
Bei Unruhe einschlafen (Abendmeditation)
Diese kraftvolle Einschlafmeditation ist speziell für Menschen, deren Gedanken kreisen, deren Herz rast und die sich nachts unruhig fühlen. Statt dir zu sagen "sei einfach ruhig", holt dich diese Meditation dort ab, wo du gerade bist. Besonders wirksam bei: • Kreisenden Gedanken vor dem Einschlafen • Rasendem Herzschlag • Innerer Unruhe und Anspannung • Schwierigkeiten beim Loslassen • Stress und Überforderung
Transkription
Willkommen!
Ich weiß,
Dein Kopf ist voll,
Dein Herz draßt,
Du fühlst dich unruhig.
Das ist okay.
Du bist richtig hier.
Leg dich hin und mach es dir so bequem wie möglich.
Schließe deine Augen.
Zuerst atmen wir jetzt anders.
Nicht sanft,
Nicht ruhig,
Sondern so wie es gerade ist.
Atme schnell ein,
Schnell aus.
Noch einmal.
Schnell ein,
Schnell aus.
Noch einmal.
Ein,
Aus.
Gut.
Du darfst unruhig sein.
Und jetzt atmen wir ein bisschen langsamer.
Atme durch die Nase ein und zähl dabei innerlich bis 3.
1,
2,
3.
Halte den Atem kurz an.
Und atme durch den Mund aus.
Zähl dabei bis 5.
Aus,
2,
3,
4,
5.
Noch einmal.
1,
2,
3.
Halten.
Aus,
2,
3,
4,
5.
Atme in deinem Tempo weiter.
Vielleicht spürst du,
Dass dein Herzschlag langsamer wird.
Jetzt zu deinen Gedanken.
Sie kreisen,
Sie springen,
Sie wollen nicht aufhören.
Stell dir vor,
Jeder Gedanke ist ein Blatt auf einem Fluss.
Du stehst am Ufer,
Die Gedanken schwimmen vorbei.
Du musst sie nicht festhalten.
Du musst sie nicht wegschieben.
Du schaust einfach zu.
Da kommt vielleicht ein Gedanke über die Arbeit.
Lass ihn vorbeiziehen.
Vielleicht kommt ein Gedanke an morgen.
Lass auch ihn vorbeiziehen.
Du stehst am Ufer.
Die Gedanken ziehen vorbei.
Du bist nicht die Gedanken.
Du bist diejenige,
Die zuschaut.
Atme nochmal.
1,
2,
3.
Halten.
Und aus,
2,
3,
4,
5.
Jetzt zu deinem Körper.
Vielleicht sind deine Schultern angespannt.
Zieh sie hoch zu deinen Ohren,
Ganz fest.
Fester.
Und lass sie fallen,
Einfach.
Falle nun deine Hände zu Fäusten,
Ganz fest.
Fester.
Und öffne sie.
Lass los.
Presse deine Zähne aufeinander,
Fest.
Und lass los.
Dein Mund fällt leicht auf.
Vielleicht spürst du,
Wie dein ganzer Körper weicher wird.
Leg jetzt eine Hand auf dein Herz,
Die andere auf deinen Bauch.
Spüre unter deiner Hand,
Wie sich dein Bauch hebt und senkt.
Hebt und senkt.
Konzentrier dich nur darauf.
Diese Bewegung.
Heben,
Senken.
Dein Herzschlag wird ruhiger.
Mit jedem Atemzug.
Stell dir vor,
Du liegst auf einer Wiese.
Es ist Nacht und über dir siehst du den Sternenhimmel.
Die Erde unter dir ist warm.
Sie trägt dich.
Du musst nichts tun.
Über dir leuchten die Sterne.
Ruhig,
Beständig.
Sie waren schon immer da.
Du atmest ein.
Du atmest aus.
Deine Gedanken ziehen noch vorbei.
Das ist okay.
Sie dürfen da sein.
Du liegst auf der Wiese und schaust zu den Sternen.
Dein Atem fließt ganz von selbst.
Du musst nichts tun.
Spür,
Wie deine Arme schwer werden.
Dein Oberkörper.
Deine Beine.
Dein ganzer Körper wird schwer.
Du sinkst in die Unterlage.
Die Erde trägt dich.
Die Nacht trägt dich.
Und du bist sicher.
Wenn Gedanken kommen,
Lass sie vorbeiziehen.
Wie Blätter auf dem Fluss.
Dein Atem fließt.
Du gleitest langsam in den Schlaf.
Mit jedem Atemzug tiefer.
Tiefer.
Schlaf gut.
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