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Paññā-pāramī: Über Weisheit

by MC Brigitte Schrottenbacher

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Die Vollkommenheit der Weisheit ist die vierte Vollkommenheit des Geisteszustandes im Buddhismus. MC Brigitte Schrottenbacher erklärt, was Weisheit ist und wie wir sie im täglichen Leben entwickeln können. Diese Folge ist Teil einer fortlaufenden Serie über alle zehn Parami im Buddhismus.

Transkription

Also warum ist jetzt Weisheit nicht das letzte Parami,

Sondern das vierte?

Das ist aus dem Grund,

Weil wir eigentlich,

Wenn den Pfad,

Den wir entwickeln,

Ohne Weisheit funktioniert das nicht.

Wir fangen immer mit Großzügigkeit an,

Also das erste Parami,

Dana-Parami,

Weil Großzügigkeit das Herz öffnet.

Also wir eröffnen das Herz,

Wir geben und dadurch öffnet man sich nicht nur anderen,

Die bedürftig sind,

Sondern einfach überhaupt auch der Lehre.

Also das funktioniert automatisch,

Wenn du die Tür aufmachst,

Um was rauszulassen,

Dann kommt auch immer irgendwas rein und es sind jetzt nicht nur materielle Dinge,

Sondern eben auch Weisheit oder Verständnis.

Deshalb beginnen wir mit Dana-Parami,

Also mit Großzügigkeit.

Und daraus entsteht dann,

Durch diese Offenheit entsteht auch die Tendenz hin zu Sila-Parami,

Zu einem ethisch korrekten Lebensstil,

Dass man versucht,

Einfach nur Dinge zu tun,

Die wirklich heilsam sind,

Die auch zu heilsamen Resultaten führen.

Und dadurch entsteht eben Sila,

Also man kriegt mehr und mehr diese Tendenz,

Einfach Dinge nicht zu tun,

Die zu leiden führen.

Darum ist das das zweite der Parami.

Das dritte ist dann Nekamma,

Also Verzicht.

Ich glaube,

Wenn man erkennt,

Dass bestimmte Dinge dazu führen,

Dass Leiden entsteht,

Für mich selber,

Für die anderen,

Dann entsteht automatisch auch diese Entzagung,

Dieser Verzicht.

Das heißt jetzt nicht,

Dass ihr alles über Bord schmeißt und nichts mehr benutzt und nichts mehr brauchen dürft oder so,

Sondern einfach das Loslassen.

Das Loslassen in dem Fall auch von unheilsamen Geisteszuständen,

Die ja wieder zu Leiden führen.

Entzagung in dem Fall bedeutet,

Loslassen zu können,

Nicht an unheilsamen Dingen zu haften,

Die wieder zu Unheilsamen führen.

Deshalb ist das dann das dritte der Parami.

Ja und Weisheit entsteht auf diesem Prozess,

Also durch diesen Prozess entsteht dann eben auch Weisheit.

Weisheit,

Banya-Parami oder erst mal,

Anfangs ist es für uns eher noch Wissen.

Ihr hört zu,

Ihr lest ein Buch oder ihr hört einen Lehrer zu oder was auch immer und dann entsteht eben Wissen.

Was ist der korrekte Weg,

Was ist eher zu vermeiden und so weiter.

Also das Wissen ist dann schon mal da und wandelt sich langsam in Weisheit,

Weil ich selber vielleicht auch dann verstehe,

Okay,

Wenn ich eben Dinge tue,

Die zu Leiden führen für andere,

Dass das auch mir nicht gut tut,

Dass auch ich dann darunter irgendwie leide.

Und je mehr man natürlich dann in die Meditation geht,

Umso eher sieht man dann auch diese Resultate sehr schnell.

Also dass man selber erkennt,

Also heute habe ich irgendwie,

Das war nicht so korrekt und dann sieht man Resultate im Leben,

Dass das schon Auswirkungen hat.

Das wäre dann,

Dass wirklich Weisheit entsteht im Geist,

Wirkliches Verständnis darüber.

Die nächsten Parami nach Weisheit wären ja dann Energie,

Also Virya-Parami,

Dass man Anstrengung macht,

Eine bestimmte Richtung zu praktizieren und das ist dann ganz klar,

Wenn Weisheit nicht da ist,

Wenn Verständnis nicht da ist,

Dann kann diese Anstrengung in eine falsche Richtung gehen.

Und dann praktiziert man voller Anstrengung irgendwelche Dinge,

Die einfach unheilsam sind oder eben einfach am falschen Weg zu gehen.

Und deshalb ist es so wichtig,

Dass dann da eben schon Weisheit oder eben zumindest anfangs noch Wissen da ist.

Das wird auch auf dem Weg so erklärt,

Man sollte drei Sachen praktizieren.

Erstmal Baryati,

Also das ist der Pali-Begriff.

Baryati ist Studium,

Also dass man Bücher liest,

Dass man Lehrer zuhört,

Also zuhören,

Studium praktizieren,

Mehr Verständnis kriegen.

Das zweite wäre dann Bhatti-Bhatti,

Das ist eben zu meditieren,

Zu praktizieren.

Und das dritte ist Bhatti-Veda,

Das wäre dann schon Realisation,

Zu verstärken,

Zu verstehen,

Dass wirklich Weisheit in einem entsteht.

Also das ist wirklich so ein Stufenweg.

Und man braucht alle drei.

Ich weiß,

Einer meiner Lehrer hat das mal so erklärt,

Baryati,

Also dieses theoretische Studium,

Ist wie eine Taschenlampe,

Die natürlich Licht gibt.

Bhatti-Bhatti wäre es,

Einen Weg zu gehen.

Und du kannst den Weg jetzt gehen in der Dunkelheit,

Wenn du keine Taschenlampe hast,

Wirst du halt wahrscheinlich manchmal in ein Loch fallen oder einfach stolpern,

Weil du bestimmte Dinge,

Hindernisse am Weg nicht siehst.

Wenn du aber jetzt eine Taschenlampe hast,

Die dir den Weg irgendwo vorzeigt,

Zeigt dir,

Das ist der Weg,

So schaut es aus,

Dann ist es einfacher,

Den Weg zu gehen.

Aber die Taschenlampe alleine,

Dieses Wissen alleine,

Ist noch nicht den Weg gehen.

Das nützt dir auch nichts.

Nur weil du siehst,

So ist der Weg,

Du gehst ihn nicht,

Dann wirst du auch keine Realisation haben.

Das heißt,

Du brauchst das Licht,

Das dir den Weg zeigt,

Eben das theoretische Studium,

Dann musst du den Weg auch gehen,

Indem du praktizierst und wirklich reflektierst und tiefer gehst.

Und dann kannst du eben Realisation erreichen,

Also dass du dann Verständnis oder Weisheit entwickelst,

Die nicht vom Kopf oder von irgendwas auswendig lernen oder so kommt,

Sondern wirklich Realisation,

Dass du es realisierst,

Wie der Weg eben ausschaut.

Das wäre so dieser Drei-Stufen-Weg,

Den wir praktizieren sollten.

Also ganz wichtig,

Dass Weisheit da eben schon sehr früh ist,

Eben das Vierte der Vollkommenheiten,

Weil wir nur durch dieses Wissen auch den Weg in korrekter Weise gehen können.

Der historische Buddha,

Also Gautama Buddha,

Der vor 2600 Jahren gelebt hat,

Dessen Hauptperfektion war auch Weisheit.

Jeder Buddha hat da noch unterschiedliche Perfektionen,

Also sie müssen alle Parami vervollkommen.

Jeder Buddha hat all diese zehn Paramis vervollkommen.

Aber individuell sind da noch Unterschiede.

Jeder Buddha hat so einen Hauptparami,

Könnte man sagen.

Und bei Gautama Buddha war es Weisheit.

Weisheit wird ja immer irgendwo verglichen mit so einem Schwert,

Mit scharfer Schneide,

Richtig gut geschliffen,

Mit scharfer Schneide.

Und so ein Schwert,

Wie das durch weiche Butter schneidet,

So ist Weisheit in unserem Leben.

Also es geht total schnell und schneidet alle Unwissenheit ab.

Und deshalb war Gautama Buddha sehr schnell erleuchtet,

Wurde sehr schnell zum vollkommenen Buddha.

Er hat nur vier Äonen dazu gebraucht.

Fragt mich nicht,

Was eine Äon ist.

Es wird manchmal beschrieben mit unzählbaren Zeiten,

Also schon sehr lange.

Aber wenn man es vergleicht zum Beispiel mit dem nächsten Buddha,

Der nächste Buddha wird Maitreya Buddha sein und dessen Hauptperfektion ist Viriya,

Also Anstrengung,

Energie.

Der braucht 16 Äonen,

Also viermal so lange,

Wie Gautama Buddha gebraucht hat.

Also da kann man erkennen,

Also es ging relativ schnell,

Dass er eben Buddhaschaft erreicht hat.

Also Weisheit ist da eben wirklich etwas ganz Wichtiges auf unserem Leben.

Dann,

Wozu Weisheit?

Also normalerweise sehen wir die Dinge immer ein bisschen verdreht,

Nicht richtig gerade und klar,

Wie so eine scharfe Messerschneide oder Schwertschneide,

Wie ich schon vorher gesagt habe.

Es ist für uns,

Wir sehen die Dinge ein bisschen verdreht.

Das wird im Pali Vipalasa genannt.

Wir sehen die Dinge nicht,

Wie sie wirklich sind.

Zum Beispiel Vergänglichkeit,

Was ja eins der drei Daseinsmerkmale ist.

Das ist uns normalerweise nicht klar.

Wir wissen es zwar irgendwo,

In unserem Gehirn ist es abgespeichert,

Alles ist vergänglich,

Wir werden eines Tages sterben.

Ja,

Das passiert mal,

Aber das ist irgendwann in ferner Zukunft.

Es ist für uns nicht so,

Dass es jeden Moment klar ist.

Dabei passiert Vergänglichkeit jeden Moment.

Jeden Moment ist ein Entstehen,

Gedanke,

Eine Sache entsteht,

Bleibt ein bisschen und dann verlischt sie wieder.

Das passiert jeden Moment.

Aber wir sehen das nicht,

Wir holen uns dieses Wissen nicht zu uns und sehen die Dinge so.

Es wird immer so ein bisschen zur Seite geschoben,

Dass das alles vergänglich ist.

Wir denken wirklich,

Die Dinge sind stabil und werden sich vielleicht irgendwann verändern,

Aber nicht jetzt.

Das ist falsche Ansicht,

Also falsches Verständnis.

Da ist keine Weisheit da.

Wir denken,

Die Dinge sind irgendwo glücksbringend,

Glücksverheißend,

Also dass sie uns was Gutes bringen,

Dass wir glücklich sind,

Wenn wir die haben und sehen nicht,

Dass es im Grunde nicht so ist,

Weil sie sich ja dauernd verändern,

Weil wir sie nicht kontrollieren können.

Also diese Weisheit holen wir nicht her und oder dieses Wissen und sehen die Dinge auf diese Weise,

Sondern wir denken,

Das bringt Glück.

Darum gehe ich jetzt shoppen,

Dann bin ich happy oder esse meine Eiscreme,

Mein leckeres Eis und dann bin ich glücklich und sonst was,

Wir sehen halt nicht,

Das ist vergänglich.

Und das ist auch so eine verdrehte Ansicht der Dinge.

Wir sehen Dukka nicht,

Wir sehen nicht,

Dass es im Grunde leidhaft ist,

Weil es sich verändern wird.

Ich habe momentan so einen Glückskick sozusagen,

Habe Freude daran,

Aber dann vergeht es wieder,

Wenn ich es bekomme.

Freue ich mich kurz,

Aber dann ist es wieder weg.

Und wenn ich es mal bekommen habe,

Dann will ich natürlich mehr Glück,

Weil man steht auf dieses Gefühl von glücklich sein und dann braucht man halt wieder was Neues,

Um diesen Kick zu kriegen.

Und dasselbe nochmal zu kriegen,

Gibt einem diesen Kick auch nicht.

Also ist da immer irgendwo eine Unzufriedenheit,

Die unter all den glücksverheißenden Dingen liegt,

Weil wir immer mehr wollen.

Das liegt in dieser Natur,

Unserer Menschlichkeit.

Also so als Mensch sind wir nun mal so,

Immer mehr wollen und glauben,

Dass dann das Glück kommt.

Wenn ich nur das erreiche,

Dann kommt es.

Dann hast du es erreicht,

Dann brauchst du wieder was.

Das ist Dukka,

Das ist Suffering,

Das ist Leiden,

Das ist dauernd da.

Und die dritte Vertrete an sich,

Die wir immer haben,

Ist,

Dass die Dinge irgendwo Substanz haben,

Dass sie substanziell sind,

Dass sie da sind,

Dass sie fix sind.

Und das ist nun mal nicht so.

Was jetzt Körper angeht,

Der ist nun mal nicht substanziell.

Der verändert sich dauernd.

Wir sehen nicht,

Wie er wirklich ist.

Schaut euch den Körper an.

Man zieht die Haut des Körpers ab,

Visuell.

Das ist natürlich eine Theorie.

Schaut euch den Körper so an,

Dann seht ihr,

Wie er wirklich ist.

Er ist nicht irgendwo stabil,

Glücksverheißend.

Er verändert sich dauernd.

Und ist eigentlich ein dauerndes Vergehen.

Er lebt in Richtung eben zu sterben.

Dann denkt man,

Okay,

Wenn es der Körper nicht ist,

Das kann ich ja noch verstehen,

Das zeigt mir auch jeder Wissenschaftler,

Kann mir jeder Arzt sagen,

Dann habe ich zumindest noch eine tiefere Essenz,

Irgendeine Substanz,

Die tiefer irgendwo liegt,

Sowas wie eine Seele oder so.

Aber wenn man genau hinschaut,

Mit Weisheit reflektiert,

Dann wird man auch da nichts erkennen,

Was Substanz hat.

Auch eine Seele existiert nicht.

Also irgendeine Substanz,

Die sich nicht dauernd verändert.

Selbst all das Geistige,

Das in uns ist,

Verändert sich.

Selbst wenn wir ein guter Mensch sind,

Gute Dinge tun,

So ist da doch immer Veränderung da.

Mal mehr,

Mal weniger entsteht,

Vergeht.

Da ist nirgends eine Substanz,

Die dauernd da ist.

Das sind einfach Täuschungen.

Wir sehen die Dinge nicht wirklich,

Wie sie sind.

Und da ist es eben,

Wo wir sehen,

Dass Weisheit nicht da ist.

Dann könnt ihr daraus natürlich jetzt hören,

Dass Weisheit bedeutet,

Erstmal diese drei Daseinsmerkmale zu sehen.

Dass man sie immer wieder sieht und erkennt.

Wenn man Körper anschaut,

Geist anschaut,

Innen anschaut,

Außen anschaut.

Also dass diese drei Daseinsmerkmale dauernd präsent sind.

Vergänglichkeit,

Das Leidhafte oder die unbefriedigende Natur und eben diese unkontrollierbare Natur von Körper und Geist,

Innen und außen.

Das zu erkennen wäre Weisheit.

Immer wieder zu erkennen.

Es ist nicht so,

Dass du sagst,

Okay,

Einmal verstanden und jetzt passt alles.

Leider ist es nicht so.

Wie gesagt,

Das ist ja auch vergänglich,

Diese sogenannte momentane Weisheit,

Die da auftaucht.

Man muss es immer wieder zu sich holen und immer wieder drüber reflektieren,

Bis es ein Teil unserer selbst wird.

Bis es wie solche Puzzlesteine wird,

Die sich ineinander fügen.

Und je mehr du zusammen hast von diesen Puzzlesteinchen,

Umso klarer wird das Bild,

Bis es irgendwann einfach gar nicht mehr verlischt,

Sondern einfach die Klarheit,

Diese Weisheit dauernd in unserem Geist da ist.

Also dazu ist es nötig,

Eben immer wieder zu praktizieren,

Zu reflektieren.

Ja,

Weisheit ist die Befreiung von allen Geistesunreinheiten,

Heißt es auch.

Also Hass,

Gier,

Verblendung loszuwerden oder,

Dass man davon befreit ist.

Wie?

Wieder natürlich durch Reflektion,

Durch Erkennen der wahren Natur der Dinge.

Dadurch erkennen wir halt,

Wird eben Begierde,

Hass weniger,

Verblendung wird langsam eben verlöschen.

Da ist ein Unterschied zu dieser,

Die Weisheit hat immer zu diesem Überblick,

Die sieht das Ganze,

Die sieht einfach die Dinge im Ganzen.

So Holistik oder so würde man das bezeichnen.

Wohingegen,

Wenn wir Achtsamkeit praktizieren,

Was wir ja auch versuchen in unseren Meditationen,

Dann ist es meist nur so ein Ausschnitt des Ganzen.

Wir fokussieren uns auf eine Sache im gegenwärtigen Moment,

Was weiß ich,

Dieser Schritt,

Wir sind uns dieses Schritt voll bewusst sind im gegenwärtigen Moment.

Dann hast du einen Ausschnitt des Ganzen.

Das ist natürlich auch ein Erkennen,

Okay,

Dieser Schritt ist vergänglich,

Es fühlt sich so an oder dieser Atemzug.

Ja,

Aber das ist nur ein Moment,

Wohingegen völlige,

Also wirklich Weisheit nicht nur dahin geht,

Sondern Weisheit hat so eine Empfindung von Weite,

Von dem vollkommenen Verständnis von dem,

Was da ist.

Das sollte man auch wissen.

Weisheit hat da praktisch die Übersicht.

Ja,

Dann gibt es da drei Arten von Weisheit.

Also das habe ich vorher schon so ein bisschen erwähnt.

Das Erste,

Die ist das,

Was man in Pali Suttamaya Banya nennt.

Banya ist ja Weisheit und Suttamaya bedeutet Weisheit,

Die oder Wissen,

Das vom Studium zum Beispiel kommt.

Es ist ein zum Beispiel Lesen oder Hören von weisen Schriften oder weisen Gesprächen,

Das man übernimmt.

Das ist die erste Stufe von oder die erste Art von Weisheit.

Dann das darüber Reflektieren,

Das nennt man dann Tintamaya Banya.

Also Weisheit,

Die durch Reflektion entsteht.

Das heißt,

Man hört was,

Der Lehrer sagt was,

Das Buch,

Im Buch steht das geschrieben,

Man liest es und dann reflektiert man darüber,

Was bedeutet das jetzt für mich im Alltag oder wie kann ich das auf meinen Alltag anbieten.

Also darüber zu reflektieren,

Wäre dann eben Tintamaya Banya.

Und dann das Dritte wäre das,

Man sagt,

Durch Geistesläuterung entstandene Weisheit,

Bhavana Maya Banya.

Das heißt,

Dass man Bhavana durch Meditation,

Durch die Praxis eben Einsicht erlangt.

Also Weisheit,

Die durch Meditation entsteht.

Und diese Dritte ist auch die,

Die dann zur absoluten Weisheit führt.

Ja,

Der Buddha zum Beispiel hat in der Nacht,

Als er erleuchtet wurde,

Hat er verstanden,

Dass alle Dinge eben vergänglich sind,

Leidhaft sind,

Dass sie kein Selbst haben.

Dann hat er gesehen,

Dass seine eigenen Existenzen,

Also im ersten Teil dieser Nacht der Erleuchtung hat er erkannt,

All die Existenzen,

Die er schon durchgegangen ist.

Also er als Bodhisattva,

Der immer wieder geboren wurde,

Wieder gestorben ist.

Was hat dazu geführt?

Wie ist das dazu gekommen,

Dass er dann in dem Körper wiedergeboren wurde,

In dem Umfeld,

In so einer Familie,

In dem Land,

Was auch immer.

Also er hat das gesehen,

Die Ursache und Wirkung,

Die da passiert ist,

Was seine eigenen Geburten anging.

Und dann hat er auch erkannt,

Wie das bei allen Wesen ist.

Also wie ist es gekommen,

Dass all die Wesen in die Familie geboren wurden,

Als so ein Mensch,

Als Mann,

Als Frau,

Weise oder dumm oder was weiß ich geboren wurden.

Also das hat er eben erkannt.

Das ist in dieser Erleuchtungsnacht passiert.

Und dann hat er eben auch erkannt,

Warum.

Es ist eben Ursache,

Wirkung und auch die Ursächlichkeit von aller Existenz,

Die Bedingtheit aller Dinge hat er dabei erkannt.

Und dann hat er eben diesen achtfachen Pfad gelehrt,

Wo auch wieder Weisheit ein ganz bestimmter Teil davon ist.

Also er wird auch wieder als Erster angegeben.

Die ersten zwei Teile des achtfachen Pfads sind eben rechte Ansicht und rechtes Denken.

Also das ist Weisheit.

Da auch wieder,

Da fragen sich auch manche,

Eigentlich müsste es ja nachher kommen.

Erstmal hat man Seeler,

Eben rechtes Tun,

Rechte Sprache,

Rechter Lebenserwerb.

Dann hat man Konzentration,

Also dass man eben rechte Anstrengung hat,

Rechte Achtsamkeit und rechte Konzentration.

Und dann entsteht Weisheit,

Rechte Ansicht und rechtes Denken.

Aber Buddha hat das auch eben dazu gelehrt.

Erst rechte Ansicht und rechtes Denken.

Auch da ist Weisheit wieder das,

Was das ganze Rad da zum Drehen bringt.

Aber es geht nicht ohne die anderen.

Also diese müssen alle vorhanden sein,

All diese acht Speichen.

Trotzdem ist Weisheit da wieder das Ausschlaggebende,

Weil es sonst einfach nicht in die richtige Richtung geht.

Also Weisheit im achtfachen Tat wäre das dann.

Da wird auch,

Ich lese euch da was aus dem Samyutta Nikaya vor.

Da wird eben gesagt vom Buddha,

Echtes Wissen,

Ihr Bhikkhus,

Geht dem Auftreten heilsamer Dinge voran.

Gefolgt von Schamempfinden und der Scheu falsch zu handeln.

Dem Weisen,

Der zu echtem Wissen gelangt ist,

Entsteht rechte Ansicht.

Wer rechte Ansicht hat,

Dem entsteht rechte Gesinnung.

Also rechtes Denken,

Rechte Rede,

Rechtes Handeln,

Rechter Lebensunterhalt,

Rechte Anstrengung,

Rechte Achtsamkeit und rechte Sammlung.

So beschreibt Buddha das in Samyutta Nikaya,

Wie eben der achtfache Vater entsteht.

Dann kommt Weisheit auch vor in den fünf Kräften,

Die wir am Weg entwickeln,

Also die Balade Indriya.

Und da hast du eben Energie,

Konzentration,

Dann hast du Weisheit und Vertrauen und Achtsamkeit.

Und da ist es wieder ganz wichtig eben zu sehen,

Weisheit ist ein Teil davon und Weisheit muss immer in Balance sein oder sollte immer in Balance sein mit Vertrauen.

Das wird oft zum Problem in der Praxis,

Wenn die nicht in der Balance sind.

Also wenn bei manchen Menschen Vertrauen zu schnell läuft,

Sozusagen,

Und die Weisheit zu langsam,

Dann gehen sie meist nicht den rechten Weg,

Wie ich schon vorher erwähnt habe.

Dann kann es sein,

Du machst auch volle Anstrengung,

Weil du so viel Vertrauen willst erleuchtet werden oder eben irgendetwas erreichen.

Aber du hast noch keine Ahnung,

Wie der Weg ausschaut oder wo du lang gehen musst oder was ist jetzt korrekte Praxis,

Was nicht.

Und dann führt das dazu,

Dass Verblendung da mitarbeitet,

Unwissenheit mitarbeitet und dann kann es dann völlig in die falsche Richtung gehen.

Deshalb ist es auch da sehr wichtig,

Weisheit zu haben.

Auf der anderen Seite natürlich ist auch wichtig,

Energie und Konzentration,

Die auch balanciert sein sollten,

Damit man nicht auf der einen Seite,

Wenn zu viel Konzentration ist,

Zu ruhig wird und dann eben auch keine Weisheit entwickelt,

Nur an einer bestimmten Geistesruhe anhaftet oder eben sogar in Müdigkeit verfällt,

Weil die Energie einfach nicht ausgeglichen ist.

Auf der anderen Seite,

Wenn zu viel Energie ist,

Dann führt es dazu,

Dass man sehr unruhig wird,

Geistige Unruhe hat und eben auch nicht vorwärts kommt.

Also da muss eben Konzentration und Energie balanciert werden und da hilft uns die Achtsamkeit,

Das Fünfte dieser Kräfte.

Also die Fünfte der Kräfte ist eben Sati,

Die Achtsamkeit und die hilft uns zu sehen,

Wenn wir nicht mehr balanciert sind,

Wenn der Geist nicht mehr balanciert.

Im Gegensatz zu diesen fünf Kräften gibt es natürlich dann die fünf Hindernisse,

Aber davon werde ich später in unseren Thema-Talks dann nochmal genauer sprechen,

Darauf eingehen.

Aber nur kurz jetzt dazu,

Weil das ist eben das,

Wo man hinabfällt,

Sozusagen wo man hineinfallen kann,

Wenn unsere Kräfte nicht balanciert sind,

Dann geht es eben in die Hindernisse,

Wie schon vorher gesagt,

Zu viel geistige Unruhe führt eben zum Hindernis der Unruhe.

Ist klar,

Wenn Konzentration und Energie nicht balanciert sind,

Also zu viel Energie führt zur Unruhe,

Dann hat man eine Hindernis-Unruhe.

Zu wenig Energie,

Zu viel Konzentration,

Dann fällt der Geist ins Hindernis von Trägheit,

Also dass man müde wird und träge und nicht mehr klar ist.

Also da kommen dann die Hindernisse auf.

Aber wie gesagt,

Da werde ich dann später noch drüber reden.

Gut,

Das war jetzt ein bisschen was über Weisheit.

Ich hoffe,

Das hilft euch am Weg.

Die Zeit ist schon wieder um.

Ich werde jetzt mit der englischen Version weitermachen.

Ich hoffe,

Ihr habt noch einen schönen Sonntag.

Bleibt gesund und bis zum nächsten Mal.

© 2026 MC Brigitte Schrottenbacher. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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