
130. Verlustangst in romantischen und platonischen Beziehungen
by Miriam Amavi
Wie kann ich Schwierigkeiten in Beziehungen navigieren ohne mich selbst dabei zu verlieren? In letzter Zeit wurde ich öfters gefragt, wie man mit Verlustangst in Beziehungen oder Trennungen umgehen kann. Also habe ich mich diesem Thema endlich in dieser Podcastfolge gewidmet. Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Zuhören und würde mich am Ende über Feedback freuen! <3
Transkription
Hallo ihr Sweeten,
Ich bin Miriam,
Du hörst Peaceful Self-Project und welcome,
Welcome.
Heute geht es um ein Thema,
Was irgendwie voll oft in ganz kurzer Zeit angefragt wurde.
Was ich voll interessant finde,
Weil genau dieses Thema Verlustangst,
Wie geht man damit um,
Wenn Freundschaften auseinander gehen,
Wenn Beziehungen auseinander gehen und so weiter oder auseinander gehen könnten,
Sagen wir.
Und ich finde es irgendwie voll interesting,
Dass es in so einer kurzen Zeitspanne irgendwie öfters angefragt wurde und deswegen dachte ich,
Werde ich mich dem mal widmen und darüber eine Folge machen.
Lustigerweise ist das gerade ein Thema,
Was mich auch gerade konfrontiert und deswegen,
Ja ich weiß nicht,
Manchmal mache ich ja eigentlich,
Also öfters mache ich ja eigentlich Folgen,
Wo ich so das Gefühl habe,
Okay,
Da habe ich jetzt durchgearbeitet und da habe ich jetzt voll so das Gefühl,
Dass ich irgendwie es für mich so klar sortiert habe und im Moment bin ich halt eben gerade auch in der Phase,
Wo ich einfach total mit diesen,
Ja mit so Verlustängsten und so wie navigiert man sowas damit konfrontiert bin und ich war auf jeden Fall auch sehr,
Sehr,
Sehr verwirrt in den letzten Tagen und habe irgendwie gar nichts mehr verstanden und habe aber angefangen,
Ja habe das mit meiner Mentorin durchgesprochen und habe darüber innervoiced,
Habe geweint,
Habe vieles einfach zugelassen,
Was zugelassen werden musste und habe jetzt das Gefühl,
Dass ich in einem viel,
Viel klareren Ort bin und für mich persönlich einen Weg gefunden habe,
Zu sein in diesem Moment und ja,
Wie ich glaube,
Dass es einfach eine total menschliche Erfahrung ist,
Angst zu haben,
Menschen zu verlieren und wie ich jetzt,
Also wie gesagt,
Ich bin jetzt gerade in einem klareren Ort,
Zumindest habe ich das Gefühl und wir werden sehen,
Wie es weitergeht,
Vielleicht werde ich alles wieder vergessen und wieder komplett in der Angst sein oder in meinem Kopf sein und nicht mehr im Herz und ja und ich glaube,
Über diesen Prozess möchte ich so ein bisschen mit euch sprechen und davon erzählen,
Weil ich habe immer das Gefühl,
Bei Verlustängsten und dieser Angst,
Vor allem wenn so gerade sowas zum Beispiel in einer Freundschaft oder wenn man mit jemandem zusammen ist oder was auch immer,
Wenn sich sowas anbahnt,
Dass irgendwie nicht mehr alles so ganz okay ist,
Sondern plötzlich Angst hat,
Die Person zu verlieren oder so,
Dass dann direkt sowas Krampfartiges entsteht und der Kopf sofort das Ganze lösen will und der Kopf will unbedingt das Vermeiden,
Der Kopf will,
Dass es wieder so wird,
Wie es war oder dass man versteht,
Was passiert ist und so weiter und ja und unterm Strich habe ich einfach so gemerkt,
Dass es immer wieder darauf hinausläuft,
Zu sich nach Hause zu kommen und bei sich wieder anzuklopfen und dass es gar nicht so viel um die andere Person geht,
Aber darauf komme ich noch und wenn ihr hört irgendwie,
Dass Babys schreien oder irgendwas Vögel zwitschern,
Ich habe das Fenster gerade offen,
Weil es einfach schön draußen ist und deswegen muss die Soundqualität da ein paar Abstriche machen,
Aber ich denke mal,
Das ist okay.
Ja,
Was ich einfach denke,
Glaube ich,
Mit so Verlustangst und nicht zu wissen,
Was gerade los ist,
Was die Lösung ist und so weiter,
Ich glaube,
Der Kopf oder unser Verstand und da machen wir kurz die Unterscheidung zwischen Kopf und Herz,
Also dass der Verstand,
Der Kopf immer gerne uns beschützen will,
Immer gerne alles direkt lösen will und so weiter und eher so in so Gut und Böse denkt und das ist richtig,
Das ist falsch und das Herz ist einfach weich,
Das Herz ist immer liebevoll,
Das Herz ist friedvoll,
Da gibt es kein richtig oder falsch,
Sondern es gibt einfach nur,
Was du fühlst und was du wirklich fühlst und nicht,
Was dein Kopf denkt,
Was jetzt richtig ist und deswegen bist du dann wütend oder was auch immer,
Sondern das Herz ist quasi dieser authentische Ort in uns und ich glaube,
Man kennt ja diese Unterscheidung zwischen,
Bist du ein Kopfmensch oder ein Herzmensch oder Bauchmensch und das Herz kann man vielleicht auch den Bauch und die Intuition und so weiter mit einbinden,
Das liebevolle Bewusstsein,
Um es mal so zu vereinfachen,
Würde ich mal sagen.
Also ich habe auch mit einer Freundin in der Voice und die war mal in der Situation,
Wo sie mit einem Menschen zusammen war,
Ja und es einfach sich nicht mehr richtig angefühlt hat,
Sich nicht mehr okay angefühlt hat,
Dieser Mensch wollte sich glaube ich nicht zu ihr committen oder so und dann hatte sie halt die ganze Zeit,
So ihr Kopf hatte die ganze Zeit das Gefühl,
So ich will es jetzt einfach beenden,
Um diesen Struggle einfach zu beenden und ihre in der Voice meinte aber,
Nein,
Stay und sie sollte eben in dieser Beziehung bleiben und ich glaube jeder Beziehungscoach,
Whatever,
Hätte halt ihr geraten,
Aus dieser Beziehung rauszugehen,
Aber ihre in der Voice meinte halt,
Nein und dann hat sie halt gefragt,
Warum und ihre in der Voice meinte halt,
Weil du dir,
Du wünschst dir Frieden und du denkst,
Dass Frieden bedeutet,
Wegzurennen und diese Sache zu beenden,
Aber es bedeutet keinen Frieden,
Weil man sich dann viele Fragen stellt und viel hin und her überlegt und sich denkt,
Oh habe ich vielleicht einen Fehler gemacht oder so,
Sondern sie sollte eben einfach diese Beziehung den natürlichen Lauf der Dinge lassen und das hat sie dann auch gemacht und war glaube ich noch ein Monat oder zwei oder so mit dem zusammen und irgendwann haben sie sich halt getrennt auf so eine natürliche Art und Weise,
Dadurch hat sie eben nicht so viel,
Ich sag mal so Baggage aus der ganzen Sache mitgenommen,
Weil sie einfach die Dinge ihren natürlichen Lauf gelassen haben und manchmal ist der natürliche Lauf der Dinge ein bisschen langsamer oder manchmal auch viel schneller als man erwartet und damit will ich natürlich nicht sagen,
Dass das die Art und Weise ist,
Also natürlich,
Wenn man irgendwie missbraucht wird oder was auch immer,
Natürlich so hol die Hilfe,
Versuche aus dieser Situation herauszukommen,
Aber es geht ja vor allem darum,
Wie fühle ich in meinem Innersten,
Wie,
Was fühlt sich friedvoll an und das ist ja auch das Gleiche,
Was die inner Voice eben oder das ist genau das,
Was die inner Voice eben ist,
Es ist ja ein Teil von uns,
Es ist unser tiefster Teil,
Es ist nicht irgendwas von außen,
Was uns irgendwie rät,
Sondern es ist wirklich das,
Was im Inneren für uns richtig ist,
In Worte gefasst quasi und hätte sie eben diese Beziehung frühzeitig beendet,
Hätte sie eben oder meinte ihre inner Voice eben,
Dass sie da mehr ja emotionale Lasten mitgenommen hätte und mehr Unklarheiten und dass sie vielleicht in weiteren Beziehungen einfach noch mehr beeinflusst hätte und so sie einfach mit Frieden mit dieser Sache abschließen konnte.
Ich finde es einfach total interessant,
Das so zu betrachten,
Also dass der Kopf einfach unbedingt Frieden will und Frieden dann eben manchmal bedeutet,
Zum Beispiel die Person zu verlassen oder eine Situation zu kontrollieren oder sich eben auch an der Person festzuhalten und ja irgendwie denkt,
Man müsste jetzt sich selbst verändern oder die Person müsste sich verändern oder man müsste die Person verändern,
Damit es besser funktioniert oder dass es die einzige,
Der einzige Weg ist,
Dass es eben funktionieren kann oder zum Beispiel auch,
Dass es,
Dass die Person nicht gehen darf,
Also dass das ein Problem ist,
Wenn die Person geht oder so und das ist ja auch das,
Worauf eben diese Verlustangst ja auch basiert,
Ist,
Dass man eben nicht erlaubt,
Dass die Dinge so sein können,
Wie sie sind und dass man eben Angst hat,
Dass man alleine nicht klarkommt ohne diese Person und dass man ja auf irgendeine Weise vor irgendwas wegrennt.
Und der Kopf denkt irgendwie immer,
Der Frieden ist dann,
Wenn ich eine Lösung dafür gefunden habe,
Wenn ich eine Lösung dafür gefunden habe,
Ohne den Menschen zu leben,
Wenn ich eine Lösung dafür gefunden habe,
Mit dem Menschen zu leben,
Wenn ich eine Lösung gefunden habe,
Wie ich die ganze Situation unter Kontrolle bringen kann,
Dass man versteht,
Was man fühlt,
Was der andere fühlt,
Dass das alles klar sein muss,
Dass wenn man sich selbst versteht,
Dass man,
Wenn man den anderen versteht und so weiter und ja,
Dass es,
Dass dann sich Frieden einkehrt,
Wenn man seine Verlustangst aufgelöst hat und alles und ja,
Dass Frieden einkehrt,
Wenn die Welt perfekt ist und wir wissen es alle,
Es gibt keine Perfektion,
Es gibt kein perfektes Leben.
Natürlich haben all diese Dinge einen Platz,
Natürlich ist es wichtig,
Dass man miteinander kommuniziert und sich sagt,
Was man fühlt,
Was man denkt und dass man sich mit seiner Verlustangst beschäftigt und so weiter,
Aber dass das eben alles nicht das ist,
Was dir am Ende Frieden bringt.
Es dich vielleicht weiter und es ist wichtig,
Aber dass am Ende es wieder darauf hinauskommt,
Loszulassen und vor allem den anderen loszulassen,
Die Freundschaft loszulassen,
Die Beziehung loszulassen und nicht,
Das bedeutet jetzt nicht zu demjenigen zu gehen und sagen,
Ich werde dich nie wieder gesehen,
Sondern innerlich,
Innerlich diese Sache loszulassen.
Es ist genauso,
Wenn du ein Projekt anfängst,
Wenn du irgendwo anfängst zu arbeiten,
Wenn irgendwas passiert,
Was du so toll findest und Angst hast,
Die ganze Zeit es zu verlieren,
Dann ist es nicht frei,
Dann kann auch eine Beziehung keinen Spaß machen,
Dann kann eine Beziehung nicht frei sein,
Dann kann eine Freundschaft nicht frei sein,
Weil wir daran festhalten,
Weil es nicht anders sein darf,
Es darf nicht nicht sein und das spürt der andere Mensch.
Niemand will festgehalten werden,
Niemand will gezwungen werden.
Ich will nicht gezwungen werden,
Irgendwas tun zu müssen.
Ich will nicht gezwungen werden,
Dass ich nicht dazu gezwungen werde,
Das zu machen,
Was die andere Person will.
Ich will nicht festgehalten werden,
Ich will nicht,
Dass die andere Person nicht mehr klarkommt ohne mich.
Ich finde,
Also es ist natürlich so eine total,
Es wurde uns ja so eingetrichtert mit allen romantischen Komödien und sonst was,
Dass es dann nur echte Liebe ist,
Wenn derjenige für dich sterben würde oder so.
Aber das ist echte Abhängigkeit,
Es ist keine bedingungslose Liebe,
Sondern Liebe muss frei sein,
Um zu genießen zu sein und das bedeutet eben auch,
Dass wir loslassen und dass wir zu uns selbst nach Hause kommen,
Dass wir eben wieder verstehen,
Dass nicht die andere Person das Wichtigste in unserem Leben ist,
Sondern wir selbst und unsere Beziehung zu uns selbst und was uns wichtig ist.
Weil ich kann mir einfach nicht vorstellen,
Wie eine Beziehung super schön sein kann,
Wenn man nicht selber seine eigenen Wünsche auch erfüllt und für sich selber losgeht.
Und das Schöne ist ja irgendwie auch,
Dass man,
Dass beide Partien eben ihr Leben leben können und man dann wieder zusammenkommt und sich unterstützt,
Es teilen kann,
Es macht einfach Spaß,
Es ist schön,
Aber es ist kein Muss.
Und ich glaube,
Von diesem Standort die Dinge eben wieder zu sehen und zu sagen,
Okay,
Wenn ich zum Beispiel Freundschaften verliere,
Weil ich vielleicht anders lebe als die anderen oder weil ich,
Ja,
Vielleicht,
Vielleicht sich die Dinge auseinander leben oder jemand mich nicht versteht oder so,
Dass das in Ordnung ist,
Dass das nicht bedeutet,
Dass ich falsch bin oder dass ich am Ende alleine dastehe,
Sondern es bedeutet einfach,
Dass man an einem anderen Punkt ist.
Und entweder man kommt wieder bei sich an und lässt diese ganze Sache los und dann bedeutet das ja wieder,
Dass es frei ist und dann kann es weitergehen oder man sagt einfach,
Nein,
Ich finde da keinen Weg und dann ist es auch in Ordnung.
Und ich glaube,
Das ist eben immer so,
So,
So schwierig,
Wenn das Herz eben involviert ist und wenn man jemanden gerne hat,
Weil man eben die Menschen,
Die man gerne hat,
Lieber in seinem Leben behalten möchte,
Komme was wolle und man dann so gerne sich selbst vergisst und den anderen auf den Podest stellt und irgendwie das Gefühl hat,
Nee,
Ich mache jetzt Abstriche bei mir,
Damit,
Damit das irgendwie weiter funktionieren kann.
Oder ich versuche,
Mich in der Form zu pressen,
Die ich nicht bin.
Ich versuche,
Nicht die Ängste zu haben,
Die ich habe,
Damit meine Freunde irgendwie noch mit mir was zu tun haben wollen.
Und wenn es wirklich echte Freunde sind,
Dann bleiben die auch.
Und es ist vielleicht irgendwie so eine Scheißsache zu akzeptieren,
Aber dass es eigentlich auch was Gutes hat,
Wenn sich Dinge aussortieren und wenn man wirklich anfängt,
Ehrlich mit sich zu sein und ja,
Irgendwie vielleicht gar nicht mehr so krass nach so Lösungen sucht,
Weil eine Entscheidung kannst du nicht treffen,
Bevor du sie getroffen hast.
Es ist so,
Meine Mentorin hat so ein schönes Bild gesagt.
Sie meinte,
Zum Beispiel,
Wenn du so einen Hund hast und du sagst dem so,
Wie sagt man Hunden,
Wenn sie bellen?
Aus,
Glaube ich.
Und dann sagst du halt einfach ganz bestimmt,
So ganz selbstbewusst dem Hund,
Also du denkst doch nicht mal darüber nach,
Wenn er bellt und es nervt dich,
Du musst arbeiten,
Was auch immer,
Dann sagst du zu dem Hund,
So auf zu bellen,
Aus.
Und dann versteht der Hund das auch.
Aber wenn man dann dahin kommt und sagt so,
Oh ich muss jetzt,
Oh dieser Scheißhund,
Der soll jetzt mal aufhören zu bellen und darüber nachdenkt,
Wie doll jetzt der Hund mal aufzuhören zu bellen soll und dann versucht man mit dem Hund drüber zu reden und sagt,
Ja ich weiß ja,
Dass du bellen willst und so weiter,
Sondern nein,
Das passiert einfach.
Aber solange wir uns eben die ganze Zeit diese Frage stellen,
Oh mein Gott,
Was,
Wenn er mich verlässt oder was,
Wenn meine Freunde mich nicht mehr mögen oder was,
Wenn pipapo,
Dann fließt unsere ganze Energie einfach ab und weg.
Und wir beschäftigen uns so viel mit der anderen Person und vergessen uns selber total.
Und das merkt auch die andere Person.
Und wir stellen denjenigen auf ein Podest und sind so fokussiert darauf.
Aber was,
Wenn wir die anderen einfach sein lassen,
Wie sie sind und sie dafür lieben und sie nicht verändern.
Weil wenn man irgendwas will,
Was die andere Person nicht geben kann oder wenn die andere Person einfach auf einem anderen,
An einem anderen Punkt ist und man es dann erwartet und man erwartet,
Dass die andere Person sich für einen verbiegt.
Auch wenn es vielleicht so aus der subjektiven Sichtweise jetzt vielleicht du Recht hast in dem,
Wie du bist oder was auch immer.
Eine Beziehung zwischen zwei Menschen ist ja total individuell.
Man kann ja nicht sagen,
So sollte eine Beziehung sein und so sollte sie nicht sein.
Sondern es geht einfach darum,
Dass beide Menschen authentisch sind.
Und ich glaube,
Das ist halt so ein schwieriges Thema,
Wo ich auch selber gerade noch meinen eigenen Weg finde und das selber lerne zu verstehen und mich zu erinnern und so.
Weil ich glaube,
Es geht halt vor allem darum,
Entscheidungen zu treffen,
Ob man jetzt geht oder ob man bleibt oder wie man mit dieser Verlustangst umgeht und so weiter.
Dass es vielleicht einfach eher was Körperliches ist,
Was passiert.
Also dass eine Entscheidung einfach aus einem heraus passiert.
Also wie gesagt,
Wenn der Hund nervt,
Dann sagt man dem,
Er soll die Schnauze halten.
Und es ist nichts,
Worüber man jetzt so ewig nachdenkt.
Und dann kommt es auch aus der Kraft und dann kommt es auch aus einem liebevollen Ort oder zumindest aus einem ehrlichen Ort.
Und nicht aus so einem Angstort,
So Gott soll ich jetzt,
Soll ich nicht und was,
Wenn die Person jetzt geht und bin ich dann nicht mehr okay und bla bla bla.
Und es ist so viel irgendwie auf sich selbst bezieht und so viel auf die andere Person,
Versucht es der anderen Person so recht zu machen.
Und das Lustige ist ja auch,
Wenn man bei sich bleibt und wenn man das Leben,
Weil das war auch so eine Frage,
Was passiert,
Wenn mich meine Freunde verlassen,
Weil ich halt immer mehr so werde,
Wie ich bin.
Dass,
Wenn man wirklich seiner eigenen Intuition und sich selbst folgt,
Dass auch die Menschen dann kommen,
Die bleiben und die richtig sind.
Ich habe das so krass gemerkt,
Dass zum Beispiel mit dieser Inner Voice Ausbildung,
Die habe ich ja auch aus einer Intuition heraus gemacht,
Weil ich das Gefühl hatte,
Das ist das Richtige für mich.
Und ich habe das nicht gemacht,
Um da Freunde kennenzulernen.
Ich habe das für mich gemacht.
Und was daraus entstanden ist,
Sind einfach so die reichesten Freundschaften,
Die ich haben darf mit Menschen,
Die mich komplett verstehen,
Die mich komplett so sein lassen,
Wie ich bin und mit denen ich über alles reden kann.
Und es ist so,
So schön und ich bin so froh um diese Menschen.
Aber die sind halt auch nur in meinem Leben,
Weil ich dem gefolgt bin,
Was ich gerne machen möchte und dem gefolgt bin,
Wer ich bin.
Aber es hat auch seine Zeit gedauert,
Bis es sich so ein bisschen eingerastet hat und bis ich so ein Vertrauen darin gefunden habe,
Dass egal in welche Beziehung ich gehe,
Ob das jetzt eine romantische oder eine freundschaftliche oder berufliche oder was auch immer ist,
Dass ich eben weiß,
Dass ich immer die Macht habe und ich mich immer um mich kümmern kann und ja,
Dass ich sozusagen die Magie bringe.
Die andere Person natürlich auch,
Aber dass ich nicht dieser Beziehung so ausgeliefert bin,
Sondern dass ich immer wieder zu mir zurückkomme.
Und das ist manchmal was,
Was man vergisst.
Ich vergesse das auch regelmäßig,
Dass es nicht um die andere Person die ganze Zeit geht,
Sondern vor allem um mich und wie ich mich fühle.
Und vor allem auch,
Dass es darum geht,
Sich es bequem zu machen in dieser Unwissenheit,
Weil man weiß nie.
Es gibt keine Sicherheit.
Es gibt keine Sicherheit,
Dass deine Freunde bleiben.
Es gibt keine Sicherheit,
Dass dein Partner bleibt.
Es gibt keine Sicherheit,
Dass dein Job bleibt.
Es gibt keine Sicherheit für irgendwas,
Weil wir wissen es einfach nicht.
Und gleichzeitig bedeutet es dann aber auch,
Dass die Dinge frei sind,
Weil wenn wir uns die ganze Zeit auf diesen Labels ausruhen,
So ja,
Wir sind ja schon unser ganzes Leben lang befreundet oder wir sind jetzt schon so lange zusammen oder so,
Da passiert ja nichts mehr und das ist ja auch bla bla bla.
Und dann gibt es so viele Obligationen und gibt es so viele Erwartungen und sonst was,
Weil man sich irgendwie so selbstverständlich sieht und weil man sich irgendwie so ausruht irgendwie auf seiner Geschichte und nicht mehr präsent ist.
Aber eben wenn wir die Person immer wieder loslassen innerlich und immer wieder gehen lassen,
Dann lernen wir immer mehr in der Präsenz zu bleiben,
Im Jetzt zu bleiben,
In wirklich zu fühlen,
Was diese Beziehung für uns bedeutet und nicht die ganze Zeit so kognitiv das zu versuchen zu überlegen,
Was das jetzt alles bedeutet und wie wir das jetzt lösen und wie das jetzt weitergeht und so.
Weil wir wissen es nicht.
Das Einzige,
Was es halt nähert,
Ist eben aus meiner Perspektive momentan,
Kann sich ändern,
Ist eben dieses sich loslassen gegenseitig und bei sich wieder ankommen und sich auch Raum zu geben.
So wichtig,
Sich Raum zu geben und das zu tun,
Was sich richtig anfühlt.
Diese Unsicherheit ist eben was,
Auch diese Verlustangst,
Die wird halt da sein,
Bis sie nicht mehr da ist.
Aber solange sie da ist,
Müssen wir sie nicht lösen,
Sondern können uns einfach in dieser Angst liebhaben und in dieser Unsicherheit liebhaben und uns um uns selbst kümmern,
Um die Beziehung zu uns selbst kümmern.
Und das merkt ja die andere Person auch,
Wenn wir sie freilassen,
Dann fühlt es sich plötzlich wieder angenehm an.
Ich finde es so angenehm,
Wenn jemand einen freilässt.
Auch wenn das Ego oder der Verstand dann so denkt,
Ich will,
Dass du nicht ohne mich leben kannst.
So nein.
Es ist so witzig,
Was der Verstand alles so erwartet und will und was wir eigentlich von ganzem Herzen wollen.
Weil wenn ich jetzt irgendwie wüsste,
Dass jemand ohne mich sterbensunglücklich wäre,
Würde es einfach total den Druck auf mich auslösen,
Dass ich nicht mehr frei entscheiden kann,
Was ich möchte.
Und ich glaube,
Das ist so wichtig,
Dass alle sich freilassen.
Und es ist so schwer,
Es ist so schmerzvoll.
Ich weiß,
Ich weiß,
Ich weiß.
Aber diesen Schmerz auch zu fühlen und den zu erlauben und vielleicht durchzuweinen,
Nicht zu wissen,
Was los ist,
Keine Ahnung zu haben und dass das okay ist.
Ja,
Es ist halt echt interessant.
Und ich habe halt so oft die Erfahrung gemacht,
Dass immer,
Wenn ich den Menschen loslasse,
Dass es dann irgendwie einen Weg findet,
Weiter zu gehen und dass man wieder zueinander findet und dass es wieder schön und angenehm wird und nicht mehr so verkrampft und zwang und bla,
Sondern dass man sich wieder freilässt und in dieser Freiheit wieder zusammenkommt.
Aber es kann natürlich auch bedeuten,
Dass wenn man denjenigen freilässt,
Dass es auseinander geht und dass natürlich eine Verbindung bleibt,
Aber die Verbindung sich eben anders manifestiert,
Dass sie einen anderen Ausdruck bekommen,
Dass es in eine andere Form sich wandelt,
Dass es vielleicht bedeutet,
Dass man nicht mehr physisch in dem gegenseitigen Leben ist,
Aber das heißt nicht,
Dass man jemanden hassen muss oder was auch immer.
Weil es ist dann wieder,
Ja,
Nicht bedingungslose Liebe.
Und es ist so schwierig,
Finde ich,
Seinen Kopf da so rumzuwälzen oder man sagt im Englischen so,
To wrap your head around it,
Dass es eigentlich am Ende immer wieder darum geht,
Diese ganze Sache loszulassen und zu erlauben,
Dass es aufhören darf.
Aber halt jetzt auch nicht sofort zu demjenigen,
Wie gesagt,
Zu gehen und zu sagen,
Du,
Ich habe das jetzt alles losgelassen,
Bye.
Und dann so irgendwie so denkt,
Oh,
Ich bin jetzt super spiritual und entscheide mich jetzt voll so,
I can't take this no more,
Sondern sich erst mal damit hinsetzt,
Dass man eben eine Lösung will und dass man Frieden will und wirklich mal sich klarzumachen,
Was Frieden eigentlich für einen selbst bedeutet.
Und dass es vielleicht nicht unbedingt daherkommt,
Irgendwelche Dinge aufzugeben,
Nur damit man nicht den Struggle hat.
Weil Struggle hat man so oder so.
Irgendwer hat mal gesagt,
Es ist schwer zu meditieren und es ist schwer,
Nicht zu meditieren.
Oder es ist schwer,
Eine Serie zu gucken,
Weil man dann denkt,
Ich fühle mich jetzt so schlecht,
Dass ich die Zeit verplempert habe.
Aber es ist auch schwer,
Keine Serie zu gucken,
Weil man sich denkt,
Ich würde mich jetzt so gerne berieseln lassen.
Und es ist genau dasselbe.
Der Frieden kommt nicht daher,
Ob irgendwas zu entscheiden oder nicht zu entscheiden oder jemanden zu hassen oder nicht zu hassen.
Jemanden zu hassen bedeutet ja auch nur,
Dass man den Schmerz nicht fühlen möchte,
Der dann aufkommt,
Wenn jemand einen verlässt.
Und dass es eben auch okay ist,
Wenn Menschen einen verlassen,
Dass es nichts Persönliches passiert,
Sondern es einfach bedeutet,
Dass die andere Person in einem anderen Punkt ist und die Person dafür zu lieben,
Dass sie für sich entscheiden kann.
Und ja,
Wieder zu überlegen,
Warum liebe ich die Person eigentlich?
Für mich?
Oder liebe ich die Person nur,
Wenn die mich auch liebt?
Oder genauso viel liebt?
Und da grätscht unser Verstand immer so schön rein und will uns immer erklären,
Dass es unbedingt alles total gerecht und so sein muss.
Aber natürlich,
Wie gesagt,
Es gibt Momente,
In denen es einfach total wichtig ist,
Aus einer Situation rauszugehen.
Es gibt ja jetzt heutzutage so viele Begriffe,
Wenn man gegaslighted wird oder wenn man missbraucht wird oder wenn man einfach mental so sehr darunter leidet.
Aber wenn es jetzt einfach nur so eine kurzzeitige,
Emotionale Turbulenz ist,
Wo man unbedingt eine Lösung jetzt sofort finden will,
Kann man vielleicht nochmal einen Schritt zurück tun und nichts tun.
Sich in Stille üben,
Sich darin zu üben,
Sich zu besinnen,
Wer du selbst bist und wie es sich anfühlt.
Und ich finde irgendwie,
Jetzt wo ich an diesem Punkt bin,
Einfach die Dinge ihren Lauf zu lassen,
Die Dinge loszulassen,
Wieder bei mir anzukommen,
Mich wieder daran zu erinnern,
Dass ich wichtig bin,
Hat wieder für mich persönlich einfach so viel Raum aufgemacht und fühlt sich so viel friedvoller an.
Weil es geht ja darum,
Was fühlt sich friedvoll an?
Und es fühlt sich nicht unbedingt friedvoll an,
Menschen zu hassen,
Weil sie uns verlassen haben oder Menschen sich selbst zu hassen,
Weil die Freunde einen nicht mehr Kontakt wollen oder was auch immer.
Oder der Partner oder die Partnerin,
Was auch immer.
Und wie kommen wir zurück zu unserem eigenen Frieden,
Ist glaube ich die Frage.
Ich glaube,
Desto mehr wir einfach diese Connection zu uns selber aufbauen und stärken,
Desto mehr,
Wie sagt man so,
Comfortable werden wir einfach in diesen Momenten.
Desto mehr können wir uns ausbreiten in diesen schwierigen Momenten,
In denen wir selber auch nicht wissen.
So wenn du nicht weißt,
Dann weißt du nicht,
Dann musst du dich nicht zwingen,
Es zu wissen.
Und wenn du eine Verlustangst hast,
Dann hast du eine Verlustangst,
Dann musst du dich nicht dazu zwingen,
Keine Verlustangst zu haben oder zu zwingen,
Sie aufzulösen.
Es wird alles passieren.
Es wird alles zum richtigen Zeitpunkt kommen und der Verstand versucht dann immer alles sofort jetzt zu lösen.
Das heißt ja nicht,
Dass du es nicht lösen kannst,
Aber dass es vielleicht nicht jetzt ist.
Ja und wenn man dann verlassen wurde,
Sich dann auch wieder zu erlauben,
Verlassen worden zu sein.
Das rauszuweinen,
Darüber zu reden,
Wenn es sein muss.
Da rein spüren.
Sich nicht zwingen,
Dann irgendwie zu funktionieren oder so,
Sondern einfach das auch den Lauf der Dinge lassen und dann irgendwann wieder wieder zu sich zurückzukommen,
Sich wieder zu erinnern,
Dass es um einen selbst geht und dass es okay ist,
Wenn andere Menschen im anderen Punkt sind.
Und ich fühle gerade irgendwie da so viel Frieden und merke auch immer wieder,
Wie mein Verstand so in manche Sachen so reingrätscht und mir dann wieder irgendwie erzählen will,
Dass das ja alles nicht richtig ist und so.
Aber ich will halt lieber dem Frieden vertrauen als dem Nichtfrieden und das ist eben auch eine Übung,
Denke ich mal.
Ja,
Deswegen.
Ich habe keine Ahnung,
Wie alles in meinem Leben weitergeht und es ist okay.
Ich weiß aber,
Dass es in Liebe weitergeht,
Wenn ich mich immer wieder erinnere und jede Partie,
Mich und andere so sein lasse,
Wie sie sind und die anderen Menschen eben auch dafür lieben,
So wie sie sind.
Das ist,
Glaube ich,
Auch so wichtig,
Auch wenn es nicht immer bedeutet,
Dass es von Vorteil für uns selbst ist.
Ja,
Deswegen mal sehen,
Ob dieser Frieden bei mir,
Wie lange der anhält,
Weil Verstand nimmt immer gerne irgendwann wieder überhand.
Aber ja,
Deswegen wünsche ich euch auf jeden Fall ganz viel Ruhe innerlich und es ist okay.
Es ist all good.
Und wenn du eine Sache machst,
Dann deine inner Voice hören,
Dazu Fragen stellen,
Kann ich auch gerne nochmal eine Folge zu machen oder so.
Ich würde mich total über Feedback freuen.
Vielleicht möchtest du mir eine Nachricht schreiben oder eine Bewertung bei Apple oder whatever.
Falls du Gedanken zu dieser Folge hast,
Falls du Fragen hast,
Ja,
Wenn du wieder mehr zu dir kommen möchtest,
Kannst du auch gerne meinen Kurs bei InsideTimer machen.
Das ist alles in den Show Notes oder ein paar Meditationen,
Auch bei InsideTimer oder bei YouTube.
Ich würde mich auf jeden Fall freuen und ja,
Bin immer so dankbar für all die Menschen,
Die zuhören.
Und heute mache ich einen Song auf die Playlist und zwar Once in a while von Madeleine Peyroux,
Heißt sie,
Glaube ich.
Und der ist eben auch,
Ich glaube,
Ganz wunderbar für genau dieses Thema,
Über das ich heute gesprochen habe.
Ich finde,
Der strahlt so einen schönen Frieden aus,
Dass man sich eben für sich selbst entscheidet,
Was auch immer das bedeutet.
Wie gesagt,
Das muss ja nicht bedeuten,
Dass Dinge auseinander gehen,
Sondern eben,
Dass Dinge freier werden und dass man in Freiheit zusammen ist.
Und Dinge frei lassen bedeutet aber auch,
Dass sie zu Ende gehen können.
Und ich glaube,
Das kann man eben auf so,
So viele Ebenen im Leben übertragen.
Und deswegen finde ich,
Passt dieser Song so gut,
Weil man ihn auf so vieles anwenden kann,
Sage ich mal.
Und deswegen ja,
Wünsche ich dir auf jeden Fall ganz viel Spaß beim Hören.
Die Playlist findest du in meinen Shownotes.
Und ja,
Fühl dich ganz doll gedrückt und ich hoffe,
Wir hören uns beim nächsten Mal wieder.
Bis dann!
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