
79. Wenn Liebe sich als Angst verkleidet | Ist die Angst wirklich gegen dich?
by Miriam Amavi
In dieser Folge stelle ich gerade ein paar Fragen (die ich mir im Moment stelle), die nicht für den Verstand gedacht sind. Es gibt keine richtige Antwort. Es geht darum, still zu werden und die Frage auf sich wirken zu lassen. Zu warten. Die Antwort kommen lassen. Welche Form auch immer sie hat. Es geht darum, ob Angst wirklich bösartig ist, wie es sich so oft anfühlt.
Transkription
Hallo,
Du hörst Peaceful Sail Project,
Ich bin Miriam und ich habe für diese Folge ein paar Fragen,
Die ich gerne stellen werde,
Die ich mir selber im Moment stelle und zwar sind es keine ganz normalen Fragen,
Auf die es eine Antwort gibt,
Sondern eher so,
Es gibt im Englischen das Wort Inquiry und ich habe irgendwie noch nicht so richtig die richtige Übersetzung dafür gefunden,
Aber es bedeutet so viel wie nachdenken,
Nachforschen,
Darüber so reflektieren,
Vielleicht auch so ein bisschen,
Oder was ich unter dem Wort so verstehe,
Ist auf sich wirken lassen,
Es sinken lassen und den Verstand abzuschalten dabei und so ein bisschen das Herz antworten zu lassen und diesen Teil in uns zu accessen,
So diesen Teil von uns zu spüren,
Der diese innere Weisheit hat und der nicht der Verstand ist,
Unser Herz und worum es dabei geht und wofür ich dich als Zuhörer einladen kann,
Ist diese Fragen auf dich wirken zu lassen und ohne direkt ein Urteil darüber zu fällen,
Sondern sie sacken zu lassen,
Still zu werden,
Wirklich still zu werden und die abzuwägen,
Zu überlegen,
Nachzuforschen,
Zu sehen,
Was für dich selbst wahr ist.
Jedenfalls kam mir das irgendwie heute,
Oder ich weiß nicht,
In der letzten Zeit kam mir das immer öfter,
So kam immer mehr der Gedanke,
Aber ich finde,
Man braucht immer so ein bisschen den Raum,
Um still zu werden,
Um sich Fragen zu fragen und ganz oft kommt dann dieser Widerstand in einem,
Der sich lieber ablenken will,
Lieber was anderes machen will,
Blablabla,
Bloß nicht mit dem Inneren beschäftigen.
Ja,
Aber ich sage jetzt erstmal,
Worum es eigentlich geht.
Und die Frage ist so ein bisschen,
Was wenn all das,
Was dir wehtut oder all das,
Was in dir wehtut oder all das,
Was du ablehnst am Leben oder all das,
Was dir das Leben schwer macht,
Was wenn das alles für dich ist,
Was wenn es für dich passiert,
Was wenn es gut ist.
Ich weiß,
Dass das erstmal total hart klingen kann,
Aber ich finde irgendwie auch,
Dass diese Frage irgendwie so eine neue Möglichkeit oder so eine neue Perspektive eröffnet,
Weil ganz oft ist es ja so,
Dass wir das,
Was uns im Leben wehtut,
Emotionen,
Die zu stark sind,
Ängste,
Die zu stark sind,
Trauer,
Was auch immer,
Dass uns das dann so krass,
Dass es uns so bedrohlich vorkommt und so vorkommt,
Als würde das Leben uns einen Streich spielen,
Als wäre alles gegen uns und nichts für uns.
Aber ich finde es voll spannend,
Diese Perspektive einzunehmen und still zu werden bei dieser Frage und sich zu fragen,
Was wenn es aus Liebe passiert,
Was wenn es für mich passiert.
Und für mich persönlich hat es irgendwie auch ganz viel damit zu tun,
So ins Herz zu gehen und von dem Standpunkt aus zum Beispiel Angst zu betrachten.
Und wir alle haben Angst,
Wir alle erleben Ängste in welchem Grad auch immer,
Aber wir alle erleben sie und ich glaube viele Leute kennen das,
Wo man nicht will,
Dass die Angst da ist.
Und wenn man jetzt aus dieser Perspektive die Angst anschaut und sich fragt,
Was wenn die Angst für mich ist,
Was wenn sie aus Liebe da ist und sie betrachtet und natürlich ist Angst da,
Weil sie einen beschützen soll.
Warum ist sonst Angst da?
Ich meine,
Du kriegst Angst vor einem wilden Tier,
Weil es dich sonst attackieren könnte,
Wenn du nicht wegkannst.
Du bekommst Angst,
Damit du dich darauf vorbereiten kannst,
Damit du sicher bleibst.
Und allein das ist doch so ein krasser Akt der Liebe.
Und es wahrzunehmen,
Dass dich etwas so,
So sehr liebt,
Dass es so weit gehen würde,
Um dich zu beschützen.
Und es fühlt sich natürlich immer so an,
Als wäre das alles gegen uns,
Als wäre jeder Schmerz,
Den wir fühlen,
Gegen uns.
Aber was,
Wenn er einfach nur Ausdruck von Liebe ist,
Die dir etwas zeigen möchte oder die dich sicher,
Wie sagt man,
Dich sicher,
Sicher,
Dich beschützen möchte,
Wie auch immer.
Und dann,
Wenn man davon jetzt ausgeht,
Hypothetisch,
Wenn man jetzt davon ausgeht,
Dass all diese Dinge aus Liebe passieren,
Von irgendwas in uns,
Was uns liebt oder von außen,
Was uns liebt,
Was auch immer.
Wenn das,
Wenn wir dann anfangen,
Dagegen zu gehen und sozusagen auf diese Liebe wütend zu werden und zu sagen,
Ganz ehrlich,
Warum willst du mich beschützen und bist du irgendwie völlig bescheuert und bla.
Ich meine,
Das machen wir ja in dem Moment,
Wo wir unsere Gefühle verdrängen,
Wo wir uns wegdrehen,
Wo wir diesen sanften,
Sensiblen Teil von uns wegschieben,
Weil es heutzutage nicht so anerkannt ist,
Sensibel zu sein,
Was auch immer.
Und man eher funktionieren sollte und was auch immer funktionieren bedeutet.
Witzigerweise ist genau das,
Dieses sensible Sein,
Funktioniert extrem gut,
Wieder umdrehen.
Und wie gemein das dann eigentlich ist,
Weil man dann sauer auf diese Teile ist.
Und ich finde es so rührend irgendwie,
Still zu werden,
Diesen Teil zu beobachten,
Der mich einfach nur beschützen möchte.
Wie liebevoll dann diese ganzen Gefühle plötzlich werden und wie viel Sinn es plötzlich macht und auch irgendwelche körperlichen Symptome oder sonst was,
Wie sie einfach nur da sind,
Um uns zu beschützen.
Und ich kann jetzt auch gerade nur von meiner eigenen Erfahrung reden,
Deswegen,
Ich glaube,
Das muss jeder für sich selber irgendwie still werden und schauen,
Was für dich dann wahr ist.
Ich weiß nicht,
Ob das für alle genauso ist,
Weil ich habe das nicht studiert.
Ich studiere nur mich,
Mich selbst.
Aber es ist irgendwie gerade einfach nur so ein kleiner Impuls,
Den ich irgendwie verspürt habe,
Den ich irgendwie weitergeben wollte.
Weil mir gibt es irgendwie so eine Weite,
Mich zu fragen,
Was,
Wenn es aus Liebe passiert.
Und dann plötzlich,
Also ich merke das zumindest,
Wenn ich liebevoll mit mir bin und diese Haltung einnehme und still werde und meinem Herzen zu hören und so weiter,
Wird alles plötzlich viel weicher in mir und viel schöner.
Und meine ganze Welt wird irgendwie weicher und liebevoller und heller und farbenfroher.
Und ja,
Ich finde es einfach faszinierend.
Oder auch mit anderen Emotionen.
Es muss ja nicht nur Angst sein,
Es kann ja auch Trauer sein oder es kann auch Wut,
Was auch immer.
Es will einem ja immer irgendwas sagen.
Diese Gefühle wollen einem immer irgendwas mitteilen.
Und das zu spüren,
Wie dieses Gefühl einfach nur seine Hand nach dir ausstreckt und sagt,
Seh mich oder sieh mich oder seh mich,
Sieh mich,
Sieh mich,
Halte mich,
Erkenne mich an.
Und ich glaube,
Die Kunst ist dann eben auch,
Sich dann nicht diesen Gefühlen komplett hinzugeben,
Sondern zu lernen,
Was es bedeutet,
Gefühle wahrzunehmen,
Sie zu sehen,
Ihnen Sicherheit zu geben und dann sich nicht mit ihnen zu identifizieren.
Und das ist,
Glaube ich,
Daran arbeitet ich gerade auch,
Sich nicht mit den eigenen Empfindungen vollkommen zu identifizieren.
Das ist eben auch diese Reflexion,
Die einem da vielleicht,
Oder dieses Inquiry,
Dass es einem dabei helfen kann,
Sich von den eigenen Gedanken zu lösen.
Weil ich habe auch im Moment wieder voll die Byron-Katy-Phase.
The Work sind ja vier Fragen,
Die man sich stellt,
Um Freiheit vom Leiden zu erlangen,
Beziehungsweise wenn man seinen Gedanken glaubt,
Dass man dann leidet.
Und wenn man zum Beispiel einen Gedanken hat,
Der einem Leiden verursacht,
Den man für wahr hält,
Ist die erste Frage eben,
Ist es wahr?
Die zweite Frage ist,
Kannst du mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit sagen,
Dass es wahr ist?
Und dann die nächste Frage ist,
Wie reagierst du,
Wenn du diesen Gedanken glaubst?
Und die vierte Frage ist,
Wer wärst du ohne diesen Gedanken?
Und danach dreht man den Gedanken um und findet die Umkehrung,
Wie zum Beispiel,
All meine Angst ist gegen mich.
Und dann wäre zum Beispiel die Umkehrung das,
Was ich vorhin gesagt habe,
Die Angst ist für mich.
Und dann das auf sich wirken zu lassen und nachzuforschen,
Anzuschauen,
Anzuprobieren,
Wie so einen Schuh anprobieren und gucken,
Hm,
Stimmt das,
Stimmt das nicht?
Und ich glaube,
Das ist auch nicht damit getan,
Irgendwie jetzt hier ein Buch zu lesen oder diese Podcast-Folge zu hören und danach irgendwie,
Ja,
Also kann man natürlich auch machen,
Spricht nichts dagegen.
Aber ich glaube,
Das ist halt eben das,
Wo man still werden muss,
Um wirklich Antworten für sich,
Die für sich selbst stimmig sind,
Zu finden und sich von den eigenen,
Ja,
Fesseln der Gedanken zu befreien,
Die man eben glaubt.
Und ich denke,
Das kann man eben nicht über die Verstandsebene,
Zumindest habe ich das noch nie hinbekommen.
Und ich weiß aber auch,
Wie,
Da fliegt gerade irgendein Flugzeug,
Ich hoffe,
Man kann es nicht hören.
Ich weiß aber auch,
Wie schwierig das sein kann,
Wirklich still zu werden,
Weil der Verstand,
Das Ego will immer schön irgendwas machen,
Ablenken,
Bloß nicht irgendwie zur Erkenntnis kommen,
Ist alles viel zu anstrengend,
Ist alles viel zu langweilig.
Ja,
Ich denke,
Dass,
Also für mich persönlich ist es so,
Ich beginne langsam zu verstehen,
Wie wichtig und wie schön das sein kann,
In die Stille zu gehen und wie wertvoll es für mich persönlich ist,
Wirklich still zu werden und ins Herz zu gehen.
Aber das ist halt,
Ja,
Wie gesagt,
Das ist halt was,
Was niemand einem sagen kann oder niemand einem geben kann,
Sondern genau das ist halt der Moment,
Wo man wirklich Verantwortung für sich selbst übernimmt,
Denke ich,
Weil man eben niemand anderen,
Weil niemand anderes kann einem das geben,
Was in dir ist.
Und ja,
Ich glaube,
Es ist alles von mir für heute,
Einfach mal die Frage zu stellen,
Was,
Wenn das alles für mich geschieht und nicht sofort zu sagen,
Nein,
Das kann man natürlich auch machen.
So,
Das ist nix für mich und natürlich ist das alles böse und bla bla bla bla.
Was passiert und deswegen ist es halt eine Frage,
Die halt eben offen ist und natürlich kann man auch zum Schluss kommen.
Es ist nicht für mich,
Aber deswegen einfach die Frage,
Um nach innen zu schauen und die Augen zuzumachen,
Still zu werden,
Wie lange es eben dauert und das nicht zu analysieren und abzuwägen und dann ist wieder Verstand und zu diskutieren und zu sagen,
Ja,
Aber,
Aber,
Aber,
Einfach wirklich still zu werden,
Wirklich,
Wirklich still zu werden.
Und ich denke,
Vielleicht ist es auch nicht ein Prozess,
Der,
Man denkt einmal darüber nach oder man fühlt einmal darüber nach und dann ist die Sache gegessen.
Ich denke,
Es ist so ein bisschen eine Haltung,
Die man irgendwie einnimmt und so auch,
Was man vielleicht üben,
Üben muss.
Who knows?
Wie gesagt,
Es ist einfach nur gerade irgendwie so eine Idee,
So was,
Was in mir gerade arbeitet und ich denke,
Dass ich auch noch viel diese Frage auf mich wirken lassen muss,
Bis ich am Ende dann meine persönliche Antwort darauf gefunden habe.
Wie gesagt,
Ich finde es einfach mega interessant und spannend,
Den Spieß mal umzudrehen,
Weil dieses andere,
Es ist alles gegen mich.
Es hat irgendwie so keinen Spielraum mehr.
Es ist einfach eine Sackgasse.
Es ist halt so besiegelt.
Es ist so,
Ja,
Es ist alles gegen mich.
Und dann immer,
Wenn irgendwas passiert,
Was einem nicht in den Kram passt,
Was irgendwie nicht so toll ist,
Wird sofort abgestempelt als,
Siehst du,
Wieder ein Beweis dafür,
Dass es gegen mich ist.
Und vielleicht verändert sich auch nicht sofort irgendwas,
Wenn man anfängt zu sagen,
Es ist alles für mich oder es zu verstehen,
Aber dass man diese Zuversicht dann irgendwie behält,
Weil dann ist es ja auch nicht mehr so wild,
Was passiert,
Wenn man diese Liebe und diese Zuversicht so in sich kultiviert hat.
I don't know.
Das ist auf jeden Fall irgendwie das,
Was irgendwie gerade so in mir ist.
Ich weiß nicht,
Ob das irgendwie Sinn macht.
Das ist alles von mir für heute.
Ich hoffe,
Dir geht's gut,
Ganz wunderbar.
Und wenn nicht,
Dann ist das auch in Ordnung.
Es ist okay.
Du darfst dich fühlen,
Wie du dich fühlst.
Und alle.
Okay,
Sorry.
Also,
Genau,
Wenn du die E-Mail-Benachrichtigung für eine neue Folge haben möchtest,
Dann kannst du dich eintragen unter www.
Miriambrennig.
De slash E-Mail.
Bei Insta heiße ich miriam,
At miriambrennig.
Und du kannst auch gerne noch meine EFT-Meditation bei InsideTimer anhören.
Wenn du das gerade eh über InsideTimer hörst,
Dann bist du ja schon an der richtigen Adresse.
Ich hoffe,
Wir hören uns bei der nächsten Folge wieder oder bei einer anderen Folge,
Einer älteren,
Who knows.
Und ja,
Bis dann.
Tschüss.
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4.6 (7)
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