
Wie reagierst du auf deine Gefühle?
Wenn du dich mit deiner Aufmerksamkeit nach innen richtest, dann begegnest du deinen Gefühlen. Und jetzt kommt es darauf an, wie du auf sie reagierst: Willst du sie am liebsten gleich wieder los werden? Sind sie gerade so angenehm und du möchtest mehr davon haben? Wendest du dich gleich wieder ab? Aber es gibt noch eine vierte Möglichkeit: das Stillsein – bewusst wahrnehmen, nichts tun, ganz da sein lassen und sich vollständig dem Gefühl hingeben. Dabei möchte ich dich begleiten. Deine Simone
Transkription
Herzlich willkommen und schön,
Dass du jetzt dabei bist.
Ich heiße Simone Bastian und begleite dich auf deiner Reise zu dir selbst.
Und dabei wünsche ich dir von Herzen ganz viel Freude.
Ja,
Schön,
Dass du wieder dabei bist und dass ich dich begleiten darf heute,
Dabei dir bewusst zu werden,
Wie du auf deine Gefühle reagierst.
Wir kennen ein Gefühl meist gar nicht pur.
Einfach nur als Gefühl.
Wir kennen es meistens als ein Gefühl mit gleichzeitiger Verkrampfung,
Weil wir versuchen es unter Kontrolle zu halten,
Zu bändigen.
Und das ist immer quälend und leidvoll.
Und deswegen glauben wir,
Dass das Fühlen so quälend sei.
Aber das stimmt natürlich nicht.
Das einzig wirklich quälende ist der Kampf.
Ja,
Und deswegen ist es so wertvoll,
Dass du dir bewusst wirst,
Wie du auf ein Gefühl reagierst,
Ob du reagierst.
Einfach erst mal nur bewusst werden.
Und dabei möchte ich dich jetzt begleiten.
Du kannst die Augen schließen und einige Male seufzend ausatmen.
Du fragst dich jetzt vielleicht,
Warum du seufzen sollst.
Das ist eine Einladung,
Um Anspannung oberflächlicher Natur von dir abfließen zu lassen.
Gewohnheitsmäßige Anspannung,
Die immer aufrecht erhalten wird.
Einfach aus Gewohnheit.
Und mit diesem Seufzer,
Der durch einen geöffneten,
Gelösten Mund geschehen darf,
Kann schon einmal oberflächliche Anspannung abfließen.
Vielleicht ist es noch ungewohnt,
Dir so einen Ton zu erlauben.
Stell dir vor,
Du trägst schwere Einkaufstaschen in den vierten oder fünften Stock nach oben.
Also eine ganz schön lange Zeit und es ist ganz schön anstrengend,
Diese Taschen oder den Rucksack zu tragen.
Und jetzt endlich kommst du vor deiner Haustür an und stellst sie ab.
Ja,
Da kannst du dir den Ton erlauben und vielleicht auch schon wahrnehmen,
Wie die Anspannung abfließt und dein Körper gelöster werden lässt.
Der nächste wichtige Punkt,
Wenn du dich nach innen richtest und wendest,
Ist,
Dass du deinen Kiefer gelöst lässt.
Das Kiefergelenk kannst du dazu mal einige Male öffnen und schließen,
Um dir das Gelenk bewusst zu machen und den Kiefer auch schon ein bisschen zu lösen nach rechts und links.
Ein bisschen Kauen,
Ein bisschen Gähnen vielleicht und dann nach einiger Zeit den Kiefer einfach gelöst hängen lassen,
Geöffnet hängen lassen.
Und auch das ist vielleicht ein bisschen ungewohnt,
Mag einen Widerstand hervorrufen und du kannst deinem Verstand sagen,
Dass es leichter für mich jetzt und für den Körper,
Den Atem so kommen und gehen zu lassen,
Wie der Körper atmen möchte.
Und das hilft mir dabei,
Auch die Gefühle da sein zu lassen.
Denn jedes Gefühl benötigt einen anderen Atem.
Ja und dann kannst du mal einige Augenblicke wahrnehmen,
Wie dein Körper jetzt atmet,
Ohne dass du den Atem kontrollierst und verändern möchtest.
Wie atmet dein Körper jetzt ganz von alleine durch den geöffneten Mund und dabei kann dir schon bewusst werden,
Ob da mehr Ruhe oder Unruhe jetzt in dir ist.
Vielleicht nimmst du wahr,
Dass dein Atem relativ schnell kommt und geht.
Das mag den Verstand vielleicht verwundern,
Weil er denkt,
Ich meditiere doch jetzt,
Es muss doch alles ruhig werden.
Aber so muss es nicht sein.
Wenn du den Atem loslässt,
Wenn du dich für das öffnest,
Was jetzt auftauchen möchte,
Dann hast du eben nicht mehr die Kontrolle darüber und es können auch die größten Unruhen auftauchen.
Eben weil sie so lange kontrolliert unter dem Deckel gehalten wurden.
Also nimm einfach wahr,
Ruhe oder Unruhe,
Was ist jetzt da?
Es kann auch beides da sein,
Gleichzeitig.
Denn wir können ja mehrere Gefühle gleichzeitig fühlen und zur Orientierung kannst du aber erst mal dem Gefühl der Stimmung Raum geben,
Die mehr Unruhe hat,
Die unruhiger ist.
Also wenn erst mal Ruhe und Unruhe da sind,
Dann gibt der Unruhe Raum.
Und dann kannst du das Gefühl immer mehr,
Immer deutlicher wahrnehmen.
Denn wenn du ihm so Raum gibst,
Der Ruhe oder Unruhe,
Dann kann sich das Gefühl langsam immer deutlicher zeigen.
Was steckt da für ein Gefühl in dieser Ruhe oder in dieser Unruhe?
Ist es eine Traurigkeit oder eine Freude,
Eine Verunsicherung oder ein Ärger,
Ein Schmerz oder eine Sehnsucht?
Welches Gefühl kommt deiner Stimmung,
Die du jetzt hast,
In der du jetzt bist,
Am nächsten?
Und wenn du dir dessen bewusst bist,
Dann nimm einmal wahr,
Wie du darauf reagierst auf das Gefühl.
Wenn du dir der genauen Gefühlsqualität noch nicht sicher bist,
Macht das nichts.
Du kannst auf jeden Fall Ruhe oder Unruhe unterscheiden in dir.
Das ist die Basis,
Die Basis Ausgangssituation und damit kannst du auch weiter arbeiten.
Ruhe oder Unruhe und wie reagierst du darauf?
Gehst du dagegen an?
Ich will diese Unruhe oder diese Ruhe nicht haben.
Die gehört nicht zu mir.
Ich drücke sie lieber gleich wieder weg.
Oder gehst du davon weg?
Beschäftigst du dich mit etwas anderem?
Vielleicht mit einer Körperempfindung oder mit dem,
Was du gleich zum Mittagessen kochen möchtest?
Nur damit du das Gefühl die Ruhe oder Unruhe nicht weiter wahrnehmen musst?
Oder rennst du zu dem Gefühl hin?
Verstärkst es also quasi noch?
Erzählst dir eine neue Geschichte über das Gefühl?
Bedauerst dich vielleicht und verstärkst das Gefühl dadurch?
Das sind die drei Möglichkeiten auf ein Gefühl zu reagieren,
Dagegen angehen,
Davon weggehen oder dahin gehen.
Und jede dieser drei Reaktionsweisen erzeugt Leid.
Und es gibt aber noch eine vierte Möglichkeit,
Das Stillsein ganz offen für die Ruhe oder Unruhe zu sein.
Sie ganz anzunehmen.
Wie ist das,
Wenn du das Gefühl,
Die Ruhe,
Die Unruhe,
Die jetzt in dir ist,
Ganz annehmen kannst?
Ganz offen dafür bist,
Wie sie sich weiterentwickelt.
Nicht mehr kontrollieren möchtest,
Dass sie schnell weggeht oder länger dableibt.
Jedes Wollen aufgibst.
Bleib dabei.
Fühle weiter.
Fühle die Ruhe,
Die Unruhe,
Das Gefühl,
Solange es da sein möchte,
Ohne darauf zu reagieren.
Mit dieser Haltung kann das Gefühl wirklich gefühlt werden.
Es kann ganz zu Ende gefühlt werden,
Verbrennen,
Sagen wir.
Und dadurch kann es sich lösen.
Das Gefühl kann sich lösen.
Dein Körper löst sich.
Er braucht sich nicht mehr anzuspannen,
Um das Gefühl unten halten zu müssen.
Und du nimmst jetzt wahr,
Weil du die Bewegungen kennst,
Die innerlichen Bewegungen,
Dem Gefühl gegenüber,
Kannst du immer deutlicher wahrnehmen,
Wenn du dich wieder bewegst,
Wenn du wieder etwas tust innerlich,
Wenn du wieder reagierst auf das Gefühl.
Und kannst es dann,
Wenn es dir bewusst wurde,
Einfach beenden.
Einfach wieder zum Fühlen zurückkehren.
Und das Fühlen,
Was jetzt da ist.
Vielleicht hat sich das Gefühl verändert.
Vielleicht klingt es aus.
Was taucht unter dem Gefühl auf?
Ruhe oder Unruhe?
Und wie reagierst du darauf?
Und du kannst in der Erfahrung bleiben dessen,
Was jetzt da ist.
Auch wenn du in deiner Zeit die Augen wieder öffnest und das Öffnen der Augen sogar ein Signal sein kann,
Noch tiefer in die Ruhe oder Unruhe,
In das Gefühl hinein zu sinken.
So kannst du die Außenwelt wahrnehmen,
Mit einem Teil deiner Aufmerksamkeit,
Mit dem anderen Teil fühlend präsent bei dir bleiben.
Ja,
Schön,
Dass du dabei warst und mit mir die Reise gegangen bist.
Den Weg zu dir selbst.
Ich freue mich,
Wenn wir uns das nächste Mal zur nächsten Übung und Reise wieder treffen.
Alles,
Alles Liebe.
Deine Simone
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