
Geführte Sitzmeditation
Geführte Sitzmeditation. Satipatthana Vipassana (Mahasi Sayadaw Style) and other techniques taught by the Buddha.
Transkription
Dann machen wir Sitzmeditation.
Kommt erstmal in eine komfortable Position.
Gerade Rücken und gerade Hals sind wichtig.
Also versucht aufrecht zu sitzen.
Schließt die Augen.
Wenn ihr die Augen geschlossen habt,
Dann ist die Konzentration eben leichter zu entwickeln.
Und macht euch klar,
Wie ihr jetzt gerade sitzt.
Versucht ein Bild von eurem Körper in dieser Sitzposition zu bekommen,
Zu visualisieren.
Macht euch klar,
Dass ihr jetzt sitzen.
Ihr könnt auch im Geist so einen Entschluss fassen,
Dass ihr für die Stunde,
Die wir jetzt sitzen,
Versucht eben Konzentration zu entwickeln.
Und was immer da für Gedanken auftauchen mögen,
Was immer da für Träumereien oder irgendwelche Erinnerungen auftauchen,
Das nehmen wir jetzt alles nicht wichtig.
Wir versuchen das zu sehen und loszulassen.
Dann fangen wir mit einem Körperscan an.
Konzentriert euch auf die Schädeldecke und macht euch klar,
Ob da irgendeine Empfindung ist.
Vielleicht kribbeln oder jucken.
Ist vielleicht heiß oder kalt.
Ob da Feuchtigkeit ist oder ob es sich trocken anfühlt.
Das wisst ihr.
Versucht zu sehen,
Ob da irgendeine Empfindung in der Schädeldecke ist.
Dann gehen wir langsam zur Stirn und schauen,
Ob da irgendeine Empfindung auftaucht.
Wenn keine Empfindung da ist,
Dann wissen wir das auch.
Gehen wir zu den Augen und Augenpartie und stellen fest,
Ob da irgendeine Empfindung ist.
Schaut,
Ob sie entspannt sind,
Also die Augen und die Partie um die Augen.
Wenn Anspannung im Körper ist,
Dann kann man es am einfachsten an den Augen feststellen,
Weil meistens ist es dann spürbar.
Wenn so eine Anspannung da ist,
Dann entspannt das jetzt.
Wir sind ganz entspannt und trotzdem sitzen wir aufrecht.
Dann gehen wir zu den Schläfen und stellen fest,
Ob da irgendeine Empfindung auftaucht.
Dann wissen wir die Ohren.
Dann gehen wir zu den Wangen und versuchen zu fühlen,
Ob da eine Empfindung auftaucht.
Es sind manche Stellen,
Wo man überhaupt nichts empfindet.
Das macht nichts,
Wir wissen es nur.
Wichtig ist,
Dass die Achtsamkeit da ist,
Dass wir wissen,
Was da eben gerade geschieht.
Welche Empfindungen da gerade im Körper sind.
Dann gehen wir zur Nase.
An der Nasenspitze können wir fühlen,
Wie der Atem in die Nase einfließt und wieder ausfließt.
Es ist ein kühler Wind,
Der in die Nasenlöcher einfließt.
Wenn der Atem wieder austritt,
Dann fühlt er sich warm an.
Schaut dem Ganzen entspannt zu,
Ohne den Atem zu verinnern.
Seht nur den natürlichen Atem,
Wie er kommt und geht.
Dann gehen wir zum Mund und die ganze Partie um den Mund herum.
Fühlen,
Wie die Lippen sich berühren.
Fühlen die Mundwinkel,
Die Zunge im Mund,
Wie sie die Zähne und den Gaumen berührt.
Und die Feuchtigkeit,
Die da im Mund ist.
Sind einfach ganz klar achtsam,
Was alle Empfindungen im Körper,
Im Gesicht,
Jetzt im Mund angeht.
Wir wissen,
Was da auftaucht,
Wie es sich anfühlt.
Dann wissen wir das Kinn und ob da irgendeine Empfindung auftaucht.
Dann gehen wir zum Hinterkopf,
Versuchen den zu fühlen.
Fühlen wir den Nacken.
Wenn da irgendeine Anspannung ist,
Dann versuchen wir zu entspannen.
Und den Vorderteil des Halses.
Dann wissen wir beide Schultern.
Gehen langsam die Schultern runter und fühlen,
Ob da irgendeine Empfindung auftaucht.
Versucht zu sehen,
Zu fühlen,
Ob die Schultern auf gleicher Höhe sind,
Oder ob eine vielleicht mehr nach unten hängt und eine weiter oben ist.
Wir wissen das.
Wir sind ganz entspannt.
Dann wissen wir die Brust,
Den Oberkörper.
Und stellen fest,
Ob da eine Empfindung auftaucht.
Gehen langsam den Oberkörper runter bis zum Unterkörper.
Dann wissen wir den oberen Teil des Rückens,
Die Schulterblätter,
Den unteren Teil des Rückens und das Gesäß.
Fühlen wir,
Wie wir am Kissen ankommen,
Also wie wir das Kissen berühren.
Das Druck.
Wir wissen das.
Dann gehen wir zu den Oberarmen.
Fühlen,
Ob da eine Empfindung auftaucht.
Gehen beide Oberarme runter bis zum Ellbogen und fühlen das.
Dann wissen wir die Unterarme.
Stellen fest,
Ob da eine Empfindung auftaucht.
Wissen die Handgelenke,
Die Handflächen,
Den Handrücken und die Finger.
Fühlt die Hände,
Wie sie ineinander liegen am Schoß.
Rechte Hand in der linken Hand.
Stellt fest,
Ob da Empfindungen in den Fingerspitzen sind.
Das ist manchmal so ein Kribbeln,
Festzustellen.
Wisst eure Hände.
Kann ein ganz entspanntes Gefühl sein,
Nur bei den Händen zu sein.
Konzentriert euch auf eure Hände.
Stellt fest,
Was da für Empfindungen auftauchen.
Gehen wir zu den Füßen.
Erstmal zu den Oberschenkeln und fühlen,
Was da für Empfindungen auftauchen.
Fühlen wir die Knie,
Die Unterschenkel,
Die Fußgelenke,
Fußsohlen und Fußrücken und die Zehen.
Stellen fest,
Ob da Empfindungen sind.
Gehen wir zum ganzen Körper zurück und machen uns klar,
Wie wir gerade sitzen.
In welcher Haltung.
Dann bringen wir die Achtsamkeit zur Bauchdecke.
Zwei Finger über dem Bauchnabel.
Konzentrieren uns auf diesen Punkt und versuchen zu sehen,
Wie die Bauchdecke sich hebt und senkt.
Wenn wir atmen.
Wenn wir einatmen,
Ist da so eine ausdehnende Bewegung.
Wir nennen das Heben.
Beim Ausatmen senkt sich die Bauchdecke wieder.
Wir nennen das Senken.
Wir bringen unsere Achtsamkeit nur auf diese Bewegung der Bauchdecke.
Und im Geist,
Leise für uns selber,
Benennen wir,
Was wir da gerade im gegenwärtigen Moment feststellen.
Wenn wir sehen,
Jetzt hebt sich die Bauchdecke,
Dann benennen oder noten wir im Geist Heben.
Wenn sich die Bauchdecke senkt,
Dann noten wir Senken.
Heben.
Senken.
Wir versuchen jetzt bei diesem Heben und Senken zu bleiben,
So gut wir können.
Wenn wir sehen,
Der Geist ist am Wandern,
Am Denken,
Am Träumen,
Am Erinnern,
Was auch immer.
In dem Moment,
Wo wir das sehen und feststellen,
Benennen wir es auch im Geist als Denken.
Denken.
Zwei,
Dreimal.
Und dann lassen wir Gedanken los und kommen zurück zum Hauptobjekt,
Zur Bauchdecke.
Zum Heben und Senken der Bauchdecke.
Wir können sehen,
Wie ein,
Zwei Atemzüge bei diesem Heben und Senken bleiben können.
Und dann ist der Geist schon wieder weg.
Er ist irgendwo unterwegs und denkt.
Das ist ganz normal.
Ihr müsst Geduld haben.
Wenn ihr seht,
Ihr seid am Denken,
In dem Moment seid ihr schon wieder hundertprozentig achtsam.
Ihr wisst,
Dass ihr jetzt am Denken seid.
Und dann notet das Denken,
Benennt es.
Denken,
Denken.
Und lasst los.
Und bringt die Achtsamkeit wieder zurück zur Bauchdecke.
Es ist die Hauptarbeit,
Die ihr jetzt zu tun habt,
Immer wieder zum Hauptobjekt zurückkommen.
Mit jedem Mal,
Dass man das macht,
Mit jedem Mal,
Dass wir unsere Achtsamkeit zurückbringen zur Bauchdecke,
Steigern wir einfach diese Fähigkeit,
Beim Objekt zu bleiben.
Es geht sozusagen Tropfen für Tropfen,
Bis das Fässchen voll ist.
Also nicht ungeduldig sein,
Nicht aufgeben,
Immer wieder zurückkommen.
Immer wieder hingucken,
Wo ist der Geist jetzt?
Ist er beim Heben und Senken?
Wenn nicht,
Dann eben wissen,
Was er gerade macht.
Woran er gerade denkt.
Und das dann benennen und loslassen.
Und zurückkommen zur Bauchdecke.
Versucht zu sehen,
Wann dieses Heben der Bauchdecke beginnt.
Und dann macht dieses geistige Noten,
Dieses Benennen.
Heben,
Bis zum Ende der Bewegung des Hebens.
Dann versucht zu sehen,
Wann das Senken beginnt.
Und dann benennt es Senken,
Bis zum Ende der senkenden Bewegung.
Nicht den Atem forcieren,
Nicht den Atem verändern.
Wir bleiben beim natürlichen Atmen.
Dieses Benennen ist nur ein Feststellen von dem,
Was sowieso schon natürlich geschieht.
Die Atmung,
Dieses Heben und Senken der Bauchdecke.
Wenn dieses Heben und Senken nicht klar ist,
Wenn es nicht feststellen kann,
Nicht fühlen kann,
Dann kann es auch hilfreich sein,
Die rechte Hand auf die Bauchdecke zu legen.
Dann ist es einfach auch so eine ganz feine Bewegung zu erkennen,
Festzustellen.
Wenn die Atmung dann wieder klar ist,
Wenn die Bewegung klar ist,
Dann bringt die Hand wieder zurück zum Schuss.
Versucht nicht,
Den Gedanken verloren zu gehen,
Sondern immer wieder zurückkommen.
Seid geduldig.
Es ist ganz normal,
Dass der Geist denkt.
Das ist die Angewohnheit des Geistes,
Seit ihr geboren seid,
Seit 20,
30,
40 Jahren.
Lassen wir halt den Geist wandern,
Wie er es will.
Man hat die Angewohnheit,
Immer nach draußen zu gehen.
Nicht beim eigenen Körper zu bleiben,
Sondern irgendwo nach draußen zu gehen zu irgendwelchen Objekten,
Geräuschen,
Die wir hören,
Oder irgendwelche Formen,
Die wir sehen,
Gerüche,
Geschmäcke,
Oder irgendwelches Tastbewusstsein,
Das da auftaucht,
Oder Gedanken,
Pläne,
Erinnerungen.
Der Geist geht immer nach draußen.
Das ist unser Gewohnt.
Wenn wir das jetzt von einer Minute auf die andere oder von einem Moment auf den anderen ändern wollen,
Das funktioniert halt nicht.
Das ist ganz normal.
Da müssen wir Geduld haben.
Wir versuchen halt immer wieder zum Atmen zurückzukommen,
Wenn wir eben merken,
Wir sind wieder am Denken.
Man kann den Geist auch mit einem wilden Pferd vergleichen.
Wenn man ein Wildpferd fängt,
Dann hat es keine Lust da,
Ruhig und brav irgendwo zu stehen und zu grasen.
Es will weg.
Es hüpft,
Es springt und will einfach frei sein,
Will rennen,
Will dahin,
Wo es ihm halt gerade gefällt.
Das ist ganz normal.
Wenn der Pferd zähmen will,
Dann bindet man es als fest.
Man bindet es an einem Baum fest und lässt es so viel springen und hüpfen,
Wie es will,
Bis es müde wird.
Wenn es müde wird,
Dann hört es von selber auf und ist dann eben friedlich und grast da in der Nähe des Baumes.
Beim Geist ist es genauso.
Er versucht,
Da nach draußen zu gehen,
Irgendwelche angenehme Dinge zu erfahren.
Er hat keine Lust,
Da ganz ruhig nur beim Atmen zu sein.
Wir sind da ihm geduldig.
Wir binden ihn an Atem fest.
Immer wenn er versucht,
Zu entkommen,
Bringen wir ihn zurück zum Atem.
Irgendwann wird der Geist auch dieses Wanderns müde.
Dann bleibt er beim Atmen.
Dann erlangen wir auch Konzentration.
Dann wird der Geist friedlich und ruhig.
Es ist also nur eine Geduldssache.
Und eben die Anstrengung,
Die rechte Anstrengung zu machen,
Immer wieder zum Objekt zurückzukommen.
Also nicht aufgeben,
Sondern am Ball bleiben.
Immer wieder zurückkommen.
Alles,
Was ihr wissen wollt,
Alle Weisheit,
Das ist alles in euch selber.
In diesem Körper,
In diesem Geist.
Deshalb ist es auch gar nicht nötig,
Nach draußen zu gehen.
Ihr könnt alles wissen,
Wenn ihr bei euch selbst bleibt.
Wenn ihr den Körper wisst,
Wenn ihr den eigenen Geist wisst.
Der Geist ist sehr schnell,
Der verändert sich unheimlich schnell.
Deshalb ist es schwieriger,
Beim Geist zu bleiben.
Drum versuchen wir eben,
Beim Körper zu bleiben.
Beim Atem.
Und eben zu sehen,
Wie der sich dauernd verändert.
Das ist die Einatmung und die Ausatmung.
Das ist ein Kommen und Gehen.
Das ist das Heben der Bauchdecke und das Senken der Bauchdecke.
Das ist auch Kommen und Gehen.
Versucht,
Beim Körper zu sein,
So gut ihr könnt.
Wenn da Schmerzen auftauchen,
Versucht das auch zu wissen.
Seht den Schmerz,
Ihr wisst,
Da ist Schmerz im Knie,
In den Beinen,
Im Rücken,
Wo auch immer.
Ihr wisst es,
Stellt es fest als Schmerz,
Schmerz oder vielleicht als Druck.
Oder wie immer es sich auch anfühlen mag,
Ihr wisst es.
Versucht es dann auch wieder loszulassen.
Wir verändern die Position nicht sofort,
Wenn da ein bisschen Schmerz auftaucht.
Sondern versuchen es zu wissen und loszulassen und zum Atmen zurückzukommen.
Damit entwickeln wir mehr Geduld und Ausdauer.
Diese beiden Faktoren sind sehr wichtig in Meditation.
Wenn wir da Fortschritt machen wollen,
Geht halt nichts ohne Geduld und Ausdauer.
Deshalb wissen wir da,
Es ist Schmerz und versuchen loszulassen.
Kommen immer wieder zum Atmen zurück.
Nur wenn ihr es gar nicht aushalten könnt,
Wenn es zu viel ist,
Dann könnt ihr auch die Position wechseln.
Macht es aber langsam und achtsam.
Wisst ihr,
Richtet den Körper auf,
Streckt den Rücken oder wechselt die Beinhaltung.
Macht es langsam,
Achtsam und wisst es.
Guckt euch auch den Schmerz genau an.
Da ist Schmerz und wenn ihr die Position wechselt,
Was geschieht mit diesem Schmerz?
Bleibt er,
Verändert er sich oder verlischt er?
Das sollt ihr alles genau sehen und auch feststellen.
Wenn ihr seht,
Der Schmerz verlischt,
Dann wisst ihr immer,
Schmerz ist vergänglich.
Kommt,
Bleibt eine Zeit lang und dann geht er auch wieder.
Vergänglichkeit ist eine der drei Charakteristiken,
Die der Buddha gelehrt hat.
Der Buddha hat gesagt,
Dass absolut alles,
Körper und Geist,
Vergänglich ist.
Es verändert sich dauernd.
Alles,
Was in uns ist und auch alles,
Was außerhalb unseres Selbst ist,
Ist vergänglich.
Es ändert sich dauernd.
Wenn wir also diese Vergänglichkeit,
Veränderlichkeit feststellen,
Dann sind wir am richtigen Weg.
Dann sehen wir die Dinge so,
Wie sie wirklich sind.
Wir sehen den Atem kommen und gehen.
Die Bauchdecke hebt sich und senkt sich.
Gedanken kommen,
Bleiben eine Zeit lang und dann gehen die auch wieder.
Schmerz kommt,
Bleibt eine Zeit lang und dann verlischt er auch wieder.
Alle Wahrnehmungen an den Sinnes-Toren kommen,
Bleiben eine Zeit lang und dann verlöschen sie wieder.
Das ist alles vergänglich.
Das zu sehen,
Das festzustellen,
Ist Dhamma zu sehen.
Das ist die wahre Natur vom Körper und Geist zu sehen.
Der Buddha hat von drei Charakteristiken gesprochen.
Die erste ist Leidhaftigkeit.
Dieser Körper,
Dieser Geist sind leidhaft.
Das können wir sehen,
Wenn wir lange sitzen.
Es taucht hier Schmerz auf,
Da Schmerz auf.
Wir können es sehen,
Wenn wir uns konzentrieren wollen und nicht denken wollen.
Und trotzdem kommen da Gedanken.
Das ist leidhaft.
Warum ist es leidhaft?
Weil wir es eigentlich anders wollen.
Wir wollen nicht denken und Gedanken kommen,
Also leiden wir darunter.
Wir wollen keine Schmerzen,
Aber Schmerzen tauchen nun mal auf.
Das ist leidhaft.
Das zeigt aber auch die dritte Charakteristik,
Von der der Buddha gesprochen hat.
Und das ist die Unkontrollierbarkeit vom Körper und Geist.
Ihr könnt sagen,
Ich will nicht denken,
Trotzdem Gedanken kommen.
Ihr müsst gar nicht sagen,
Dass die Gedanken gehen sollen,
Die gehen von selber wieder.
Ihr könnt sagen,
Ich will keine Schmerzen erfahren,
Trotzdem sind da Schmerzen.
Ihr habt da keine volle Kontrolle darüber.
Das ist das sogenannte Nicht-Selbst,
Von dem der Buddha gesprochen hat.
Wenn wir unseren Atem betrachten,
Das Heben und Senken der Bauchdecke betrachten,
Dann können wir diese drei Charakteristiken sehr klar sehen.
Das ist Leidhaftigkeit,
Die Vergänglichkeit und diese Unkontrollierbarkeit vom Körper und Geist.
Wenn man immer eines dieser Merkmale sieht,
Dann wisst ihr,
Dass ihr am rechten Weg seid.
Ihr seht die wahre Natur von Körper und Geist.
Ihr wisst,
Wie der Atem jetzt ist.
Wie fühlt er sich an?
Ist er tief oder flach?
Ist er lange oder kurz?
Er verändert sich dauernd.
Wenn die Konzentration besser wird,
Dann wird er auch feiner.
Das ist manchmal schwer festzustellen.
Wir wissen das.
Wir schauen genau hin und wissen,
Wie er sich im gegenwärtigen Moment anfühlt.
Macht euch klar,
Wie ihr gerade sitzt,
In welcher Position.
Haltet eure Hände,
Die Haltung der Beine und schaut euch den Geist an.
Wie fühlt sich der Geist jetzt gerade an?
Ist er ruhig,
Konzentriert?
Dann wissen wir das.
Wir versuchen,
Das in unserem Gedächtnis zu behalten.
Wie fühlt es sich an,
Einen ruhigen Geist zu haben?
Wir wissen auch,
Was wir gemacht haben,
Um diesen ruhigen Geist zu erzielen.
Was die Ursache für diese Geistesruhe ist.
Wie haben wir praktiziert,
Konzentration zu entwickeln?
Wenn der Geist nicht ruhig ist,
Dann wissen wir es auch.
Auch da schauen wir genau hin,
Was die Ursache ist.
Warum ist der Geist nicht ruhig?
Meist ist da eines der fünf Hindernisse vorhanden.
Geistige Unruhe,
Viele Gedanken oder vielleicht Müdigkeit,
Zweifel.
Zweifel an der Technik,
Zweifel am Lehrer oder Zweifel an einem selbst.
Oder ist da vielleicht Aversion oder Ärger,
Dass man das gar nicht so recht mag,
Was man gerade tut.
Es fühlt sich nicht gut an.
Irgendeine Art von Aversion ist da.
Oder vielleicht Begierde.
Begierde,
Etwas anderes zu tun.
Es gibt Angenehmeres als hier zu sitzen und Schmerzen zu empfinden.
Es könnte Begierde da sein.
Wenn eines dieser fünf Hindernisse im Geist anwesend ist,
Dann entsteht da auch nicht so leicht Konzentration.
Wenn wir diese fünf Hindernisse überkommen oder hinter uns lassen können,
Dann ist der Geist ruhig und konzentriert.
Deshalb,
Bevor wir aus der Meditation rauskommen,
Sollen wir uns das immer noch einmal ganz genau angucken.
Was führt zu was?
Welche Ursache führt zu welcher Auswirkung?
Im Grunde hat Buddha nur von Ursache und Auswirkung gesprochen.
Und eben,
Konzentrierter Geist hat eben auch seine Ursache.
Dieser konzentrierte Geist ist eben nur die Auswirkung von einer bestimmten Ursache,
Die wir eben da gesetzt haben.
Guckt euch das immer noch einmal genau an,
Bevor ihr aus der Konzentration rauskommt.
Dann bringt die Achtsamkeit zu euren Händen und bringt langsam die rechte Hand zum rechten Knie.
Die Achtsamkeit folgt dieser Bewegung.
Fühlt,
Wie ihr die rechte Hand zum rechten Knie bringt,
Sie auf das rechte Knie legt.
Dann bringen wir die linke Hand zum linken Knie.
Fühlen diese Bewegung.
Macht das langsam und achtsam.
Wir springen nicht aus der Konzentration raus,
Sondern wir machen das achtsam und langsam.
Dann heben wir die rechte Hand und die linke Hand und falten sie vor der Brust in der Form von einer Losdussknuspe.
Wir denken,
Dass wir das Gute,
Das wir jetzt getan haben,
Indem wir versucht haben,
Konzentration zu entwickeln,
Indem wir Geduld gehabt haben,
All dieses Gute,
Das ist sehr gutes Karma,
Das wir da gemacht haben,
Das wollen wir teilen.
Wir wollen es nicht nur für uns selbst behalten,
Sondern eben mit allen Wesen teilen.
Zuerst denken wir immer an die Wesen,
Die wichtig in unserem Leben sind,
Wie Eltern,
Lehrer,
Die,
Die uns im Leben helfen,
Unterstützen,
Freunde,
Die,
Die wir lieben,
Familie.
Dann denken wir auch an neutrale Wesen.
Das wird der größte Teil sein.
Wesen,
Die wir gar nicht richtig kennen oder überhaupt nicht kennen.
Dann teilen wir es auch mit den Wesen,
Die wir nicht mögen oder die uns nicht mögen.
Wesen,
Die uns Probleme bereiten,
Die wir vielleicht sogar als Feinde bezeichnen können.
Wir teilen es auch mit denen.
Und zum Schluss teilen wir es mit allen Wesen,
Wo immer die auch sein mögen.
Und wir denken,
Mögen alle Wesen glücklich sein,
Mögen alle Wesen friedlich sein,
Mögen alle Wesen frei sein von Leid.
Ob sie nahe sind oder fern,
Ob wir sie kennen oder nicht,
In welcher Existenzebene sie auch sein mögen,
Mögen sie alle Glück erfahren.
Ihr könnt auch Wünsche machen für euch selbst oder für andere.
Wünsche für Fortschritt in der Meditation.
Und wenn ihr fertig seid,
Dann kommt raus aus der Konzentration.
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