
Nervensystem Entspannung Für Zwischendurch
Diese kurze Entspannungsübung hilft dir dabei, dein Nervensystem sanft zu regulieren – perfekt für zwischendurch, auch mit offenen Augen möglich. Mit einfachen Atemtechniken, achtsamem Blickschweifen und wohltuenden Berührungen kannst du deinem Körper signalisieren, dass er sich sicher und entspannt fühlen darf. Nimm dir einen Moment für dich und finde Ruhe, egal wie hektisch der Tag gerade ist.
Transkription
Hallo und schön,
Dass du da bist.
Dies ist eine angeleitete Entspannungsübung,
Die dir dabei hilft,
Dein Nervensystem zu regulieren und deinem Körper zu vermitteln,
Dass es sicher ist,
Sich jetzt zu entspannen.
Setze oder liege dich bequem hin,
So wie es für dich am angenehmsten ist.
Optimalerweise befindest du dich dabei in einem Raum,
Der ruhig und relativ reizarm ist.
Deine Hände können dabei locker auf den Oberschenkeln ruhen oder neben deinem Körper liegen.
Wir beginnen damit,
Den Blick etwas weicher werden zu lassen und lassen ihn einmal so langsam wie nur möglich in unserer Umgebung schweifen.
Versuche voller Neugierde,
Deine Umgebung wahrzunehmen,
So,
Als wärest du das erste Mal in diesem Raum.
Was genau befindet sich da links von dir?
Eine Pflanze,
Ein Buch,
Ein Sessel oder doch etwas anderes?
Wie genau ist die Farbe davon?
Wie fühlt sich die Oberfläche wohl an?
Versuche,
Dabei nicht zu bewerten,
Sondern einfach nur wahrzunehmen.
Arbeite dich so,
Stück für Stück,
So langsam,
Wie du nur kannst,
Durch den Raum,
Während du deinen Blick schweifen lässt und deinen Kopf drehst.
Den Blick so schweifen zu lassen und sich die Zeit dafür zu nehmen,
Signalisiert unserem Nervensystem,
Dass wir in Sicherheit sind.
Wären wir in Gefahr,
Hätten wir diese Zeit nicht und wir würden stattdessen den Raum nur ganz kurz und oberflächlich abscannen.
So passiert es,
Dass wir oftmals nur Bruchteile unserer Umgebung wahrnehmen.
Nutze diesen Umstand für dich und genieße das Schweifenlassen deines Blickes,
Als wärest du auf einem wunderschönen Aussichtspunkt mit atemberaubendem Ausblick.
Widmen wir uns nun einem guten Freund,
Den du immer bei dir hast und der dich Tag für Tag,
Egal wie schwer oder leicht,
Begleitet.
Deinem Atem.
Atme ruhig und langsam für vier Sekunden durch die Nase ein.
Halte deinen Atem dann für sieben Sekunden und atme langsam und regelmäßig für weitere acht Sekunden wieder aus.
Du kannst hierfür bei der Ausatmung den Mund leicht schließen,
Sodass die Luft etwas langsamer austritt.
Diese Atmung wirkt regulierend sowohl auf unseren Sympathikus als auch unseren Parasympathikus.
Wenn du Probleme damit haben solltest,
Für sieben Sekunden die Luft anzuhalten,
Kannst du die Zykle noch anpassen.
Zum Beispiel drei Sekunden einatmen,
Fünf Sekunden anhalten und sechs Sekunden wieder ausatmen.
Es geht vielmehr darum,
Dass das Verhältnis der Atmungsphasen zueinander gewahrt wird.
Lass uns das noch vier weitere Male gemeinsam wiederholen.
Vier Sekunden durch die Nase ein,
Sieben Sekunden halten und acht Sekunden ausatmen.
Vier Sekunden durch die Nase ein,
Sieben Sekunden halten und acht Sekunden ausatmen.
Vier Sekunden durch die Nase einatmen,
Sieben Sekunden halten und acht Sekunden ausatmen durch den Mund.
Sehr,
Sehr gut.
Nun wenden wir uns unserem Körper zu.
Beginne,
Mit deinen Händen deine Unter- und Oberarme leicht zu massieren.
Hierfür kannst du einfach etwas Druck ausüben oder die Haut leicht kneten.
Nutze hierfür einfach den Druck und das Tempo,
Das für dich angenehm ist.
Arbeite dich langsam voran.
Wenn du bei beiden Armen,
Bei den Schultern angelangt bist,
Massiere auch deine Schultern mit einem leichten Druck und beziehe anschließend auch deinen Nacken mit ein.
Gerade im Nackenbereich und hinter den Ohren können wir durch Berührungen unseren Vagusnerv stimulieren,
Der direkt mit unserem Parasympathikus,
Also unserem Entspannungszentrum,
Verbunden ist.
Vielleicht spürst du dabei wohlige Schauer in dir aufsteigen und eine angenehme Gänsehaut macht sich breit.
Vielleicht,
Aber auch nicht.
Alles darf sein.
Schaue hier einfach,
Was sich für dich gut anfühlt.
Das war die Nervensystementspannung für zwischendurch.
Da du diese Übungen auch mit geöffneten Augen machen kannst,
Sind sie perfekt in deinen Alltag integrierbar.
Sogar dann,
Wenn du gerade keine Kopfhörer hast oder deine Augen nicht schließen kannst.
Denk daran,
Je regelmäßiger du diese Übungen durchführst,
Desto mehr Kapazität und desto mehr Resilienz kann dein Nervensystem aufbauen.
Ich hoffe,
Die Übungen konnten auch dir etwas Ruhe und Entspannung bescheren.
Bis zum nächsten Mal.
Ich freue mich auf dich.
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