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Nekkhamma-pāramī: Über Entsagung

by MC Brigitte Schrottenbacher

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Eine der zehn Tugenden, die im Buddhismus in unseren Herzen wachsen soll, ist Nekhamma. Nekhamma bedeutet wörtlich übersetzt Entsagung. Aber wirklich bedeutet es, von der Anhaftung an alle Dinge loszulassen.

Transkription

Heute möchte ich über die dritte Parami,

Also die dritte Perfektion oder Vollkommenheit,

Wie man es auch auf Deutsch nennt,

Sprechen.

Nekamma Parami.

Verzicht,

Entsagung.

Das klingt für uns immer so,

Oh je,

Ich muss auf etwas verzichten.

Ich kann etwas nicht haben,

Ich darf es nicht haben,

Ich muss etwas loslassen,

Das ich eigentlich gerne haben würde.

Also eher negativ,

Dieses Wort Verzicht.

Klingt eher negativ.

Sodass man eben etwas nicht kriegt,

Was man gerne haben würde.

Im Buddhismus ist es eigentlich nicht,

Also die Bedeutung geht nicht in diese Richtung.

Das ist eher positiv.

Verzicht,

Entsagung,

In dem Fall würde eher bedeuten,

Dass man lernt loszulassen,

Lernt eben nicht so sehr an den Dingen zu haften und dadurch mehr Freiheit zu erlangen.

Man sollte erkennen,

Also im buddhistischen Training,

Dass die Dinge,

Die wir dauernd nachlaufen,

So im täglichen Leben,

Dinge,

Die uns von Werbung oder äußeren Umständen einfach suggeriert werden,

Dass die Dinge zu erstehen,

Die Dinge zu kriegen,

Zu kaufen,

Dass uns das glücklich macht.

Das passiert ja die ganze Zeit,

Dass einem suggeriert wird,

Wenn ich das kaufe,

Dann bin ich glücklich.

Wenn ich das erlangt habe oder diesen Status erlangt habe,

Was auch immer,

Dann bin ich glücklich.

Und so haben wir immer so ein Streben hin zu irgendwelchen Dingen,

Weil wir glücklich sein wollen.

Das ist die Natur im Menschen.

Alle wollen glücklich sein und man denkt halt,

Das ist leider auch üblich so für uns Menschen,

Dass dieses Glück irgendwo gefunden wird in äußeren Dingen.

Und dann läuft man denen nach und dann vielleicht erreicht man so manches.

Und was man dann bemerkt ist,

Das war es auch nicht.

Ich bin immer noch nicht glücklich.

Es ist immer noch keine Zufriedenheit da.

Und dann strebt man halt nach dem Nächsten.

Dann braucht man mehr.

Oder manchmal erreicht man vielleicht was oder bekommt man was und ist kurz mal glücklich,

Denkt,

Ah super,

Jetzt habe ich das.

Aber dann gehen die Gedanken schon wieder in die Richtung,

Okay,

Ich will mehr von dem Kick,

Von dem Glückskick,

Den ich da gekriegt habe.

Und so ist unsere menschliche Natur halt immer mehr und mehr.

Ich will mehr haben,

Mehr kriegen,

Mehr sein.

Und es gibt kein Ende.

Da ist man wie so ein Hamster in so einem Rad,

Der sich da dauernd weiter dreht und irgendwo nie ankommt.

Also es ist kein Ankommens,

Keine Zufriedenheit.

Also dieses Nähkammer für uns im Buddhismus bedeutet,

Zufriedener zu werden mit dem,

Was man hat,

Mit dem,

Was ist.

Es ist eine schöne Geschichte,

Auch vor vielen Jahren,

Da war Rockefeller,

Habt ihr bestimmt alle schon von ihm gehört,

War damals so der reichste Mann der Welt.

Und der wurde da von einem Journalisten gefragt,

Wie viel Geld ist denn genug?

Und dann hat er kurz überlegt und hat dann gesagt,

Ein bisschen mehr.

Obwohl er schon Milliarden hatte und das sowieso sein Leben lang nicht aufbrauchen würde,

Aber einfach ein bisschen mehr.

Das ist so das Übel in unserem menschlichen Leben,

Dass es halt einfach mehr,

Immer ein bisschen mehr sein soll.

Wie oft hat man denn das Gefühl,

Jetzt bin ich zufrieden.

Es ist genug oder es ist gut so.

Das ist leider sehr,

Sehr selten.

Und gerade in dem jetzigen Zeitalter mit all diesen äußeren Einflüssen von Medien,

Digitalem und sonst irgendwas,

Man ist immer irgendwo in diesem Hamsterrad.

Und es ist so selten,

Dass man das einfach mal sein lassen kann,

Weglegen kann und einfach nur mal ist.

Ich würde euch das empfehlen,

Macht das.

Versucht einmal am Tag,

Jeden Tag einmal für zehn Minuten einfach nur zu sein.

Einfach nur sitzen und sein,

Ohne irgendetwas,

Ohne irgendeinen Film zu sehen,

Ohne das Telefon in der Hand zu haben,

Ohne irgendwas zu tun.

Einfach nur sitzen und sein.

Wie schwierig ist das schon.

Wahrscheinlich fragt man sich dann fast zehn Minuten,

Ohne was zu tun.

Also ich meine da auch nicht,

Dass ihr euch dann hinsetzen müsst und meditieren oder ein Buch lesen oder so.

Einfach nur sein.

Das alleine fällt uns schon nicht leicht.

Es wäre natürlich,

Nähkammer bedeutet Verzicht,

Entsagung und das kann man natürlich auch ein bisschen intensiver praktizieren.

Einige von euch haben das ja schon gemacht.

Die waren schon in Retreats bei mir,

Also so im Rückzug,

Haben meditiert in einem Tempel oder irgendwo in einem Meditationszentrum oder für sich selbst irgendwo zu Hause oder auf irgendeiner Hütte,

Auf einer Alm oder sonst irgendwo,

Wo man simpler oder einfacher leben kann.

Auch das ist Nähkammer.

Einfach diese Einfachheit,

Dass man mit wenig Dingen einfach sein kann.

Nicht immer unheimlich viele Sachen um sich herum haben muss,

Sondern simpel einfach zu sein.

Hier im Tempel,

Wenn die Leute kommen,

Dann haben sie ein Zimmer oder eine kleine Hütte und da ist nichts.

Da ist einfach ein Kopfkissen,

Eine Matte und eine Decke und ein Sitzkissen.

That's it.

Mehr hast du nicht.

Dann hast du aber deine Mahlzeiten und dein Wasser zu trinken und das ist alles.

Einfach sehr,

Sehr simpel.

Und ganz oft passiert es,

Dass die Leute dann auch zu mir kommen,

Es ist so schön,

So einfach zu leben.

Wenn man sieht,

Dass man gar nicht so viel braucht und in dieser Simplizität einfach so zufrieden sein kann.

In der Mangala Sutta zum Beispiel,

Eine ganz wichtige Sutta im Buddhismus,

Wird es auch als eines der höchsten Blessings,

Also einer der höchsten Segen beschrieben.

Also Zufriedenheit ist einer der höchsten Segen,

Die wir erleben können.

Das ist Nekamma,

Also diese Entzagung.

Wenn ihr jetzt so als Laie zu Hause lebt,

Könntet mal versuchen,

Vielleicht nach dieser Session,

Dass ihr euch ein Blatt Papier nehmt und mal aufschreibt,

Was habe ich denn da alles,

Was ich eigentlich gar nicht brauche.

Wahrscheinlich wird es einfacher sein,

Ein Blatt Papier zu nehmen und aufzuschreiben,

Was habe ich denn alles,

Was ich brauche.

Es wird wahrscheinlich weniger sein als das,

Was man hat,

Was man nicht braucht.

Das ist immer dieser Überfluss und dieses Anhaften an so vielen Dingen,

Die man gar nicht braucht.

Ich kann auch aus eigener Erfahrung sprechen.

Ich als 32 Jahre Nonne,

Wenn ich nach Europa gehe,

Meine Schüler sind dann immer unter furchtbarem Stress,

Wenn ich mit drei bis fünf Koffern ankomme,

Voller Sachen,

Die ich denke,

Ich brauche die dann.

Wobei ich wahrscheinlich mehr als die Hälfte gar nicht brauche.

Es sind natürlich viele Geschenke auch drinnen und so.

Aber das macht eigentlich nur Stress.

Vielleicht seid ihr selbst schon mal gereist,

Einfach so mit Rucksack.

Speziell die Jungen machen das heute.

Ich sehe das auch,

Wenn sie hier in den Tempel kommen.

Einfach nur einen Rucksack dabei.

Das wäre ja auch total toll.

Einfach so einen Rucksack.

Du hast nur die wichtigsten Dinge,

Die du wirklich brauchst da drin.

Wer will sich da schon zu Tode schleppen?

Aber es kommt auch sehr oft vor,

Dass sie mit Rucksäcken kommen,

Die größer sind als sie selber.

Da fragt man sich dann auch,

Ob das noch viel Spaß macht,

Sowas mit rumzuschleppen.

Da wäre Simplizität natürlich auch gut und von Vorteil.

Für uns bedeutet es einfach,

Das Leben simpler zu machen.

Zumindest manchmal,

Eben in so einem Rückzug.

Geht vielleicht auch mal campen.

Auch da erkennt man das.

Dann ist man irgendwo an einem Campingplatz,

Hat nur sein Zelt,

Die wichtigsten Dinge,

Die man eben jetzt braucht für die Tage.

Wie schön ist es,

Einfach dann da zu sitzen in der Natur,

Den Vögeln beim Zwitschern zuhören und einfach in der Natur zu leben.

Es gibt dann eine Freude,

Eine innere Freude,

Die du einfach sonst nicht erlebst,

Obwohl du allen Möglichen Luxus hast zu Hause.

Das ist mit Entsagung,

Mit Nähkammer auch gemeint.

Es ist natürlich jetzt auch großer Verzicht,

Wie Buddha ihn geübt hat.

Als er seinen Palast verlassen hat,

Seinen ganzen Wohlstand,

Den er da hatte,

Den Reichtum,

Dann auch seine Frau und sein Kind.

Er hat das alles zurückgelassen,

Obwohl er die geliebt hat,

Um eben das Käse zu praktizieren,

Um den Weg zum Überkommen vom Leiden zu erkennen.

Das ist natürlich ein sehr großer Verzicht.

Und auch heute gibt es Mönche,

Nonnen,

Die eben so einen Verzicht üben,

Die einfach alles zurücklassen,

Um ein simples,

Einfaches Leben als Mönch und Nonne zu leben.

Die Mönche haben dann normalerweise vier Requisiten,

Die sie besitzen.

Also wirklich nur die Almosenschale,

Die Roben,

Drei Roben kann man da haben,

Dann ein Dach über dem Kopf und Medizin.

Das sind die vier Requisiten.

Also das ist das,

Was sie haben sollten und das sollte dann genügen.

In Genügsamkeit sollten sie dann eben meditieren und praktizieren,

Um eben Befreiung aus dem Leiden zu erlangen.

Aber das heißt nicht,

Dass das jetzt jeder tun kann,

Alles wegwerfen,

Zurücklassen,

Verschenken und dann eben Mönch und Nonne werden.

Aber das ist auch nicht wirklich nötig.

Man kann auch Entsagung üben und vieles besitzen.

Es geht nicht darum,

Was man äußerlich besitzt.

Diese Entsagung ist nicht eine äußerliche Sache,

Sondern das ist einfach eine Herzenssache.

Das heißt,

Ich kann ein schönes Haus haben,

Schönes Auto und Luxus genießen,

Wenn ich damit sein kann,

Aber auch ohne das sein kann.

Darum geht es.

Wenn ich damit bin und glücklich bin,

Aber sobald irgendetwas davon wegfällt,

Mir weggenommen wird oder einfach nicht mehr funktioniert und nicht mehr in meinem Leben ist und dann leide ich darunter,

Dann wird es zum Problem.

Das heißt,

Es ist nicht das,

Was man besitzt,

Sondern es ist das Anhaften daran,

Das nicht loslassen können oder nicht ohne dem sein können,

Was es zum Problem macht.

Also Entsagung ist eine innere Einstellung und nicht unbedingt davon abhängig,

Was da außen ist.

Also sicher zu empfehlen,

Ab und zu so einen Rückzug zu machen und in sich zu gehen und einfach sich selbst wieder mehr kennenzulernen und das in Simplizität,

Also dass man wirklich dann einfach lebt,

Weil sonst ist es wieder nur Ablenkung.

Hat man ein Handy,

Einen Computer dabei,

Hat man ein TV,

Schaut sich Filme an und dann wird dieser Rückzug wahrscheinlich nicht funktionieren.

Dieses in sich gehen und sich selbst wieder zu erkennen,

Wieder zu sehen.

Ja,

Entzug,

Entsagung.

Entsagung bedeutet auch,

Dass man manchmal aufgeben,

Bestimmte Meinungen aufgeben kann,

Also einfach die Einstellungen und Meinungen,

Die man hat,

Dass man auch da mal sagen kann,

Okay,

Ich verstehe das jetzt so,

Aber da kommt eine Person,

Die mit mir spricht oder die sieht die Dinge in einer anderen Weise.

Wie weit können wir da Entsagung oder Verzicht üben?

Das heißt,

Dass man auch da mal loslassen kann.

Ich kann meine Meinung haben oder das Wissen über ein bestimmtes Objekt haben,

Aber kann ich da auch einfach mal zuhören und sagen,

Okay,

Die Person hat eine andere Meinung.

Ich kann da zuhören und es ist okay.

Wieso nicht?

Wieso sollte jemand nicht eine andere Meinung über das haben?

Ich muss da nicht unbedingt jetzt dann gleich reagieren und der anderen Person meine Meinung aufdrücken oder sie dazu zwingen,

Dass die Person das genauso sieht.

Auch das ist Nähkammer,

Auch das ist Verzicht.

Überhaupt bei Sinneseindrücken,

Die ich habe,

Wenn ich Dinge sehe,

Höre,

Die ich entweder mag oder nicht mag,

Dass ich auch da auf Reaktion verzichten kann.

Dass da jetzt Mögen oder Nichtmögen auftaucht,

Da kann ich gar nichts dagegen machen,

Weil das so schnell geht im Geist.

Das ist dann einfach da.

Aber muss ich da drauf reagieren?

Muss ich da aus diesem Mögen und Nichtmögen wirklich reagieren?

Das muss nicht sein.

Auch das ist Nähkammer,

Also dass ich da verzichten kann zu reagieren und einfach mal sein kann.

Akzeptieren kann,

Dass eine Situation nicht so ist,

Wie ich sie jetzt vielleicht haben möchte.

Das Akzeptieren,

In sich gehen und trotzdem zufrieden sein mit der Situation.

Das wäre auch ein Praktizieren von Nähkammer.

Warum ist es denn für uns so schwierig?

Ich möchte so einen kleinen,

Kurzen Text für euch lesen,

Was Buddha da mal zueinander gesagt hat,

In dem Fall.

Und zwar Buddha sagte zueinander,

Aneinander.

Auch ich hatte vor meiner vollen Erleuchtung,

Als ich noch nicht völlig erleuchtet,

Noch ein Anwärter auf die Erleuchtung war,

Den Gedanken.

Etwas Gutes ist die Entsagung.

Etwas Gutes ist die Abgeschiedenheit.

Doch mein Herz aneinander fühlte keinen Drang zur Entsagung,

Neigte nicht dazu,

Festigte sich nicht darin und fand darin keine Befreiung.

Daneinander fragte ich mich,

Was ist wohl die Ursache dafür,

Was der Grund?

Und der Gedanke kam in mir,

Nicht habe ich das Übel der Sinnendinge erkannt.

Und oft erwogen habe den Segen der Entsagung noch nicht empfunden und erwirkt.

Ich sagte mir daher,

Wenn ich nun das Übel der Sinnendinge erkenne und oft erwege und den Segen der Entsagung empfinde und erwirke,

So mag es wohl sein,

Dass dann mein Herz einen Drang fühlt zur Entsagung,

Dazu neigt und sich darin festigt und darin Befreiung findet.

Das deutet für uns dahin,

Wenn wir keine Tendenz zum einfachen Leben oder mehr Zufriedenheit haben,

Man kann das trainieren.

Und dazu gibt es eben einfach Meditationen,

Auch Meditationen,

Die ich immer wieder in unseren täglichen Meditationen lehre.

Und zwar zum Beispiel die Kontemplation über den Körper,

Die fünf äußeren Objekte des Körpers,

Die Panca Kamathana,

Den Körper selber,

Empfindungen im Körper oder Knochen oder eins der 32 Körperobjekte,

Die der Buddha da gelehrt hat,

Zu kontemplieren,

Darüber zu reflektieren.

Das heißt,

Dass man genauer hinschaut und diese drei Daseinsmerkmale sieht,

Die dauernd präsent sind,

Wenn man hinschaut.

Daseinsmerkmale,

So Anicca,

Dukkha,

Anatta,

Die Vergänglichkeit,

Also alles ändert sich,

Ist vergänglich.

Dukkha,

Diese Leidhaftigkeit,

Diese unbefriedigende Natur in Körper und Geist.

Und das Dritte,

Im Anatta,

Diese Nicht-Selbst-Natur oder diese unkontrollierbare Natur von Körper und Geist.

Dass man das immer wieder hervorholt und eben sieht.

Das heißt,

Mehr Kontemplation,

Was den Körper angeht,

Machen.

Dass man halt einfach sieht.

Unsere normale Kultur und Gesellschaft,

Die will das gar nicht.

Also da wird es immer irgendwie verpönt,

Sich das anzuschauen.

Man schaut sich nicht die hässlichen oder unguten Dinge oder nicht so schönen Dinge an.

Tod,

Total verpönt.

Man schaut sich den Tod nicht an.

Man wird damit konfrontiert und versucht,

Das so schnell wie möglich auch wieder loszuwerden.

Aber da mal wirklich hinzuschauen und zu überlegen,

Dass das mir genauso passiert.

Also nicht nur andere sterben,

Ich muss auch sterben.

Dass man sich das herholt,

Wenn man es sowieso im täglichen Leben irgendwo schon erlebt.

Das wäre wichtig.

Das führt dazu,

Dass man mehr Fähigkeit hat,

Loszulassen.

Mehr Fähigkeit hat,

Entsagung zu praktizieren.

Der Geist,

Wie Buddha in diesem Absatz da eben sagt,

Der neigt dann eher dahin zur Entsagung und zum Loslassen,

Wenn wir uns das immer wieder bewusst machen.

Wenn wir uns das nie bewusst machen,

Dann,

Obwohl jeder weiß,

Irgendwann wird er sterben,

Ist es doch so,

Dass wir so leben,

Als ob das nicht so wäre.

Weil wir immer dahin gestoßen werden,

Was das Schöne ist,

Was das ist,

Was ich haben will oder irgendwie erstehen oder erlangen kann.

Deshalb wäre das eine ganz,

Ganz wichtige Übung,

Immer wieder auch da hinzuschauen.

Dann Großzügigkeit ist natürlich auch Entsagung.

Also dass man die Sachen,

Die man besitzt,

Dass man die auch teilen kann,

Dass man die auch mal hergeben kann.

Das ist auch eine gewisse Art von Entsagung.

Und dann gibt es diese acht Loka Dhamma,

Wie wir sie in Pali nennen,

Die acht weltlichen Dhammas,

Die da eben loszulassen.

Auch das wäre eine Nähkammer.

Also die acht weltlichen Dhammas sind Gewinn und Verlust,

Verehrung oder Verachtung,

Lob und Tadel,

Freude und Leid.

Die acht sind auch dauernd in unserem Leben,

Dass man da loslassen kann,

Dass man sich nicht davon abhängig macht,

Dass einen jemand lobt oder eben unheimlich unglücklich ist,

Wenn einen jemand tadelt oder negativ über einen spricht.

Dass man Glück hat oder mal Unglück hat,

Dass da nicht so ein Haften dran ist und man sich dadurch glücklich oder unglücklich macht,

Wenn diese acht weltlichen Dhammas auftauchen.

Also das wäre auch eine Nähkammer,

Da loslassen zu können.

Ja,

Natürlich,

Wie gesagt,

Die Mönche und Nonnen haben halt da einen speziellen Code von Loslassen,

Also dass man eben bestimmte Regeln einhält.

Leute,

Die in den Tempel kommen,

Halten auch acht Regeln,

Wo wirklich einiger Verzicht geübt wird,

Also hauptsächlich auch nicht mehr zu essen am Nachmittag,

Kein sexueller Kontakt,

Keine Entertainments,

Also keine Musik,

Keine Filme schauen,

Keine Kosmetik,

Weniger schlafen und so.

Also das sind so extra Regeln,

Die man in so einem Fall halten würde,

Die sehr hilfreich sind,

Um eben Konzentration und Achtsamkeit zu entwickeln.

Aber man muss natürlich auch aufpassen,

Dass man Askese nicht ins Extreme treibt,

Also betreibt.

Das kommt oft auch vor,

Also gerade bei Leuten,

Die dann sehr viel Vertrauen haben.

Vertrauen ist auch ein sehr wichtiger Teil von Entsagung und von Loslassen können,

Muss erst mal Vertrauen da sein.

Aber wenn das jetzt sehr stark ist,

Wenn Vertrauen stärker ist als Weisheit in unserem Geist,

Also dann kann es auch dazu führen,

Dass Leute einfach zu extrem werden.

Auch das erlebt man manchmal,

Gerade an so einem Platz,

Wo ich bin,

Dass dann Leute so viel Vertrauen haben und dann halt gar nicht mehr schlafen wollen,

Gar nicht mehr essen wollen oder sonst irgendwelche extreme Askese praktizieren wollen und weil sie denken,

Da könnten sie schneller Fortschritt machen.

Das ist auch netter Weg,

Das hat ja auch Buddha erlebt.

Er hat auch extreme Askese praktiziert für viele Jahre,

Um eben auszutesten,

Ob das der Weg ist zur Erleuchtung.

Und er hat eben erkannt,

Das ist er nicht.

Dadurch ist er nicht erleuchtet worden und hat dann eben auf diesen mittleren Weg hingewiesen.

Also diesen mittleren Weg zu gehen,

Das wäre eben auch Nähkammer.

Von beiden Extremen loslassen,

Weder ins Extrem von Sinnesbegierden zu gehen und all dem Nachlaufen,

Was man will,

All das loswerden wollen,

Was man nicht will,

Da eine Mitte zu finden,

Das wäre Nähkammer,

Das wäre auch dieser mittlere Weg.

Und der führt letztendlich dazu,

Dass da mehr Freude ist im Geist.

Wie ich schon vorher gesagt habe,

Ist einfach dieses Erkennen,

Wie viel Freude da sein kann,

Indem man simpel lebt,

Indem man sein Leben etwas vereinfacht.

Zumindest zu solchen Zeiten,

Wo man Rückzug übt.

Also Entsagung,

Verzicht im Sinne des Buddha wäre eben,

Dinge loszulassen,

Die nicht so wichtig sind,

Um ein viel höheres Glück zu erreichen.

Also Kleinigkeiten,

Die uns Glück zu bringen scheinen,

Aber im Grunde das gar nicht machen,

Loszulassen dafür,

Dass man ein höheres Glück erreichen kann.

Das wäre eben Verzicht in dem Fall.

Man kann sich Überlegungen machen jeden Tag,

Also so kurzes Kontemplieren,

Oft gut vielleicht vorm Schlafen gehen oder man kann auch am Morgen schon,

Dass man sich klar macht,

Okay,

Diese menschliche Geburt,

Die ist so selten.

Es ist wirklich nicht einfach,

So einen menschlichen Körper zu haben im Samsara.

Es gibt viel mehr Möglichkeit,

In niedrigen Gefilden oder niedrigen Daseinsebenen wiedergeboren zu werden.

Und dann hat man nicht mehr die Möglichkeit zu praktizieren.

Also hier jetzt als Mensch zu sein,

Das ist sehr selten.

Und dann auch noch mit dem Dame in Kontakt zu kommen,

Auch das ist sehr,

Sehr selten.

Und das haben wir aber jetzt.

Also das ist wunderbar.

Und dass man sich klar macht,

Okay,

Ich will das auch nutzen.

Ich will die Zeit nutzen und will da wirklich was machen aus meinem Geist.

Und dann eben das Beste daraus zu machen.

Also das ab und zu überlegen.

Und dann eben immer wieder diese drei Daseinsmerkmale im Geist zu halten,

Dass man sich klar macht,

Okay,

Was ich hier jetzt habe oder was ich bin,

Mein Körper,

All die Dinge außen,

Innen,

All die Personen,

Die ich treffe.

Alle sind diesen drei Daseinsmerkmalen unterlegen.

Vergänglich,

Leidhaft und nicht wirklich ein Selbst,

Also nicht wirklich unter unserer Kontrolle.

Das immer wieder auch zu sich zu holen,

Das führt dazu,

Dass man da leichter reinkommt in dieses Nähkammer,

In dieses Loslassen.

Ja,

Wenn man loslassen kann,

Dann entsteht da auch mehr Glück.

Da kann man wieder zu den vier edlen Wahrheiten gehen.

Erste Wahrheit ist die vom Leiden.

Was führt zum Leiden?

Also erstmal muss man Leiden erkennen.

Das,

Was zum Leiden führt,

Ist anhaften,

Festhalten.

Die dritte Wahrheit,

Das Verlöschen des Leidens und der Weg,

Der dahin führt,

Die vierte Wahrheit,

Das ist eben wieder das Loslassen.

So eine Nähkammer geht dann,

Da geht es dabei um diese zwei letzten Wahrheiten,

Die dritte und die vierte,

Also das Verlöschen des Leidens und die Ursache für das Verlöschen,

Was eben Loslassen ist.

Also so weit zur Nähkammer,

Parami.

Die Zeit ist wieder um.

Ich hoffe,

Es bringt euch was.

Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Sonntag und bleibt gesund.

4.9 (32)

Neueste Bewertungen

Rea

January 1, 2026

🙏🏻 Thank you!

Claus

March 11, 2023

Vielen Dank für diese positive Beschreibung des Nekkhamma Paramis. (Entsagung) So wird klar das Verzichten durchaus etwas positives und ein Gewinn sein kann.

Anja

September 17, 2021

Vielen Dank für diese wunderbare Erklärung. Ich höre mir Deine Erläuterungen immer wieder an. Danke 🙏

Melina

September 2, 2021

Lehrreich und schön, vielen Dank 🥰

August 6, 2021

sehr viel Weisheit sehr inspirierend

© 2026 MC Brigitte Schrottenbacher. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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