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Einen Verlust Sanft Verarbeiten | Nachtmeditation

by Kais Sellami

Aktivität
Meditation
Geeignet für
Alle

Diese sanfte Meditation für den Abend und die Nacht begleitet dich achtsam durch Zeiten von Verlust und Trauer. Sie hilft dir, schwere Gefühle liebevoll anzunehmen, innerlich loszulassen und vor dem Einschlafen mehr Ruhe, Trost und emotionale Geborgenheit zu finden.

Transkription

Die Nacht senkt sich ganz sanft.

Und heute Abend.

Brauchst du nichts anderes zu tun als zu atmen.

Irgendwo in dir ist ein Platz leer geblieben.

Und das ist vollkommen in Ordnung.

Begleite ich dich noch ein Stück weiter in die Ruhe.

Noch ein letztes.

Ganz sanftes Wort.

Diese Übung ist symbolisch und für dein Wohlbefinden gedacht.

Sie ersetzt nie den Rat von einer Fachperson.

Aus dem Gesundheitsbereich.

Heute Nacht geht es nicht darum,

Deinen Schmerz auszulöschen.

Sondern nur darum,

Für einen Moment die Müdigkeit abzulegen,

Die er mit sich bringt.

So wie man eine zu schwere Tasche auf der Türschwelle abstellt.

Bevor wir beginnen.

Möchte ich kurz mit dir teilen.

Was uns in den letzten Monaten immer wieder erreicht hat.

Viele von euch schrieben uns.

Dass sie schon alles versucht hatten.

Um sich innerlich auszurichten.

Und trotzdem nichts wirklich in Bewegung kam.

Andere wiederum berichteten uns von tiefgreifenden Veränderungen in ihrem Leben.

Dieser Unterschied hat uns beschäftigt.

Und wir haben verstanden.

Es geht nicht um die Methode.

Sondern um die innere Übereinstimmung zwischen dem.

Was wir uns wünschen.

Und dem.

Woran wir tief in uns wirklich glauben.

Genau daraus ist Manifestiere Dein Leben entstanden.

Ein vollständiger Weg.

Um diese innere Übereinstimmung Schritt für Schritt aufzubauen.

Den Link dazu findest du in der Beschreibung dieses Videos.

Und mit diesem Gedanken im Herzen.

Kehren wir nun wieder ganz sanft zu dir.

Und diesem Moment zurück.

Und jetzt mach es dir bequem.

Die Meditation beginnt gleich.

Such dir eine Position,

Die deinen Körper wirklich gut stützt.

Am besten liegend.

Die Arme locker neben dir?

Die Beine leicht auseinander.

Spür die Matratze.

Die dein ganzes Gewicht aufnimmt.

Ohne irgendetwas von dir zu verlangen.

Schließt die Augen.

Lass deinen Kiefer weicher werden.

Lass deine Schultern noch ein Stück weiter Richtung Matratze sinken.

Atme durch die Nase ein.

Langsam.

Und lasst die Ausatmung durch den Mund hinaus fließen.

Etwas länger.

Wie ein Seufzer.

Noch einmal.

Du atmest Ruhe ein.

Du atmest die Müdigkeit des Tages aus.

Dein Atem findet nach und nach seinen eigenen Rhythmus.

Ohne dass du ihn kontrollieren musst.

Richte jetzt deine Aufmerksamkeit auf deine Stirn.

Spür,

Wie die Haut ruhiger wird.

Wie die kleinen Spannungen des Tages sich lösen.

Linie für Linie.

Wie eine Karte,

Die man aufklappt und mit den Fingerspitzen langsam glatt streicht.

Deine Augenlider werden schwer.

So schwer.

Dass sie keinen Aufwand mehr brauchen.

Um geschlossen zu bleiben.

Dein Kiefer lässt noch ein bisschen mehr los.

Deine Lippen öffnen sich leicht.

Dein ganzes Gesicht gibt sich hin.

Ohne Zurückhalten.

Ohne dass du heute Nacht irgendwem etwas zeigen musst.

Diese Entspannung fließt jetzt in deinen Nacken.

Dann in deine Schultern.

Vielleicht trägst du ohne es zu merken.

Das Gewicht von vielen Dingen auf genau diesen Schultern.

Heute Nacht dürfen sie komplett loslassen.

Ein für allemal.

Die Entspannung geht weiter in deine Arme.

Bis in die Fingerspitzen.

Deine Hände öffnen sich sanft.

Die Handflächen zeigen zur Matratze.

Ohne noch etwas festhalten zu müssen.

Ohne noch etwas tragen zu müssen.

Dein Brustkorb hebt und senkt sich ruhig.

In seinem eigenen Rhythmus.

Dein Herz schlägt gleichmäßig.

Treu.

So wie es das immer schon für dich getan hat.

Ganz leise.

Die Entspannung erreicht deinen Bauch.

Diese so empfindliche Gegend.

In der sich oft die leisest Gefühle einnisten.

Lass ihn weicher werden.

Loslassen.

Ohne heute Nacht irgendetwas halten zu müssen.

Er hebt und senkt sich ganz sanft im Rhythmus deines Atems.

Ohne dass irgendwo Spannung bleiben muss.

Dein Rücken sinkt noch ein Stück tiefer in die Matratze.

Verbe für Verbe.

Von oben nach unten.

Wie eine lange Welle der Erholung.

Die durch deinen ganzen Körper fließt.

Deine Hüften lassen jetzt ebenfalls los.

Dann deine Oberschenkel.

Schwer und hingegossen.

Ohne jede Anspannung.

Deine Knie.

Deine Waden.

Deine Fußgelenke entspannen sich nach und nach.

Eins nach dem anderen.

Wie eine Kette.

Die sich Glied für Glied löst.

Und schließlich deine Füße.

Bis in die Zehenspitzen.

Ganz entspannt.

Warm unter der Decke.

Dein ganzer Körper ruht jetzt.

Als Ganzes.

Getragen.

Sicher auf diesem Bett.

Das dich hält.

So wie es dich die ganze Nacht tragen würde.

Wenn es nötig wäre.

Und jetzt lass auf deinem inneren Bildschirm einen alten Fischersteg auftauchen.

Früh am Morgen.

Eingehüllt in Nebel.

Das Wasser ist ruhig.

Fast glatt.

Wie ein Spiegel in blassem Grau.

Ein paar Holzboote liegen am Steg festgemacht.

Sie ziehen sanft an ihren Leinen.

Im Rhythmus eines sehr langsamen.

Fast trägen Atems.

Du hörst in der Ferne ein Nebelhorn.

Gedämpft.

Fast zärtlich.

Das einen Moment ertönt.

Und dann im feuchten Morgenschweigen wieder verklungen ist.

Der Nebel über dem Wasser franzt langsam aus.

In langen Schleiern.

Die sich bewegen.

Ohne sich jemals zu beeilen.

Das Licht ist milchig.

Weich.

Ohne harte Schatten.

Ein Licht.

Das nicht versucht zu grell zu leuchten.

Sondern einfach nur mit dir zusammen da ist.

Die Luft riecht nach Salz und nassem Holz.

Ein Alter.

Vertrauter.

Beruhigender Geruch.

Wie an Morgen.

Die sich Zeit lassen.

Du stehst am Rand des Stegs.

Die Füße aufbrettern.

Die von vielen Jahren der Gezeiten abgenutzt sind.

Dieser Ort ist wie eine Schwelle.

Ein Platz.

An dem du einfach sein darfst.

Mit dem was nicht mehr ganz da ist.

Und trotzdem auf eine andere.

Leisere Weise noch anwesend bleibt.

Du musst hier nichts tun.

Du mußt nichts verstehen.

Du musst nichts lösen.

Einfach nur da sein.

Stehend auf diesem Steg.

In dem Nebel.

Der dich sanft umhüllt wie eine Decke aus kühler Luft.

Vielleicht begleitet dich eine dir nahestehende Präsenz.

Ohne ein Gesicht oder eine klare Form zu brauchen.

Sie ist da.

Irgendwo im Nebel.

Wie eine sanfte Wärme an deiner Seite.

Vertraut.

Obwohl sie keine Umrisse hat.

Du kannst.

Wenn du möchtest.

Innerlich mit ihr sprechen.

Ohne genaue Worte.

Nur eine Absicht.

Ein Gefühl.

Das du in die Luft legst.

Die Verbindung ist da.

Sie muss nicht sichtbar sein,

Um echt zu sein.

Sie muss nicht erklärt werden,

Um wichtig zu sein.

Ein Boot zieht sanft an seiner Leine immer wieder.

Eine langsame.

Regelmäßiger.

Fast wiegende Bewegung.

Das Nebelhorn ertönt noch einmal in der Ferne.

Und diesmal wirkt es fast weich auf dich.

Wie ein Zeichen.

Dass alles an seinem Platz ist.

Dass du so lange hierbleiben kannst,

Wie du es brauchst.

Ohne dass dich jemand drängt.

Du atmest diese Salzige.

Etwas frische Luft ein.

Die deine Lungen füllt und in dir hinuntersinkt wie ruhiges Wasser.

Der Steg trägt dich.

Fest unter deinen Füßen.

Das Wasser vor dir bewegt sich fast gar nicht.

Nur ein leichtes Zittern an der Oberfläche.

Die Zeit drängt hier niemanden.

Du darfst auf diesem Steg ein Stück deiner Müdigkeit ablegen.

Ein Stück deines Kummers.

Ohne sie gleich wieder mitnehmen zu müssen.

Sie bleiben hier.

Gut aufgehoben.

So lange.

Wie es nötig ist.

Treffen Sie Ihren Lehrer

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