
Somatischer Anxiety Talkdown
by Miriam Amavi
Für Momente in denen Anxiety ��berhand nimmt und du vergisst, was dir in solchen Momenten helfen kann. Ich biete dir ganz sanfte somatische Übungen an, wie Atmen, Grounding, Havening und begleite dich mit ganz lieben, unterstützenden und hoffentlich beruhigenden Worten - damit du da nicht allein durch musst. Du kannst das Practice auch von unterwegs aus machen! Musik Credits: Epidemicsound When the sun rises - center of attention Yes - Sayuri Hayashi Engell Sycamore - Jakob Ahlbom
Transkription
Hi,
Das hier ist ein somatischer Talkdown für wenn du gerade Anxiety hast.
Vielleicht bist du auch unterwegs,
Vielleicht bist du auch zu Hause und ich weiß,
Dass es gerade so,
So scary und uncomfortable sich anfühlt.
Aber ich bin jetzt da und du musst es nicht alleine schaffen.
Du kannst einmal mit einem tiefen Einatmen durch die Nase anfangen.
Dass dein Bauch groß wird und durch den Mund wieder ausatmen.
Und wenn du magst,
Kannst du hier auch beim Einatmen bis 4 zählen,
Kurz halten und beim Ausatmen bis 8 zählen.
Und falls sich gerade dieses Atmen nicht gut anfühlt,
Kannst du auch einfach die Unterlage unter dir spüren.
Wie sie dich hält.
Bemerken,
Ob sie vielleicht fest oder weich,
Warm oder kühl ist.
Ich weiß,
Dass es sich gerade total überwältigend anfühlt.
Vielleicht bist du auch gerade in einem nicht gewohnten Umfeld und ich weiß,
Dass es sich gerade anfühlt,
Als würde irgendwas ganz Schlimmes passieren.
Denn diese Gefühle können manchmal ganz schön doll sein,
Aber auf physiologischer Ebene sind sie nichts Schlimmes.
Es ist einfach ein Nervensystem,
Was gerade in einem Alarmmodus ist.
Aber egal welche Gedanken oder körperliche Empfindungen dein Gehirn gerade produziert,
Es ergibt Sinn,
Dass sie da sind.
Denn solche Gedanken und Gefühle sind einfach ein Spiegel des Zustandes,
In dem sich dein Nervensystem gerade befindet.
Du hast nichts falsch gemacht.
Du bist auch nicht gescheitert,
Weil du dich so fühlst.
Was gerade passiert ist,
Dass dein Nervensystem irgendeine Gefahr wahrnimmt.
Dein liebes,
Sweetes Nervensystem,
Was versucht,
Dich zu beschützen,
Obwohl es eigentlich gerade gar keinen Grund dafür gibt.
Dieses Gefühl wird vorbeigehen.
Es ist einfach nur gerade ganz unerträglich,
Aber es wird vorbeigehen und du verdienst in diesem Moment ganz sanften Support.
Und wir werden in dieser Audio auf diese ganzen Katastrophengedanken und all die ganzen physischen Empfindungen eingehen.
Und du kannst einfach zuhören und wenn dir irgendetwas hilft,
Kannst du dich einfach darauf konzentrieren.
Vielleicht deine Atmung,
Vielleicht die Unterlage.
Vielleicht möchtest du auch mit deinen Fingerspitzen eine Textur ertasten.
Zum Beispiel den Stoff deiner Kleidung oder falls du irgendetwas in der Hand hast,
Es berühren,
Als würdest du es zum ersten Mal in deinem Leben berühren.
Und all deine Aufmerksamkeit auf die Empfindung lenken und spüren,
Was deine Fingerspitzen hier wahrnehmen können.
Diese Empfindung beschreiben.
Du musst hier nichts erreichen,
Du kannst hier auch nichts falsch machen.
Und du hast auch nichts falsch gemacht,
Denn all das,
Was du fühlst,
Was du denkst,
Die Angst,
Die körperlichen Empfindungen sind einfach Reaktionen eines Nervensystems,
Was Alarm schlägt.
Was sich noch nicht sicher fühlt.
Ich weiß,
Dass diese Symptome gerade mega scary sind und es ist okay,
Scared zu sein.
Aber es ist ganz bald wieder vorbei.
Ich bin hier und wir gehen da jetzt gemeinsam durch.
Was auch immer du gerade machst,
Wo du bist,
Du schaffst das.
Du bist stärker,
Als du denkst.
Es ist einfach ein Gefühl,
Auch wenn es sich gerade riesig anfühlt.
Es ist nur eine Situation,
Die vorbeigeht.
Wenn du magst,
Kannst du dich auch umschauen,
Da wo du bist und Objekte wahrnehmen und sie einfach nur benennen.
Zu sagen,
Das ist ein Stuhl.
Das ist ein Schuh.
Das ist eine Stange.
Das ist eine Wand.
Das ist ein Fenster.
Was auch immer es ist.
Ich weiß,
Dass es gerade mega schwer ist,
Aber wir können schwere Dinge machen.
Falls du gerade alleine bist und da ganz viel Energie in deinem Körper ist,
Kannst du auch schauen,
Ob vielleicht deine Hände sich schütteln wollen,
Ob du Grimassen machen möchtest.
Ob du kleinere oder größere Bewegungen ausprobieren möchtest und schauen,
Was passt.
Oder ob sich einfach atmen.
Und sich auf die Unterlage konzentrieren,
Das Beste ist.
Und falls du gerade Katastrophengedanken hast,
Kannst du dich daran erinnern,
Dass diese Gedanken nicht der Wahrheit entsprechen,
Sondern einfach ein Spiegel des Fight-or-Flight-Moduses sind.
Diese Gedanken machen total Sinn,
Dass sie da sind.
Vor allem,
Wenn wir uns anschauen,
Was du durchgemacht hast.
Was dein Nervensystem schon alles erlebt hat.
Denn es will dich einfach beschützen,
Alle Eventualitäten abchecken.
Es bedeutet aber nicht,
Dass diese Gedanken wahr werden.
Denn dein Gehirn versucht gerade nicht,
Die Wahrheit zu finden.
Es versucht,
Gefahren zu finden.
Und deshalb fühlen sich auch diese Katastrophengedanken so wahr an.
Falls du gerade alleine bist,
Kannst du auch diesen Worst Case laut aussprechen.
Denn dann ist es raus und du bist nicht mehr ganz alleine damit in deinem Kopf.
Du musst diese Worst-Case-Gedanken jetzt nicht loswerden.
Das bedeutet nicht,
Dass du etwas falsch machst,
Wenn sie da sind.
Sondern sie vielleicht ein bisschen anders zu betrachten.
Zum Beispiel.
.
.
Dir anzuerkennen,
Dass ja,
Es gibt diese Wahrscheinlichkeit,
Diese winzige Wahrscheinlichkeit,
Dass der Worst Case eintritt,
Aber die Wahrscheinlichkeit,
Dass er nicht eintritt,
Ist viel,
Viel höher.
Es gibt so viele Möglichkeiten und auch super gute Möglichkeiten oder auch einfach angenehmere Möglichkeiten.
Der Worst Case ist genau eine Möglichkeit von Millionen.
Und oft denken wir in solchen Momenten sehr in diesen Schwarz-Weiß-Mustern.
Und es ist entweder passiert,
Der Worst Case oder das Allertollste.
Aber vielleicht passiert auch etwas dazwischen.
Vielleicht ist diese Situation gerade nicht einfach.
Aber vielleicht ist sie nicht ganz so schlimm wie der Worst Case.
Und du kannst auch zurückschauen,
Wie oft dieser Worst Case von all diesen ähnlichen Situationen wirklich eingetreten ist.
Und wenn er oft eingetreten ist,
Bedeutet das trotzdem nicht,
Dass er dieses Mal auch eintritt.
Denn du bist so,
So,
So stark.
Hast so viel über dich gelernt,
Hast so viele mehr Ressourcen?
Und lernst,
Hier liebevoller mit dir zu sein.
Diese Panik wird nicht für immer da sein,
Denn je öfter du genau so auf dich eingehst,
Wie wir es heute machen,
Liebevoll und auf Augenhöhe.
Desto weniger sieht dein Nervensystem über lange Sicht einen Grund für Panik.
Es ist einfach ein gelernter Response und wir können ihn entlernen,
Indem wir neu auf ihn reagieren,
Was wir genau hier machen.
Und dann kannst du hier wieder zurückkommen in deinen Körper und deine Schultern entspannen.
Vielleicht einmal tief einatmen durch die Nase.
Wenn du ganz voll mit Luft bist,
Die Luft kurz anhalten.
Und jetzt wirst du eine Kerze auspusten,
Ausatmen.
Deinen Ausatem verlängern.
Und wenn du magst,
Hier mit deinen Fingerspitzen die Texturen ertasten.
Ohne diese Texturen zu bewerten,
Sondern nur zu beschreiben.
Sind die Texturen weich oder eher hart?
Glatt oder uneben.
Hau am Kühlschrank.
Und was passiert,
Wenn du dich innerlich für die Möglichkeit öffnest,
Dass dieses Mal alles etwas einfacher verläuft?
Vielleicht nur einen Prozent dieser Möglichkeit zuwenden.
Wir wollen hier nicht dem Gehirn seine Worst-Case-Gedanken wegnehmen.
Denn es denkt,
Dass es dich damit beschützt.
Aber können wir diese vielleicht etwas bessere Variante auch gleichzeitig halten und da sein lassen?
Du kannst hier nochmal die Unterlage spüren,
Auf der du sitzt.
Und den Boden auf dem durchstößt.
Und vielleicht kommt dir die Frage in den Kopf,
Was,
Wenn es nie weggeht?
Was,
Wenn diese Situationen immer wieder passieren?
Und genau das sind auch Gedanken,
Die aus dem Fight or Flight Zustand geboren sind.
Sie helfen uns gerade nicht.
Denn jetzt in diesem Moment ist nicht der Moment,
All das zu lösen,
Sondern jetzt gerade ist der Moment,
Um dich für dich selbst in diesem herausfordernden Moment da zu sein.
Dich nicht alleine zu lassen.
Denn diese Anxiety geht nicht von einem auf den anderen Tag weg,
Sondern ganz langsam in den kleinen Momenten,
In denen du anfängst,
Liebevoller mit dir umzugehen,
So wie wir es heute machen.
In Momenten,
In denen du dir zuhörst,
Auf deine Gefühle eingehst.
Dich selbst und deine Bedürfnisse besser kennenlernst und für sie einstehst.
Wenn du magst,
Kannst du hier auch die Havening Bewegung machen,
Mit deinen Fingerspitzen über deine Vorderarme streichen.
Ich weiß,
Dass es gerade mega frustrierend ist zu erleben und du einfach nur willst,
Dass alles gut ist,
Dass alles einfach ist.
Bei deinem Nervensystem sieht das gerade ganz anders,
Aber wir wollen ihm und dir jetzt die Hand geben,
Damit ihr da nicht alleine durch müsst.
Dein Gehirn wird das jetzt auch nicht als schlechtes Erlebnis abspeichern,
Denn es geht nicht darum,
Was passiert,
Sondern wie du darauf eingegangen bist,
Wie du mit dir umgehst,
Ob du dir mit Großzügigkeit begegnest,
Mit Mitgefühl und Anerkennung.
Und vielleicht kannst du so ein ganz bisschen Stolz wahrnehmen,
Dass du dich das gerade traust,
Dass du scary Dinge tust,
Dass du ein Risiko eingegangen bist,
Weil du einen Wunsch hast.
Denn etwas mit Anxiety zu machen,
Fordert so viel mehr Kraft und Mut,
Als andere Menschen überhaupt haben.
Es ist okay,
Nach Hilfe zu fragen oder die Situation zu verlassen.
Es bedeutet nicht,
Dass du gescheitert bist oder schwach bist,
Sondern das Gegenteil.
Dass du für dich eingestanden bist,
Dass du für dich gesorgt hast,
Dass du es gemacht hast.
Dass du dir dein Leben zurückholst und dass du kämpfst.
Und das ist so,
So mutig.
Dann kannst du hier nochmal zurück zu deinem Atem kommen.
Tiefen Einatmen in den unteren Bauch nehmen und mit einem Seufzer vielleicht alles ausatmen.
Und hier nochmal deine Schultern lösen.
Vielleicht bemerkst du Anspannung in deinen Armen oder in deinen Beinen,
In deinem Bauch und auch diese lösen.
Dich in die Unterlage sinken lassen,
Denn sie hält dich.
Dieses Gefühl geht vorbei und du bist so mutig,
So stark.
Und ich weiß,
Dass es sich vielleicht manchmal so anfühlt,
Als hättest du keine andere Wahl.
Bei das du hier liebevoll auf dich eingehst.
Dich nicht alleine lässt in diesem Moment.
Ist so,
So,
So mutig.
Was du hier für dich sagst.
Und dann kannst du noch mal in dich hineinspüren,
Wie sich jetzt alles anfühlt.
Vielleicht ist da noch Angst.
Oder Symptome.
Und auch das ist völlig verständlich und macht Sinn.
Vielleicht kannst du dir hier mit etwas Mitgefühl begegnen und dir sagen,
Das wahr oder ist ganz schön scary oder?
So scary.
Ich bin hier für dich.
Das fordert so viel Kraft,
In diesem Moment zu sein.
Das ist so unfair.
Und es ist so mutig von dir.
Ich weiß,
Dass du willst,
Dass es vorbei ist und nie wiederkommen wird.
Und es ist auch okay,
Traurig und wütend zu sein.
Und du kannst so stolz darauf sein,
Egal wie du dich jetzt gerade fühlst.
Dass du hier auf dich eingegangen bist,
Dass du für dich da bist.
Du musst dich nicht verlassen,
Nur weil dein Nervensystem gerade Alarm schlägt.
Jedes Mal,
Wenn du dir so begegnest,
Lernt dein Nervensystem ein kleines bisschen mehr,
Dass Angst nicht bedeutet,
Dass du von dir alleine gelassen wirst.
Dass Angst nicht bedeutet,
Dass etwas Schlimmes passiert.
Sondern dass jemand da ist.
Und dieser Jemand bist auch du.
Und ich schicke dir eine ganz große Umarmung.
Ich weiß,
Wie schwer solche Momente sind.
Und ich hoffe,
Dieses Audio konnte dich ein bisschen unterstützen.
Und ganz,
Ganz liebe Grüße.
Und you got this.
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