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Einschlafgeschichte: Der Weg Zum Ruhigen See

by Isabelle Havers

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Meditation
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Begib dich auf eine mentale Reise an einen Ort vollkommener Stille. Wir verlassen die dichte Vegetation des Alltags und wandern durch einen dämmerigen, schützenden Wald, bis wir an das Ufer eines spiegelglatten Sees gelangen. Das Wasser ist ruhig, tief und unbewegt – ein perfektes Bild für deinen Geist, der zur Ruhe kommen darf. Diese Geschichte nutzt die beruhigende Wirkung von Wasser und Dämmerlicht, um visuelle Reize zu minimieren und das Gehirn sanft in den Schlafmodus zu schalten.

Transkription

Richte Dich in Deiner Schlafposition ein.

Stell Dir vor,

Du legst einen schweren Rucksack ab,

Den Du lange getragen hast.

Deine Schultern sinken nach unten.

Dein Nacken wird lang und frei.

Atme tief in den Bauchraum ein und lass die Luft ganz langsam wie durch einen Strohhalm wieder ausströmen.

Mit diesem Ausatmen verblasst der Raum um Dich herum.

Die Wände lösen sich auf,

Die Geräusche verstohlen.

Du befindest Dich am Rand eines dichten,

Alten Waldes.

Es ist die Stunde der Dämmerung,

Das Licht ist gedimmt.

Ein tiefes,

Sattes Indigo färbt den Himmel zwischen den Baumwipfeln.

Du betrittst den Wald.

Der Boden unter Deinen Füßen ist ganz weich,

Bedeckt mit dickem,

Federndem Moos.

Es ist wie ein Gehen auf Wolken,

Lautlos,

Gedämmt.

Rieche die Luft hier,

Sie ist feucht,

Kühl und riecht nach Farn,

Nach Rinde und nach feuchter Erde.

Ein Duft,

Der Dich instinktiv tiefer atmen lässt.

Um Dich herum stehen riesige Bäume.

Ihre Stämme sind dunkel und massiv,

Sie bilden ein schützendes Dach.

Hier drin gibt es keinen Wind,

Die Blätter bewegen sich nicht,

Die Natur hält den Atem an,

Kurz bevor die Nacht beginnt.

Ein Pfad führt Dich sanft bergab,

Mit jedem Schritt lässt Du die Zivilisation weiter hinter Dir.

Vor Dir lichtet sich der Wald,

Du trittst hinaus auf einen kleinen Holzsteg,

Vor Dir liegt ein See,

Die Oberfläche ist vollkommen glatt,

Wie ein dunkler Spiegel aus Glas.

Kein Kräuseln stört dieses Bild,

Der See ruht in sich selbst,

Er muss nichts tun,

Einfach da,

Über dem Wasser schwebt ein feiner weißer Nebel,

Er tanzt ganz langsam über die Oberfläche,

Verschleiert die Sicht auf das andere Ufer,

Das ist angenehm,

Du musst nicht sehen,

Was drüben ist,

Dein Blick darf hier bei Dir ganz weich werden,

Am Steg liegt ein kleines Holzboot,

Es ist mit weichen Decken und Kissen ausgelegt,

Du steigst hinein,

Das Boot schwankt kaum,

Du legst Dich in die Kisten,

Deckst Dich dieser weichen,

Warmen Decke zu,

Du blickst nach oben in den Himmel und dabei treibt das Boot weg vom Steg,

Ganz langsam hinaus auf die Mitte des Sees,

Das Wasser trägt Dich,

Du spürst dieses sanfte,

Kaum merkliche Wiegen,

Es ist der Rhythmus des Schlafens,

Unter Dir ist das tiefe,

Kühle Wasser,

Über Dir der endlose Nachthimmel,

Du bist ein winziger Punkt in dieser großen,

Friedlichen Stille,

Nichts fordert Deine Aufmerksamkeit,

Alles ist gedimmt,

Alles ist ruhig,

Lass Dich treiben,

Lass Dich tragen.

4.4 (5)

Neueste Bewertungen

Nina

February 15, 2026

Danke 🙏🏻

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