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Khantī-pāramī: Über Geduld

by MC Brigitte Schrottenbacher

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Khanti Parami oder auch Geduld und Ausdauer ist eine unwiderruflich wichtige Vollkommenheit, die man entwickeln sollte, um am Weg zur Befreiung Fortschritt zu machen. Ohne Geduld gibt man schnell auf, wenn sich nicht sofort Resultate zeigen. Ohne Geduld übernehmen Ärger, Gier und Verblendung das Ruder.

Transkription

Also Kanti,

Geduld,

Kann man übersetzen mit Toleranz,

Ausdauer,

Mit Nachsicht und auch Vergebung.

Also das ist wichtig,

Das auch zu wissen.

Bedeutet für uns,

Dass man,

Wenn Schwierigkeiten sind in der Praxis oder auch im täglichen Leben,

Wenn irgendwelche leidhaften Sachen auftauchen für uns,

Leiden,

Was körperlich oder geistig irgendwie uns angeht,

Dass wir da Geduld üben,

Dass wir da eben nicht gleich aufgeben,

Sondern das auch ertragen.

Und das jetzt nicht nur,

Was einen selbst angeht,

Sondern eben auch,

Wenn es von außen kommt,

Wenn Menschen nicht so sind,

Wie wir sie eigentlich gerne haben wollen,

Wenn sie mit ihrer Sprache oder mit dem,

Was sie tun,

Einfach Leid für uns schaffen,

Dass wir halt da auch mehr Geduld üben können.

Es wird auch gesagt,

Wenn man keine Geduld hat,

Ist es sehr schwierig,

Fortschritt zu machen auf dem spirituellen Weg,

Weil ohne Geduld wird keine Konzentration auftauchen im Geist.

Konzentration ohne Geduld,

Das funktioniert einfach nicht.

Eben schon allein,

Wenn man sitzt und hier tut was weh,

Da tut was weh oder viele Gedanken tauchen im Kopf auf oder irgendwelche Emotionen,

Dass man dann halt eben nicht gleich aufgibt,

Sondern mit Geduld versucht,

Dabei zu bleiben,

Das anzuschauen,

Das zu sehen und dann auch loszulassen.

Und wenn keine Konzentration im Geist ist,

Ist es natürlich auch schwierig,

Weisheit zu entwickeln.

Also Weisheit entsteht,

Wenn der Geist friedlicher ist,

Wenn er ruhig ist.

Deshalb ist es unumgänglich.

Es wird gesagt,

Dass Geduld einfach,

Man kann sagen,

Ist wirklich eines der wichtigsten Zutaten in unserem spirituellen Eintopf,

Wenn man es so sagen will.

Es gibt dann im Sapavasutta,

In der Matschimanikaya,

Wird das von Buddha auch beschrieben,

Toleranz gegenüber Schwierigkeiten,

Die wahrscheinlich aus inneren und äußeren Quellen entstehen,

Ist eine der sieben Methoden,

Um die geistigen Unreinheiten,

Also die Asavas auszuworten oder loszuwerden.

Toleranz als Vollkommenheit sollte aus Mitgefühl für andere Wesen praktiziert werden,

Ohne weltliche Gewinne in diesem Leben oder in zukünftigen Leben zu erwarten,

Sondern mit der einzigen Absicht,

Die geistigen Unreinheiten zu beseitigen und Erleuchtung zu erlangen,

Um dem Leiden und dem Kreislauf von Geburt und Tod zu entkommen.

Warum sind wir denn jetzt so ungeduldig?

Was macht es denn aus,

Dass da keine Geduld ist?

Was bei uns normalerweise zu Ungeduld führt,

Ist eben,

Dass wir nicht zufrieden sind mit dem,

Was ist.

Wir können nicht akzeptieren,

Wie die Menschen im gegenwärtigen Moment sind.

Wir können nicht akzeptieren,

Wie die Situation ist im gegenwärtigen Moment.

Es entsteht immer aus irgendeinem Nicht-Haben-Wollen von dem,

Was gerade ist.

Sei es die Situation,

Sei es die Umstände,

Sei es die Menschen um einen herum.

Es ist nicht so,

Wie man es gerne möchte.

Und daraus entsteht dann Ungeduld und leider auch Ärger,

Was natürlich sehr negativ ist.

Wir können dann immer davon ausgehen,

Dass wir selber ja auch nicht immer perfekt sind.

So wie wir sind,

Wir haben selbst noch Makel,

Wir haben ja selbst noch irgendwelche negativen Tendenzen.

Und es ist ganz normal,

Dass andere genauso sind.

Wenn man jetzt wirklich in der Situation ist,

Dass der Mensch,

Der einem da jetzt gerade gegenübersteht,

Problematisch ist,

Muss man halt einfach zu sich selbst kommen und sagen,

Okay,

Ich bin auch nicht perfekt.

Die Situation in dem Moment ist so und versucht es dann zu akzeptieren und da loszulassen.

Wenn man ungeduldig wird oder eben Ärger entstehen lässt,

Dann ist es sehr zerstörerisch.

Ärger ist wirklich eins der zerstörerischsten Sachen in unserem Leben.

All das Verdienst,

Das man ansammelt im Leben,

Das kann durch Ärger einfach wirklich zerstört werden.

Deshalb sollte man da wirklich sehr vorsichtig sein.

Klar,

Wir sind in unserem Leben immer so ein bisschen getrieben,

Angetrieben von Dingen,

Die wir haben wollen oder die wir machen müssen.

Die Dinge,

Die erledigt werden müssen.

Und da ist immer so eine Unruhe im Geist,

Immer so ein Ziehen etwas Negatives im Herzen,

Das halt antreibt.

Es muss jetzt getan werden,

Es muss jetzt fertig sein.

Und das ist natürlich dann sehr störend in allem,

Was man macht.

Wenn man einfach die Dinge jetzt nicht so haben kann,

Wie man sie möchte oder der Mitarbeiter jetzt nicht so schnell arbeitet,

Wie man es sich vorstellt.

Oder wenn man mit irgendwelchen Service- oder Dienststellen zu tun hat und die sind dann sehr langsam,

Dann entsteht da so eine negative Einstellung.

Sowas,

Was von innen her einfach sehr unangenehm auch ist.

Und das ist diese Ungeduld,

Es geht in den Ärger hinein.

Und da ist es einfach wichtig zu üben.

Wenn man da nicht übt,

Dann wird es auch in der Meditation wahrscheinlich nicht so gut funktionieren.

Und das ist natürlich auch im spirituellen Weg immer so,

Dass wir mal anfangen mit der Meditation und wenn es dann so ein bisschen angenehm ist,

Dann,

Ach ja,

Jetzt will ich da wirklich sehr schnell die Erleuchtung erreichen oder was auch immer.

Es gibt eine schöne Geschichte auch im Taoismus,

Wo der Neue Schüler kommt zum Meister und sagt,

Wie lange dauert es denn bis zur Erleuchtung?

Und der Meister sagt ihm,

Zehn Jahre.

Und der Neue Schüler sagt dann,

Was,

Zehn Jahre?

Wenn ich mich da wirklich anstrenge,

Wie lange dauert es dann?

Dann sagt er,

Ja,

Dann dauert es 20 Jahre.

Und dann sagt er,

Ja,

Das ist ja um Buddhas Willen oder um Gottes Willen.

Ich will das ja schnell erledigen.

Wenn ich wirklich alles reinstecke,

Was ich habe,

Wie lange dauert es dann?

Und dann sagt der Meister,

Ja,

Bei dir wird es 30 Jahre dauern.

Also diese innere Ungeduld auch am spirituellen Weg.

Man will etwas sehr schnell erreichen und es muss so sein.

Und da ist einfach Geduld so wichtig,

Dass man es macht,

Dass man am Weg ist und wirklich praktiziert,

Ohne da jetzt großartig etwas dafür zu erwarten.

Oder davon zu erwarten,

Resultate,

Schnelle Resultate zu erwarten.

Die Dinge entwickeln sich und die kommen.

Wenn die Zeit reif ist,

Dann kommt das Resultat.

Aber das ist völlig unabhängig von davon,

Ob man das jetzt unbedingt haben will.

Oder es macht es sogar einfacher,

Ein Resultat zu bekommen,

Wenn man da nicht dieses Haben-Wollen immer dahinterstehen hat.

Das ist jetzt nicht nur am spirituellen Weg natürlich,

Aber auch im täglichen Leben.

Wenn wir uns anschauen,

Wie wir mit unseren Kindern heutzutage,

Wie die Leute mit den Kindern umgehen.

Speziell hier sieht man das auch sehr viel.

China,

Japan,

Korea und so,

Das sind so Länder,

Wo wirklich die Eltern alles dran setzen,

Dass die Kinder alles lernen und viel lernen und ganz viel Fortschritt machen.

Was sie denken,

Fortschritt machen.

Sie werden gezwungen,

Das sind tägliche Tagesabläufe,

Die den Kindern da auferzwungen werden,

Was sie nicht alles lernen müssen.

Also nicht nur in die Schule zu gehen,

Sondern dann kommen sie nach Hause,

Dann müssen sie noch das lernen.

Zehn Sprachen und alle möglichen Instrumente oder sonst irgendwelche Sachen.

Also den ganzen Tag eingeteilt nur,

Um mehr und mehr zu lernen.

Die Kinder haben keine Freiheit mehr.

Dass man sie einfach sein lässt oder einfach darauf vertraut,

Dass sie sich selber entwickeln,

Selber Erfahrungen machen,

Spielende Erfahrungen machen.

Ich denke,

Es wäre wirklich gut,

Wenn man den Kindern da mehr Freiheit,

Mehr Zeit zum Spielen gibt.

Schule ist ja sowieso schon da.

Dann kann man ihnen auch etwas Freizeit geben und mehr Vertrauen darin haben,

Dass sie sich von selbst entwickeln,

Selber ihre sogenannte Weisheit entwickeln.

Es gibt Ärzte,

Wahrscheinlich kann mir Sabine da auch zustimmen,

Die Kinderärztin ist.

Die können einem sagen,

Dass heutzutage Kinder mit acht,

Neun,

Zehn Jahren Geschwüre kriegen.

Das ist doch wirklich nicht normal,

Dass ein so junges Kind Magengeschwür hat,

Einfach nur von Stress,

Weil es so gestresst wird,

Sei es von Schule oder eben von den Eltern auferzwungen,

Weil sie so viel lernen müssen.

Das kommt aus einer Ungeduld heraus.

Das ist auch eben,

Wenn keine Geduld da ist,

Wenn man es nicht erlaubt,

Dass sich die Dinge so entwickeln,

Wie es natürlich läuft.

Warum nicht natürlich entwickeln lassen?

Und ganz schlimm,

Speziell in Ländern wie China,

Japan,

Korea,

Ist,

Dass da eine extrem hohe Selbstmordrate von Kindern auch ist,

Was völlig unglaublich ist.

Auch eben aus dem Grund heraus,

Dass die Leute halt einfach die Kinder zu viel zwingen,

Zu irgendeiner Perfektion zu kommen.

Ja,

Ist traurig.

Dann,

Was ein ganz besonders schönes Beispiel meiner Meinung nach auch ist,

Was Geduld angeht,

Ist dieses Gelassenheitsgebet,

Das ihr vielleicht bestimmt auch schon mal gehört habt,

Wo eben gesagt wird,

Gib mir die Geduld,

Die Dinge zu akzeptieren,

Die ich nicht ändern kann.

Den Mut,

Die Dinge zu ändern,

Die ich ändern kann.

Und die Weisheit,

Das eine vom anderen zu unterscheiden.

Also wo kann ich was ändern,

Wo kann ich es nicht.

Also das ist auch etwas,

Was man sich ganz gut zu Herzen erhalten kann.

Das ist ein sehr,

Sehr schönes Gedicht,

Finde ich.

Dann,

Geduld hilft uns natürlich eben,

Wie schon gesagt,

Bei Ärger.

Wenn Ärger auftaucht,

Weil jemand was zu mir sagt,

Was negativ ist,

Weil irgendeine Sache nicht so ist,

Wie ich es will.

Die Geduld hat die Funktion,

Dass sie dann den Ärger ersetzt.

Also wenn man in der Meditation darüber spricht,

Du hast nur eine Sache zu einer Zeit im Geist.

Es können nicht mehrere Sachen auf einmal im Geist sein.

Nur der Geist ändert sich halt sehr schnell.

Das heißt,

Ein Geistmoment ist unheimlich schnell.

Aber wenn ich mir das jetzt so anschaue und ich sehe,

Ich habe Ärger und dann habe ich diese Fähigkeit,

Geduld zu üben,

Dann ersetzt die Geduld automatisch den Ärger.

Das heißt,

Aus diesem negativen Geisteszustand,

Der im gegenwärtigen Moment ist,

Wird ein heilsamer,

Positiver Zustand.

Und das ist eben in dem Fall Geduld.

Das ist eine ganz wichtige Sache auch zu wissen,

Damit wir auch nicht reagieren aus dem Ärger.

Der Ärger taucht zwar auf,

Das kann ja sein,

Da kannst du gar nicht viel machen,

Weil es sehr schnell ist.

Nur dass man halt dann sieht,

Erkennt,

Da ist Ärger,

Mit Geduld reagiert und nicht aus dem Ärger heraus reagiert und irgendetwas sagt,

Was auch sehr bösartig ist,

Zu der anderen Person,

Sie dabei verletzt oder etwas tut,

Das Verletzende.

Also dass man diese Art von Karma vermeidet,

Dass man nicht sprachliches oder körperliches,

Neues,

Unheilsames Karma da aufbaut,

Was dann ja wieder zu Resultaten führt.

Das heißt,

Da habe ich wieder Auswirkungen.

Irgendetwas Negatives,

Was ich sage,

Tue,

Hat dann halt auch Auswirkungen in Zukunft.

Und ich werde wieder mit so einem Leiden konfrontiert sein.

Das ist im Buddhismus auch ein großer Unterschied zur Psychotherapie,

Würde ich sagen.

Also meist ist es so,

Dass man in der Psychotherapie sagt,

Okay,

Ärger rauslassen oder oft ist es so.

Und das ist meiner Meinung nach nicht ganz richtig,

Weil wenn immer ich den Ärger rauslasse,

Dann erlaube ich dem Ärger praktisch,

Sich da auszudrücken in dem,

Was ich sage oder tue oder so.

Und alles,

Was ich oft wiederhole,

Indem ich sage,

Tue,

Sonst irgendwas,

Wird sich als Gewohnheit im Geist manifestieren.

Das heißt,

Dass es beim nächsten Mal wieder so kommen wird und noch verstärkt.

Ich füttere meinen Ärger und dadurch wird er natürlich stärker und nächstes Mal kommt er noch stärker hoch.

Und deshalb ist dieses Rauslassen von Ärger nicht die korrekte Weise,

Mit Ärger umzugehen,

Meiner Meinung nach.

Ist natürlich auch nicht die richtige Weise,

Es zu unterdrücken.

Man sollte es nicht unterdrücken und da eine Bombe sozusagen bauen,

Die irgendwann dann mal rauskommt und explodiert,

Sondern mit Weisheit damit umgehen.

Es sehen,

Da ist Ärger,

Es verstehen,

Da ist eine Ursache für den Ärger und es dann sein lassen und nicht daraus reagieren.

Weil sonst werde ich nie meinen Ärger reduzieren können.

Wie schon gesagt,

Ärger zerstört den Verdienst,

Den wir geschaffen haben.

Und da heißt es auch in den Schriften,

Es gibt keine Missetat sozusagen,

Nichts was negativer ist als Ärger.

Und es gibt keinen Verdienst,

Der so stark ist wie Geduld.

Auch das zeigt dann diese hervorragende Eigenschaft,

Die Geduld hat.

Dann ist es natürlich so,

Dass Ärger halt auch körperliche Probleme schafft.

Dass man Herzinfarkt kriegen kann,

Schlaganfall,

Dass die Blutbahnen sich irgendwie,

Also Blutklotz entstehen können,

Dass man schlecht schläft.

Also wirklich,

Es hat auch physische Auswirkungen.

Ja,

Was dann eine gute Methode auch ist,

Damit umzugehen,

Ist,

Dass wir uns halt das anschauen.

Was tut es mit uns,

Wenn ich jetzt ärgerlich bin?

Was macht es mit mir?

Fühle ich mich wohl dabei?

Tut es mir gut?

Man wird wahrscheinlich nichts feststellen können,

Was einem da an Gutem passiert,

Wenn man sich ärgert.

Und was tut es mit denen um mich herum,

Um mein Umfeld?

Die Leute,

Die in meiner Nähe sind,

Auch die sind nicht glücklich,

Wenn ich ärgerlich bin.

Es kann auch helfen,

Dass man sich dann vielleicht mal in den Spiegel schaut,

Wenn man sich ärgert.

Da sieht man ziemlich doof aus.

Ein Mensch,

Der sich ärgert,

Ist meist sehr hässlich und sieht ziemlich dumm aus.

Also ich habe das schon gemacht.

Also es ist nichts Schönes an einem Gesicht,

Das voll Ärger ist.

Also es ist einfach nichts Positives.

Es bringt gar nichts Gutes,

Ärger.

Es schafft einfach nur Leiden für einen selber und auch für andere.

Ja,

Also nochmal zurück.

Ursachen dafür ist halt immer,

Dass da keine Geduld ist.

Es ist halt,

Dass wir nicht akzeptieren können,

Wie die Dinge gerade sind.

Nicht akzeptieren können,

Wie die Umstände sind.

Also wir sind in einer Situation,

Die wir eigentlich nicht wollen.

Das ist es.

Ihr steckt irgendwo im Stau.

Mag natürlich keiner.

Aber was nutzt euch die Ungeduld?

Oder wenn ihr euch schon irgendwo da vorne vor der ganzen Autoschlange stehen seht mit eurem Auto oder so.

Dass der Geist ja da vorne sein kann,

Aber trotzdem steht das Auto noch hier,

Mitten im Stau.

Also was tun?

Geduld üben,

Akzeptieren,

Dass es so ist.

Es fällt uns nicht immer leicht.

Das ist ganz klar.

Ich kann mich selbst erinnern,

Als ich das erste Mal in Thailand war.

Das war irgendwann Anfang 1989.

Und ich bin da angekommen am Flughafen und bin vom Flughafen mit dem Taxi ins Zentrum der Stadt gefahren.

Und das hat drei Stunden gedauert.

Das wäre eine Fahrt,

Wenn da kein Stau ist,

Von vielleicht einer halben Stunde.

Und drei Stunden.

Wir standen dauernd.

Ich habe so etwas noch nie im Leben erlebt.

Ich guckte raus aus dem Fenster und habe da all diese Autos gesehen und die Thais,

Die da hinter dem Lenkrad saßen.

Und habe mir nur gedacht,

Wie können wir das so cool hinnehmen?

Wie können wir das nur aushalten?

Die saßen da ganz cool,

Weil sie es halt gewohnt waren.

Das ist halt so was.

Es entsteht auch Geduld durch diese Akzeptanz.

Aber es war meiner Meinung nach furchtbar schrecklich.

Ich war sicher nicht ein geduldiger Mensch.

Was da auch hilft,

Ist,

Dass man hat gesagt,

Okay,

Es ist halt einfach so.

Es ist,

Wie es ist.

Ich muss die Situation jetzt so hinnehmen.

Und alles andere hilft mir ja nicht,

Dass irgendwas schneller geht oder dass irgendwas besser wird.

Das Einzige,

Was hilft,

Ist eben akzeptieren,

Wie es ist und das Beste daraus machen.

Wenn es Menschen sind,

Das sind ja oft Menschen,

Die eben nicht nett zu uns sind.

Irgendwelche Feinde oder einfach sehr unangenehme Menschen.

Dann kann man auch versuchen,

Sich zu sagen,

Okay,

Feinde sind gute spirituelle Freunde für uns.

Weil die uns diese Möglichkeit geben,

Jetzt da Geduld zu üben.

Jeder Feind ist ein spiritueller Freund.

Wenn Menschen angenehm sind und es uns leicht machen,

Lernt man meist nicht so viel.

Das fühlt sich zwar gut an,

Aber dass da wirklich so eine Challenge dahinter ist,

So eine Aufgabe dahinter,

Dazu brauchst du jemanden,

Der eben sehr unangenehm ist.

Das hilft uns dann wirklich,

Geduld zu entwickeln und uns da eben mehr zu entwickeln.

Also man kann das dann auch so sehen.

Eine schöne Geschichte,

Was eben dieses Erlauben von natürlichen Entwicklungen der Dinge auch zeigt,

Ist eine Geschichte von Ajahn Chah,

Ist ein sehr berühmter Lehrer gewesen hier in Thailand.

Und der hat eben mal erzählt,

Als er ein kleiner Junge war,

Da hat ihm sein Vater Samen gegeben,

Um sie zu pflanzen.

Und er war ganz begeistert und aufgeregt,

Hat die Samen gepflanzt und hat sie gegossen einmal am Tag.

Aber es hat sich nichts getan,

Da kam nichts.

Jetzt ist er wieder zum Vater,

Vater,

Die wachsen.

Er sagt,

Du musst Geduld haben,

Gießen,

Die Sonne scheinen lassen.

Also die scheint ja und es kommt dann schon was.

Er hat zweimal am Tag gegossen.

Und dann,

Nach ein paar Tagen,

Kamen dann wirklich so kleine grüne Sprossen aus der Erde.

Und er war ganz begeistert und aufgeregt und hat dann dreimal am Tag gegossen.

Und es hat gedauert und die sind irgendwie nicht gewachsen.

Vielleicht zwei Zentimeter lang.

Er wurde immer ungeduldiger und dann ist er gegangen und hat die ganzen Pflanzen irgendwie gezogen,

Damit sie länger werden und schneller wachsen.

Und hat alle Pflanzen kaputt gemacht.

Dieser kindische Ungeduld,

Weil er wollte,

Dass die sehr schnell wachsen,

Hat natürlich nicht funktioniert.

Und das hat er immer als Beispiel gegeben,

Dass man sich die Dinge natürlich entwickeln lassen sollte.

Auch in der Meditationspraxis oder in der Praxis des Entwicklings unseres Geistes.

Dass man auch Geduld haben soll.

Es ist gut,

Am Weg zu sein.

Es ist gut,

Das Beste zu machen,

Was man kann.

Und das ist es.

Darum geht es.

Und nicht irgendwo ein Ziel,

Das dann da in der Zukunft irgendwo ist,

Das man halt irgendwie erreichen will.

Wenn das immer da ist,

Dann ist es halt immer leidhaft,

Weil man da noch nicht angekommen ist.

Man vergisst dabei,

Gegenwärtig zu sein im Hier und Jetzt.

Was natürlich auch wichtig ist,

Dass wir geduldig mit den acht Weltlichen damals umgehen.

Diese acht,

Die ich schon öfter in diesen Sonntagstalks erwähnt habe.

Es geht auch nur mit Geduld mit denen umzugehen.

Das wäre eben Gewinn und Verlust.

Ob es klappt oder nicht.

Dann Ruhm und Verachtung.

Lob und Tadel.

Glück und Leid.

Das sind diese acht Weltlichen damals.

Die wir dauernd auch in unserem Leben erfahren.

Mit denen müssen wir einfach umgehen.

Und auch da ist eben Geduld eine ganz wichtige Sache.

Dass man halt akzeptiert,

Wie sie kommen,

Wie sie auftauchen,

Dass es so ist.

Noch eine Sache.

Heutzutage haben wir ja Computer und machen unsere Arbeit.

Und alles sollte sehr schnell gehen.

Die Computer sind schnell und werden immer schneller.

Die Telefone werden immer schneller.

Unsere Internet-Connection wird immer schneller.

Es muss schnell sein.

Es muss einfach alles schnell erledigt sein.

Und warum?

Weil man sagt,

Dann ist die Arbeit fertig,

Dann habe ich frei,

Dann habe ich Zeit.

Und wenn man sich da jetzt fragt,

Ist es wirklich so?

Haben uns die Computer wirklich mehr Zeit gegeben?

Also wenn ihr euch selber fragt,

Jetzt habt ihr einen Computer,

Ihr habt ein schnelles Telefon,

Habt ihr dadurch mehr Zeit gewonnen?

Also ich nicht wahrscheinlich.

Wenn ihr euch selber fragt,

Wird es wahrscheinlich wohl auch nicht so sein.

Also es ist nicht immer so,

Dass man etwas sehr schnell,

Wenn man es sehr schnell erledigt,

Dass man dann mehr Zeit hat.

Dann hat man halt mehr Zeit,

Um noch was schnell zu erledigen.

Meist fällt es uns nicht einfach,

Einfach nur zu sein,

Sich hinzusetzen und einfach nur in der Gegenwart zu sein und die Gegenwart zu genießen,

Wie sie ist.

Oder einfach sein lassen können,

Wie sie ist.

Es gibt nur ganz wenige,

Die das wirklich noch hinbekommen.

Vielleicht solltet ihr das heute auch mal üben.

Einfach sein.

Gut,

Das wäre es für den Talk für heute.

Ich hoffe,

Es hat ein bisschen einen Input gegeben,

Geduldig zu sein.

Und ich wünsche euch noch einen wunderschönen Sonntag.

Bleibt gesund und bis zum nächsten Mal.

4.8 (44)

Neueste Bewertungen

Chantal

December 30, 2022

Genau die Worte, die ich heute gebraucht habe. Ich werde diese Sätze erneut anhören, sobald sie zu verblassen scheinen. Und ja, ich schaue dann auch mal in den Spiegel, wenn der Ärger kommt. Sicher unschön, aber bringt mich vielleicht selbst wieder zum Lachen. Danke von ganzem Herzen♥️

Rea

September 13, 2022

🙏🏻 Thank you!

Heike

December 7, 2021

Es bringt mich zum Nachdenken und ich werde mich zukünftig daran orientieren. Vielen Dank 🙌🌞.

Irene

November 25, 2021

Danke für diese Unterweisung 🙏 Geduld ist die Tür zum Heilsamen. Und eine meiner größten Aufgaben zum Üben.

Samantha

November 23, 2021

Herzlichen Dank für diesen erhellenden Vortrag. 🙏

© 2026 MC Brigitte Schrottenbacher. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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