
Morgenmeditation: Feldenkrais für den Rücken 1
In dieser Live-Aufnahme vom Atemkraftwerk machen wir Feldenkrais-Übungen um chronische Verspannungen im Rücken anzugehen. Abgerundet wird das Ganze durch Atemübungen. Diese Session wird im Liegen ausgeführt.
Transkription
Es ist schon 7 Uhr morgens und deswegen starten wir gleich in diesen Tag und heute ist ja Feldenkreis.
Das heißt,
Wir treffen uns im Liegen und legen uns einmal flach auf unsere Matte hin und lassen einmal alles in den Boden los.
Alles genau dorthin fallen,
Wohin es fallen möchte.
Die Arme,
Die Beine,
Den Hinterkopf und wenn alles sich eingerichtet hat,
Dann beobachten wir,
Welche Punkte berühren den Boden und wir fühlen uns ein in den Boden.
Wie liegt der Hinterkopf auf?
Wie liegen die Fersen auf?
Können wir einen Unterschied zwischen der rechten und der linken Körperhälfte feststellen?
Wie sieht es mit der linken Gesichtshälfte im Vergleich zur rechten aus?
Mit dem linken Arm im Vergleich zum rechten?
Ist das Raumgefühl ähnlich?
Wie fühlen sich die Beine an?
Fühlt sich ein Bein länger oder voluminöser an als das andere?
Wie liegen die Fersen auf?
Fallen die Füße beide ähnlich zu den Seiten?
Haben die Waden Bodenkontakt?
Und wir scannen den Körper einmal von den Füßen über die Unterschenkel,
Die Oberschenkel,
Die Lenden,
Den Rücken,
Die Schultern bis zum Kopf nach oben.
Entspannen noch mal bewusst die Schultern zu den Seiten.
Lassen die Brust aufsteigen und dann atmen wir durch die Nase ein.
Halten kurz und mit einem Seufzer lassen wir die Spannung der Nacht raus.
Und dann ziehen wir einmal die Knie zur Brust und gönnen uns eine kreisende Massage über den Rücken.
Ich umarme dabei die Knie mit meinen Armen.
Wir massieren den Rücken in den Boden ein und dann ändern wir einmal die Richtung der Kreise.
Und während wir über den Rücken kreisen,
Achten wir darauf,
Dass das Gesicht spannungsfrei ist,
Dass wir einen ganz weichen Kiefer bekommen,
Ganz weiche Augen.
Und dann stellen wir die Füße parallel auf,
Die Knie zeigen zur Decke und wir kommen in die Beckenschaukel.
Das heißt,
Mit dem Einatmen fährt das Becken runter in Richtung Fersen.
Das Hohlkreuz wird größer und mit dem Ausatmen kommt das Becken wieder nach oben.
Der untere Rücken hat kompletten Bodenkontakt und wir drücken leicht mit den Füßen in den Boden.
Einatmen,
Das Becken fährt in Richtung Fersen.
Ausatmen,
Das Becken kommt wieder zurück.
Die Beckenschaukel.
Wir finden Meditation in dieser Beckenschaukel,
Koordiniert mit dem Atem,
Mit dem Einatmen fährt das Becken in Richtung Fersen.
Mit dem Ausatmen kommt es wieder zurück und wir füllen uns in die Lenden ein,
In den unteren Rücken,
Beobachten,
Was passiert da.
Und wir fühlen auch,
Wie ist das Echo dieser Bewegung im Körper.
Welche Bereiche wollen automatisch mitmachen,
Was macht zum Beispiel der Hinterkopf.
Bewegt er sich schon mit?
Besteht schon diese lebendige Verbindung von unten und oben?
Und wenn ja,
Wann bewegt sich der Hinterkopf in dieser Bewegung und wie?
Wie gleichmäßig ist die Bewegung?
Huckelt es so ein bisschen oder ist es eine gleichmäßige Antwort des Hinterkopfes auf die Bewegung im Becken?
Und noch einmal.
Und wir treffen uns im Stillstand mit aufgestellten Knien und wir rollen den Kopf von rechts nach links.
Und wenn wir nach rechts rollen,
Zeigen beide Daumen nach rechts.
Wenn wir nach links rollen mit dem Kopf,
Rotieren die Arme,
Sodass beide Daumen nach links zeigen.
Also beide Daumen zeigen immer in die gleiche Richtung wie das Gesicht.
Wenn wir das nächste Mal nach rechts rollen,
Ziehen wir den Unterkiefer noch mehr nach rechts.
Und wenn wir nach links rollen,
Ziehen wir den Unterkiefer noch ein bisschen mehr nach links.
Wir bleiben in dieser Bewegung,
Aber wenn wir das nächste Mal nach rechts rollen,
Ziehen wir den Unterkiefer nach links in die entgegengesetzte Richtung.
Und wenn wir nach links rollen,
Den Unterkiefer nach rechts ziehen.
Das ist auch eine Koordinationsübung,
Weil ja die Daumen immer in die andere Richtung zeigen als der Unterkiefer.
Und noch einmal zu jeder Seite.
Und wir treffen uns in die Mitte und strecken einmal die Beine lang aus und füllen uns in den Boden ein.
Wie sind die Berührungspunkte jetzt?
Hat sich schon was verändert?
Ist die Berührung mit dem Boden schon gleichmäßiger?
Und dann bewegen wir die Fußgelenke auf und ab,
Sodass die Fersen auf dem Boden von uns wegfahren und wieder kommen.
Und wir achten darauf,
Dass wir nur die Fußgelenke bewegen,
Nicht die Zehen.
Die Zehen sind ganz entspannt.
Die Zehen sind ganz locker.
Und wir finden zur Ruhe.
Dann atmen wir durch die Nase ein und auf F aus.
Alles aus.
Wir bleiben kurz in der Atempause,
Warten die ersten Impulse zum Einatmen ab.
Erst wenn der Impuls stark wird,
Durch die Nase ein in den unteren Bauch und auf F aus.
Kurz in der Atempause bleiben.
Und wenn der Impuls stark wird,
Durch die Nase ein und F ein aus.
Und noch mal ein.
Und wir halten kurz und mit einem Seufzer lassen wir noch mal alles los.
Und dann stellen wir noch mal die Füße parallel auf.
Knie zeigen zur Decke.
Und wir bewegen das rechte Knie nach rechts und wieder zur Mitte.
Mit dem Ausatmen rechtes Knie nach rechts,
So weit wie es geht und wieder zur Mitte.
Der Kopf rollt mit nach rechts und zur Mitte.
Nach rechts und zur Mitte.
Und wenn wir das nächste Mal nach rechts rollen,
Zieht das linke Knie zur Brust.
Einatmen,
Wieder alles zur Mitte.
Ausatmen,
Rechtes Knie nach rechts,
Kopf nach rechts,
Linkes Knie zur Brust.
Einatmen,
Mitte.
Und immer wieder in diese Bewegung,
Rechtes Knie mit dem Kopf nach rechts,
Linkes Knie zur Brust.
Immer mit dem Ausatmen in die Bewegung,
Mit dem Einatmen zur Mitte zurück.
Gesicht ist dabei ganz weich,
Kiefer,
Schultern entspannt.
Und noch einmal.
Und wir treffen uns zur Mitte.
Atmen durch die Nase in den unteren Bauch und mit einem Säufzer loslassen.
Wir atmen ein und mit dem Ausatmen bewegen wir das linke Knie nach links und wieder zurück zur Mitte.
Linkes Knie nach links und zur Mitte.
Der Kopf rollt mit nach links und zur Mitte.
Nach links und zur Mitte.
Und wenn wir das nächste Mal nach links gehen,
Zieht das rechte Knie zur Brust und mit dem Einatmen wieder alles zur Mitte.
Ausatmen,
Linkes Knie mit dem Kopf nach links,
Rechtes Knie zur Brust.
Einatmen,
Mitte.
Und auch hier wieder Meditation in der Bewegung finden,
Mit dem Atem koordinieren.
Kiefer weich,
Schultern entspannt.
Und noch dreimal.
Noch einmal.
Und wir strecken die Beine lang aus und füllen uns jetzt in den Boden ein.
Jetzt sollten wir einen wirklich fast durchgehenden Kontakt mit dem Boden haben.
Die Waden,
Der untere Rücken,
Verbunden mit dem Element Erde.
Auf diesem Planeten hier zu Hause.
Dann atmen wir durch die Nase ein,
Halten den Atem,
Entspannen das Halten,
Nicht verkrampfen.
Und durch Nase oder Mund aus.
Ein,
Halten,
Aus.
Ein,
Halten und aus.
Und noch mal ein.
Und wir halten.
Und mit einem Seufzer lassen wir noch mal alles los.
Und wir setzen die Intention,
Auch an diesem heutigen Tag,
Nicht einen Schritt immer hinter dem Ideal her zu rennen,
Sondern im Moment zu sein,
Bei uns zu sein,
Mit viel Empathie der Welt gegenüber,
Aber eben auch nach innen und Selbstakzeptanz.
Dann ziehen wir die Knie zur Brust und gönnen uns zum Abschied noch mal eine kreisende Massage über den Rücken und genießen das jetzt richtig.
Wer möchte,
Kann auch einfach von links nach rechts so ein bisschen schwenken.
Das kann jetzt ganz im eigenen freien Stil sein,
Was der eigene Rücken benötigt,
Wo es vielleicht so ein bisschen zwackt oder wo es vielleicht einfach gerade gut anfühlt.
Und dann lassen wir uns auf die rechte Seite fallen,
Wo wir noch ein bisschen verharren,
Ein bisschen warten,
Bis sich alles legt und setzt.
Und dann drücken wir mit der linken Hand in den Boden,
Kommen langsam nach oben und treffen uns dann in einem Meditationssitz.
Dann falten wir die Hände,
Bringen einmal die Daumen zur Stirn.
Ich habe einen klaren und liebenden Geist.
Die Daumen zum Mund.
Ich habe eine klare und liebende Stimme.
Und die Daumen zum Herzen.
Ich habe ein klares und liebendes Herz.
Namaste.
Die Seele in mir erkennt die Seele in dir.
Treffen Sie Ihren Lehrer
4.9 (138)
