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Was ist mein Geist

by Simon Sureshwara

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Meditation
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In diesem Podcast rede ich über den Geist. Es hilft dir sehr, zu verstehen, was dein Geist ist. Denn er ist Verursacher deiner Gedanken, Emotionen und verantwortlich wie du die Welt siehst, und was dir Freude bereitet, und was dich leiden lässt. Ihn zu verstehen und zu durchschauen wird dir helfen, ihn durch Meditation zu meistern. Ich wünsche dir viel Spaß beim höhren. Ich habe dies in Ubud, Bali aufgenommen, und du wirst die Umgebungsgeräusche hören. Grillen, Vögel, einen Gecko, einen Scooter.

Transkription

Hallo ihr Lieben,

Schön dass ihr hier seid.

Mein Name ist Simon Surishwara und ich möchte mit dir heute über den Geist reden.

Das was wir im Raja Yoga,

In der Meditation,

Ja zu meistern versuchen.

Die Meister von unserem Geist zu werden und ich möchte dir einfach,

So wie ich das sehe,

Erklären was unser Geist ist und was er nicht ist und wie wir ihn durch dieses Verständnis einfach besser meistern können.

Die große Frage ist also,

Die wir uns heute stellen,

Was ist mein Geist?

Derjenige der ständig die Gedanken produziert und die Gedanken werden zu Emotionen und der dadurch auch mein ganzes Leben beeinflusst.

Was ist mein Geist?

Mein Geist,

So sehe ich das,

Mein analytischer Verstand,

Mein Denkvermögen,

Das ist etwas was mir künstlich hinzugefügt wurde,

Ein künstliches Produkt.

Denn als ich ja auf die Welt gekommen bin,

Da war mein Verstand ganz einfach.

Da ging es um ganz grundlegende Dinge wie Wärme,

Nähe,

Nahrung und Windeln wechseln und ich hatte ja quasi keinen analytischen Verstand.

Ich kannte kein Morgen,

Kein Gestern.

Man war quasi oder ist quasi als neugeborenes Wesen immer im Augenblick,

Im Moment,

Im Fluss des Lebens.

Alles geschieht wie es geschieht und wir nehmen es einfach auf mit einem sehr reinen Bewusstsein.

Wenn es da Emotionen gibt,

Dann einmal wahrscheinlich sehr viel Liebe für die Menschen die uns nahe sind,

Unsere Mutter die uns in die Welt geboren hat und unseren Vater.

Aber sonst ist da nicht viel da.

Wir sind reines Bewusstsein mit einem riesen Batzen Liebe angefüllt und unser Verstand,

Unser analytisches Denken,

Das muss sich erst entwickeln.

Je älter wir werden,

Je weiter sich unser Gehirn entwickelt,

Unser Körper entwickelt,

Umso mehr spielt das Denken auch eine Rolle.

Bis wir dann auf einmal wirklich intensiv damit verbunden sind Dinge zu lernen,

Wie Schreiben,

Lesen,

Mathe und so weiter.

Wo wir wirklich analytisches Denken regelmäßig anwenden.

Wir wenden natürlich,

Wir denken die ganze Zeit,

Ja also auch als Kinder,

Wir lernen ja ständig und so.

Aber vorher war das alles Teil des Lebens und plötzlich wird Denken unser Leben.

Und was ist jetzt das Besondere an unserem Geist?

Der entwickelt sich ja nicht bei allen gleich.

Du hast andere Vorlieben,

Andere Abneigung,

Ganz eigene Gedankengänge,

Deine eigenen Träume und jeder Mensch nimmt ja auch das Universum,

Sein persönliches Universum,

Ganz subjektiv wahr.

Und das sagt mir einfach,

Dass mein Geist ganz anders ist als deiner.

Mein Geist und dein Geist,

So wie die sich entwickelt haben,

So wurden die auch beeinflusst.

Ja,

Ganz intensiv natürlich von deiner Familie.

Wenn deine Eltern Denker sind,

Wirst du bestimmt anders aufgezogen,

Als wenn deine Eltern Tierärzte sind oder Landwirte.

In welcher Kultur wir aufwachsen,

Spielt auch noch eine wirklich intensive Rolle,

Wie wir das Leben wahrnehmen,

Wie sich unser Geist entwickelt,

Welche Vorlieben und welche Abneigung wir haben.

Franzosen mögen Wein und Croissants.

Okay,

Croissants sagt auch der meiste Deutsche nichts dagegen,

Wein auch nicht.

Ja,

Aber ihr versteht,

Was ich meine.

Du verstehst,

Was ich meine.

Chinesen haben gerne zum Frühstück Reis.

Japaner essen gerne rohes Eigelb.

Wir Deutschen haben gerne ein richtiges Frühstück mit Brot und Marmelade oder Käse oder Wurst.

Unsere Kultur prägt unseren Geist ganz intensiv.

Und dann natürlich noch unsere Ausbildung,

Die Zeit in der Schule,

Im Kindergarten,

Nach der Schule.

Es beeinflusst uns,

Welche Studiengang wir wählen,

Zu welcher Schule wir gegangen sind,

Welche Freunde wir hatten,

Welche Filme wir gesehen haben,

Welche Werbung uns berieselt hat.

All diese Dinge wirken sich auf unseren Geist aus und beeinflussen dieses künstliche Produkt,

Das wir unseren Geist nennen,

Das da immer weiter wächst und immer weiter wächst und sich beständig verändert.

Als kleines Kind haben wir die Welt noch ganz anders wahrgenommen als als Jugendliche.

Und nachdem wir das jugendliche Alter verlassen haben,

Denken wir wieder anders über verschiedene Dinge nach.

Unser Geist ist also einem beständigen Wandel,

Einem ständigen Prozess unterlegen.

Und er ist von außen beeinflusst.

Intensivst beeinflusst.

Stell dir nur mal vor,

Du wärst in China aufgewachsen.

Du wärst ein komplett anderer Mensch.

Stell dir vor,

Du wärst in einer anderen Familie aufgewachsen.

Eine der ärmsten oder eine der reichesten.

Wie würdest du denken?

Wie würdest du sein?

Dein ganzes Leben wäre komplett anders.

Wärst du nur in eine andere Schulklasse gegangen?

Hättest du andere Freunde gehabt?

All das hätte dich anders beeinflusst und sich auf dein zukünftiges Leben ausgewirkt.

Unser Geist ist also ein künstliches Produkt,

Beeinflusst von außen und dadurch entwickeln wir unsere Gedanken.

Und das Schlimme ist,

Dann sind wir sehr bodenständige Deutsche und wir haben gern unser Müsli oder unsere Aufschnittbrote am Morgen zum Frühstück.

Und dann sind wir in Asien im Urlaub und auf einmal gibt es da nur Reis zum Essen.

Und der ist auch noch so scharf,

Dass man ihn quasi nicht runter kriegt.

Also was passiert?

Wir leiden.

Wir leiden,

Weil da etwas ist,

Das wir kritisieren lassen,

Wo wir eine Abneigung gegen haben.

Im Endeffekt,

Wo kommt das her?

Von unserem Geist.

Ja,

Es ist unsere Kultur,

Die uns da geprägt hat.

Was ist unser Geist noch?

Unser Geist,

Unsere Gedanken,

Sind das wirklich wir selbst dann?

Beeinflusst von außen.

Meine Kultur sagt mir,

Wer ich bin,

Was meine Vorlieben sind,

Was meine Abneigungen sind.

Zum Teil.

Zum Großteil.

Ganz klar wird die Beeinflussung allerdings,

Wenn ich mir ein bestimmtes Feld unserer Industrie anschaue.

Ja,

Wenn ich auf die Werbung schaue,

Auf das Marketing.

Da gibt es eine Wissenschaft,

Seit zig Jahren wird erforscht,

Wie etwas den menschlichen Geist beeinflusst,

Um ein Verlangen,

Eine Begierde,

Einen Gedanken in ihn einzupflanzen.

Was muss eine Person zu Gesicht bekommen,

Damit sie etwas kaufen will?

Ein Produkt in Hochglanz,

Hoch aufgelöste Fotos,

Strahlende Leute,

Sonnenschein,

Bestimmte Farben,

Bestimmte Verhaltensweisen der dargestellten Personen.

Wie oft muss die Person dann dieses Bild sehen,

Bis sie denkt,

Sie braucht dieses Objekt,

Das sie eigentlich gar nicht benötigt.

Das ist Werbung.

Werbung hat gelernt,

Unseren Geist zu beeinflussen und Gedanken in uns reinzusetzen,

Die gar nicht unsere sind.

Und genauso ist das aber mit dem ganzen Rest unserer Kultur,

Unserer Erziehung,

Unserer Familie.

Wenn wir uns in der Medikation über das stellen können,

Wenn wir uns davon befreien können,

Dann kommen wir wirklich an den Punkt,

Wo der Frieden in uns herrscht,

Wo Freiheit ist von all diesen Attachments,

Von all diesen Anbindungen.

Und das Schlimme ist,

Wir leiden,

Solange es jetzt keine körperlichen Schmerzen sind und selbst dabei,

Wir leiden fast ausschließlich wegen unserem Geist,

Wegen unseren Gedanken,

Weil wir die nicht kontrollieren können.

Und dabei sind das gar nicht unsere,

Das sind unsere Kultur,

Unsere Familie,

Unsere Freunde,

Die uns die konstruiert haben.

Natürlich auch wir selbst.

Ein Beispiel dafür.

Ich sehe jetzt die ganze Zeit diese Werbung über das neue iPhone und ja,

Ich muss mir das kaufen.

Jeder hat ja schon mittlerweile eins und ich habe nur so ein ganz normales Handy,

Hat noch nicht mal Touchscreen und so.

Und das neue iPhone,

Das hat ja auch den Touchscreen.

Wow,

Cool.

Was mache ich also?

Ich spare ein paar Monate mein Geld an,

Bis ich genug Geld habe,

Mir dieses teure Produkt zu kaufen und dann kaufe ich mir dieses Produkt und bin so außer Häuschen,

Dass ich jetzt endlich dazugehöre,

Dass ich mir das geleistet habe und dass es ja auch wirklich ein schönes Produkt ist.

Und dann freue ich mich darüber und bin vollkommen aus dem Häuschen.

Hey,

Schaut mal Leute,

Mein neues iPhone.

Guckt mal,

Ich kann sogar Fotos mitmachen und WhatsApp und sowas alles benutzen.

Ich bin ja so der glückliche Mensch.

Und dann geht man schlafen,

Nächsten Morgen macht man auf,

Denkt sich,

Wow,

Guck mein Smartphone,

Oh,

Guck mal,

Neue WhatsApp Nachrichten und Musikplayer.

Erstmal ein bisschen Musik anhören,

Das ist so ein tolles Produkt,

Ich bin wahnsinnig begeistert von dem.

Und man schwebt so den zweiten Tag auch noch richtig im Himmel.

Den dritten Tag auch noch so ein bisschen,

Aber ist schon weniger geworden.

Und ab dem vierten,

Fünften,

Sechsten Tag,

Vielleicht wachst du morgens einfach auf und es ist einfach nur noch ein Telefon,

Mit dem du deine Nachrichten schreibst,

Mit dem du telefonierst und ab und zu ein Foto machst.

Aber diese Freude über dieses Objekt ist nicht mehr da.

Du hast dich daran gewöhnt,

Du hast dir die Freude davon,

Daran genommen,

Durch die Gewohnheit.

Und was macht man als nächstes?

Ja,

Das nächste iPhone kommt ja raus.

Schon wieder die Werbung gesehen.

Okay,

Ich kaufe mir das nächste iPhone.

Und du kaufst dir das nächste iPhone.

Und was ist?

Du hast wieder drei,

Vier,

Fünf Tage lang diese Freude in dir und danach Gewohnheit.

Dann ist es wieder nur noch ein ganz normales Telefon,

Das dir keine Freude mehr bringt.

Die andere Sache ist,

Du sparst drei Monate lang,

Du kaufst dir das neue Telefon.

Muss jetzt kein iPhone sein,

Sorry,

Ich mache hier keine Werbung,

Bitte.

Du kaufst das neue Telefon und lässt es fallen.

Ja,

Ist direkt zerbrochen,

An dem Tag,

Wo du es kaufst.

Oh mein Gott,

Jetzt musst du auch noch,

Hast du drei Monate lang gespart,

Um dir das kaufen zu können.

Jetzt ist es kaputt,

Du kannst es nicht mehr verwenden.

Jetzt musst du auch noch dir Geld leihen von jemandem,

Um dir wieder eins zu kaufen und musst dann noch mal drei Monate lang das Geld abbezahlen.

Und dann leidest du richtig.

Und vielleicht nicht nur fünf Minuten,

Sondern vielleicht eine ganze Woche oder die ganzen drei Monate lang,

Wo du das Geld abbezahlst.

Jedes Mal,

Wenn du das Geld überweist,

Ach,

Ich war ja so doof,

Warum habe ich das nur fallen lassen.

Ja,

Also unser Geist kann uns diese Freude bringen,

Kann es aber auch ganz intensiv eben leiden lassen.

Und dann sei dir bewusst,

Das ist konstruiert,

Das ist künstlich erschaffen von außen.

Das kommt nicht von dir heraus.

Eigentlich bräuchtest du dieses neue iPhone gar nicht.

Du könntest ganz von dir aus glücklich sein.

Einfach,

Dass du da bist,

Dass du dieses Leben erleben kannst,

Dass du gesund bist,

Dass du nachts draußen sitzen kannst und die Sterne bewundern kannst.

All das könnte schon komplett ausreichen,

Dich vollständig glücklich zu machen.

Aber weil dir jemand anderes in deinen Geist eingepflanzt hat,

Dass dieses Objekt begehrenswert ist und einen Wert hat,

So oft,

Dass du es geglaubt hast,

Passiert genau das.

Du spürst diese krasse Wunder,

Freude oder du spürst diesen Schmerz,

Leidest.

Durch Meditation,

Durch die Herrschaft über unseren Geist,

Wird unser Bewusstsein immer klarer.

Dieses reine Bewusstsein,

Das wir waren,

Als wir auf die Welt gekommen sind,

Ohne analytischen Verstand,

Ohne kritisches Denken,

Ohne Planen,

Ohne Sorgen über die Zukunft,

Ohne Beschwerden über die Vergangenheit.

Je mehr wir meditieren,

Umso mehr distanzieren wir uns von unserem Geist,

Von diesem Verstand.

Die Worte,

Die Gedankengänge,

Die Gedankenbilder werden immer unbedeutender,

Bis wir dann komplett und vollständig wieder in den Fluss des Lebens eintauchen.

Wenn wir einfach wahrnehmen,

Was da ist und in dem existieren,

So bewusst,

Wie wir sind.

Was ist unser Geist noch?

Unser Geist,

Das muss man sich auch vor Augen halten,

Was sind unsere Gedanken?

Unser Geist ist ein System,

Das wie ein Computer funktioniert.

Das heißt,

Ein Gekko,

Muss ich auch mal vorstellen.

Okay,

So unsere Gedanken sind elektronische Signale in unserem Gehirn,

Die wir als Gedanken interpretieren.

Und aufgrund dieser elektronischen Signale schüttet unser Gehirn eine Chemikalie aus,

Hormone,

Die uns dann diese Gedanken auch noch fühlen lassen.

Und deswegen sollten wir dann leiden.

Deswegen sollten wir nicht einfach die glücklichsten Menschen sein,

In diesem Universum.

Wenn wir es wirklich schaffen,

Unseren Geist immer durchsichtiger werden zu lassen,

Kommt immer mehr unser reines Bewusstsein zum Vorschein.

Und am Ende tauchst du wirklich in diesen Strom des Lebens ein,

Vollkommen.

Es ist auch dann ein Verständnis dafür da,

Dass man selber für sein inneres Glück zuständig ist,

Dass man für seinen eigenen inneren Frieden verantwortlich ist.

Dass das Leben immer ein Auf und Ab ist.

Es geht immer mal aufwärts und es geht danach immer wieder abwärts.

Und nachdem es abwärts ging,

Wird es auch wieder aufwärts gehen.

Nachdem es aufwärts ging,

Wieder abwärts.

Und dann findet man irgendwann so in der Mitte seinen Frieden.

Beobachtet einfach,

Hey,

Jetzt geht es mal wieder nach oben.

Okay,

Das ist schön,

Aber jetzt keinen Grund komplett auszurasten.

Und dann sieht man,

Ah,

Jetzt kommt wieder eine Phase,

Wo es nach unten geht.

Und es ist kein Grund komplett auszurasten.

Daher ist für mich Meditationen mit das Wichtigste in meinem Leben.

Zu verstehen,

Dass ich gar nicht mein Geist bin.

Dass das meine Kultur ist,

Meine Familie,

Mein gelebtes Leben.

Dass ich aber in mir drinnen einfach reines Bewusstsein bin und mein Selbst,

Mein höheres Selbst,

Komplett entkoppelt ist von dem,

Was in meinem Geist vorgeht.

Frei von Ängsten,

Frei von Sorgen.

Es kann nicht verletzt werden.

Es ist immer heil.

Damit kann ich mich mit meinem innersten Kern immer durch die Meditation verbinden.

Das war jetzt das,

Was ich über den Geist sagen wollte.

Über unseren Verstand,

Das kritische analytische Denken,

Das wir gar nicht so dringend brauchen.

Es gut ist,

Wenn wir das wirklich meistern,

Verstehen,

Dass es nicht uns beherrscht,

Sondern dass wir es beherrschen können.

Dass wir mehr sind als unsere Gedanken.

Und dann danke ich dir fürs Zuhören.

Ich wünsche dir viel Spaß bei deiner Meditationspraxis und lass dich nicht von deinen Gedanken zu sehr beeinflussen.

Alles Liebe,

Bis ganz bald,

Dein Simon Sorejschwara.

4.7 (23)

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rahel

September 27, 2024

Schön war’s 🤗 danke dir

Anita

December 22, 2022

🙏 danke. Sehr schön und verständlich erklärt.

Stefan

August 24, 2022

Danke

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