
Die Wichtigste Übung Für Ein Ruhigeres Nervensystem
Immer dieselben Sorgen, Grübelgedanken oder Körpersymptome? Dein Gehirn spielt oft alte Programme ab – selbst wenn die Gefahr längst vorbei ist. In dieser Folge zeige ich dir die „Musterunterbrechung“: eine einfache 30-Sekunden-Übung, die Stressmuster stoppt, dein Nervensystem beruhigt und dich sofort ins Jetzt holt. Diese einfache 30-Sekunden-Übung kann dein Gehirn neu verdrahten. Und du erfährst die 3 Schritte, wie du sie sofort im Alltag einsetzen kannst.
Transkription
Stell dir mal vor,
Dein Kopf ist ein Radio,
Aber hängt auf einer richtig miesen Frequenz fest.
Immer dieselben Songs.
Sorgen,
Grübeln,
Alte Geschichten.
Heute verrate ich dir den Knopf,
Mit dem du sofort umschalten kannst auf Ruhe,
Klarheit und Präsenz.
Und ja,
Er funktioniert,
Mit etwas Übung,
Sogar in 30 Sekunden.
Es gibt Momente,
In denen wir innerlich wie ferngesteuert sind.
Wir denken nicht wirklich,
Wir wiederholen.
Immer wieder dieselben Geschichten,
Sorgen und Selbstgespräche,
Die wir seit Jahren kennen.
Das Gehirn liebt das.
Es ist wie ein Radio,
Das auf einer einzigen Frequenz festhängt,
Selbst wenn das Programm schon lange nicht mehr gut tut.
Und die gute Nachricht ist,
Du kannst diese Frequenz wechseln.
Mit einer einfachen,
Aber mächtigen Übung,
Der Musterunterbrechung.
Ich habe das nicht aus einem Buch gelernt,
Sondern am eigenen Leib erfahren.
In einer Phase,
In der mein Kopf voller Katastrophenszenarien waren.
Damals habe ich entdeckt,
Es reicht,
Wenn ich mich mitten im Gedankenfluss stoppe,
Kurz bewusst werde und mich ins Jetzt zurückhole.
Das klingt ziemlich einfach,
Ist es auch,
Aber die Wirkung kann enorm sein.
Was passiert da im Gehirn?
Dein Gehirn ist eine Wiederholungsmaschine.
Es speichert nicht nur Fakten,
Sondern ganze Gefühlsszenarien,
Wie Symptomerinnerung.
Vielleicht hast du schon vom limbischen System gehört.
Selbst wenn der Auslöser längst weg ist,
Kann dieses limbische System den gleichen Stresszustand wieder abrufen,
Als wäre er ganz real.
Das ist wie ein Schauspieler,
Der dieselbe Szene seit 20 Jahren spielt,
Ohne zu merken,
Dass das Stück längst abgesetzt worden ist.
Die Musterunterbrechung ist wie ein Regisseur,
Der auf die Bühne geht und sagt,
Cut,
Neue Szene.
Ich sage dir gleich die drei Schritte,
Die dafür nötig sind,
Aber das kommt mir gerade,
Du könntest dieses Cut,
Neue Szene gut als Mantra mitnehmen.
Also in diesem Moment signalisierst du deinem Nervensystem,
Es ist jetzt nicht damals,
Nicht irgendwann,
Sondern jetzt.
Und so funktioniert das Ganze ganz praktisch.
Also der erste Schritt ist,
Erkenne,
Was gerade läuft.
Also frag dich,
Woran habe ich gerade gedacht?
Was habe ich gerade gefühlt?
Das ist der erste entscheidende Schritt.
Dann kommt der zweite,
Stoppen.
Wie ein Punkt am Ende eines Satzes,
Also dieses Cut.
Stell dir ruhig dabei vor,
Du bist der Regisseur und du sagst Cut,
Neue Szene.
Und dann der dritte Schritt,
Präsenz.
Richte deinen Blick oder deine Sinne auf etwas im Hier und Jetzt.
Irgendein Geräusch oder ein Geruch,
Vielleicht dein leckerer Kaffee oder Tee oder auch eine Form.
Du schaust dir also ganz genau einen Gegenstand an,
Also du aktivierst deine Sinne und kommst damit in das Jetzt,
In die Präsenz.
Und der letzte Schritt,
Vierter Schritt,
Wäre das Atmen,
Spüren,
Wie deine Füße den Boden berühren,
Also fühlen,
Ganz basal im Körper.
Und das Ganze dauert 20,
30 Sekunden,
Nicht länger.
Und das ist die gute,
Verblüffende Nachricht.
Aber,
Und jetzt kommt leider noch etwas,
Du musst es wiederholen.
Nicht zweimal am Tag,
Sondern wenn du wirklich einen Effekt spüren willst,
20 oder 30 mal am Tag.
Das hört sich jetzt groß an,
Ist es auch,
Aber wenn du ein bisschen übst,
Wirst du merken,
Das geht immer besser.
Und ich gebe dir hier noch drei originelle Beobachtungen aus der Praxis mit.
Einmal,
Die Musterunterbrechung ist wie das Zähneputzen fürs Gehirn.
Du merkst erst nach einer Weile,
Wie viel frischer und klarer sich das anfühlt.
Und am Anfang kann es sich wirklich seltsam anfühlen.
Manche berichten auch,
Dass sie anfangs fast unruhiger werden.
Und das ist normal.
Dein System ist den Dauerlauf gewohnt und wenn du dann plötzlich anhältst,
Fühlt sich das erstmal komisch an.
Und zum Schluss,
Dein Blick verändert sich.
Wenn du das regelmäßig übst,
Dann beginnst du Details zu sehen,
Die du vorher gar nicht gesehen hast.
Das Zittern eines Blatts im Wind,
Das Muster im Pflasterstein oder der Klang im Raum zwischen zwei Stimmen.
Und zum Schluss noch drei Tipps,
Damit es im Alltag besser klappt.
Verknüpfe das Ganze mit Routinen.
Also mach die Musterunterbrechung zum Beispiel,
Wenn du an einer roten Ampel stehst oder beim Kaffee kochen,
Beim Türe schließen und so weiter.
Und es muss nicht meditativ sein.
Du kannst es auch mitten im Einkaufszentrum machen.
Und zum Schluss spiel damit.
Unterbreche nicht nur Gedanken,
Sondern auch Körperspannung zum Beispiel.
Wenn du eine körperliche Spannung spürst,
Dann kannst du mal die Schultern fallen lassen oder dein Gesicht ganz bewusst entspannen.
Du machst einfach einen Cut.
Neue Szene.
Und der eigentliche Schatz,
Der zeigt sich dann nach ein paar Tagen.
Es beginnt damit,
Dass du merkst,
Hey,
Ich bin dem Ganzen nicht mehr ausgeliefert.
Also du bekommst,
Ja,
Wie soll ich sagen,
So eine Power oder so ein Werkzeug an die Hand,
Wo du wirklich so Gedankenschleifen aushebeln kannst.
Du merkst,
Dass du in dein System,
Vielleicht trotz Schmerzen,
Stress oder Sorgen,
Inseln der Ruhe einbauen kannst.
Und dann kommt dieser besondere Moment,
In dem du merkst,
Ja,
Da ist weniger Angst,
Weniger Ringlichkeit,
Mehr Raum,
Vielleicht sogar mehr Schönheit.
Wie das Summen einer Hummel im Frühling oder das Licht,
Das durch ein Küchenfenster fällt.
Und das ist keine Magie,
Das ist wirklich einfaches Training.
Und das Schöne ist,
Du kannst jederzeit wieder damit anfangen.
Mach das doch mal gerade jetzt,
Bevor du weiterhörst.
Schließ für einen Moment die Augen oder lass sie sanft ruhen und frag dich,
Was habe ich gerade gedacht?
Was habe ich gefühlt?
Und Cut.
Neue Szene.
Jetzt aktiviere deine Sinne.
Was kannst du vielleicht sehen oder riechen oder hören?
Du kannst zum Beispiel deine Aufmerksamkeit jetzt ganz auf meine Stimme richten.
Und dann spüre den Boden unter deinen Füßen.
Den Atem in deinem Körper.
Erde dich ganz.
Und das war's.
Das ist deine erste Musterunterbrechung.
Du bist jetzt hier.
Ja,
Schreib mir gerne in die Kommentare,
Wie das für dich war und vielleicht hilft es dir auch,
Das mal so auszudrücken,
Wie so eine innere Motivation.
Ich möchte das jetzt trainieren.
In den nächsten Tagen.
Ich wünsche dir ein gutes Leben.
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