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Einführung in die Meditation

by Constanze Lullies

Aktivität
Meditation
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Alle
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Diese Mediation ist ein Einführung in die Praxis. Sie beginnt mit einer Ausrichtung. In der Praxis versuchen wir immer wieder, unsere Aufmerksamkeit zu sammeln und zu stabilisieren, indem wir uns auf einen Anker ausrichten und dadurch unsere Aufmerksamkeit sanft in den gegenwärtigen Moment zurückbringen: den Atem an der Nasenspitze, den Atemfluss im Brustkorb oder im Bauch. Die Praxis eigent sich für Anfänger und erfahrene Meditierende.

Transkription

Dann finde eine Position im Sitzen oder auch im Liegen,

In der du dich bequem einrichten kannst und zugleich Aufmerksamkeit und Entspannung findest.

Du kannst mal so durch den Körper wandern,

Um zu spüren,

Ob du noch irgendwas anpassen musst.

Erstmal die Aufmerksamkeit zu den Füßen bringen,

Die Unterschenkeln,

Oberschenkeln,

Im Gesäß,

Unter den Rücken,

Bauch,

Brustkorb,

Oberen Rücken,

Schultern,

Oberarme,

Unterarme,

Die Hände,

Den Nacken,

Den Hals,

Dein Gesicht und deinen ganzen Kopf.

Wenn du merkst,

Dass du noch was anpassen musst,

Dann kannst du das jetzt machen,

Wissend,

Dass du jederzeit die Position ändern kannst,

Wenn es dir zu unbequem wird.

Schau mal,

Ob es dir möglich ist,

Mit den nächsten Atemzügen die Bereiche im Körper,

Die sich jetzt sehr angespannt anfühlen,

Vielleicht etwas zu entspannen,

Gedanken,

Die sich aufdringen,

Vielleicht in den Hintergrund rutschen zu lassen und dich zunächst mal mit dem zu verbinden,

Wofür du gerade dankbar bist.

Das kann was ganz Kleines sein,

Ein bequemer Pulli oder so und was ganz Großes wie Gesundheit oder politische Sicherheit.

Schau einfach,

Was für dich auftaucht.

Kannst du dir für einen Moment ins Bewusstsein rufen,

Die Gegebenheiten des Lebendigen sich ständig verändern,

Dass es jederzeit sein kann,

Dass du weniger bequem und angenehm unterwegs bist,

Als jetzt gerade.

Du kannst dich dann ausrichten auf das,

Was dir wirklich wichtig ist.

Was ist deine langfristige Absicht,

Dein Leitstern?

Vielleicht ist es für dich gar nicht so einfach,

Das mit Worten zu formulieren,

Aber du hast wie so eine Intuition.

Das ist auch gut.

Du kannst dir dann überlegen,

Wie du diese Absicht,

Diesen inneren Wunsch,

Diese Intuition ganz praktisch in den nächsten Tagen in deinem Alltag verfolgen kannst,

Verwirklichen kannst,

Dir treu sein kannst.

Was ist es,

Was jetzt gerade in der nächsten Zeit für dich wichtig ist?

Du kannst dir nur noch bewusst machen,

Was dich daran hindert,

Dir und dieser Absicht treu zu sein.

Welche inneren Faktoren,

Welche Muster,

Welche Glaubenssätze,

Welche Verhaltensweisen,

Die im Weg stehen könnten und welche äußeren Faktoren,

Verhalten von anderen Umständen,

Äußere Kontexte,

Die im Weg stehen könnten.

Dann kannst du dich ausrichten auf das,

Was oft der sichere Ort genannt wird.

Ein Bild,

Ein Symbol,

Eine Figur,

Die für dich weites,

Offenes,

Gelöstes,

Freies,

Mitwühlendes,

Liebendes Sein repräsentiert.

Verbinde dich für einen Moment mit diesem Symbol oder mit diesem Bild,

Mit dieser Erinnerung,

Dieser Sehnsucht,

Was es für dich gerade ist.

Dieser Möglichkeit,

In der Weite des Seins zu ruhen und dann such dir einen Anker,

Der in der nächsten Zeit helfen wird,

Immer wieder mit der Aufmerksamkeit in diesem Augenblick anzukommen.

Du kannst mal probieren,

Welcher Ort für dich der passendste heute ist.

Probier mal,

Den Atem an der Nasenspitze zu beobachten.

Lass den Geist wieder für einen Moment schweifen.

Dann bring die Aufmerksamkeit zu deinem Brustkorb.

Wenn es für dich stimmig ist,

Kannst du ihn auch zu deinem Herzraum bringen.

Und bleib hier wieder drei,

Vier Atemzüge ganz bewusst.

Probier aus,

Wie sich das für dich anfühlt.

Lass deinen Geist wieder schweifen.

Wie das kleine Äffchen,

Das auf jeden Baumwipfel klettert,

Jeden Nuss versucht zu greifen.

Oder das kleine Hündchen,

Das überall hinschnüffelt.

Und so freundlich,

Wie du ein ganz kleines Hündchen dazu bringen würdest,

Wieder beifußt zu gehen,

Die Aufmerksamkeit ein,

Den Atem am Bauch zu betrachten.

Und bleibst für drei,

Vier Atemzüge mit der Aufmerksamkeit im Bauchraum und spürst,

Wie der Bauch sich hebt und senkt.

Und dann lass den Geist wieder schweifen.

Wie dieses kleine Hündchen,

Das hier und da hinläuft.

Vielleicht hat es irgendeine Fährte aufgenommen,

Ganz besonders interessanten Gedanken,

In dem es hinterherläuft und versucht,

Ihn zu schnappen.

Und dann sammle die Aufmerksamkeit wieder.

An dem Ort,

Nasenspitze,

Brustkorb oder Bauch,

Der dir jetzt gerade am hilfreichsten erscheint.

Oder dich am wohlsten gefühlt hast.

Und versuch hier für einen Moment zu verweilen.

Ganz Aufmerksamkeit,

Den Atemfluss zu spüren.

Und wenn der Geist wieder wandert zu Geräuschen,

Empfindungen im Körper,

Gefühlen,

Gedanken,

Lass ihn für einen Moment wandern,

Beobachte einfach,

Dass er wandert.

Ganz freundlich,

Ganz wohlwollend.

Und dann lad ihn wieder ein,

Den Atem zu beobachten.

An dem Ort,

Der für dich jetzt am hilfreichsten ist.

Vielleicht schweift der Geist wieder ab.

Vielleicht greift er nach Erfahrungen,

Gedanken,

Gefühlen,

Empfindungen,

Geräuschen,

Gerüchen,

Geschmäckern.

So freundlich,

Wie du dieses kleine Hündchen wieder dazu bringen würdest,

Beifußt zu laufen,

Lädst du den Geist wieder ein,

Den Atem zu betrachten.

An der Stelle im Körper,

Wo es für dich jetzt gerade stimmig ist.

Vielleicht schweift der Geist wieder.

Vielleicht bist du müde,

Sodass du dir deshalb Mühe hast,

Dich zu konzentrieren auf den Atem.

Lass es für einen Moment so sein.

Und dann sammle die Aufmerksamkeit wieder.

Wieder den Atem wahr,

Der Nase,

Im Brustkorb oder am Bauch.

Versuch mit der Aufmerksamkeit hier zu verweilen.

Den Geist ein wenig zu stabilisieren.

Ohne zu viel Mühe.

Ohne alles kontrollieren zu wollen,

Ganz freundlich,

Wohlwollend.

Ganz entspannt.

Immer mehr in dieses gelöste,

Weite,

Offene,

Freie Sein zu kommen.

Vielleicht kannst du wahrnehmen,

Wie der Geist,

Wenn er nach einer Erfahrung greift,

Sich verengt.

Und wie du dich entspannst,

Wenn es dir gelingt,

Für einige Atemzüge ganz bewusst beim Atmen zu verweilen.

Immer wieder greift der Geist nach Erfahrung,

Schweift,

Irgendwohin wandert.

Produziert Gedanken,

So wie kochendes Wasser Blasen produziert.

Vielleicht gehst du dem einen Moment nach,

Lässt dich mitreißen.

Und bringst dann die Aufmerksamkeit ganz freundlich wieder zum Atemfluss.

Lässt den Geist wieder aus dem Greifen in die Weite kommen.

Und vielleicht ist der Geist wieder am Abschweifen.

Angenehme,

Unangenehme,

Neutrale Erfahrung.

Angenehme,

Die dazu führen,

Dass du sie festhalten willst.

Unangenehme,

Die wir wegschieben wollen.

Und neutrale,

Die dazu führen,

Dass wir schnell eine neue Erfahrung machen möchten.

Geh dem vielleicht für einen Moment nach.

Und bring die Aufmerksamkeit zurück zum Atemfluss.

Sammel den Geist wieder.

Und vielleicht entsteht so ein Gefühl der Entspannung.

Wenn der Geist gerade nichts muss,

Es gibt nichts zu tun.

Kein Problem zu lösen,

Keine To-Do-Liste abzuarbeiten.

Ganz einfach für einen Moment hier sein.

In diesem weiten,

Gelösten So-Sein.

Vielleicht entsteht aus dieser Ruhe des Geistes ganz von selbst ein Gefühl von Gelassenheit,

Freude,

Wohlwollen.

Vielleicht einfach nur Raum.

Du kannst nochmal für die letzten Minuten den Geist einladen,

Ganz freundlich,

Ganz wohlwollend,

Den Atem da im Körper wahrzunehmen,

Wo es für dich jetzt stimmig ist.

Und dann kannst du,

Wenn du das möchtest,

Deine Praxis noch widmen.

An etwas oder an jemanden,

Der vielleicht deine Energie braucht.

Oder eben an deine Absicht.

Dass diese Praxis nicht nur dir,

Sondern auch anderen fühlenden Wesen zugutekommt.

© 2026 Constanze Lullies. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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