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Embodiment - Den Körper nutzen für mehr Sicherheit im Alltag

by Melina Offenburger

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Diese Podcastfolge lädt dich dazu ein, wieder in deinen Körper zurückzukehren – und dort einen sicheren Ort zu finden, selbst wenn die Welt um dich herum unsicher wirkt. Ich teile mit dir fundiertes Wissen über Embodiment aus der psychologischen Praxis, sowie einfache, alltagstaugliche Übungen, mit denen du Stabilität und Sicherheit körperlich spürbar und erlebbar machen kannst.

Transkription

Hallo und herzlich Willkommen zu deinem Wirklich-Leben-Podcast von und mit mir,

Melina.

Ich bin Psychologin,

Mental- und Achtsamkeitstrainerin und in diesem Podcast geht's um Veränderung.

Veränderung,

Weg vom bloßen Funktionieren im Alltag,

Weg von negativen Denkmustern und Verhaltensweisen hin zu mehr Selbstbestimmung und echter Lebensqualität.

Vielleicht kennst auch du das Gefühl,

Dass plötzlich alles ins Wanken gerät.

Das kann sein,

Dass ein Gespräch völlig anders lief,

Als du es dir vorgestellt hattest.

Oder du hast irgendwas in den Nachrichten gelesen,

Das dich völlig aus dem Gleichgewicht bringt,

Das dir Angst macht.

Vielleicht waren es auch Momente,

In denen sich jemand von dir plötzlich und ohne,

Dass du damit gerechnet hattest,

Abwarnte oder dich gar verlassen hat.

Diese Momente können sich so anfühlen,

Als ob man uns den Boden unter unseren Füßen wegzieht.

Wir fühlen uns entkoppelt,

Unverwurzelt.

Um diese unangenehmen Gefühle nicht wahrnehmen zu müssen,

Stürzen wir uns dann oft in die Arbeit oder in irgendwelche anderen Dinge,

Die uns ablenken.

Oder wir und unser Umfeld versucht,

Uns mit rationalen,

Mit logischen Argumenten irgendwie wieder Sicherheit zu geben.

Meist funktioniert das mehr schlecht als recht und es dauert oft eine ganze Weile,

Bis wir uns wieder gefangen haben und wieder Boden unter unseren Füßen spüren können.

Eventuell war das Erlebnis sogar so einschneidend,

Dass wir in Zukunft versuchen,

Die Situation zu vermeiden,

Sodass in Zukunft sowas nicht nochmal passieren kann.

Heute soll es um einen Weg gehen,

Der dir dabei hilft,

Auch in solch unsicheren Zeiten und wirklich schwierigen Momenten Sicherheit immer noch für dich erlebbar machen zu können.

Und zwar mit Hilfe unseres Körpers.

Ja,

Du hast genau richtig gehört.

Auch wenn das hier ein Psychologie-Podcast ist,

Heute legen wir den Fokus auf unseren Körper,

Der nämlich viel zu lange unterschätzt wurde.

Aktuelle Studien zeigen uns,

Was ganzheitliche Ansätze schon lange wussten.

Nämlich,

Dass nicht nur unser Gehirn,

Unsere Gedanken und unsere Psyche,

Unser Leben und unser Wohlbefinden steuern,

Sondern dass auch,

Andersherum,

Unser Körper unsere Psyche steuert.

Dass das eine nicht ohne das andere sein kann.

Und genau das nennt sich Embodiment.

Deshalb auch der Titel der heutigen Folge.

Seien wir ehrlich.

Schauen wir zurück,

Dann merken wir,

Dass wir die letzten Jahrhunderte eigentlich gelernt haben,

Unseren Körper zu ignorieren.

Wir betrachten und wir benutzen ihn.

Viel mehr als irgendein funktionierendes Produkt oder eine funktionierende Maschine,

Die gefälligst zu funktionieren hat.

Denken galt lange Zeit als die höchste Form unseres menschlichen Seins.

Der ein oder andere von euch wird vielleicht den sehr bekannten Ausspruch »Ich denke,

Also bin ich »- Gogito ergo sum von Rene Descartes schon kennen.

Und mit diesem Satz wurde eine tiefe,

Tiefe Trennung in uns zementiert.

Und zwar die zwischen Kopf und Körper,

Zwischen Geist und Gefühl.

Diese Trennung hat uns alle tief geprägt und zwar durch alle Gesellschaftsschichten und Gesellschaftsbereiche hinweg.

Ob nun in der Medizin,

In der Psychologie oder auch im Alltag.

Wir haben gelernt,

Unsere Probleme mit unserem Kopf zu lösen,

Dass wir für unser Köpfchen begehrenswert sein können und dass wir unsere Gefühle analysieren sollen.

Wir sollten Sicherheit im Verstehen suchen.

Und genau das versucht unser Gehirn auch sehr oft.

Dabei geht jedoch etwas ganz Wesentliches verloren,

Nämlich unser Gespür für uns selbst und für das,

Was uns unser Körper eigentlich sagen möchte.

Für die innere Weisheit,

Die in der Bewegung,

In der Haltung und in der Berührung liegt.

Auch die Psychosomatik kann uns einen Hinweis darauf geben,

Was für ein wertvoller Hinweisgeber eigentlich unser Körper sein kann.

Und er zeigt auch ganz schön,

Dass eben die Psyche und unsere mentale Einstellung sehr viel mit unserem körperlichen Gefühl zu tun hat.

Die letzten Jahre ändert sich das zunehmend.

Wir wissen heute,

Körper und Geist sind keine getrennten Einheiten.

Sie sind stattdessen eins.

Und wenn wir lernen,

Wieder mit unserem Körper zu fühlen,

Ihn wirklich einzubeziehen in unser Erleben und auch in unsere Selbstfürsorge,

Dann entsteht was ganz Neues.

Eine Art innerer Halt,

Der ganz unabhängig ist vom Außen oder dem,

Was wir vielleicht gerade denken.

Genau darum soll es heute gehen und genau deshalb werde ich dir heute auch einige Körperübungen vorstellen,

Mit denen du eben nicht nur aktiv dir Sicherheit herbeidenken kannst,

Sondern auch wirklich erleben und fühlen.

Die dir dabei helfen,

In dir selbst Stabilität zu finden durch deinen Körper.

Manchmal bringt uns Nachdenken nicht weiter.

Wir brauchen manchmal keine neuen Gedanken,

Sondern einen neuen Körperzustand.

Was sagt uns also Embodiment noch?

Embodiment sagt uns,

Dass unsere Haltung,

Unsere Atmung,

Unsere Bewegungen all das beeinflusst,

Wie wir uns gerade fühlen.

Und wir können das ganz gezielt nutzen,

Um uns selbst Sicherheit zu geben.

Vielleicht hast du schon mal was von Powerposen gehört,

Bei denen du mit ausgebreiteten Armen und strammen Schultern und sehr aufrecht stehst,

Vielleicht auch die Hände in die Hüften gestemmt und diese Posen sollen machen,

Dass wir uns selbstbewusster fühlen.

Hierzu gibt es tatsächlich auch einige Studien,

Die das darlegen konnten.

Es gibt tatsächlich aber auch einige Studien,

Die sich bei dieser Pose zumindest nicht ganz so sicher sind.

Was es aber auf jeden Fall gibt und was auch wirklich als bewiesen gilt,

Ist,

Dass unsere Haltung auf jeden Fall unser Befinden widerspiegelt und beeinflusst.

Und es ist eigentlich sehr naheliegend auf welche Art und Weise,

Denn es wurde gezeigt,

Dass zum Beispiel depressive Gedanken oder depressive Stimmungen sich verstärken,

Wenn wir nach vorne gebeugt sind,

Also wenn wir quasi geknickt gehen und nicht aufrecht.

Stattdessen,

Wenn man sich wirklich aufrecht hinstellt,

Aufrecht geht und darauf im Alltag achtet,

Dann beugt das negativen Gedanken vor und wir fühlen uns selbstbewusster,

Wir fühlen uns fähiger.

Vielleicht findet ihr es zunächst befremdlich,

Dass das tatsächlich funktioniert oder dass das funktionieren soll.

Es ist aber eigentlich ganz logisch,

Wenn wir uns bewusst machen,

Dass unsere Körperhaltung direkt die Ausschüttung von Neurotransmittern im Gehirn,

Wie zum Beispiel Dopamin und Noradrenalin beeinflusst.

Außerdem signalisiert eine aufrechte Haltung unserem Nervensystem,

Ich bin sicher,

Ich bin stabil und ich bin präsent und wach.

Das wiederum wirkt sich auf unser autonomes Nervensystem aus und auch zum Beispiel auf den Vargusnerv,

Den ich in einer anderen Folge behandelt habe.

Zusätzlich kann sich auch dadurch unsere Atmung verbessern,

Denn wenn wir nicht geknickt oder nicht gebeugt sitzen,

Dann können wir viel besser in den Bauch atmen,

Was auch zu mehr Entspannung führt.

Falls ihr euch erinnert,

Wenn wir hingegen ganz kurzatmig sind,

Schnell atmen und in den Brustkorb atmen,

Dann ist unser Körper eher im Fluchtmodus und dieser Fluchtmodus geht eben auch eher mit negativen Gedanken einher und wir werden eher nach potenziellen Bedrohungen suchen.

Es sind völlig normale körperliche Reaktionen,

Die wir uns zunutze machen können.

Und lustigerweise wussten wir eigentlich schon ziemlich lange um diese Verbindung.

Die Verbindung von Emotionen im Körper.

Denken wir nur mal an unsere Sprache.

Denk an Sätze wie,

Er hat mir das Herz gebrochen.

Da wurde mir ganz warm ums Herz.

Ich trage solch eine Last auf meinen Schultern.

Das sitzt mir im Genick.

Da habe ich einen Stich im Herzen gespürt.

Mir raucht der Kopf.

Ich habe einen Kloß im Hals.

Da verschlägt es mir die Sprache.

Das ist echt schwer zu verdauen.

Ich habe ganz weiche Knie bekommen.

Na,

Fällt euch was auf?

Und auch in einigen Therapieformen ist es mittlerweile zum Glück gang und gäbe,

Dass man die Emotionen,

Die man fühlt,

Auch im Körper verortet und ganz bewusst wahrnimmt,

Wo es sich jetzt genau wie anspürt.

Und das ist tatsächlich mehr als wichtig.

Denn wir wissen heute,

Dass wenn wir Emotionen nur durch analysieren,

Nur durch denken,

Nur darüber sprechen,

Also sie verbalisieren,

Dass wir sie dadurch nicht wirklich integrieren und bearbeiten können.

Sondern wir können es nur,

Wenn wir die dazugehörige Emotion auch wirklich spüren.

Und das geht meistens über den Körper.

Aus diesem Grund nutze ich Embodiment täglich.

Gerade in Phasen,

In denen ich mich überfordert fühle,

Etwas Angst habe oder auch etwas mehr oder in denen ich das Gefühl habe,

Es sind gleichzeitig gerade wirklich viele Tabs in meinem Kopf offen.

Und früher war ich so eine,

Ich habe immer sehr viel durchanalysiert,

Ich war sehr,

Sehr verkopft und ich weiß heute,

Dass ich es durchfühlen muss,

Nicht nur durchdenken.

Ich empfehle dir daher,

Dass du jetzt einfach mal direkt bei den Übungen mitmachst,

Denn auch hier ist es so,

Wenn wir eine Übung einfach nur durchdenken,

Ist es nicht dasselbe,

Wie sie tatsächlich körperlich zu erfahren.

Vielleicht bist du gerade unterwegs,

Während du den Podcast hörst,

Dann speicher dir die Folge am besten für später und mach die Übung dann auf jeden Fall nochmal direkt mit.

Und los geht es mit meinem Sicherheitsanker Nummer 1.

Fester Stand heißt der und den mag ich besonders gerne,

Wenn ich zum Beispiel eine Präsentation halten muss oder irgendwie stehen muss oder gehen muss,

Wo ich gerade mit ängstlichen Gefühlen oder Unsicherheitsgefühlen konfrontiert bin.

Stell dich jetzt einfach mal hin dafür und achte einfach mal,

Wie sich deine Füße am Boden anfühlen,

Also quasi deine Verbindung zum Boden und auch deine Knie.

Und jetzt beug einmal ganz leicht deine Knie.

Du wirst merken,

Dass wir normalerweise unsere Beine immer komplett durchgestreckt haben,

Genauso wie unsere Knie.

Und Sinn dieser Übung ist es jetzt,

Dass wir sie eben nicht mehr hundertprozentig durchstrecken,

Sondern so ein bisschen locker lassen.

Wenn du einen Spiegel vor dir hast,

Dann ist das optimal,

Denn dann kannst du dich einfach mal so seitlich hinstellen und so ein bisschen experimentieren.

Wir sollen natürlich nicht eine Kniebeuge machen.

Es geht wirklich nur darum,

Dass wir ganz ganz leicht,

Kaum merklich,

Kaum so,

Dass man es sieht,

Aber doch spürt,

Unsere Knie locker lassen.

Und jetzt achte nochmal drauf,

Wie sich deine Füße auf dem Boden anfühlen,

Wie sich deine Knie anfühlen und wie verwurzelt du dich mit dem Boden fühlst.

Wenn du diese Übung intensivieren möchtest,

Dann kannst du auch die Augen schließen und dir ganz bewusst vorstellen,

Dass du eine Art Baum bist.

Deine Wurzeln reichen jetzt mal ganz tief in den Boden hinein.

Bühre den Kontakt zum Boden.

Atme tief ein in den Bauchraum und mit jedem Ausatmen sinkst du ein kleines bisschen mehr in den Boden hinein.

Du kannst auch langsam mal einen deiner Füße heben und wieder absetzen.

Du kannst das auch gerne trampelnd ausprobieren tatsächlich und einfach mal spüren,

Wie sich dein Stand und wie sich dein Sicherheitsgefühl verändert.

Wenn du so eine Übung zum ersten Mal machst,

Ist es wahrscheinlich sehr ungewohnt und vielleicht kommst du dir auch etwas albern dabei vor,

Aber das sind alles nur Bewertungen,

Die nicht notwendig sind.

Na,

Was konntest du bemerken?

Ich teile jetzt mal mit dir,

Was ich fühle und was auch die meisten anderen Personen fühlende diese Übung machen.

In dem Moment,

Wo wir unsere Beine nicht mehr ganz durchstrecken,

Sondern ein bisschen lockerer darin werden,

Können wir unsere Verwurzelung zum Boden viel besser wahrnehmen.

Das heißt,

Wir haben vielmehr das Gefühl,

Dass wir mit der Erde verbunden sind und dass die Erde uns trägt.

Wenn wir hingegen die Beine komplett durchgedrückt haben,

Dann ist irgendwie die Bodenhaftung nicht so intensiv spürbar.

Das fühlt sich manchmal sogar so an,

Als wären wir gar nicht richtig mit der Erde verbunden oder wir würden fast so ein bisschen schweben.

Dementsprechend kann ich empfehlen,

Dass du dir für die Situationen,

Wo du dich ein bisschen unsicher fühlst,

Diesen festen Stand,

Der ganz leicht gebeugte Knie hat,

Die man eben als Außenstehender eigentlich gar nicht wirklich wahrnehmen kann,

Übernimmst.

Und wenn du dich damit wohlfühlst,

Kannst du es dir eigentlich sogar für deinen gesamten Alltag übernehmen.

Falls du schon mal eine Art von Kampfsport oder Kampfkunst gemacht hast,

Dann wirst du das sogar kennen.

Denn auch hier nutzen wir das,

Dass wir geöffnete,

Leicht gebeugte Knie haben und zu unserem Körperschwerpunkt nach unten verlagern.

Wir dadurch geerdeter werden und sicherer stehen.

Kommen wir zum Sicherheitsanker Nummer zwei,

Den wir nutzen können,

Wenn wir uns gerade irgendwie lost fühlen und sehr unsicher und irgendwie das Gefühl haben,

Dass alles ins Wanken geraten ist.

Dafür brauchst du eine Wand,

Eine Wand,

An der du ein bisschen Freiraum hast.

Die Aufgabe ist jetzt nämlich,

Dass du dich an diese Wand setzt.

Lehn dich tatsächlich an die Wand an und dann schließe einmal deine Augen und spüre ganz bewusst den Halt dieser Wand.

Vielleicht ist sie kalt,

Vielleicht ist sie extrem hart,

Aber sie ist auf jeden Fall unverrückbar.

Achte darauf,

Wie sie sich in deinem Rücken,

An deinen Schultern anfühlt.

Du kannst gerne auch ein bisschen Druck aufbauen und dich ein bisschen dagegen stemmen.

Du wirst merken,

Diese Wand ist absolut unverrückbar.

Egal wie du schiebst oder drückst,

Sie bewegt sich nicht.

Sie trägt dich.

Und das können wir uns zunutze machen.

Versuche einmal ganz bewusst dieses Gefühl des Anlehnen an etwas absolut Unverrückbarem wahrzunehmen.

Wenn du das Ganze noch ein bisschen intensivieren möchtest,

Dann kannst du auch deine beiden Hände dazu nehmen und mit den Handflächen auf den Boden fassen.

Auch der Boden ist,

Ähnlich wie die Wand hinter dir,

Komplett unverrückbar und auch der Boden trägt dich.

Nimm dieses Gefühl einfach mal für einige Momente wahr.

Nimm wahr,

Wie egal was da kommt,

Diese beiden Elemente,

Von denen du umgeben bist,

Immer dort sein werden,

Um dich zu tragen und um dir ein Fundament zu sein.

Tatsächlich gibt es noch eine Übung,

Wie wir die Wand für uns nutzen können,

Die ist vielleicht auch,

Kennt sie einer von euch,

Der ein oder andere,

Auf Social Media ziemlich viral gegangen.

Dafür stellen wir uns auch wieder an eine Wand,

Aber diesmal tatsächlich mit dem Gesicht zur Wand.

Und jetzt drücken wir unsere Hände dagegen.

Am besten macht ihr so einen Ausfallschritt,

Dass ihr mit einem Bein quasi weiter nach vorne geht.

So könnt ihr dann auch euer Gewicht besser nach vorne verlagern und versucht jetzt mal volle Kraft in diese Wand zu drücken.

Auch hier werdet ihr merken,

Diese Wand ist absolut unverrückbar.

Sie hält Stand allem,

Was da kommt.

Und ihr könnt jetzt vielleicht auch aufkommende Gefühle,

Vielleicht eine gewisse Unruhe oder vielleicht sogar Wut,

Die da hochkommt,

Alles in die Wand abgeben.

Sie kann das für euch halten.

Wenn es euch hilft,

Könnt ihr dafür auch die Augen schließen und das Ganze visualisieren.

Zum Beispiel könnt ihr euch vorstellen,

Wie ihr dieses Gefühl oder diese Energie,

Die ihr abgeben möchtet,

In die Wand fließen lässt.

Sehr gut.

Jetzt möchte ich euch noch eine oder auch zwei meiner liebsten Übungen zeigen.

Und zwar ist das die Selbstumarmung und die Schmetterlingsumarmung.

Für die Selbstumarmung könnt ihr eure rechte Hand nehmen und dann mal unter eure linke Achsel stecken tatsächlich.

Die linke Hand macht ihr dann auf die rechte Schulter oder den rechten Oberarm,

Je nachdem,

Was sich besser anfühlt.

Jetzt werdet ihr merken,

Dass ihr euch gerade quasi selbst haltet.

Also ihr umarmt euch selbst.

Und jetzt könnt ihr einmal die Augen schließen und ein paar tiefe Atemzüge nehmen.

Und dann mal ganz bewusst in diese Umarmung rein spüren.

Spürt ihr die Wärme?

Spürt ihr das Gefühl des Gehaltenwerdens?

Vielleicht kommt beim Ausatmen auch ein kleines Säufzen.

Und dann lasst einfach mal alles hochkommen und alles da sein,

Was gerade da ist.

Diese Selbstumarmung wirkt auf unser Nervensystem wie ein Ich-bin-da-Ich-halte-dich.

Und daher ist es ein super Tool,

Auch wenn man sich vielleicht gerade einsam fühlt oder gerade keiner da ist,

Der einen halten kann,

Wie man sich trotzdem gehalten fühlen kann.

Mir wurde auch gesagt,

Dass das gerade in der Nacht ist,

Wenn man vielleicht sich am Abend oder nachts im Bett manchmal einsam fühlt,

Eine wirklich tolle Übung ist.

Als nächstes möchte ich euch noch die Schmetterlingsumarmung zeigen.

Die geht ein bisschen anders und zwar nehmt ihr da wieder beide Hände und ihr überkreuzt die jetzt und lässt dann die Handflächen auf eure Brust fallen.

Also nicht direkt auf die Brust,

Sondern quasi unter dem Schlüsselbein.

Da könnt ihr jetzt auch mal in die Wärme rein spüren,

Die Wärme der Berührung,

Die ihr euch da gerade selbst gebt.

Und dann könnt ihr anfangen,

Ganz langsam und sanft in eurem Tempo zu klopfen.

Und zwar machen wir das immer abwechselnd,

Erst die eine Hand,

Dann die andere Hand.

Klopft sanft auf eure Brust.

Auch diese Übung wird von vielen als sehr wohltuend beschrieben und sie hilft außerdem dabei,

Unangenehme Gefühle zu verarbeiten.

Das wird erreicht durch die bilaterale Stimulation,

Die wir dadurch vornehmen,

Dass wir unsere Hände überkreuzen.

Was hierbei passiert,

Ist tatsächlich,

Dass unsere beiden Gehirnhälften miteinander synchronisiert werden,

Sodass sie beide miteinander arbeiten.

Das ist das,

Was wir eben auch machen,

Wenn wir ein Gefühl fühlen und darüber sprechen und es zum Beispiel nicht nur analysieren,

Ohne das Gefühl tatsächlich zu spüren.

All die Übungen,

Die ich euch gezeigt habe,

Sollten häufiger ausprobiert werden und sie sollten auch eine gewisse Zeit gemacht werden,

D.

H.

Einfach nur fünf Sekunden es auszuprobieren.

Das wird höchstwahrscheinlich noch nicht den Effekt bringen,

Weil man einfach mit der Achtsamkeit noch nicht so tief im Spüren drin sein kann.

Aber wenn ihr euch pro Übung mal zwei,

Drei Minuten nehmt,

Dann werdet ihr da auf jeden Fall einen Effekt spüren.

Ich hoffe,

Euch hat das Thema heute einige neue Einblicke geben können und ihr habt vielleicht auch den ein oder anderen Trick für euren Alltag finden können,

Den ihr auch in Zukunft übernehmen möchtet.

Und ja,

Meinerseits gibt es jetzt auch noch eine kleine Info.

Das war tatsächlich für heute quasi die letzte Folge der ersten Staffel des Wirklich-Leben-Podcasts.

Ich habe jetzt die letzten Monate und Wochen gemerkt,

Dass ich einfach Fokus auf andere Dinge legen möchte,

Wie zum Beispiel die Membership oder anderen Content.

Und da der Podcast doch ziemlich zeitaufwendig ist,

Ich habe übrigens auch noch einen anderen Podcast,

Der heißt Deine Auszeit,

Wo ihr ganz viele Meditationen und Übungen finden könnt,

Die auch kostenlos noch verfügbar sind.

Ja,

Reicht einfach die Zeit nicht,

Um alles gleichzeitig zu machen.

Und dementsprechend ist es heute jetzt quasi das Ende der ersten Staffel.

Wenn sich die Prioritäten mal wieder verschieben,

Weil zum Beispiel mehr Zeit frei wird,

Mehr Platz durch was anderes,

Dann wird es auf jeden Fall eine zweite Staffel geben.

Ich freue mich,

Dass du heute auch wieder dabei warst und denk dran,

Lebe bewusst,

Lebe wirklich.

Ich freue mich,

Wenn wir uns woanders sehen,

In irgendeinem Live oder auch bei einem anderen Podcast.

Bis ganz bald,

Deine Melina.

5.0 (7)

Neueste Bewertungen

ChrisTine

July 21, 2025

Vielen Dank liebe Melina! Das war ein sehr guter Beitrag mit vielen tollen Ideen und Anregungen. Ganz besonders hat mir die Selbstumarmung gefallen, die werde ich jetzt öfter anwenden . 🙏💕👌

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