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Sila — Vortrag von Bhante Nyanabodhi

by Buddha-Haus Projekt

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Bhanta Nyanabodhi erläutert, weshalb die Sila-Praxis nichts Starres ist. In der buddhistischen Ethik sind die Silas die grundlegenden Tugendregeln — die ethischen Grundsätze Buddhas —, deren Einhaltung empfohlen wird, um unheilsame Handlungen und Leid vorzubeugen.

Transkription

Samantacakavali Suvatragacanto Devata Sadammam Muniracchassa Sunantusagamukkadam Dhammasavanakalo Ayam Badanta Dhammasavanakalo Ayam Badanta Namo Tasse Bhagavato Arahato Samma Sambuddhase Namo Tasse Bhagavato Arahato Samma Sambuddhase Namo Tasse Bhagavato Arahato Samma Sambuddhase Namo Tasse Bhagavato Arahato Samma Sambuddhase Namo Tasse Bhagavato Arahato Samma Sambuddhase Das Thema von dem Kurs,

Die Grundlagen der Erleuchtung,

Hat manche von euch ein bisschen irritiert gehabt.

Also das scheint so etwas sehr sehr hohes zu sein.

Also in einen Meditationskurs zu kommen,

Wo es um die Erleuchtung geht,

Da haben sich einige von euch ein bisschen überfordert gefühlt.

Das war gestern so in den Interviews teilweise zu hören.

Ich weiß nicht,

Wie es denen gegangen ist,

Die noch nicht in den Gesprächen waren.

Auf der einen Seite ist es natürlich ein großes Ziel,

Das wir da haben mit der Erleuchtung.

Und auf der anderen Seite ist es wieder etwas ganz Praktisches,

Etwas ganz Alltägliches,

Was wir hier besprechen.

Das ist nicht irgendwas Abgehobenes,

Unerreichbares,

Außergewöhnlich Besonderes.

Sondern da geht es um ganz normale Dinge,

Die ganz einfach so und so wertvoll sind,

Wenn wir sie entfalten.

Ob es jetzt dafür ist,

Dass wir ein harmonischeres Alltagsleben haben,

Dass wir mit dem Leben besser zurechtkommen,

Dass wir ein bisschen glücklicher sind,

Dass es etwas leichter,

Etwas lichter wird im Leben.

Oder dass wir tatsächlich dieses große Ziel verfolgen,

Vollkommen zum Licht zu werden.

Also vielleicht habt ihr schon durch die Übersicht,

Die ich am Anfang vom Kurs gegeben habe,

Und durch die ersten Eindrücke,

Die wir schon bekommen haben,

Vielleicht habt ihr schon ein Gefühl dafür bekommen,

Da geht es um etwas ganz Normales,

Um etwas ganz Alltägliches.

Das ist nicht irgendwas total Abgehobenes,

Das für mich nicht in Frage kommt.

Also das Erste,

Was wir ja besprochen haben,

Das war der Kalyanamita,

Ein edler Freund,

Ein guter Freund,

Wie wichtig das ist für unser Leben.

Und ich denke,

Da kann jeder sofort zustimmen,

Dass das für jeden etwas Beglückendes ist,

Wenn er so jemanden hat.

Und im Zusammenhang mit unserem Thema geht es natürlich darum,

Was ist ein Kalyanamita in Bezug auf Erleuchtung?

Ein Kalyanamita ist jemand,

Der uns dabei unterstützt,

Dass ein bisschen mehr Licht ins Leben kommt.

Nicht mehr,

Nicht weniger.

Wobei dieses Wort Licht auch eine Doppelbedeutung hat,

Oder ich möchte fast sagen,

Eine dreifache Bedeutung hat.

Die eine Bedeutung ist natürlich klar,

Licht ist was Lichtes,

Ist was Scheinendes.

Also da kommt tatsächlich,

So wie heute,

Wunderbar,

Kann man das nachvollziehen,

Mit der Sonne,

Da kommt tatsächlich Licht zu uns rein.

Und dann hat Licht auch die Bedeutung,

Dass es ganz einfach etwas weiter wird,

Etwas lichter wird.

Also so eine Waldlichtung zum Beispiel,

Da kriegt man Raum.

Also das ist auch eine Bedeutung von Licht.

Und der dritte Bedeutung ist eigentlich,

Dass es auch etwas leichter wird.

Durch dieses Lichtwerden wird es auch gleichzeitig etwas leichter.

Und in dem Zusammenhang wird es vielleicht ein bisschen besser nachvollziehbar oder ein bisschen verständlicher.

Wir kriegen da Grundlagen,

Wir kriegen da Anweisungen.

Und das wird mir auf alle Fälle helfen in meinem Leben,

Da ein bisschen mehr Licht,

Ein bisschen mehr Leichtigkeit,

Ein bisschen mehr Transparenz,

Ein bisschen mehr Klarheit reinzubringen.

Das ist eigentlich damit gemeint.

Wie weit wir dann letztendlich auf dem Weg voranschreiten,

Wie erfolgreich wir auf dem Weg sind,

Ist überhaupt nicht so wichtig.

Wir sind auf alle Fälle auf dem Weg zum Licht.

Das ist das Wichtige.

Und das ist auch vielleicht ein wichtiges Kriterium,

Das wir immer wieder auch verwenden können,

Um unseren Weg auch zu überprüfen.

Kommt da tatsächlich ein bisschen mehr Licht in mein Leben rein?

Wird es tatsächlich ein bisschen leichter?

Wird es ein bisschen weiter?

Kriege ich ein bisschen mehr Raum?

Oder wird es da eher schwerer oder dunkler?

Wird mein Leben immer enger?

Also dann vielleicht nochmal genau hinschauen.

Dann stimmt natürlich was nicht mit unserem Weg.

Wobei es auf dem Weg natürlich immer Phasen gibt,

Wo es tatsächlich,

Wenn viel Läuterung,

Wenn viel Klärung,

Wenn viel Reinigung stattfindet,

Dann können es schon Zeiten auch sein,

Wo es tatsächlich eng ist,

Wo es schwer ist,

Wo man halt durchhalten muss.

Und da ist Kaliana Mitter natürlich auch eine ganz große Hilfe.

Jemand,

Der uns zur Seite steht und gerade in trockenen Zeiten uns zur Seite steht und uns dabei hilft,

Weiterzumachen.

Der große Kaliana Mitter,

Habe ich gestern auch kurz angesprochen,

Ist der Buddha.

Er hat das in mehr Lehrreden zum Ausdruck gekommen,

Wo er zueinander gesagt hat,

Der Buddha,

Der edle Freund,

Ist der ganze spirituelle Weg aneinander.

Nimm mich als edlen Freund.

Nimm mich als Kaliana Mitter.

Wenn du dich mir vollkommen anvertraust,

Wenn du dich mir vollkommen hingibst,

Dann wirst du ohne Gier,

Hass und Verblendung sein.

Dann wirst du auch den Weg zur Erleuchtung gehen.

Dann wirst du erleuchtet werden.

Eigentlich auch etwas,

Was wir,

Denke ich,

Ganz,

Ganz gut nachvollziehen können.

Der Buddha ist ja selbst der zum Licht Gewordene gewesen oder ist der zum Licht Gewordene.

Erleuchtete ist eine andere Terminologie,

Die dafür verwendet wurde.

Aber eigentlich ist er zum Licht Gewordene,

Der alle Unreinheiten,

Die im Geist vorhanden waren,

Transzendiert hat,

Aufgelöst hat oder integriert hat.

Und das,

Was wir alle eigentlich wirklich sind,

Das hat der Buddha wieder an die Oberfläche gebracht,

Das hat er verwirklicht.

Wir alle oder unser ursprünglicher Geist ist reines,

Klares Licht und durch hinzugekommene Trübungen ist dieser ursprüngliche Geist verdeckt.

Einen spirituellen Weg zu gehen bedeutet nichts anderes als diese Trübungen aufzulösen,

Zu vermeiden,

Dass neue Trübungen hinzukommen und das Licht wieder zur Entfaltung zu bringen,

Sodass das Licht wieder das Vorherrschende ist.

Das ist der Weg,

Den wir beschreiten.

Der Buddha als der große Kalyānamitā ist diesem Weg vorausgegangen und kann uns auf dem Weg begleiten.

Energetisch bedeutet das,

Wenn wir uns auf den Buddha ausrichten,

Auf den zum Licht gewordenen ausrichten,

Richten wir uns logischerweise auf das Licht aus.

Und wenn wir uns auf das Licht ausrichten und uns mit dem Licht verbinden,

Dann haben wir natürlich eine unwahrscheinlich schöne Quelle,

Die unser eigenes Licht auch wieder unterstützt und zur Entfaltung bringt.

Das ist das Prinzip,

Was hier stattfindet.

Wohin wir unseren Geist richten,

Zu dem werden wir.

Wenn wir unseren Geist auf das Reine ausrichten,

Auf das Licht ausrichten,

Hier in Form des Buddha,

Dann werden wir auch zu dem.

Das ist vielleicht noch zur Ergänzung zu diesem Kalyānamitā-Prinzip.

Die zweite Grundlage,

Die wir heute besprechen wollen,

Ist Sila,

Die Tugend.

Und ich finde das immer ein sehr spannendes Thema,

Sila.

Im Allgemeinen wird es eher immer als etwas Trockenes gesehen,

Die Tugend.

Auch das Wort ist schon gar nicht so inspirierend wie Sila zum Beispiel.

Wenn man dann noch das Wort Sittlichkeit oder Ethik verwendet,

Wird es noch schlimmer.

Also darum ist vielleicht ganz gut,

Wir bleiben bei dem Pali-Wort.

Bei Sila,

Das ist noch am unbelastetsten und hat auch,

Denke ich,

Vom Klang her,

Natürlich auch die Originalbedeutung,

Bringt das Wort am deutlichsten zum Vorschein.

Da ist was ganz Lichtes drin,

Sila.

Das kann man schon richtig spüren und erahnen,

Dass da tatsächlich auch ums Licht geht natürlich.

Und ganz genau das ist die Sila-Praxis,

Da geht es um nichts anderes als ums Licht.

Es sind letztendlich Anweisungen oder unterstützende Mittel,

Die wir verwenden können,

Um das Licht in uns zur Entfaltung zu bringen.

Also das ist eigentlich Sila-Praxis.

Und deswegen ist es ganz,

Ganz wichtig,

Dass wir Sila gut verstehen.

Da gibt es ganz viel Fehlinformationen,

Fehlinterpretationen,

Fehlverständnis,

Gerade in Bezug auf Sila.

Wir bekommen im Allgemeinen so ein Regelwerk zur Verfügung und dieses Regelwerk wird uns mehr oder weniger übergestülpt.

Das wird uns nicht vermittelt,

Sodass da auch Verständnis dabei ist,

Sondern das ist etwas,

Wo wir bekommen und einhalten müssen.

Und wenn wir es nicht einhalten,

Dann ist es ganz ungünstig für uns.

Dann sind wir entweder Sünder oder machen schlechtes Karma oder was auch immer.

Das stimmt zwar in einer gewissen Weise,

Aber wir müssen da schon ein bisschen differenzierter hinschauen.

Wenn wir einfach ein Regelwerk einhalten,

Ohne das verstanden zu haben,

Nur aus Sturm einhalten und aus Schriftgläubigkeit oder weil es uns irgendjemand gesagt hat und das deswegen einhalten oder weil wir Angst haben,

Dadurch,

Wenn wir es nicht einhalten,

Als Außenseiter dazustehen oder was für Gründe auch immer,

Wenn es so eine Motivation ist,

Dann wird es uns kaum zum Licht führen.

Oder wenn es eine Praxis ist,

Dass wir ganz einfach die gewissen Regeln gehört haben und dann es uns eine Gewohnheit geworden ist,

Dass wir das einhalten.

Das ist so ein gewohnheitsmäßiges Verhalten,

Diese und jene Regel einzuhalten.

Dann wird es uns auch wahrscheinlich nicht zum Licht führen.

Und wenn wir dann noch damit auch eine Art Stolz verbinden,

Ja schau,

Wie gut ich das alles mache und wie perfekt ich das einhalte.

Also wenn ich Päpstlicher bin wie der Papst oder wenn ich am Sonntag in die Kirche gehe,

Sodass möglichst alle mitbekommen,

Weil es eben so üblich ist,

Dass man am Sonntag in die Kirche geht,

Das wird mich nicht zum Licht bringen.

Also da bitte genauer hinschauen,

Dass da wirklich das Verständnis ist,

Wie kann mich Sila-Praxis tatsächlich zum Licht führen.

Und Sila ist tatsächlich die Kraft,

Das sind die Anweisungen,

Die uns eigentlich zu einem natürlichen,

Einfachen,

Lebendigen Leben führen sollen.

Die uns all das abnehmen oder uns davon befreien,

Was das Leben so schwer macht.

Das ist eigentlich Sila.

Oder all das uns abnehmen,

Was das Leben so kompliziert macht oder so unnatürlich macht.

Also wenn wir jetzt zum Beispiel eben die Normen der Gesellschaft einhalten,

Wenn wir uns zum Beispiel so verhalten,

Dass wir immer schauen,

Was wird von den anderen,

Von mir erwartet.

Wenn wir auf die Art und Weise unser Leben führen,

Was ja sehr,

Sehr verbreitet ist und was ja in unserer Gesellschaft auch so gewollt ist.

Nicht nur in unserer Gesellschaft,

In anderen Gesellschaften auch.

Ein guter,

Ein volksamer Staatsbürger ist natürlich für gewisse Staatsformen am einfachsten.

Aber ist es tatsächlich,

Also von einer etwas größeren Perspektive,

Ist es tatsächlich dann auch heilsam für die Gemeinschaft?

Ist es heilsam für unser eigenes Leben?

Ist es heilsam für die Familie?

Ist es heilsam für die Gemeinschaft?

Ist es heilsam für das Land?

Ist es heilsam für eine Firma,

Wenn wir uns so verhalten,

Wenn wir so funktionieren?

Also mit Sicherheit nicht.

Ich habe ja gestern auch schon davon gesprochen,

Es wird das Potenzial nicht gefördert,

Das an und für sich in uns vorhanden ist.

Also die lichte Kraft,

Die in uns vorhanden ist,

Die ja zur Entfaltung kommen möchte,

Die wird ja auf die Art und Weise nicht gefördert,

Sondern die wird ja dadurch eher unterdrückt.

Und das kann normalerweise nicht zum Wohle von einer Gesellschaft führen,

Das kann nicht zum Wohle von einer Firma führen.

Und da denke ich gerade auch wieder an die heutige Zeit,

Wo ja auch das Thema Tugend immer bedeutsamer wird.

Also so gibt es ja Ansätze von Philosophen,

Von spirituellen Lehrern,

Auch von Wirtschaftsleuten,

Wie wichtig eigentlich die Tugend im Zusammenhang mit einem erfolgreichen Wirtschaftsunternehmen auch wäre.

Also das wird immer mehr erkannt von Menschen,

Die ganz einfach ein bisschen tiefer schauen,

Die die Zusammenhänge tatsächlich erkennen und die Naturgesetze vielleicht auch schon mal studiert haben oder zumindest schon mal vernommen haben und vielleicht schon das eine oder andere Erlebnis hatten,

Wo das bestätigt wurde.

Und da muss man sich tatsächlich wundern,

Warum Länder,

Warum Regierungen,

Warum Firmen sich das nicht mehr zum Nutzen machen,

Dieses Wissen,

Diese Gesetze.

Und da ist es ja so,

Dass wenn wir die Tugend wirklich aus einem tiefen Verständnis heraus praktizieren,

Das macht ja tatsächlich das Leben viel leichter,

Das macht das Leben viel erfüllender,

Das macht ja das Leben total glücklich und das wird auch zum Wachstum führen.

Das ist ja das Interessante,

Das führt zu Wachstum.

Also wenn wir zum Beispiel die zweite Tugendregel einmal heranziehen,

Wo es im Christentum so ausgedrückt ist,

Geben ist seliger als nehmen.

Es ist ein Gesetz,

Das lange bekannt ist,

Das Buddha auch in seinen vielen Vorträgen über das Dana und über die Gebefreudigkeit formuliert hat.

Dieses Gesetz,

Das da lautet,

Je mehr ich gebe,

Desto mehr werde ich haben.

Das ist etwas,

Das natürlich total gegen unseren Glauben geht,

Gegen unser Wirtschaftssystem geht.

Da würden die sagen,

Ja Moment einmal,

Das kannst du in einer anderen Firma ausprobieren,

Aber nicht in unserer Firma.

Und doch ist es so,

Dass das tatsächlich stimmt.

Ich habe bei unserer Katina-Feier,

Die wir vor gut zwei Wochen hatten,

Über die Praxis von der Gebefreudigkeit gesprochen und habe da einen Aspekt beleuchtet,

Der im Allgemeinen gar nicht so bekannt ist oder der das vielleicht noch einmal veranschaulicht,

Was da eigentlich passiert bei der Gebefreudigkeit,

Warum dieses Prinzip einer für sich stattfindet,

Je mehr wir geben,

Desto mehr haben wir.

Letztendlich ist es ja so,

Dass wir letztendlich gar nichts geben können.

Was haben wir schon?

Was können wir schon produzieren?

Wir können uns maximal als Kanal zur Verfügung stellen,

Um das weiter fließen zu lassen,

Dass das Universum uns sozusagen zur Verfügung gestellt hat.

Das ist es.

Wir können nichts machen.

Aber wir können uns als Kanal zur Verfügung stellen.

Und durch diesen Kanal kann Gebeenergie fließen,

Können Dinge fließen.

Und das ist genau wie beim Wasser.

Wenn da ein Kanal zur Verfügung ist,

Da kann dann das Wasser durchfließen.

Und je tiefer natürlich der Kanal wird oder je besser der genutzt wird,

Je mehr wir uns zur Verfügung stellen,

Desto mehr wird logischerweise vom Universum dieser Kanal verwendet.

Das ist es eigentlich,

Was stattfindet.

Also je mehr wir geben,

Desto mehr werden wir vom Universum dafür verwendet,

Damit was fließen kann,

Damit was gegeben werden kann.

Deswegen fließt uns,

Je mehr wir geben,

Desto mehr fließt uns zu.

Das ist das Prinzip,

Das man verstehen muss.

Dass bei Liebe sehr,

Sehr offensichtlich ist,

Aber das natürlich auch für materielle Dinge gilt.

Bei Liebe ist es sehr,

Sehr klar,

Da können wir es sofort spüren.

Je mehr Liebe wir fließen lassen,

Je mehr wir uns für die Liebe öffnen,

Je mehr Platz wir für die Liebe machen,

Je mehr wir unsere inneren Bahnen dafür öffnen,

Je mehr wir unser Herz öffnen,

Dass die Liebe durchfließen kann,

Desto mehr wird die Liebe durch uns durchfließen.

Je mehr kommt vom Universum durch uns durch und fließt und fließt und fließt.

Und je größer und tiefer die Bahnen werden,

Desto einfacher ist natürlich der Kanal zu verwenden und desto häufiger wird der Kanal verwendet vom Universum.

Das ist das,

Was da passiert.

Das ist ganz,

Ganz wichtig,

Denke ich,

Dass wir dieses Prinzip verstehen,

Der Gebefreudigkeit.

Wenn man das jetzt jemandem sagen würde,

Der in einer Firma eine verantwortliche Position hat,

Du schau mal,

So funktioniert das,

So kannst du Gewinn erzielen,

So wird Wachstum entstehen,

So wird die Firma florieren.

Möglich,

Dass jemand vielleicht,

Wenn wir die Gelegenheit bekommen,

Das auch mal jemandem nahezubringen,

Möglich,

Dass jemand uns versteht und vielleicht den Mut hat,

Das auch mal auszuprobieren.

Wobei wichtig ist,

Wenn wir sowas vermitteln,

Dass wir es selber schon praktiziert haben,

Dass wir es selber verstanden haben,

Weil sonst können wir es auch nicht transportieren.

Ich habe manchmal bei mir so das Gefühl,

Gerade mit dem Mönchsein,

Das ist ja eigentlich etwas,

Wo man alles aufgibt,

Alles hergibt.

Und ich habe noch nie in so einer Fülle gelebt wie als Mönch.

Alles,

Was man sich noch vorstellen kann,

Ist vorhanden.

Also ich muss eigentlich,

Das ist das Interessante,

Ich muss eigentlich auf gar nichts verzichten.

Dieser Weg der Askese,

Dieser Scheinweg der Askese ist überhaupt kein asketischer Weg,

Sondern es ist der Weg zur Fülle.

Also das muss man auch einmal verstehen.

Und ich muss ganz ehrlich sagen,

Mir war das eigentlich von Anfang an klar.

Also sonst hätte ich den Weg auch nicht gewählt.

Also ich bin jetzt nicht der Typ,

Der tatsächlich die Askese wählt,

Sondern ich habe diesen Weg beschritten aus dem Wissen heraus,

Dass ich dadurch zur Fülle komme.

Und die Fülle,

Das ist eben ganz,

Ganz wichtig,

Die Fülle entsteht nicht dadurch,

Dass wir uns möglichst viel einverleiben,

Dass wir uns möglichst Regier befriedigen,

Sondern die Fülle entsteht dadurch,

Dass wir alles loslassen,

Was die Fülle verdeckt,

Die in uns vorhanden ist.

Das ist das Prinzip.

Alles loslassen,

Was die Fülle verdeckt.

Alles loslassen,

Was die Kanäle des Fließens behindert.

Und da ist alles,

Was wir festhalten,

All das,

Was wir uns einverleiben,

Das sind alles Dinge,

Die das Fließen behindern.

Logisch,

Anhaften,

Festhalten,

Sicherheit,

Stabilität,

Gewohnheit,

Das sind alles Dinge,

Zwänge,

Rituale.

Das sind alles Dinge,

Die festhalten,

Die das Fließen verhindern.

Darum muss Tugend,

Sila,

Immer etwas sein,

Das das Fließen fördert,

Das das Fließen unterstützt.

Das ist ganz wichtig.

Die Botschaften,

Wie gesagt,

Sind nicht neu.

Jesus hat das ausgedrückt.

Buddha hat das vielfach formuliert.

Und trotzdem,

Wir wissen diese Gesetze alle.

Und trotzdem haben nur wenige Menschen den Mut,

Das auch zu machen.

Ich kenne ein paar Menschen,

Die auch den Mut haben,

Wirklich diese Energie fließen zu lassen.

Ich weiß von einer Frau,

Die sehr,

Sehr großzügig ist,

Sehr,

Sehr viele Projekte unterstützt.

Ja,

Und das Fließt dann.

Und dann hat sie irgendein Stück Land geerbt,

Hat nichts unternommen.

Auf einmal ist das Stück Land,

Ein Riesenland,

Das sie da zur Verfügung hat,

Und auf einmal wird das Bauland.

Es kommt gerade so zu ihr rein,

Aber sie hält es nicht fest,

Sondern lässt es eben weiterfließen.

Sonst würde es auch nicht auf sie zukommen.

Es scheint ein Zufall zu sein.

Interessant,

Die hat aber Glück.

Bei der läuft es aber gut.

Das hat eine Bedeutung.

Das ist,

Wenn wir uns zur Verfügung stellen können,

Solche Sachen passieren.

Wir haben auch sehr reiche Leute,

Die dieses Prinzip,

Denke ich,

Verstanden haben.

Gerade dieser Bill Gates,

Das ist sehr beeindruckend,

Wie viel der zur Verfügung stellt,

Wie viel der fließen lässt.

Das ist natürlich auch hochinteressant.

Entweder hat er das tatsächlich kapiert,

Dieses Prinzip,

Dass er das auch ganz bewusst macht,

Oder er hat das eine natürliche Veranlagung.

Oft ist es ja auch so,

Dass das ein karmisches Resultat hat.

Wir sprechen ja hier auch von Karma.

Dass das eben auch ein karmisches Resultat ist,

Je mehr ich fließen lasse,

Je mehr ich gebe,

Desto mehr werde ich bekommen.

Dass das auf uns zurückkommt.

Sodass es vielleicht auch gar kein Zufall ist,

Dass manche Menschen ganz einfach auch in diesem Leben auch ein bisschen mehr zur Verfügung haben.

Ich muss sagen,

Ich beobachte es schon auch ein bisschen.

Wobei,

Man darf jetzt nicht zu kurzfristig das betrachten,

Sondern durchaus,

Ich glaube,

Über längere Zeiträume,

Vielleicht müsste man es sogar über mehrere Leben auch betrachten.

Aber ich habe schon auch oft das Gefühl,

Dass Menschen,

Die sehr,

Sehr großzügig sind,

Auch einen gewissen Wohlstand haben.

Wobei es natürlich immer auch auf die Motivation drauf ankommt.

Das ist ganz,

Ganz wichtig.

Beim Karma kommt es auf die Motivation drauf an,

Mit der ich etwas mache.

Wenn die Motivation jetzt ist,

Ich mache das,

Um noch mehr zu haben,

Um noch mehr zu besitzen,

Dann wird es wahrscheinlich nicht funktionieren.

Sondern es muss schon Motivation sein,

Wo man ganz einfach viel Freude dabei empfindet.

Gebefreude oder die Freigebigkeit,

Viel Freiheit auch empfindet,

Wenn das fließt.

Interessanterweise kann es durchaus kurzfristig auch so sein bei Menschen oder auch bei Firmen,

Dass die durch ein gieriges Verhalten durchaus zu einem gewissen Wohlstand kommen.

Das ist ja nicht so selten,

Wo man dann denkt,

Das kann doch nicht sein,

Einer ist recht gebefreudig,

Der hat eigentlich nicht viel,

Ein anderer ist ein gieriger Typ und der hat jetzt doch viel,

Das stimmt ja doch irgendwas nicht an diesem Gesetz.

Aber dann ist es auch ganz interessant,

Wenn jemand so zu Reichtum gekommen ist,

Durch Ausbeutung von anderen,

Durch Rücksichtslosigkeit,

Durch große Gier,

Der kann sich an seinem Reichtum gar nicht erfreuen,

Das ist auch interessant.

Und jemand,

Der vielleicht gar nicht viel hat,

Aber ordentlich mit guter Motivation zu diesem kleinen Wohlstand gekommen ist,

Der kann sich daran erfreuen.

Also so,

Dass Menschen,

Die viel besitzen wirklich genießen den Wohlstand.

Ich habe da selber mal,

Ich möchte fast sagen,

Das Glück gehabt,

Einen der reichsten Männer von Deutschland kennenzulernen,

Der hat am Anfang hier auch bei uns mitgewirkt,

Hat das Projekt auch unterstützt und irgendwie hat es nicht funktioniert und unsere Wege haben sich wieder getrennt.

Und es war für mich ganz interessant,

Dass so jemand,

Der wirklich reich ist,

Also nicht ein bisschen reich,

Sondern wirklich reich,

Also der mehr oder weniger nichts anderes zu tun hat,

Als nur zu schauen,

Wie er seinen Reichtum vermehrt,

Den einmal zu beobachten,

Wie bedrückt dieser Mann war.

Das hat man schon an der Körperhaltung sehen,

Da ist immer eine ganz gekrümmte Haltung.

Der war richtig Sklave seines Wohlstands,

Der war mit genießen können überhaupt nichts.

Also im Endeffekt hat er sein Leben nur damit verbracht,

Ständig zu schauen,

Wo er das Geld noch besser anlegen könnte,

Ständig auch eine Angst vorhanden,

Dass das wieder weniger werden könnte,

Dass das vernichtet werden könnte.

Also eigentlich ein sehr unglückliches Leben.

Leider muss man sagen,

Dass ich das sehr gerne gemacht habe und hätte mir gewünscht,

Dass das auch besser funktioniert hätte und dass vielleicht seine Motivation,

Die durchaus auch teilweise sehr edel war,

Dass die noch mehr zum Vorschein gekommen wäre.

Ich habe ihn aber seitdem ein bisschen aus dem Blick verloren.

Ich weiß nicht,

Was er dann in Zukunft gemacht hat.

Ja,

Wenn diese Naturgesetze,

Diese Tugendregeln,

Wenn die besser verstanden werden würden,

Wird die Welt wahrscheinlich ganz anders ausschauen.

Und vielleicht ist jetzt gerade auch eine Zeit,

Wo das Verständnis für die Tugend wirklich auch immer bedeutsamer wird,

Weil es ja so offensichtlich ist,

Dass ein untugendhaftes Leben so offensichtlich ist,

Dass ein untugendhaftes Verhalten,

Also diese extreme Gier oder diese extreme Korruption oder diese extreme Machthaltung oder Manipulationshaltung oder was auch immer,

Wie viel Leiden das verursacht.

Also offensichtlicher wie momentan kann es ja eigentlich nicht mehr werden.

Und es gibt ja inzwischen verschiedene Gremien und Ältestenrat und wie das alles heißt,

Die sich ja,

Oder Ethikkommission,

Ethikrat,

Solche Gruppierungen werden ja jetzt immer häufiger,

Die sich tatsächlich auch damit beschäftigen,

Wie können wir es denn auch besser machen,

Wie können wir es denn auch richtiger machen,

Wie können wir es denn auch gerechter machen.

Also wir sehen,

Dass wir durch diese Grundlagen der Erleuchtung,

Die wir jetzt so richtig anhören,

Wow,

Um die Erleuchtung geht es,

Dass wir da Mittel zur Verfügung kriegen,

Die ganz einfach in unser ganz praktisches Alltagsleben hineinspüren oder hineinwachsen oder hineinwirken.

Tugendregeln?

Es sind fünf im Allgemeinen,

Die für uns von Wichtigkeit sind.

Bei Mönchen sind es 227,

Die wichtig sind,

Bei Nonnen sind es 311,

Jetzt immer mehr,

Wobei ich da immer sage,

Die Haushälter haben nur fünf Stützen zur Verfügung,

Fünf Hilfsmittel zur Verfügung,

Die Mönche haben 227 Hilfsmittel zur Verfügung und die Nonnen,

Die sind heute am privilegiertesten,

Die haben 311 Hilfsmittel zur Verfügung.

Und es ist tatsächlich so.

Also so muss man es auch sehen,

Das sind Stützen,

Das sind Hilfsmittel,

Das sind Orientierungshilfen,

Das ist was,

Was uns Halt gibt.

Das sind wie die Wurzeln eines Baumes,

Der uns Halt gibt und wenn die Wurzeln nicht wirklich gut da sind und die nicht wirklich gut verwachsen sind,

Verwurzelt sind,

Dann wird unser Leben oder unser spiritueller Weg immer eine wacklige Angelegenheit bleiben.

Also das ist das A und O,

Das ist wirklich die Grundlage,

Schlechthin das tugendhafte Fundament,

Die Ethik,

Die Silapraxis,

Die Übungsregeln zu befolgen.

Das ist das Fundament.

Und wenn wir dieses Fundament in unserem Leben haben,

Dann kann uns eigentlich schon gar nichts mehr passieren.

Dann werden wir sowohl in diesem Leben einen guten Schutz haben,

Wir werden eine große Unterstützung haben,

Wir werden karmisch gute Resultate haben,

Sowohl im gegenwärtigen Moment als auch in diesem Leben in der Zukunft als auch im zukünftigen Leben.

Und was vielleicht auch nicht ganz unwichtig ist,

Wenn wir dieses Fundament haben,

Werden wir auch einen einfachen Übergang haben.

Wir werden einen einfachen Tod sterben.

Wir werden keine Gewissensbisse haben.

Das kann auch jeder nachvollziehen.

Jeden Abend können wir das überprüfen.

Wenn wir den Tag okay verbracht haben,

Wenn wir einigermaßen rechtschaffend den Tag bewerkstelligt haben,

Dann haben wir ein gutes Gewissen und ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen.

Als Resultat von der Sila-Praxis haben wir ein Gefühl der Reuelosigkeit,

Ein Gefühl der inneren Zufriedenheit.

Wir sind mit uns selbst okay.

Wir sind mit uns selbst einverstanden.

Es gibt eine Lehrrede in der angereiten Sammlung,

Die erste Lehrrede im Zehnerbuch,

Da ist Sila das Erste von zehn Gliedern,

Das sozusagen die Ursache für alle weiteren Glieder ist.

Und da wird gesagt,

Wenn man Sila einhält,

Dann kann man damit rechnen oder dann hat man die Gewähr,

Dass die anderen Elemente auch eintreten werden.

Also wenn man Sila einhält,

Dann wird ein Zustand der Reuelosigkeit sein.

Wenn wir Reuelosigkeit haben,

Wird automatisch ein Gefühl der Freude in uns auftauchen.

Wenn wir Freude haben,

Dann wird ein körperliches Entzücken entstehen.

Wenn ein körperliches Entzücken entsteht,

Dann wird der Körper ganz entspannt,

Dann wird er ganz gelassen,

Ganz ruhig werden.

Wenn der Körper ganz entspannt sein wird,

Dann wird er voller innerer Freude sein.

Dann wird er automatisch sammeln.

Es ist immer ein Resultat von dem hervorgehenden Schritt.

Es ist ein überweltlich bedingtes Entstehen,

So wird es genannt,

Eine Gesetzmäßigkeit.

Wo sich der Geist gesammelt hat,

Hat er die Fähigkeit,

Die Dinge so zu sehen,

Wie sie wirklich sind.

Wenn man die Dinge so sieht,

Wie sie wirklich sind,

Wird die Bereitschaft entstehen,

Diese bedingte Welt,

Diese samsarische Welt mehr und mehr loszulassen.

Je mehr wir diese samsarische Welt loslassen,

Desto erfüllter,

Desto beglückender wird unser Sein letztendlich sein.

Immer wieder im Hinblick darauf,

Wir lassen nur das los,

Was letztendlich unsere innere Fülle verdeckt,

Was unser inneres Licht verdunkelt,

Das ist mit,

Die Dinge so zu sehen,

Wie sie wirklich sind,

Nicht mehr an den Dingen anzuhaften,

Die uns nie glücklich machen können,

Sondern die nur das Licht verdunkeln.

Insofern,

Zurück zu den Tugendregeln,

Wenn das richtig verstanden werden würde,

Dieses Prinzip,

Dann würden sich die Menschen nicht mehr das Leben so schwer machen,

Man muss sich ja wirklich fragen,

Warum macht es euch denn so schwer?

Haltet doch Sila ein,

Und es wird alles viel einfacher werden.

Es wird alles viel leichter werden,

Es wird alles viel lichter werden.

Haltet doch einfach Sila ein,

Einfacher gesagt als getan.

Wir leben in einer Zeit,

Wo auf der einen Seite das ganz schön ist,

Dass viel Freiheit entstanden ist,

Aber mit dieser sogenannten Freiheit,

Da muss man auch erst einmal umgehen können.

Da ist natürlich auch eine gewisse Weisheit gefragt,

Um diese sogenannte Freiheit dann auch wirklich zur Freiheit verwenden zu können.

Es ist schon gut,

Dass wir rausgekommen sind aus einer Zeit,

Ich habe das ja selber noch erlebt,

Wo ganz einfach noch viel mehr Reglementierung da war,

Wo noch viel mehr Züchtigung da war,

Wo noch viel mehr mit schlechten Gewissen gearbeitet worden ist,

Wo viel mehr Zwänge da waren,

Viel mehr Verkrampfung da war,

Viel mehr Normen da waren,

Die eingehalten werden mussten.

Das ist schon gut,

Dass man sich da befreit hat,

In dieser 68er Zeit,

Wo viel an alten Zwängen,

An alten Versklavungen aufgebrochen sind und weitere Dinge,

Die passiert sind.

Aber jetzt ist vielleicht auch notwendig,

Dass wir so ein bisschen wieder in die Mitte kommen,

Dass wir nicht das Kind mit dem Wasser ausschütten,

Sondern wieder in die Mitte kommen und diese Freiheit auch verantwortungsvoll verwenden.

Ich will mich darin üben,

Also so fängt es immer an,

Das ist eine wunderschöne Formulierung,

Sehr pragmatisch,

Und sagt genau das aus,

Was da passiert.

Das ist ein Übungsweg.

Ich will mich darin üben.

Das ist nicht ein Muss.

Wenn du das nicht einhältst,

Dann bist du Sünder.

Ich will mich darin üben,

Aus einer Haltung heraus,

Die das vielleicht etwas durchdrungen hat,

Dieses Prinzip,

Die verstanden hat,

Dass mir das gut tut,

Dass mir das dabei hilft,

Zum Licht zu kommen.

Ich will mich dabei üben,

Keine Lebewesen zu töten und zu verletzen.

Bei der ersten Übungsregel ist es sehr,

Sehr klar,

Da vermeiden wir etwas,

Was tatsächlich dem Lebensprinzip entgegenwirkt.

Wenn wir Lebewesen töten,

Dann arbeiten wir gegen das Lichtprinzip.

Leben und Licht sind identisch.

Das Licht ist die Grundlage für Leben.

Da gibt es da vorne,

Wenn man beim Wasserfall vorbeigeht,

Gibt es das Lichtprinzip.

Da gibt es da vorne,

Wenn man beim Wasserfall vorbeigeht,

Gibt es so ein schönes Martal,

So eine geschnitzte Figur.

Da steht drauf,

Leben,

Licht,

Liebe.

Diese drei Ausdrücke,

Die sind mehr oder weniger identisch.

Leben,

Licht,

Liebe.

Wenn wir das Licht unterstützen,

Wenn wir Liebe praktizieren,

Unterstützen wir das Leben.

Gerade bei dieser ersten Übungsregel kommt es so deutlich zum Ausdruck.

Ich will mich darin üben,

Kein Licht zu zerstören.

Wenn ich das Gegenteil praktiziere,

Ich will mich darin üben,

Ich will mich darin üben,

Zu leben.

Ganz interessant,

Ich will mich darin üben,

Zu leben.

Erste Übungsregel.

Um das geht es bei der Sila-Praxis.

Ich will mich darin üben,

Zu leben.

Bei den Übungsregeln sind immer zwei Teile vorhanden.

Der eine Teil ist,

Das Unheilsame zu vermeiden.

Und dann gibt es noch einen zweiten Teil,

Der damit zu tun hat,

Das Heilsame zu entfalten.

Ich will mich darin üben,

Keine Lebewesen zu töten,

Zu verletzen.

Also das Unheilsame vermeiden.

Was in sich auch wieder was Heilsames ist,

Was Positives ist,

Das vermeiden,

Das nicht zu machen.

Das ist nicht nur eine Vermeidenskraft,

Sondern ist gleichzeitig etwas Positives,

Wo Willenskraft auch gestärkt wird,

Wo Weisheit natürlich auch gestärkt wird,

Wo eine Durchhaltekraft gestärkt wird.

Und dann das Gegenteil.

Ich will mich darin üben,

Liebe und Mitgefühl zu entfalten.

Oder ich will mich darin üben,

Mir ist da heute ein Gleichnis gekommen,

Das wirklich vielleicht das ganz schön veranschaulicht.

So wie Buddha manchmal in den Lehrreden sagt,

Ein Gleichnis,

Das noch nie in der Welt vorhanden war und das mir spontan hochgekommen ist.

Und das ist ein Gleichnis.

Da habe ich an unsere Wälder gedacht,

Weil eben mit Lichtung,

Und da kommt man ja leicht auch auf den Wald.

Aber wenn man sich diese Wälder momentan anschaut,

Und das ist so eine deutliche Symbolik für unsere Gesellschaft momentan,

Diese Wälder,

Die aus Monokulturen bestehen,

Fichte-Monokultur,

Ganz viel bei uns,

Auch gerade im Kloster in der Umgebung.

Fichte-Monokultur,

Wo die Bäume ganz eng gepflanzt werden,

Wo sie fast kein Licht haben,

Wo sie alle gleichförmig sein sollen,

Wo sie alle den gleichen Wuchs haben sollen,

Möglichst keine Äste haben sollen,

Keine Individualität haben sollen,

Wo sie nach oben streben sollen,

Schneller,

Höher,

Weiter,

Größer,

Und wo sie möglichst schnell viel produzieren,

Wo möglichst viel schnell zu ernten ist.

Sehr,

Sehr ähnlich,

Wie unsere Gesellschaft funktioniert,

Wo man auch versucht,

Alle in so eine Gleichförmigkeit reinzupressen,

So in eine Uniformiertheit reinzupressen,

Wenig Licht für die Individualität,

Wenig Licht für das Potenzial des einzelnen Menschen,

Wo alles so nach Schema F abläuft,

Genormt ist,

Alles nach wirtschaftlichem Wachstum ausgerichtet ist,

Momentan ganz schlimm,

Ich glaube,

Die Hälfte der Studiengänge sind Betriebswirtschaft inzwischen,

Also alles ist danach ausgerichtet,

Nach diesem Licht.

Und dabei verkümmern die Menschen.

Das ist keine wirkliche Lebendigkeit,

Keine wirklich günstige Situation,

Um eine Gesellschaft,

Um ein Land oder um die Menschheit glücklich zu machen.

Auf die Art und Weise nicht.

Das ist eigentlich ein trauriges Bild.

Ich weiß noch,

Als ich Kind war,

Da war bei uns in der Ortschaft am Waldrand ein wunderschöner Garten,

Schrefflers Garten.

Da sind wir ab und zu mit unserem Vater hingefahren,

Und das war so der Garten,

Der mich als Kind wahrscheinlich sehr geprägt hat,

Weil es immer noch in mir vorhanden ist und ich immer den Wunsch habe,

Diesem Garten auch wieder Ausdruck zu geben.

Das ist auch so eine Motivation,

Die ich auch im Kloster habe,

Das auch im Kloster so ähnlich zu machen,

Wie ich es als Kind erlebt habe,

Diesen Schrefflers Garten.

Da waren Obstbäume,

Da waren Brunnen,

Da war Wasser,

Da waren Maiglöckchen,

Da waren Flieder,

Da waren viele Devas,

Da waren viele Summen,

Viele Geschwüre,

Also es kommt viel Licht,

Das kann man ganz deutlich erleben.

Irgendwann ist da Hochspannungsleitung durchgemacht worden,

Das war so das Erste,

Und dann ist eben Fichte Monokultur gepflanzt worden,

Wo der Garten war,

Ist aufgekauft worden,

Und Fichte Monokultur,

Hochspannungsleitung.

Ich gehe schon noch ab und zu dahin,

Nicht mehr oft,

Aber ich gehe ab und zu dahin,

Um auch das zu sehen und zu erleben und da auch eine gewisse Wachheit zu bekommen oder eine gewisse Einsicht auch zu bekommen.

Das macht mich natürlich auch immer traurig,

Aber so ist es auch,

Alles ist vergänglich natürlich.

Und wenn dem Garten,

Wenn den Bäumen kein Licht gegeben wird,

Dann sterben sie.

Und da kann man jetzt in diesem Fichten-Monokultur-Wald die abgestorbenen Obstbäume sehen,

Die Baumleichen,

Die stehen da noch teilweise,

Kann man noch sehen,

So ist es dann ganz einfach.

Wenn man kein Licht hat oder von irgendeiner Monokultur überschattet wird,

Dann stirbt das Individuum ab.

Und da muss man,

Denke ich,

Sehr,

Sehr aufpassen,

Dass wir da keine Gesellschaftsform haben,

Die so funktioniert.

Da,

Denke ich,

Haben wir auch alle große Verantwortung.

Da kommt wieder so mein Rebell durch.

Da auch nicht mitzumachen.

Der war immer schon da.

Ich war immer schon ein Rebell.

Ich würde nicht sagen ein Revoluzzer,

Nicht mit Gewalt,

Sondern es war immer so etwas Rebellisches in mir vorhanden.

Nein,

Das kann nicht sein.

Das kann nicht sein,

Dass das gut ist.

Das ist unsere Verantwortung.

Wir sind ein Teil der Gesellschaft.

Und wenn Orientierungslosigkeit da ist,

Dann sind wir umso mehr in der Verantwortung,

Wo wir diese wunderbare Botschaft vom Buddha haben,

Der uns gesagt hat,

Wo es lang geht,

Der uns gesagt hat,

Wie wir das Licht und die Fülle verwirklichen können,

Eben machen.

Das ist vielleicht ein zusätzlicher Ansporn.

Es geht nicht nur um uns,

Es geht nicht nur um unser Lichtwerden,

Sondern es geht auch ums Lichtwerden der Familie,

Der Gemeinschaft,

Von unserem Land,

Von der Menschheit insgesamt.

Und wir sollten da nicht unterschätzen,

Was wir da auch an Kraft haben.

Was wir jetzt hier machen,

Eine Woche zusammen zu praktizieren und die Trübungen zu überwinden,

Keine neuen Trübungen reinzulassen,

Das Lichtepotential zu entfalten,

Das hat eine Auswirkung.

Das ist nicht so,

Dass das einfach unbemerkt,

Bedeutungslos so über die Bühne geht.

Also da vielleicht auch nochmal eine zusätzliche Motivation rausschöpfen.

Ich will mich darin üben,

Nichts zu nehmen,

Was mir nicht gegeben wurde.

Also die zweite Motivation.

Ich will mich darin üben,

Nicht zu stehlen,

Nicht auszubeuten,

Nicht andere zu übervorteilen und das Gegenteil davon zu praktizieren.

Ich will mich darin üben,

Großzügigkeit,

Gräbefreudigkeit zu praktizieren.

Also das ist eigentlich das,

Was wir gestern auch schon mit dem Karl-Jana-Mitter-Prinzip gehört haben,

Wo eben auch Erhaltung bei diesen drei Mönchen vorhanden ist.

Das ist eigentlich das,

Wo man eben immer das Wohl vom Anderen mehr über das Wohl von sich selbst stellt.

Also dadurch selbstlose Haltung auch einnimmt.

Und aus dieser selbstlosen Haltung,

Nicht,

Dass es uns dadurch schlechter geht,

Sondern aus dem Wissen heraus,

Je selbstloser ich bin,

Desto weniger ichbezogen bin ich,

Desto besser ist das Wissen,

Je weniger ichbezogen bin ich,

Desto besser geht es mir ganz einfach,

Desto weniger separiert wäre ich sein,

Desto weniger alleine einsam wäre ich sein,

Desto mehr bin ich in der Verbundenheit und je mehr ich in der Verbundenheit bin,

Desto mehr bin ich in der Fülle logischerweise.

Dadurch entsteht Fülle.

Wenn ich all das auflöse,

An dem ich festlebe,

Dass ich glaube,

Dass es mir gehört,

Wenn ich das alles hergebe,

Wunderbar,

Dann bin ich in der Einheit,

Dann bin ich erleuchtet.

Wenn ich alles auflöse,

Wenn ich alles hergebe,

Was mein mir und mich bedeutet,

Bin ich erleuchtet.

Aber das ist reichlich viel und wir sind da beim Üben und Schritt für Schritt.

Ich will mich darin üben,

Sexuelles Fehlverhalten zu vermeiden.

Das Gegenteil davon zu praktizieren,

Ist die Treue,

Zuverlässigkeit,

Verantwortlichkeit,

Ein verantwortungsvolles sexuelles Verhalten zu pflegen.

Wobei natürlich die Frage,

Was ist das?

Ich denke,

Es ist wichtig,

Dass Sexualität nicht auf Gier basieren darf.

Dann ist es natürlich wieder unverantwortlich,

Dann sind wir wieder in der alten Haltung.

Wenn aber Sexualität mit Liebe gepaart ist,

Und Liebe ist ja das Loslassen,

Ist ja das Verschenken,

Ist ja das sich Öffnen,

Dann denke ich,

Ist es eine heilsame Sexualität.

Wobei es auch darum geht,

Diesen Aspekt unter dem Blickwinkel des Lichtes anzuschauen.

Wenn die Sexualität einen dabei unterstützt,

Ins Licht zu kommen,

Dann ist es eine heilsame Sexualität,

Wenn es eher immer Schwere und Enge und Unlebendigkeit mit sich bringt,

Kraftlosigkeit oder was auch immer,

Dann ist es vielleicht keine heilsame Sexualität.

Natürlich ist damit erst einmal gemeint,

Keinen Ehebruch zu machen,

Keinen Missbrauch zu machen.

All diese Dinge.

Aber wenn man ein bisschen feiner reingeht und das energetisch auch nochmal anschaut,

Dann vielleicht auch nochmal vom Blickwinkel her des Lichtes die Sexualität betrachten.

Kommt da mehr Leichtigkeit rein,

Wird dadurch mehr Raum frei,

Wird es dadurch lichter.

Ich will mich darin üben,

Lügen und grobe Worte zu vermeiden.

Das Gegenteil davon ist die rechte Kommunikation.

Da werden wir heute Abend drüber sprechen.

Und natürlich auch die Authentizität.

Authentisch zu sein,

Das ist damit gemeint auch.

Kommt wieder ein bisschen in diese Richtung.

Eben das eigene Licht,

Das Potenzial des einzelnen Menschen zu fördern,

Nicht uniform zu sein,

Nicht was wird von mir erwartet,

Was gibt die Gesellschaft mir vor,

Was muss ich machen,

Sondern wirklich einmal zu schauen für sich im Innersten.

Was entspricht mir,

Wer bin ich?

Was ist in mir angelegt?

Was wäre zum Beispiel meine Berufung?

Was würde ich gerne machen?

Weil man eben von den Eltern gesagt kriegt,

Du musst das machen,

Geh du einmal ins Büro,

Oder lern du einmal Betriebswirt,

Oder mach du Rechtsanwalt,

Oder wär Arzt,

Weil wir haben eine Arztpraxis,

Mach du das auch,

Übernimm du das.

Selber schauen,

Was würde mir Freude machen.

Freude als Richtschnur fürs Leben verwenden.

Da sind wir auf einem guten Weg.

Wenn wir dahin kommen,

Das war eben auch in dem Vortrag von dem Neurobiologen,

Wenn wir dahin kommen,

Was wirklich in uns angelegt ist und wo dann Interesse und Freude hochkommt,

Dann kann wirklich Potenzial frei werden,

Das dann wieder für andere auch zur Verfügung ist.

Und da sind wir wirklich ein wertvolles Mitglied für eine Gemeinschaft.

Da nochmal zu schauen,

Was ist da in mir da?

Und da ruhig auch ein bisschen mutig zu sein.

Und da ist momentan vielleicht auch eine besonders günstige Zeit,

Wo ja die herkömmlichen Berufe,

Also viele lösen sich ja auf momentan,

Es kommen ja ganz neue Berufe,

Tauchen auf einmal auf.

Viele Menschen sind vor die Situation gestellt,

Die Berufe verändern sich oder werden ausgestellt,

Werden arbeitslos,

Müssen sich nach neuen Berufen umschauen,

Können,

Was auch immer häufiger ist,

Können den alten Beruf nicht mehr weiterführen,

Weil sie es ganz einfach nicht mehr verkraften,

Weil es zu stressig wird,

Zu herausfordernd wird,

Sodass sie immer durchhalten,

Burnout wird immer häufiger.

Und das hat nicht damit zu tun,

Dass man zu viel arbeiten muss.

Das ist,

Glaube ich,

Gar nicht das Entscheidende,

Sondern das Entscheidende ist,

Dass man da was tut,

Das man eigentlich nicht machen will.

Ein Beruf hat ja einen gar keine Freude gemacht.

Das ist das,

Was einen dann die ganze Kraft kostet.

Weil wenn man was machen würde,

Das einem Freude macht,

Dann ist man ja eigentlich mehr wie ein Kanal,

Da wo was durch einen durchwirkt,

Da wo man sich für was öffnet,

Da wo man etwas dient.

Und dadurch kann die Kraft durch einen durchfließen.

Also das ist ja dann eher wieder ein aufladender Mechanismus,

Der dann stattfinden würde und nicht ein entladender Mechanismus.

Also da vielleicht auch,

Wenn man in so einer Situation ist oder in so einer Situation kommt,

Nicht denken,

Oh,

Furchtbar,

Und die Angst das Kommando übernehmen lassen,

Und ich werde nie mehr einen Arbeitsplatz finden,

Vielleicht das als so einen Weckruf auch verwenden oder einen Aufruf verwenden,

Nochmal hinzuschauen.

Vielleicht könnte ich ganz was anders machen.

Berufe sich vielleicht ausdenken,

Die es noch gar nicht gibt.

Also da auch kreativ zu sein.

Was könnte dem Licht dienen?

Und damit dem Leben dienen?

Und damit der Gesellschaft dienen?

So einmal sich befragen.

Und wo wird es bei mir Licht?

Wo wird es bei mir leicht?

Und dann wird man auch authentisch,

Dann wird man wahrhaftig.

Dann kommt auch das,

Was für einen vielleicht auch vorgesehen ist für dieses Leben.

Und man ist nicht so verbogen und nicht so angepasst und macht halt einfach irgendwie mit oder schaut,

Dass man irgendwie über die Runden kommt.

Natürlich,

Manchmal ist man in Zwängen drin,

Manchmal hat man Verpflichtungen auf sich genommen,

Wo man nicht einfach sagen kann,

Jetzt schaue ich einmal,

So was ich nochmal Lust habe zu tun.

Sondern da muss man ganz einfach Familie versorgen.

Da sind Kinder da,

Die zum Aufziehen sind,

Da kann man jetzt nicht einfach sagen,

Jetzt mache ich nochmal ganz was anderes.

Ich weiß zum Beispiel von meinem Bruder,

Der war Diplombiologe,

Hat das gelernt gehabt und hat dann in dem Beruf schon gearbeitet.

Das erste Kind war schon da,

Das zweite war schon unterwegs.

Und dann hat er festgestellt,

Er kann das mit dem spirituellen Weg nicht in Einklang bringen.

Als er Biologe,

Da muss man eben auch Tierversuche machen.

Mit Radioaktivität hat er dann auch viel arbeiten müssen.

Da hat er gesagt,

Ich kann das nicht wirklich guten Gewissens machen,

Diese Arbeit.

Ich muss mich da nochmal umorientieren.

Mit der Familie hat er Umschulung gemacht,

Ist dann Krankenpfleger geworden.

Aus dem heraus ist dann seine therapeutische Arbeit entstanden.

Jetzt arbeitet er seit 20 Jahren in einer psychosomatischen Klinik.

Das ist genau das,

Was für ihn geeignet ist.

Er hat den ganzen spirituellen Weg,

Er ist ja auch Damallehrer,

Wo er das alles,

Sein Wissen und seinen Weg,

Einfließen lassen kann in seine Arbeit.

Wo er mit den Leuten in der Klinik sogar Bodyscan macht,

Durch den Körper durchgehen,

Lebende-Güte-Meditation,

Achtsamkeitstraining,

All das macht er da jetzt in der Arbeit.

Das ist optimal.

Er war seit knapp 20 Jahren das erste Mal krank.

So viel Freude hat er,

Dass er nie krank war.

Er hat immer da gerne hingegangen.

Obwohl man ja arbeitet mit Zwangspatienten,

Das ist ja keine einfache Arbeit,

Trotzdem gibt ihm das ganz viel Kraft.

Das ist ein ganz schönes Beispiel,

Wie es auch sein kann.

Dann die fünfte Übungsregel.

Ich will mich darin üben,

Alkohol und Drogen zu vermeiden.

Das Gegenteil davon zu praktizieren,

Das ist das,

Was wir hier machen,

Die Achtsamkeitspraxis,

Satipatthana-Praxis zu etablieren und die Meditation zu praktizieren.

Den Geist nicht noch trüber zu machen,

Nicht noch nebliger zu machen durch Drogen und Alkohol,

Wie er eh schon ist,

Sondern den Geist zu klären durch Achtsamkeitspraxis und durch Meditationspraxis.

Das ist die fünfte Übungsanweisung.

Wie viel Leiden durch Alkohol und Drogen auch schon in diese Welt gekommen ist.

Auch ein Phänomen,

Wo man sich wundern muss,

In unserer Gesellschaft,

Obwohl es so klar ist,

Gerade mit dem Alkohol,

Dass der so viel Leiden bringt.

Das ist ganz einfach total akzeptiert,

Das ist normal,

Es gehört sogar zum guten Ton dazu.

Nur wenn einmal etwas ganz Extremes passiert,

Dann wird gerufen.

Aber in jeder Gesellschaft,

In allen Kreisen ist das ganz normal.

Leider.

Auch da ist natürlich eine Verantwortung für uns da,

Da auch gutes Vorbild zu sein und da auch zu zeigen,

Mensch,

Man kann auch lustig sein,

Ohne dass man was trinkt.

Man kann auch leicht sein und entspannt sein,

Gerade entspannt sein,

Ohne dass man was trinkt.

Das liegt nicht an dem.

Es scheint so zu sein,

Dass auch Alkohol eine gewisse Entspannung bringt.

Ich weiß das auch von früher,

Ich habe das ja auch getestet.

Es bringt schon erst einmal eine gewisse Entspannung,

Aber dann oft auch noch etwas ganz anderes.

Das ist ein Kater,

Eine Dummheit.

Aber wir müssen uns davon nicht abhängig machen.

Wir können einen spirituellen Weg auch dafür verwenden,

Und das ist ja auch ein wichtiges Kriterium,

Ganz natürlich zu werden,

Ganz entspannt zu werden,

Ganz normal zu werden.

Und dann nicht nur zu gewissen Momenten,

Wo man dann eben was getrunken hat,

Sondern dass das ganz einfach immer da ist.

Man stellt sich das einmal vor,

Wenn man das schaffen würde,

Immer entspannt zu sein,

Immer ohne Zwänge zu sein,

Ohne Verkrampfung zu sein.

Dann hat man mit Sicherheit auch die Sila-Praxis richtig verstanden,

Dass das Zwanghafte,

Das Verkrampfte,

Das Gewohnheitsmäßige,

Das Rituelle da herauskommt,

Sondern wo verstanden wird,

Da findet ganz etwas Lebendiges statt.

Da findet auch immer wieder ein neuer Prozess statt.

Das ist immer wieder auch ein neues Erleben.

Es ist nichts Starres,

Sila.

Ganz im Gegenteil,

Es ist etwas sehr Lebendiges.

Ich würde mir wünschen,

Dass wir auch da noch mehr Mut hätten,

Auch im Kloster ist es so.

Wir haben da natürlich auch ein Regelwerk,

Das vorhanden ist,

Wo wir versuchen,

Dem auch in einer gewissen Weise gerecht zu werden.

Und trotzdem würde ich mir manchmal wünschen,

Dass wir da auch noch mutiger sind und ganz einfach auch noch mal schauen,

Wie wir das in der heutigen Zeit auch noch mehr umsetzen können,

Anpassen können,

Unserem Kulturkreis auch noch gerechter werden,

Wie das sozusagen auch für die heutige Zeit noch stimmiger und lebendiger sein könnte.

Wobei natürlich im Groben,

Im Großen und Ganzen ist es sehr,

Sehr stimmig,

Was da vor zweieinhalb Tausend Jahren vom Buddha für seine Mönche gegeben wurde.

Aber trotzdem ist es natürlich so,

Dass einige Regeln mit der damaligen Zeit und mit dem damaligen Kulturkreis zu tun hatten.

Mal schauen,

Was wir da noch alles fabrizieren oder nicht fabrizieren.

Wir können aufstehen und die Beine ausstrecken.

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Ines

August 27, 2024

Erhellend und herzöffnend, klug und menschlich zugleich

Cibi

April 4, 2021

Wonderful teaching, thank you 🙏💫

Angela

September 1, 2019

Sehr schön und sehr verständlich. Ein wirklich inspirierender Vortrag.

Hansolo

June 5, 2019

Lieber Bhante- Wunderbar dargelegt und Inspirierend.🙏🙂

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