
Die vier edlen Wahrheiten
MC Brigitte Schrottenbacher teilt ihre Erkenntnisse über die vier edlen Wahrheiten "Dukkha", "Samudaya", "Nirodha" und den achtfachen Pfad "Magga", der eine davon ist. Sie betont auch, wie wichtig es ist, sich im Alltag an diese Lehren zu erinnern und regelmäßig über sie zu kontemplieren.
Transkription
Am 26.
Ist dieser Wan Vizaka,
Als Buddha erleuchtet wurde,
Und dann war das Erste,
Was der Buddha sich gedacht hat,
Okay,
Das,
Was ich da jetzt erfahren habe,
Diese Erleuchtung,
Die ich bekommen habe,
Sozusagen,
Die ich erlangt habe,
Ich kann dieses Wissen einfach nicht weitergeben,
Das ist unmöglich,
Das versteht keiner.
Und wollte dann also zuerst mal dieses gar nicht unterrichten,
Weil er dachte,
Das versteht eh keiner.
Und dann haben ihn aber ein Brahma und der sogenannte Oberste,
Also der König der Götter Indra,
Haben ihn dann gebeten,
Er sollte doch unterrichten,
Weil es gibt eben Wesen,
Die vielleicht nicht so verblendet sind und das dann unter Umständen verstehen werden.
Und dann hat er sich entschieden,
Okay,
Er gibt dann doch die Lehre.
Und das Erste,
Was er dann gelehrt hat,
Das war dann schon ein paar Monate nachher,
Im Benares,
Im Tierpark,
Hat er dann die erste Lehre gegeben.
Und diese erste Lehrrede,
Das war die Lehre über die vier edlen Wahrheiten,
Über die ich heute so ein bisschen mit euch reflektieren will.
Also diese vier edlen Wahrheiten,
Ihr habt wahrscheinlich,
Manche von euch haben ja schon gehört,
Was das ist.
Buddha hat damals gesagt,
Was ich lehre,
Ist nur das Leiden,
Die Ursache vom Leiden,
Dann das Verlöschen des Leidens und den Pfad,
Der zum Verlöschen des Leidens führt.
Da wird das manchmal mit dem Arzt verglichen.
Also Buddha ist wie ein Arzt,
Der einen Patienten hat oder viele Patienten und dann eben mit dem Patienten spricht und sieht,
Okay,
Der Patient kommt schon mal,
Weil da Leiden ist.
Das ist das Erste.
Ist klar,
Wir haben Leiden,
Deshalb kommen wir zum Arzt oder eben zum Beispiel zum Meditieren,
Um eben mehr über die Buddha-Lehre zu erfahren.
Also Leiden ist da.
Das Erste,
Was er sieht,
Okay,
Leiden,
Diagnose,
Leiden.
Und dann wird ein guter Arzt eben reflektieren,
Was ist die Ursache,
Warum ist da Leiden,
Warum ist da jemand krank.
Und wenn er die dann erkennt,
Also der Arzt dann praktisch die Diagnose macht,
Okay,
Das Leiden kommt aus dem und dem Grund,
Da ist irgendwas falsch gelaufen.
Das ist dann die zweite Wahrheit,
Also die von der Ursache,
Warum leidet der Mensch oder warum leiden wir.
Zweite edle Wahrheit,
Ursache vom Leiden.
Die Dritte ist dann die vom Verlöschen des Leidens,
Weil da wird dann manchmal von den Leuten gefragt,
Warum ist die Dritte die vom Verlöschen,
Eigentlich müsste das ja die Vierte sein,
Also das Ende,
Verlöschen des Leidens mit Dana.
Und das ist eben mit diesem Vergleich,
Mit dem Arzt kann man das eben dann auch erklären,
Weil der Arzt dann halt mal feststellt,
Okay,
Kann ich das überhaupt heilen?
Ist es möglich?
Ist diese Krankheit heilbar?
Und da hat eben Buddha entdeckt,
Ja,
Es gibt eine Möglichkeit,
Dieses Leiden zu überkommen,
Die Krankheit zu heilen.
Und die vierte Wahrheit ist eben die von dem Pfad oder dem Weg,
Der zu diesem Verlöschen des Leidens führt,
Diesem achtfachen Pfad.
Und das ist im Vergleich zum Arzt,
Ist eben einfach,
Dass der Arzt dann eine Therapie anweist und sagt,
Okay,
Es ist möglich,
Die Krankheit zu heilen,
Wenn der Patient eben bestimmte Medizin oder bestimmte Therapie mit sich machen lässt.
Also das sind die vier edlen Wahrheiten,
Wenn man es jetzt mit dem Arzt vergleicht.
Ja,
Leiden,
Was ist jetzt Leiden für uns?
Manche sagen,
Okay,
Leiden,
Ich leide ja eigentlich nicht.
Das ist oft so,
Also wenn man nicht besonders krank ist oder eben an irgendwas wirklich stark leidet,
Dann erkennt man oft gar nicht,
Dass Leiden eigentlich immer da ist.
Das,
Was für uns wirklich klar ist als Leiden,
Ist eben,
Wie auch Buddha gesagt hat,
Geburt ist Leiden.
Dann Krankheit ist Leiden,
Alter ist Leiden und der Tod ist Leiden.
Das ist eigentlich für alle klar,
Dass diese vier Sachen sozusagen,
Die vier Umstände halt leidhaft sind.
Aber wir leiden nicht nur,
Wenn wir nicht gerade krank sind oder gerade am Sterben sind,
Sondern das Leiden ist ja eigentlich immer da.
Also wenn ihr in euer Leben schaut,
Dann ist immer irgendwas.
Einfach Dinge,
Die man möchte und nicht kriegen kann.
Dinge,
Die man kriegt oder eigentlich gar nicht,
Haben sie.
Dann man ist getrennt von denen,
Die man liebt oder mit denen man gerne zusammen wäre.
Gerade jetzt in dieser Covid-Zeit gibt es da wahrscheinlich sehr viel davon.
Und manchmal eben auch,
Dass man mit denen zusammen ist,
Die man eigentlich nicht ausstehen kann.
Am Arbeitsplatz oder unter bestimmten Umständen oder sonst Nachbarn oder sonst was.
Also das ist auch Leiden,
Dass es da ist.
Dann natürlich,
Wenn man traurig ist,
Wenn jemand ist verstorben oder so,
Wenn da irgendwie starke Trauer ist,
Ist es natürlich Leiden.
Die kleinen Unbequemlichkeiten im Leben sind halt nicht angenehm.
Das ist halt Leiden.
Deshalb gibt es auch Lehrer,
Die zum Beispiel sagen,
Die nennen das nicht Leiden,
Sondern einfach Unwohlsein.
Also ein Unwohlsein,
Das man im Leben einfach oft erleben muss.
Und die zweite Wahrheit,
Die Ursache dafür,
Das ist halt immer,
Dass man sehen muss,
Wo kommt dieses Unwohlsein her.
Im Großen und Ganzen,
Also die schärfste Aussage dabei ist Anhaften.
Weil man an etwas haftet,
Weil man bestimmte Dinge haben will,
Begierde da ist oder Anhaften in der Gegenrichtung.
Und zwar,
Dass man immer etwas nicht haben will,
Dass man einfach Ärger und Abneigung und Hass entwickelt,
Weil man bestimmte Umstände einfach absolut nicht ausstehen kann.
Beides ist Anhaften.
Dieses Anhaften ist immer die Ursache für das Leiden.
Aber das geht natürlich jetzt auch noch tiefer,
Wie einige von euch ja wahrscheinlich wissen,
Ist Begierde und Abneigung eben auch immer nur da,
Weil da Verblendung ist.
Weil wir irgendetwas nicht verstehen,
Weil da einfach der Dame nicht verstanden wurde.
Und nur aus dieser Ignoranz,
Aus diesem Nichtwissen,
Kann Ärger und Gier entstehen.
Und diese Ignoranz,
Dieses Nichtwissen,
Das geht immer darauf raus,
Dass wir ein Selbst haben.
Das Ich.
Ich mag was nicht oder ich will etwas haben.
Immer dieses Ich-Anhaften,
Das führt dazu,
Dass da eben Leiden entsteht.
Das ist das Allerwichtigste,
Das Tiefste an dieser ganzen Leidenssache.
Dieses Anhaften,
Dieses Tanha,
Wie wir es in Pali nennen,
Anhaften an diesem Selbst.
Man kann ja nichts machen,
Dass die Dinge so sind,
Wie sie sind.
Im gegenwärtigen Moment,
Wenn man etwas erfährt,
Dann ist es halt schon so.
Aber dieses Ich,
Das da immer wieder hochkommt,
Ich will das aber nicht oder ich will das,
Kann es aber nicht kriegen.
Das ist eben das,
Was dann immer Probleme macht.
Wenn wir das verstanden haben,
Dann können wir natürlich dann auch leichter wieder loslassen.
Das ist dann praktisch der Pfad zum Verlöschen des Leidens.
Wie gesagt,
Das Leiden kann auch verlöschen,
Aber dazu gibt es eben dann einen Pfad.
Da muss man eben bestimmte Dinge eben praktizieren und durchziehen.
Und das ist in dem Fall eben der sogenannte achtfache Pfad.
Das ist das,
Was uns zum Verlöschen des Leidens bringt.
Das sind jetzt acht Faktoren,
Die der Buddha da gelehrt hat.
Der achtfache Pfad wird auch dargestellt,
Habt ihr bestimmt auch schon mal gesehen,
Dieses Dharmarat mit acht Speichen,
Das ist praktisch das Symbol für den achtfachen Pfad.
Dieser achtfache Pfad hat drei Teile.
Ein Teil ist Weisheit,
Ein Teil ist Moral oder Sila.
Moral klingt immer so moralisch.
Einfach ethische Prinzipien zu haben.
Und ein Teil ist Samadhi oder Konzentration.
Eigentlich wird meist in der Buddha-Lehre das so dargestellt,
Dass du sagst,
Erst mal Sila,
Also ethische Prinzipien,
Das ist das Fundament von allem.
Erst mal Sila zu haben.
Unter Sila oder eben diese ethischen Prinzipien fällt halt rechte Sprache.
Also dass man die Sprache reinhält,
Keine Lügen verbreitet,
Keine entzweiende Sprache ausführt.
Dass man kein Unsinn,
Ein unsinniges Geschwätz daher spricht.
Und noch eins,
Grobe Rede.
Dass man halt nicht irgendwie bösartig spricht.
Also diese vier Arten von Rede sollte man vermeiden.
Das ist ein Teil des achtfachen Pfads,
Also von dieser Sila,
Von dieser ethischen Seite.
Der zweite wäre rechtes Tun,
Rechte Aktion.
Und da fällt halt darunter,
Dass man nicht tötet,
Eh klar.
Also man versucht,
Ahimsa,
Diese Gewaltfreiheit zu praktizieren.
Dann das zweite wäre dann,
Nichts zu nehmen,
Was einem nicht gehört.
Also nicht zu stehlen.
Dann das dritte wäre,
Kein sexuelles Fehlverhalten auszuführen.
Das heißt,
Dass man halt keine sexuelle Aktivität hat,
Die wieder zu Leiden führt.
Oder für andere oder einen selbst,
Weil ein Partner zu jung ist oder schon vergeben ist,
Verheiratet ist,
Was auch immer.
Wann immer da Leiden entsteht,
Sollte man das vermeiden.
Ja und der dritte Teil von dieser Sila-Seite ist eben dann rechtes Einkommen oder rechten Lebensunterhalt zu praktizieren.
Also alles zu vermeiden,
Was da wieder zu Leiden führt.
Also dass man Menschen ausbeutet zum Beispiel.
Dass man Tiere tötet.
Dass man Drogen oder Waffen verkauft.
Also solche Arten von Lebensunterhalt,
Die wieder zu Leiden führen.
Wie ihr seht,
All diese moralischen Prinzipien haben immer damit zu tun,
Dass man versucht,
So gut wie möglich Leiden zu vermeiden.
Also weder für sich noch für andere Leiden zu schaffen.
Das ist der Sila-Teil.
Der Samadhi-Teil,
Das ist dann,
Also Konzentrationsteil,
Ist dann rechte Anstrengung.
Da hat Buddha immer gelehrt,
Rechte Anstrengung ist eben die Anstrengung,
Heilsames zu tun,
Zu sprechen,
Zu denken.
Und Heilsames,
Das da schon im Geist entstanden ist,
Zu fördern.
Dass man das wirklich auch nährt und fördert und immer wieder praktiziert.
Und das Zweite ist dann eben unheilsames Versuchen zu vermeiden.
Und wenn es schon mal aufgetaucht ist,
Dann eben Versuchung,
Es zu reduzieren und nicht wieder praktisch aus diesem unheilsamen Geisteszustand zu sprechen und zu agieren.
Das wäre rechte Anstrengung.
Die dritte rechte Anstrengung wäre,
Den Geist zu reinigen.
Das ist dann sozusagen das Höchste an dieser ganzen Aktion,
Dass man den Geist dann auch von Gut und Böses sozusagen reinigt.
Also dass man über beiden steht.
Das wäre rechte Anstrengung,
Also der erste Teil von diesem Samadhi von Konzentration.
Dann rechte Achtsamkeit,
Wäre der nächste Teil.
So rechte Achtsamkeit,
Das heißt im gegenwärtigen Moment das Objekt identifizieren,
Das da auftaucht im Geist.
Und es auf rechte Weise zu registrieren oder achtsam wahrzunehmen.
Und es geht dann mit der rechten Achtsamkeit auch noch darüber hinaus,
Dass man wirklich auch Weisheit anwendet und das gegenwärtige Objekt lernt zu verstehen.
Aber da gehe ich dann näher darauf ein im Weisheitsteil.
Dann der dritte Teil dieser Samadhi von Konzentration ist dann rechte Konzentration,
Rechte Samadhi.
Und das wäre eben den richtigen Fokus,
Die richtige Konzentration zu entwickeln,
Die man braucht,
Um eben achtsam sein zu können.
Viele denken ja,
Achtsamkeit ist die richtige Meditation.
Man braucht keinen Samadhan,
Man braucht keine Konzentrationsmeditation zu machen.
Und das stimmt nicht ganz,
Weil man kann keine rechte Achtsamkeit üben ohne Konzentration.
Also da muss ein bestimmtes Level von Konzentration da sein,
Dass man überhaupt Achtsamkeit praktizieren kann.
Es geht gar nicht anders.
Also wenn ich euch sage,
Okay,
Einfach nur achtsam sein,
Was immer da jetzt auftaucht im Geist,
Das wird nicht lange funktionieren,
Weil dann der Geist wieder abschweift.
Also wenn er kein Objekt hat,
Schweift der Geist sehr schnell ab.
Deshalb für die,
Die bei mir auch immer diese täglichen Meditationen mitmachen.
Ihr wisst ja,
Das ist auch so aufgebaut,
Dass wir erst mal sozusagen Samadha praktizieren,
Also Konzentration,
Wirklich mit einem Objekt arbeiten,
Den Geist fokussieren.
Und nach ein paar Minuten,
Eigentlich wenn ihr es für euch alleine machen würdet,
Wäre dann die Zeit über zu gehen in die Achtsamkeitsmeditation eben der Punkt,
Wo ihr merkt,
Okay,
Der Geist ist ruhiger geworden.
Ich bin nicht nur im Denken,
Sondern da ist schon etwas Stille eingekehrt im Geist.
Und dann kann man versuchen eben den Geist zu öffnen und mehr einfach gegenwärtig sein,
Einfach sein und wissen,
Was im gegenwärtigen Moment gerade auftaucht.
Und das wäre halt dann rechte Achtsamkeit.
Wie gesagt,
Die Konzentration,
Rechte Konzentration wäre halt,
Was uns dahin bringt.
Also das sind diese acht,
Sorry,
Ich habe ja mit den Zielen angefangen.
Die letzten zwei oder eigentlich im achtfachen Pfad werden die zwei immer als erstes angegeben,
Also Weisheit.
Bhanja,
Das sind die zwei,
Rechte Ansicht und rechtes Denken.
Rechte Ansicht,
Das ist unheimlich wichtig.
Eigentlich geht der Weg,
Oder wenn wir den Weg gehen wollen,
Immer damit los,
Dass man rechte Ansicht hat.
Auf der anderen Seite,
Achtfacher Pfad ist ein Rad,
Wird dargestellt als ein Rad.
Das heißt,
Da gibt es kein Anfang und kein Ende im Grund.
Das treibt sich praktisch immer an und es geht da sozusagen im Kreis,
Es dreht sich.
Und diese rechte Ansicht,
Das wäre halt,
Dass man sieht,
Okay,
Das,
Was ich ich nenne,
Dieses Selbst,
Sind im Grund nur fünf Aggregate.
Ich habe da immer kein besseres Wort dafür.
Fünf Teile,
Die ich halt ich nenne.
Ein Teil ist Körper und dann vier Teile,
Die mein Geist darstellen.
Körper,
Dann hast du Gefühle,
Dann hast du Bewusstsein,
Hast Geistformationen.
Und Perception,
Diese Fähigkeit,
Dinge einzuteilen,
Konzepte zu haben,
Judgements.
Und bestimmte Dinge einfach in bestimmte Schubladen zu stecken.
Aber auch Erinnerungsvermögen fällt da drunter.
Also diese fünf sind,
Was ich ich nenne.
Das sind die fünf Kammers.
Und rechte Ansicht erkennt eben,
Dass da diese fünf Kammers sind.
Da ist keiner da.
Das sind einfach nur diese fünf Aggregate.
Und dann auch diese rechte Ansicht ist,
Auch eben die vier edlen Wahrheiten zu sehen.
Dass da Leiden ist,
Leiden eine Ursache hat,
Dass da das Verlöschen des Leidens ist und auch das eine Ursache hat.
Oder dass eben der achtfache Pfad ist.
Ich gehe normalerweise nie so ins Detail mit diesen vier edlen Wahrheiten.
Für mich ist es ein sehr einfaches Bild,
Um das darzustellen.
Die erste Wahrheit ist Leiden.
Und das Leiden ist da,
Weil ich anhafte.
Also wenn ich an etwas festhalte und anhafte,
Entsteht da Leiden.
Dann habe ich die dritte Wahrheit,
Die vom Verlöschen des Leidens und die Ursache dafür.
Also es ist immer nur Ursache und Wirkung.
Im ganzen Buddha Teaching,
Da gibt es nichts anderes als Ursache und Wirkung.
Und wenn ich jetzt überlege,
Okay,
Ich habe Leiden,
Weil ich festhalte,
Weil ich anhafte.
Wenn ich das Leiden loswerden will,
Was mache ich dann?
Das Gegenteil.
Ich muss loslassen.
Also die Ursache fürs Verlöschen des Leidens ist im Grunde loslassen.
Aber das ist natürlich immer viel einfacher gesagt.
Okay,
Jetzt loslassen.
Deshalb hat Buddha eben diesen achtfahrenden Pfad gelehrt,
Weil auf dem Pfad oder mit der Therapie kommt man eben dahin,
Dass man diese Krankheit auch wirklich los wird.
Und der zweite Teil von Banya oder von Weisheit ist eben rechtes Denken.
Dann nimmt man auch wieder Weisheit her und benutzt das dann eben auch in der Meditation,
Wie ich vorher gesagt habe,
Dass man rechte Achtsamkeit übt,
Das gegenwärtige Objekt sieht und dann rechtes Denken anwendet und sich klar macht,
Okay,
Das sind drei Daseinsmerkmale.
Diese drei Daseinsmerkmale,
Ein paar nennen wir Strelakana,
Sind eben Vergänglichkeit.
Alles,
Was ich da erfahre,
Ist vergänglich,
Es verändert sich.
Das zweite,
Es ist leidhaft,
Es ist nicht befriedigend.
Auch schon aus dem Grund,
Weil es sich dauernd verändert,
Weil ich es nicht festhalten kann.
Und das dritte Merkmal ist eben dieses Nicht-Selbst oder diese unkontrollierbare Natur von allem,
Was ich da sehe.
Also dass man diese drei Merkmale immer wieder sieht.
Das heißt,
Ich nehme dieses Wissen her,
Anfangs ist es wirklich ein bewusstes Anwenden,
Ein rechtes Denken.
Nicht das Gegenteil davon,
Sondern rechtes Denken.
Ich benutze dieses Wissen,
Das ich irgendwo vielleicht gehört habe oder gesehen habe oder gelesen oder sonst was und wende das auf das gegenwärtige Objekt an.
Und das ist dann eben rechtes Denken.
Und die zwei eben,
Wie gesagt,
Sind normalerweise immer als erstes angegeben,
Rechte Ansicht und rechtes Denken.
Und dann eben kommt die moralische Seite oder die ethische Seite und dann die Samadhi-Seite.
Aber wie gesagt,
Das ist ein Rad,
Das sich dreht.
Also die gehören da eben zusammen.
Und Buddha hat dann auch gesagt,
Dieses Wissen,
Also dieser achtfache Pfad,
Das ist halt eine Therapie.
Es ist ein Weg,
Es ist ein Werkzeug für uns,
Um eben zum Verlöschen des Leidens zu kommen.
Und das kannst du auch mit einem Boot oder mit einer Fähre vergleichen,
Die dich praktisch über den Fluss bringt.
Du bist auf einer Seite,
Du wirst auf die andere Seite.
Wenn du aber drüben bist,
Wenn du mit der Fähre rübergefahren bist mit dem Boot,
Dann brauchst du das Boot nicht mehr.
Das heißt,
Man kann das dann auch loslassen,
Man kann das Boot dann auch da am Ufer des Flusses stehen lassen.
Keiner wird das Boot,
Wenn er über den Fluss gefahren ist,
Dann noch mitschleppen,
Weil du es dann auch nicht mehr brauchst.
Das ist auch noch eine wichtige Sache.
All diese Dinge sind Instrumente,
Sind Werkzeuge für uns,
Um eben da weiterzukommen.
Was vielleicht auch noch eine wichtige Sache ist,
Da anzugeben ist,
Dass,
Ich habe gerade den achtfachen Pfad mit euch da jetzt durchgenommen.
Wenn wir das jetzt nicht so praktizieren,
Also eben zum Beispiel falsche Ansicht haben,
Angefangen mit diesem Weisheitsteil,
Wenn du falsche Ansicht hast,
Falsches Denken hast,
Dann führt das zu Leiden.
Also du kannst den achtfachen Pfad auch praktisch in die falsche Richtung gehen.
Wenn du das falsch anwendest,
Dann ist dieser Kreislauf,
Dieses Rad,
Dann dreht sich es dahin,
Dass du leidest.
Das ist auch ganz wichtig zu wissen,
Also dass ihr wirklich wisst,
Wenn du rechtes Denken,
Rechte Ansicht hast,
Dann führt das in die richtige Richtung.
Aber auf der anderen Seite geht es halt in die falsche Richtung.
Falsches Denken ist klar,
Alles was mit Denken zu tun hat,
Unter dem ich dann leide.
Wenn durch das Denken,
Das ich jetzt gerade mache oder die Dinge,
Wie ich über die Dinge reflektiere und da Leid entsteht,
Dann ist es falsches Denken.
Das ist ganz einfach dann zu erkennen.
Falsches Denken führt zu Leiden.
Rechtes Denken führt zum Verlöschen des Leidens.
Also eigentlich sehr simpel,
Sehr einfach das zu sehen.
Und trotzdem ist es nicht immer so einfach,
Weil wir es halt auch vergessen.
Oder weil wir uns halt gerade mal hinsetzen und ein bisschen meditieren und dann wieder ganz normal in unserem Leben weitermachen.
Und diesen achtfachen Pfad,
Dieses wichtige Wissen oder diese vier edlen Wahrheiten einfach nicht im Leben anwenden.
Und das ist,
Was ich euch da wirklich empfehlen würde.
Das auch immer wieder ins tägliche Leben zu bringen.
Das soll nicht nur eine Meditation sein.
Die Meditation stärkt euch,
Stärkt die Achtsamkeit,
Auch den Fokus.
Aber das Resultat sollte im Leben sein.
Treffen Sie Ihren Lehrer
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