
Meditation gegen Einsamkeit
Einsamkeit ist ein sehr häufiges und völlig normales Gefühl. Es definiert uns nicht und sagt auch nichts über unser soziales Umfeld aus. Doch manchmal kann uns die Einsamkeit nicht mehr loslassen. Genau für solche Momente habe ich diese Meditation geschaffen. Mit Hilfe des Atmens und Selbstmitgefühl helfen wir uns dabei, uns aus den Fängen der Einsamkeit zu lösen.
Transkription
Hallo und schön,
Dass du da bist zu deiner Meditation gegen oder bei Einsamkeit.
Bevor wir loslegen,
Will ich dir nur sagen,
Dass Einsamkeit ein total valides Gefühl ist und auch unabhängig davon,
Wie wir sozial aufgestellt sind,
Vorkommt und wir uns genauso in der Gruppe als auch wenn wir quasi alleine sind,
Einsam fühlen können.
Bevor wir loslegen,
Erst mal such dir gerne einen Raum,
Wo du dich wohl fühlst.
Vielleicht willst du dich auf den Sofa setzen oder in dein Bett kuscheln,
Vielleicht so einen Raum,
Wo du dich sehr geborgen fühlst.
Gerne auch dabei zudecken und vielleicht nimmst du dir auch ein Kissen und hältst dir das sozusagen vor den Bauch als so kleine Stütze um dich herum.
Wenn du soweit bist,
Dann legen wir los.
Also mach's dir bequem,
Wenn du möchtest,
Schließe deine Augen oder lass deinen Blick offen und weich und beginne erstmal mit ein paar bewussten Atemzügen hier anzukommen.
Nimm wahr,
Wie die Luft durch dir sanft hinausströmt.
Jeder Atemzug ist einmalig und erlaubt uns,
Im Hier und Jetzt präsent zu sein.
Vielleicht nimmst du die Bewegung im Körper wahr,
Vielleicht heben sich dabei deine Hände,
Dein Kissen mit der Bewegung des Atems und vielleicht stellst du dir vor,
Dass mit der Einatmung Ruhe und Geborgenheit in deinen Körper fließen und du mit dem Ausatmen etwas abgibst,
Was du nicht mehr brauchst,
Vielleicht Anspannung oder negative Gedanken.
Aber du kannst gerne auch einfach frei für dich atmen.
Entspannt einatmen und entspannt ausatmen.
Erlaube dem Körper dabei,
Weich zu sein.
Schenke dir so noch drei bewusste Atemzüge.
Und dann lenken wir den Blick auf deine innere Landschaft,
Deine Gefühlswelt.
Und hier lade ich dich ein,
Aus einer neutralen und nicht bewertenden Perspektive,
Einfach zu schauen,
Was da ist.
Vielleicht können wir das Innenleben gut greifen,
Vielleicht ist es aber auch ein bisschen nebelig,
Also die Sicht ist nicht ganz klar.
Und wenn du möchtest,
Sag dir dabei innerlich,
Es ist in Ordnung,
Es ist okay,
Ich darf mich so fühlen.
Meine Gefühle definieren mich nicht.
Bleib gerne mit deiner Beobachtung noch ein wenig bei deiner inneren Landschaft.
Vielleicht erblicken wir hinter dem einen Gefühl noch ein anderes.
Und immer wieder sag dir gerne,
Es ist okay,
Mich so zu fühlen.
Dieses Gefühl ist in Ordnung,
Ich darf mich einsam fühlen.
Und dann gehen wir einen weiteren Schritt und zwar zum Mitgefühl,
Zur Selbstempathie.
Vielleicht umarmst du dein Kissen noch ein wenig fester oder legst deine Hände auf deinen Körper.
Nimm dieses Gefühl im Körper erstmal wahr,
Was das vielleicht in dir auslöst.
Du kannst entweder nur in dieser Wahrnehmung bleiben oder innerlich diesen Satz wiederholen.
Ich bin für mich da.
Oder auch,
Ich bin richtig so,
Wie ich bin.
Ich bin für mich da.
Ich bin richtig so,
Wie ich bin.
Du kannst den Satz mit der Atmung verbinden,
Einen Teil bei der Ein- und einen anderen Teil bei der Ausatmung sagen oder einfach hier ganz mit dir verbunden sein und frei mit dir atmen.
Schenk dir noch einen bewussten Atemzug hier.
Vielleicht streichst du dich mit den Händen,
Drückst ein letztes Mal dein Kissen und kommst dann ein wenig mehr in deinen Raum zurück.
Spürst deine Sitzunterlage.
Spürst vielleicht die Lehne hinter dir,
Den Boden unter dir.
Lass die Augen gerne noch geschlossen,
Wenn sie das sind.
Nimm die Bewegung des Atems im Körper wahr.
Atme gerne durch die Nase ein und durch den Mund sanft aus.
Vielleicht fühlt es sich richtig an,
Das noch ein paar Mal zu wiederholen und dabei vielleicht auch etwas lauter auszuatmen,
Zu seufzen,
Vielleicht auch lautere Geräusche von dir zu geben.
Wenn deine Augen geschlossen sein sollten,
Dann blinzel sanft auf und schau dich in deinem Raum um.
Nimm wahr,
Was du siehst,
Um wieder ins Hier und Jetzt zurückzukommen.
Und vielleicht ist da auch ein Gefühl der Geborgenheit aufgekommen,
Das wir in der Meditation kultiviert haben.
Vielleicht regelst und streckst du dich noch ein wenig.
Atme es nochmal aus.
Vielleicht wirst du die Hände vor dem Herzraum zusammenbringen,
Nochmal einatmen und ausatmen,
Vielleicht das Kinn zur Brustkorb bringen als Zeichen der Dankbarkeit und vielleicht zaubert das auch ein Lächeln auf deine Lippen.
Ich danke dir,
Dass wir zusammen meditiert haben.
Du kannst jederzeit zu dieser Meditation zurückkehren,
Wann immer du sie brauchen solltest.
Ich wünsche dir noch einen schönen Tag.
Mach's gut.
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