
Finde Freiheit im Nichtwissen
by Thomas Mayer
Wir alle haben Zeiten, in denen wir einfach nicht wissen, was wir tun sollen. Diese Momente des Nichtwissens bieten ein großes Potenzial, auch wenn wir sie oft nicht mögen. Sie bringen uns in Kontakt mit unserem wahren Anfängergeist. Diese Meditation hilft dir, dich gehalten auf dein Nichtwissen einlassen. Sie begleitet dich hin zu einem Gefühl der Freiheit und der Möglichkeiten und verhilft dir zu mehr Ruhe.
Transkription
Wir alle haben immer wieder Momente,
In denen wir nicht weiter wissen oder das Gefühl haben,
Ich weiß einfach nicht.
Diese Meditation ist dazu da,
Dich durch genau solche Momente durchzuleiten,
Hin zu einem Gefühl von Frieden und vielleicht auch ein bisschen mehr Freiheit.
Lass uns anfangen.
Finde zunächst eine Position,
Die angenehm für dich ist.
Du kannst aufrecht und wach sitzen,
Du kannst aber auch liegen dabei.
Schließe deine Augen,
Wenn das angenehm für dich ist oder du kannst sie auch geöffnet halten mit einem leichten Blick vor dich.
Spüre zunächst wie dein Körper die Oberfläche berührt,
Den Sitz,
Das Kissen,
Der Boden,
Die Matte und spüre die Verbindung und die Erdung.
Mit jedem Atem lass diese Erdung stärker werden,
Stabil und sicher.
Und nun lade ich dich dazu ein,
Das Thema aufsteigen zu lassen,
Was bei dir auslöst ich weiß nicht.
Vielleicht weißt du nicht,
Was du tun sollst oder vielleicht weißt du auch nicht,
Was du über eine Sache denken sollst.
Lass es zu dir kommen,
Du musst nicht danach suchen.
Wir haben alle solche Themen,
Manche sind ganz groß und manche sind kleiner.
Lass deinen Geist zu einem von diesen Themen für dich fließen und halte die Situation oder das Thema ganz leicht in deiner Aufmerksamkeit.
Und als erstes bemerke die Gedanken,
Die dabei aufkommen.
Unser Geist hat die Angewohnheit,
Uns ganz viele Geschichten zu erzählen und wenn wir nicht weiter wissen,
Tut er das umso mehr.
Was sind die Geschichten,
Die dein Geist dir zu deinem Thema erzählt,
Gerade jetzt?
Bemerke deine Gedanken,
Lass sie dein Bewusstsein besuchen und dann lass sie wieder los.
Wie Wolken,
Die kommen und gehen,
Atme dabei mit deinem Körper,
Finde Ruhe in diesem Moment.
Und vielleicht bemerkst du dabei,
Wie deine Gedanken langsamer werden oder vielleicht werden sie auch schneller.
Was immer es ist,
Bemerke es einfach und beobachte die Qualität deiner Gedanken.
Hast du gerade ganz viele Gedanken und Ideen auf einmal oder ist da eine große Leere und du hast gar keine Gedanken und gar keine Ideen?
Werde dir bewusst,
Welche Version des Nichtwissens es bei dir gerade ist und bemerke,
Wie diese Erkenntnis dir ein bisschen mehr Ruhe geben kann.
Als nächstes lade ich dich ein,
Deine Aufmerksamkeit zu deinen Emotionen zu lenken.
Bemerke,
Welche Gefühle momentan präsent sind.
Sei ganz sanft und neugierig auf deine eigene Erfahrung.
Wo spürst du diese Gefühle in deinem Körper?
Lass deine Aufmerksamkeit dorthin fließen und ganz sanft auf diesen Orten in deinem Körper ruhen.
Lass auch deinen Atem zu diesen Stellen fließen,
Ganz ruhig und gleichmäßig.
Und bemerke,
Wie möglicherweise die Gefühle sich auch verändern.
Während du sie ganz sanft hältst.
Mit Neugierde und Freundlichkeit erforsche die Qualität deiner Gefühle.
Sind sie eher aktiv und energetisierend oder sind sie eher passiv und bremsend?
Alles ist okay.
Sei einfach offen für die Qualität deiner Gefühle und deiner eigenen Erfahrung,
Gerade jetzt.
Du hast diese Gefühle gerade,
Aber du bist sie nicht.
Erlaube dir selbst,
Sie zu beobachten mit Freundlichkeit und einem offenen Herzen.
Und ruhe dabei in deinem Körper.
Atme mit ihm.
Und öffne deine Wahrnehmung für alle Gefühle von Ruhe und Frieden,
Die aufkommen.
Gib ihm Raum in deinem Körper.
Lass die Ruhe sich ausweiten.
Und achte auf Gefühle von Weite und Raum.
Raum,
Der sich ausbreitet in deinem Herzen und in deinem Geist.
Und vielleicht kannst du in dieser Weite und in diesem Raum ein Gefühl von Möglichkeiten und Freiheiten aufkommen spüren.
Oder vielleicht genießt du einfach nur die Ruhe.
Verankere das mit deinem Atem.
Jedes Einatmen gibt dir mehr Raum in Herz und Geist.
Jedes Ausatmen mehr Ruhe und Freiheit.
Du trägst diese Ruhe und diese Freiheit in dir und kannst sie auch nach dieser Meditation überall hin mitnehmen.
Oder jederzeit zu ihr zurückkehren.
Und um unsere Meditation nun zu beenden,
Werde dir der Geräusche um dich herum bewusst.
Komme mit deiner Aufmerksamkeit mehr und mehr zurück in den Raum,
In dem du dich gerade befindest.
Und in deiner eigenen Zeit und Geschwindigkeit nimm einen letzten tiefen Atemzug,
Wenn du soweit bist.
Und beim Ausatmen öffne deine Augen.
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