
Achtsamkeitsmeditation im Sitzen
by Eva Bruha
Diese Achtsamkeitsmeditation ist eine strukturierte Führung und Anleitung der verschiedenen Aspekte der Sitzmeditation wie sie im MBSR gelehrt wird. Sie ist hilfreich für Menschen, die lernen wollen, wie Achtsamkeitsmeditation geübt werden kann. Es geht nicht nur ums ‚Sitzen‘, sondern darum, den Geist zu trainieren wach wahrzunehmen, was sich von Moment zu Moment im Bewusstsein zeigt, und daraus Einsicht zu gewinnen. Mit der Zeit wirst Du ohne Anleitung sitzen und klar wahrnehmen und einordnen können was sich im Feld Deiner Aufmerksamkeit zeigt.
Transkription
Nun bring die Aufmerksamkeit zum Kontakt der Füsse mit dem Boden,
Zum Kontakt des Gesässes mit der Unterlage,
Zum Kontakt der Hände auf den Beinen oder im Schoss.
Nimm deine Sitzhaltung wahr.
Vielleicht willst du noch eine Korrektur anbringen,
Damit du während dieser Meditation still und gut geerdet sitzen kannst.
Sitze aufrecht,
Würdevoll,
Wach und entspannt.
Alles,
Was nicht mit diesem Moment zu tun hat,
Darf in den Hintergrund treten.
Das Interesse ist einzig auf dein Erleben im Hier-Sein gerichtet.
Nun bemerke die Bewegung im Körper,
Die durch das natürliche Atmen entsteht.
Wo fühlst du die Bewegung des Atems?
Im Brustkorb,
Der sich mit jedem Einatmen etwas ausdehnt und mit jedem Ausatmen etwas zusammenzieht?
Beim Zwerchfell,
Das sich hebt und senkt?
Oder bei der Bauchdecke,
Die sich hebt und senkt?
Bestimme,
Welcher Bereich für dich am geeignetsten ist,
Um die Bewegung des Atems zu betrachten.
Beim Einatmen bist du ganz bei der Bewegung des Einatems an deinem gewählten Ort.
Beim Ausatmen ganz bei der Bewegung des Ausatems am selben Ort.
Vertiefe dich in die Betrachtung dieser Bewegung.
Wenn dich Gedanken vom Objekt des Atems wegtragen,
Dann merkst du es irgendwann.
In diesem Moment bist du wieder präsent und gehst wieder zur Betrachtung des Atems zurück.
Dabei sein beim Einatmen,
Dabei sein beim Ausatmen.
Entspannt den natürlichen Fluss des Atems betrachten.
Der Atem wird nicht manipuliert und nicht bewertet.
Nun weite die Achtsamkeit auf die Betrachtung des ganzen Körpers aus.
Nimm den ganzen Körper wahr.
Vielleicht fühlst du allerlei Empfindungen.
Vielleicht nimmst du die Kontur des Körpers wahr.
Vielleicht fühlst du,
Wie der Körper beatmet wird.
Entspannt,
Ohne Bewertung,
Mit dem Körper sein.
Nun geh mit der Aufmerksamkeit durch den Körper und achte auf Empfindungen,
Die auf irgendeine Weise deutlich hervortreten.
Der Körper ist in jedem Moment von unzähligen Empfindungen durchstrungen,
Die uns in der Regel nicht bewusst sind.
Jetzt aber achte bewusst auf Körperempfindungen.
Vielleicht fühlst du eine Anspannung,
Einen Druck,
Eine schwere,
Kälte oder Wärme,
Ein angenehmes Krippeln oder unangenehme Empfindungen,
Wie Stechen,
Ein Unwohlsein,
Ein Schmerz.
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