gerade Spaß macht.
Und wenn man wirklich sagt,
Dieses Studium ist gerade nichts für mich oder ich weiß noch nicht,
Ob das was für mich ist,
Ist dann einfach erstmal vielleicht ein bisschen auszuprobieren und dann darauf zu vertrauen,
Dass man weiß,
Ob es soweit,
Äh,
Dass man weiß,
Wenn es soweit ist,
Dass es soweit ist,
Das Studium abzubrechen.
Okay,
Ich versuche es nochmal leichter zu formulieren.
Also,
Dass man,
Wenn man,
Dass man darauf vertraut,
Dass,
Wenn es soweit ist,
Das Studium abzubrechen,
Dass man es dann weiß.
Und dass man dem einem nochmal eine Chance gibt.
Aber dass man auch in dem Moment sagen kann,
Nee,
Ich hab da gar keinen Bock mehr drauf,
Ich will das jetzt sofort abbrechen.
Aber das weiß man dann ja in dem Moment.
Und dass es auch okay ist,
Es nicht zu wissen.
Dass es okay ist,
Eher ins Blaue reinzuleben.
Dass es okay ist,
Nicht zu wissen,
Was man mit seinem Leben machen soll,
Weil ich,
Also ich bin selber noch jung,
Ich hab keine Ahnung,
Wie das mit dem Leben funktioniert.
Aber ich denke mal,
Dass die Dinge sich auch einfach ergeben und entwickeln und sobald man eben nicht mehr dagegen kämpft,
Was jetzt gerade ist oder dass man es nicht weiß,
Sondern dass man es unbedingt herausfinden will und sich halt eben voll verkrampft,
Dass man dann sich ganz schön verrennen kann.
Und was auch nicht schlimm ist am Ende.
Aber ja,
Dass man sich eben darauf einlässt,
Einfach mal zu schauen,
Wo die Reise hinführt.
Weil normalerweise ist es ja immer so,
Wenn man zurückguckt,
Denkt man sich so,
Wow,
Hätte ich nicht gedacht,
Dass ich hier mal lande.
Ja und genau.
Also ich hab mir nämlich jetzt einfach gesagt,
Also ich studiere ja Mediendesign und ich bin mir halt bei der ganzen Sache noch nicht so ganz sicher.
Aber ich denke mir halt,
Ich mach jetzt erst mal das nächste Semester und schau mal,
Ob das überhaupt was für mich ist.
Und klar,
Manchmal hat man diese Situation vielleicht gar nicht,
Dass man sich entscheiden kann,
Sondern dass man eben sagt,
Dass man es entweder durchziehen muss oder man muss es sofort abbrechen.
Aber das sind dann auch alles Dinge,
Über die man sich dann halt mega aufregen kann oder wo man voll in den Widerstand gehen kann.
Oder man kann es einfach so nehmen,
Wie es kommt und eher wieder so reinjumpen in den Flow.
Ich weiß,
Es ist alles nicht einfach.
Wahrscheinlich ist es doch einfach,
Wenn man einfach mal loslassen könnte,
Aber dann muss man erst mal loslassen.
Aber genau dafür sind ja dann diese Ruhephasen wieder da oder dieses nach innen gehen,
Um eben zu lernen,
Wie das überhaupt geht,
Loszulassen oder eben im Flow zu leben,
Zu spüren,
Was will ich überhaupt,
Ist es das Richtige für mich,
Ist es nicht das Richtige für mich.
Und ja,
Ich denke,
Es gibt ja eben viele Wege,
Das herauszufinden.
Ich meine,
Man kann auch 10.
000 verschiedene Praktika machen und man wird es dann wahrscheinlich irgendwann herausfinden.
Man kann aber auch in die Stille gehen und das bedeutet dann nicht,
Dass man nichts gemacht hat oder dass man ein Versager ist oder eine Bürde für die Gesellschaft.
Weil wir sind alle Menschen und sobald unser Herz schlägt,
Sind wir einfach da und das ist schon das größte Wunder und das ist eigentlich das Einzige,
Was man im Leben erreichen kann.
Also man ist einfach da und es ist genug.
Also auf menschlicher Ebene,
Wenn man jetzt nur aus dieser Karriereebene schaut und so,
Ist es vielleicht nicht genug,
Aber das ist dann eben die Sichtweise,
Aus der man gerade schaut und darauf haben wir halt immer einen Einfluss und das können wir uns immer entscheiden,
Wenn wir es wissen,
Dass wir uns entscheiden können.
Und man kann sich dann eben auch noch fragen,
Was überhaupt die Definition von Erfolg ist,
Weil ich habe immer das Gefühl,
In unserer Welt wird Erfolg immer darüber definiert,
Wie viel Geld man hat oder was man erreicht hat im Leben oder wie viel man eben gemacht hat,
Wie viel man beigetragen hat.
Aber Erfolg hat für mich persönlich eine ganz,
Ganz andere Definition,
Was auch manchmal schwierig ist,
Weil meine Definition von Erfolg ist mehr so,
Wie glücklich bin ich oder wie sehr kreiere ich mir das Leben,
Was ich gerne leben möchte oder eher dieses,
Wie fühle ich mich.
Aber dass es manchmal natürlich auch schwer ist in dieser Welt,
Sich nicht mitreißen zu lassen von diesem ganzen,
Ich muss irgendwas erreichen,
Irgendwas muss aus mir werden und so weiter.
Deswegen mache ich auch gerade diese Folge,
Weil diese Gedanken ja immer wieder so in den Kopf zurückkriechen und sagen,
Du musst mal ein bisschen mehr machen,
Du musst mal jetzt hier studieren und wissen,
Was du machen willst und jetzt eine fette Firma gründen und Geld machen und Anerkennung bekommen,
Was ja irgendwie alles voll der Bullshit ist.
Ja,
Deswegen nur so ein kleiner Gedankenanreiz,
Sich mal zu fragen,
Was Erfolg eigentlich für einen selber bedeutet oder was das ist,
Was das Herz singen lässt oder wie man sich eigentlich fühlen möchte,
Ob man glücklich sein möchte im Leben und was das für einen bedeutet.
Das kann ja auch bedeuten,
Dass man glücklich ist,
Wenn man dies und jenes beruflich macht,
Aber eben dann in dem Moment auch diese menschliche,
Persönliche Ebene nicht zu vergessen und dass immer mehr so im,
Dass es so miteinander übereinstimmt.
Ja.
Die Balance finden.
Balance.
Balance.
Okay.
Ich glaube,
Das war es für heute.
Ja,
Hört auf euch selber.
Man kann auch seine eigene Intuition oder seine eigene innere Weisheit fragen.
Also habe ich auch schon mal eine Folge darüber gemacht.
Kannst du oder ihr euch gerne nochmal anhören.
Da geht es einfach darum,
Solche Fragen,
Die man hat,
Wo man keine Antwort drauf weiß oder wo man am liebsten eine Antwort drauf hätte von jemandem,
Wo man manchmal gerne irgendwelche Leute fragt oder irgendwelche Gurus.
Jo,
Kannst du mir sagen,
Was ich bitte machen soll?
Und sich das einfach zum Beispiel auf ein Papier zu schreiben und dann ganz doll auszuatmen,
Die Augen zuzumachen und einfach mal zu hören,
Was hochkommt.
Ob irgendein Wort kommt,
Ob irgendein Gefühl kommt und dadurch eben in Verbindung mit der eigenen inneren Weisheit oder mit dem,
Was man wirklich will oder mit dem inneren Wesen,
Was einen immer leitet,
Damit in Verbindung zu treten.
Ich muss das auch wieder öfters machen.
Ich habe das in letzter Zeit ein bisschen in Vergessenheit geraten und habe mich dann gerne an andere Menschen gewandt.
Aber ja,
Das nur als so kleine Idee,
Weil da immer sehr,
Sehr akkurate,
Tolle Sachen bei rauskommen,
Finde ich.
Aber es ist auch ein bisschen eine kleine Trainingssache,
Aber es ist,
Glaube ich,
Eine coole Sache,
Wenn man es kann.
Weil man dann sich nicht so verrennt und die ganze Zeit das Leben von anderen Menschen lebt und die ganze Zeit Ratschläge bekommt,
Die ganze Zeit geschlagen wird und Lösungen vorgeschlagen bekommt.
Das finde ich auch immer so geil,
Dieses Wort vorgeschlagen oder Ratschläge,
Weil das eigentlich voll beschreibt,
Was es ist.
Weil ein Ratschlag ist ja immer was von außen und es muss nicht unbedingt die innere Wahrheit sein.
Und die findet man halt erst,
Wenn man nach innen hört und still wird.
Okay,
Das war's.
Ich halte jetzt meinen Mund.
Ich wünsche euch einen ganz,
Ganz,
Ganz schönen Tag.
Und wenn der nicht schön ist,
Dann ist das auch in Ordnung.
Dann durchatmen.
Wird schon wieder.
Und ja,
Teile die Folge gerne mit jemandem,
Der sie vielleicht interessant finden könnte.
Oder teile sie bei deinen Social-Media-Accounts.
Überall.
Plakativ.
Nein,
Spaß.
Ja,
Und falls du irgendwelche Anreize hast oder so,
Kannst du mir gerne bei Instagram einen Kommentar da lassen oder so.
Da heiße ich atMiriamBrennig.
Und ja,
Ich hoffe,
Wir hören uns beim nächsten Mal wieder.
Und tschüssi.
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