
Introvision Basis 1 - KAW in drei Modalitäten
KAW steht für konstatierende (= nicht wertend) aufmerksamen weiten Wahrnehmung. Auf der Reise zu Introvision, wie sie an der Universität Hamburg über mehrere Jahrzehnte von Prof. Angelika Wager entwickelt wurde, ist das Üben und Erleben dieser Wahrnehmung der erste Schritt. Allein diese Praxis bewirkt vertiefte Gelassenheit. KAW ist die Grundlage für die weitere Anwendung von Introvision zur Auflösung innerer Konflikte.
Transkription
Ich lade Sie jetzt ein zu einer Übung im konstatierenden,
Aufmerksamen,
Weiten Wahrnehmen.
Das ist die Grundlage für die Arbeit mit Introvisionsprozessen.
Und dazu starten wir,
Indem Sie eine stabile Sitzposition einnehmen.
Wir werden durch verschiedene Sinnesmodalitäten wandern,
Mit ihrer Aufmerksamkeit,
Immer in einer konstatierenden Weise,
Was ist damit gemeint,
Einfach wahrzunehmen,
Ja,
So ist es,
Ohne zu bewerten.
Und kommen immer wieder zu einer inneren Haltung von Weite zurück,
Wo wir neugierig sind,
Auf das Nächste,
Was auftaucht,
Ohne an einzelnen Ereignissen hängen zu bleiben.
Und wir beginnen mit der Frage,
Was hält mich gerade davon ab,
Mich wohl zu fühlen,
Mich rundum wohl zu fühlen.
Die Dinge,
Die jetzt möglicherweise auftauchen,
Können sich vorstellen,
Einzeln in Pakete zu packen,
Möglicherweise noch einen Titel drauf zu schreiben,
Und Sie packen diese Pakete an einen Ort Ihrer Wahl,
Wo Sie sich sicher sein können,
Dass Sie diese nicht vergessen,
Sondern nach der Übung weiter bearbeiten.
Für den Fall,
Dass es besonders dringliche Themen gibt,
Können Sie mit diesem Paket noch einen Termin vereinbaren,
Wann Sie auf jeden Fall dieses Thema wieder ansehen.
Und möglicherweise ist es dann ja etwas leichter,
Mit etwas Geduld,
Dass das Paket an den Ort Ihrer Wahl aufbewahrt werden kann.
Und möglicherweise sind Pakete aufgetaucht,
Themen,
Die Sie gerade bewegt haben,
Aber möglicherweise sind Sie schon in einem ruhigen Modus,
Mit einer stabilen Sitzposition.
Und vielleicht lauschen Sie oder achten für einen Moment kurz auf Ihre eigene Atmung.
Wie geht es mir gerade?
Wie leicht oder schwer fühle ich mich gerade an?
Wie warm oder kalt ist mir?
Und wie ist meine Atmung gerade?
Eher flach oder tief?
Schnell oder langsam?
Und dann lade ich Sie ein,
Für die nächsten zwei Minuten Ihre Aufmerksamkeit ganz bewusst auf das zu richten,
Was Sie in diesem Moment hören können.
Eine Sache kommt und geht wieder.
Und möglicherweise gibt es auch Momente der Stille,
Dann lauschen Sie der Stille.
Und zu dieser Symphonie der Geräusche lade ich Sie ein,
Ihre Wahrnehmung jetzt zusätzlich zu weiten,
Indem Sie die Aufmerksamkeit nicht nur auf den auditiven Kanal,
Sondern auch auf all die Dinge richten,
Die in Ihrem Körper und um Ihrem Körper herum gerade passieren.
Die Atmung,
Welche Bereiche des Körpers sich angenehm oder unangenehm anfühlen,
Ohne an einer Stelle hängen zu bleiben,
Zu lange zu verweilen,
Immer in einer feststellenden Art und Weise,
Aus einer neugierigen Haltung heraus.
Und so weitet sich Ihr Feld der Wahrnehmung mehr und mehr,
Indem es zur Dimension des Hörens zusätzlich die Körperdimension hinzunimmt.
Und als letzten Schritt dieser Übung lade ich Sie jetzt ein,
Die Augen zu öffnen mit weichem,
Weiten Blick und zusätzlich auch wahrzunehmen,
Was in Ihrem visuellen Feld alles vor sich geht.
Mit weitem,
Weichem Blick einfach konstatierend wahrzunehmen,
Gleichzeitig zu hören und Körperempfindungen wahrzunehmen.
Ihr inneres Wahrnehmungsfeld ist ganz weit.
Konstatierend im Sinne von,
Ja,
So ist es.
Aufmerksam für die Dinge,
Die gerade passieren und neugierig wahrnehmend.
Und wir beenden diese Übung mit einem kleinen Check,
Einer kurzen Überprüfung,
Was sich möglicherweise im Vergleich zum Beginn der Übung geändert hat.
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