
Raum Für Gefühle – Achtsamkeit Mit Den Gefühlen
by Julius Pieth
Eine kurze Meditation aus der Reihe „Momente der Achtsamkeit“.Manchmal genügt ein kleiner Moment, um innezuhalten und wahrzunehmen, was gerade in uns lebendig ist.In dieser Achtsamkeitspraxis stehen die Gefühle im Mittelpunkt. Du kannst wahrnehmen, was gerade da ist – etwas Leichtes oder Schweres, Deutliches oder Leises. Wenn es angenehm ist, schließe die Augen oder senke den Blick sanft und richte deine Aufmerksamkeit nach innen.Vielleicht entsteht das Bild einer Welle: Ein Gefühl kommt, bewegt sich und verändert sich. Es kann stärker oder leiser werden oder einem anderen Gefühl Raum geben.Für einige Minuten darfst du einfach spüren und wahrnehmen, ohne etwas verändern oder bewerten zu müssen. Momente der Achtsamkeit“ ist eine Reihe kurzer, ruhiger und undogmatischer Meditationen. Jede Übung widmet sich einem Aspekt bewussten Erlebens – etwa Gefühlen, Atem, Körperwahrnehmung, Gedanken oder inneren Bedürfnissen.
Transkription
Schön,
Dass du dir diesen Moment nimmst.
Vielleicht findest du eine Haltung,
In der du für einige Augenblicke ganz bei dir sein kannst.
Nimm zunächst einen Atemzug bewusst wahr.
Einatmen.
Ausatmen.
Und dann darf deine Aufmerksamkeit zu dem wandern,
Was du gerade fühlst.
Vielleicht ist da ein Gefühl.
Etwas Leichtes.
Etwas schweres.
Vielleicht ist es deutlich.
Oder es zeigt sich erleise.
Spüre,
Wie es sich in deinem Körper zeigt.
Vielleicht als Wärme.
Als Weite.
Oder als Bewegung.
Vielleicht entsteht dabei das Bild einer Welle.
Ein Gefühl kommt.
Es bewegt sich.
Und verändert sich.
Manchmal ist die Welle ganz ruhig.
Manchmal etwas kräftiger.
Vielleicht zieht sie sich für einen Moment zurück.
Und eine neue Welle kommt.
Gefühle verändern sich.
Ihre Stärke.
Ihre Gestalt.
Ihre Bewegung.
Vielleicht bemerkst du,
Dass auch ein Gefühl seinen eigenen Rhythmus hat.
Für einen Moment ist es deutlich da.
Dann wird es wieder leiser.
Ein anderes Gefühl kann auftauchen.
Oder es bleibt einfach im Raum.
Wie in einer Landschaft,
In der sich das Wetter verändert.
Manchmal ist der Himmel weit,
Manchmal ziehen Wolken auf.
Und die Landschaft bleibt eine Landschaft.
Bleib noch für einige Augenblicke bei deinem Erleben.
Ohne etwas daraus machen zu müssen.
Einfach spüren.
Eine wille kommen,
Eine Wirklichkeit.
Und dazwischen ist Bewegung.
Nun darf deine Aufmerksamkeit langsam wieder weiter werden.
Spür den Raum um dich.
Die Unterlage,
Die dich trägt.
Und vielleicht nimmst du ein wenig von dieser Offenheit mit in deinen Tag.
Ein Gefühl nach dem anderen.
Ein Moment nach dem anderen.
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