
Fomo Loslassen: Du Wirst Nicht Alles Schaffen & Das Ist Ok
Ein ehrlicher, erleichternder Reality-Check. Statt toxischer Produktivität oder FOMO: Radikale Akzeptanz, dass unser Leben endlich ist – und gerade das die Kraft hat, echte Prioritäten zu setzen. Hör rein.
Transkription
Hallo und schön,
Dass du da bist.
Bitte mach es dir jetzt bequem.
Atme tief ein und wieder aus.
Spüre,
Wie du gerade bei dir ankommst.
Einfach mit allem,
Was gerade so da ist bei dir.
Alles ist okay.
Alles darf sein.
Heute möchte ich mit dir über etwas reden,
Das die meisten von uns irgendwann spüren.
Das Gefühl,
Nicht hinterher zu kommen mit allem.
Nicht genug zu tun.
Nie genug zu tun.
Egal,
Wie viel wir eigentlich tun.
Zu wenig Zeit für alles,
Was wir doch eigentlich tun könnten.
Fakt ist,
Du wirst in diesem einen Leben nicht alles machen können,
Was möglich wäre.
Du wirst nicht gleichzeitig Ayurveda-Köchin,
Tiefseetaucherin,
Elterntal-Startup-Gründerin,
Weltreisende,
Zen-Meisterin und vielleicht auch noch Sportlerin sein können.
Du wirst hin und wieder Menschen enttäuschen und hin und wieder auch dich selbst.
Du wirst Dinge verpassen.
Vielleicht hast du das Gefühl,
Du müsstest schneller,
Besser oder auch produktiver werden,
Weil da gibt es noch so viel,
Was du doch eigentlich machen könntest.
Aber seien wir mal ehrlich.
Dieses eine Leben reicht einfach nicht.
Wenn man in etwas wirklich extrem gut sein möchte,
Dann muss man dafür viele,
Viele Jahre oder zumindest einiges an Zeit aufbringen.
Und jede Person,
Die ich kenne,
Die in etwas wirklich exzellent geworden ist und die das macht,
Die hat wirklich viel Zeit damit verbracht.
Und ich sage das hier nicht,
Um dich zu verletzen.
Das betrifft mich ganz genauso,
Gleichermaßen.
Und ich habe sehr,
Sehr lange damit gehadert und tue es auch heute manchmal noch immer.
Ich hatte schon immer wahnsinnig viele Interessen und mein Motto war lange Zeit,
All I ever wanted was everything.
Und deshalb tut das,
Was ich dir gerade gesagt habe,
Manchmal weh.
Wir wollen das nicht hören.
Wir wollen nicht hören,
Dass wir beschränkt sind oder dass die Welt,
Die Zeit in dieser Welt für uns beschränkt ist.
Aber dennoch ist diese Wahrheit nichts,
Was einfach nur weh tut,
Sondern sie kann auch etwas sein,
Das uns extrem erleichtert.
Denn wenn wir nicht alles schaffen können,
Dann heißt das auch,
Wir müssen nicht alles schaffen.
Das heißt,
Dass wir Abstand nehmen können von dem Anspruch,
Alles zu sein.
Und immer mehr verstehen,
Dass unser Leben nicht größer oder bedeutungsvoller wird durch all das,
Was wir angehäuft haben an Titeln oder Erfahrungen oder an materiellen Dingen,
Sondern durch das,
Was wir auswählen.
Die Entscheidung,
Ganz bewusst Prioritäten zu setzen und zu sagen,
Von all den Dingen,
Die ich könnte und ich gern tun würde,
Entscheide ich mich für diese Sache,
Das ist ein extrem kraftvoller Akt,
Der nicht mit bereuen kombiniert sein muss,
Sondern vielmehr mit Erleichterung gepaart sein kann.
Weil wir in dem Moment einfach sagen,
Zu den Dingen,
Die wir nicht ausgewählt haben,
Lassen wir es gut sein.
Und vielleicht heißt das auch,
Dass unsere Freiheit gar nicht darin liegt,
Alles tun zu können oder alles zu schaffen,
Sondern vielleicht liegt diese Freiheit viel mehr darin,
Loslassen zu können.
Loszulassen von der Illusion,
Dass wir alles können in diesem einen Leben,
Das uns mitgegeben wurde,
Zumindest zu diesem Zeitpunkt.
Und jetzt lade ich dich ein,
Noch mal tief einzuatmen und dann,
Wenn du ausatmest,
All die inneren,
Endlosen To-Do-Listen einfach mal loszulassen.
Alle Ideen davon,
Was du noch sein könntest oder noch tun solltest,
Nimm einfach mal den Raum wahr,
Der entsteht,
Wenn du nichts beweisen musst und nicht mehr sein musst,
Wenn du jetzt schon alles bist,
Was du brauchst.
Atme und sei einfach hier.
Und wenn du soweit bist,
Dann öffne langsam deine Augen.
Nimm dir noch einen kurzen Moment für dich und dann bitte frag dich jetzt nicht,
Was muss ich noch alles schaffen,
Wie wir es sonst oft tun,
Sondern frag dich stattdessen,
Was davon ist wirklich meins?
Was zählt,
Auch dann,
Wenn es niemand sieht?
Was ist mir am allerwichtigsten?
Wofür lohnt es sich für mich,
Zu leben?
Denk dran,
Du wirst nicht alles schaffen,
Keiner von uns tut das.
Aber das kann die befreiendste Wahrheit von allen sein.
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