
destressU - Ayurvedische Prinzipien für mehr Balance im Job
by Nadine Horn
Ein Höher, Schneller, Weiter brennt uns aus. Doch wie schaffen wir es, diese Stress-Spirale im Alltag zu unterbrechen? Wie können wir Abläufe justieren und wie effektive Gewohnheiten etablieren? Dazu begrüße ich Dr. Janna Scharfenberg im Podcast. Janna ist ganzheitlich praktizierende Ärztin mit dem Fokus auf ayurvedischer Medizin. Sie berichtet über den Ayurveda und wie sie ihn in ihren Joballtag integriert, um Spaß und Energie beim Arbeiten zu behalten.
Transkription
Wir dürfen immer so ein bisschen hingucken,
Was ist es gerade?
Und ich finde es auch mal ganz spannend,
Das gar nicht so zu bewerten,
Was bringt mich denn da jetzt so aus,
Warum bringt mich das jetzt aus der Balance,
Sondern mehr,
Wie können wir da eine innere Haltung zu kultivieren,
Dass ich das mehr wahrnehme,
Oh,
Das ist jetzt irgendwie nicht so,
Wie ich es mir vorgestellt habe,
Oder das ist jetzt herausfordernd,
Ohne dass es uns gleich umschmeißt.
Herzlich willkommen bei Distressio,
Dem Podcast für weniger Stress im Job.
Ich bin Nadine Kurz und als Organisationspsychologin begleite ich Menschen und Unternehmen dabei,
Eine Balance zwischen Leistung und Gesundheit zu finden.
Und hier im Podcast spreche ich mit inspirierenden Menschen aus der Wirtschaft,
Die ihre Expertentipps für ein wirkungsvolleres und gesunderes Arbeiten mit uns teilen.
Heute begrüße ich Dr.
Jana Schaffenberg im Podcast.
Ich freue mich sehr,
Dass du da bist,
Liebe Jana.
Hallo,
Liebe Nadine,
Hallo,
Liebe Zuhörerinnen,
Ich freue mich auch,
Dass ich hier sein darf.
Jana,
Du bist ganzheitlich praktizierende Ärztin mit dem Fokus auf ayurvedischer Medizin.
Daneben bietest du Ausbildungskurse und ein Jahresprogramm für Interessierte an,
Um die Prinzipien des Ayurveda ins Alltagsleben und auch ins Business zu bringen.
Ich war in deinem letzten Ausbildungszyklus dabei und habe mit Blick auf eine ganzheitliche Stressprävention wahnsinnig viel mitgenommen.
Gerade für unsere moderne Welt hat die schon sehr alte ayurvedische Sichtweise viel zu bieten,
Wie ich finde.
Kannst du uns da mal ein bisschen mitnehmen?
Worum geht es überhaupt im Ayurveda und wie ist dein ayurvedischer Schwerpunkt zustande gekommen?
Ja,
Sehr,
Sehr gerne.
Also der Ayurveda ist letztendlich die traditionelle indische Medizin und die ist wirklich jahrtausende alt.
Man geht davon aus,
Dass ganz viele andere medizinische Philosophien oder Heilkünste wirklich davon inspiriert sind oder auch daraus sozusagen entwachsen sind und dementsprechend sehen wir wahnsinnig viele Parallelen,
Zum Beispiel zur chinesischen Medizin,
Zur traditionell chinesischen Medizin,
Aber auch zur westlichen Naturheilkunde,
Die wir hier für uns ja doch auch haben.
Und der Ayurveda,
Wenn wir das übersetzen,
Heißt so viel wie die Wissenschaft oder auch die Weisheit des Lebens und das finde ich immer so schön,
Wenn man sich das,
Auch wenn man vielleicht schon länger im Ayurveda unterwegs ist,
Nochmal so klar macht,
Dass es sich eben nicht nur um die Ernährung oder um Ölmassagen oder letztendlich die Gesundheit per se dreht,
Sondern es tatsächlich darum geht,
Wie können wir alle ein gesundes und erfülltes Leben führen.
Und da spielen natürlich ganz viele Faktoren mit rein,
Unsere Kultur,
Unsere Spiritualität,
Die Psychologie,
Die Natur,
In der wir uns aufhalten und so weiter und so fort.
Und wenn wir es jetzt aber auf die ayurvedische Medizin dann doch nochmal sozusagen uns reinzoomen,
Dann ist das eine,
Ich würde sagen,
Eine beobachtende und Erfahrungsmedizin wird das häufig genannt.
Das heißt,
Der Mensch wird sehr stark als Individuum wahrgenommen und es wird wirklich geschaut,
Okay,
Was braucht der einzelne Mensch,
Um gesund zu bleiben.
Im Ayurveda sagen wir häufig auch,
Um in der Balance zu bleiben.
Das heißt,
Wir alle haben unsere persönliche Balance,
In der wir uns idealerweise befinden und das ist einfach super spannend,
Da hinzugucken,
Weil der Ayurveda dann natürlich ganz,
Ganz viele unterschiedliche Wege hat,
Wie wir diese Balance erreichen können.
Und da spielen dann wirklich Ernährung,
Lebensstile,
Routinen,
Reinigungsverfahren und so weiter und so fort rein.
Und jetzt zum zweiten Teil deiner Frage,
Wie ich zum Ayurveda gekommen bin.
Ich habe Medizin studiert und im Studium habe ich gemerkt,
Ja,
Irgendwie habe ich mir da ein bisschen was anderes vorgestellt.
Offensichtlich habe ich mich nicht richtig informiert,
Was man als Ärztin so macht.
Weil für mich war immer so das Thema Prävention und Gesundheit,
Eigenverantwortung auch in der Gesundheit,
Was können wir alle für uns machen,
Dass wir gesund bleiben oder werden und auch die Ernährung immer so ein riesiges,
Spannendes Thema.
Und das habe ich dann nicht so in die Tiefe gefunden,
Wie ich mir das vielleicht mit Anfang 20 so vorgestellt habe und habe dann eben angefangen,
So links und rechts zu gucken,
Was gibt es denn da noch,
Was könnte das ergänzen?
Weil ich bin nach wie vor der Meinung,
Dass die wissenschaftliche Medizin,
So wie wir sie hier praktizieren,
Die ist absolut wichtig,
Die ist lebensrettend,
Aber sie kann einfach wie halt keine Disziplin oder wie auch kein Mensch,
Das kann alles abdecken.
Und da hat zum Beispiel der Ayurveda dann eine riesen,
Riesen Stärke,
Weil der sehr schön nur diesen präventiven Bereich und dieses sehr Individualisierte abdecken kann.
Und das hat mich einfach total angesprochen zu sehen,
So wow,
Okay,
Wir haben ja auf der einen Seite diese wissenschaftliche Medizin,
Die super spannend ist,
Aber es gibt noch so die andere Seite und wenn man das zusammenbringt,
Das ist wirklich dann sehr spannend.
Und ja,
So ist der Ayurveda mehr und mehr in mein Leben gekommen,
Wie es dann häufig so ist,
Am Anfang super intensiv und alles genau so umgesetzt,
Wie das im Lehrbuch steht und irgendwann gemerkt,
Man fährt dann vielleicht doch entspannter damit,
Wenn man es ein bisschen lässiger angeht.
Und ja,
Heute ist das so meine Stütze im Leben,
Mein Lebensbegleiter und was ich ja auch,
Wie du ja schon gesagt hast,
Auch in Form von Ausbildung weitergeben darf.
Also du hast den Ayurveda sozusagen lebenspraktisch wirklich auch angepasst,
So höre ich das raus.
Absolut,
Das war,
Ich habe das im Studium kennengelernt und klar,
So ein Studium ist knackig,
Aber ich war da in dem Sinne für mich,
Ich hatte da keine Kids,
Ich hatte einen super flexiblen Alltag mit Vorlesung und so.
Natürlich bringt man das da gut unter und kann das machen.
Und wenn man dann aber merkt,
Das Leben bringt dann einfach,
Sagen wir mal,
Andere Herausforderungen mit sich,
Habe ich dann einfach gemerkt,
Puh,
Jetzt wird es langsam im Alltag schwierig,
Das so umzusetzen.
Und dann habe ich gemerkt,
Das war ein ganz spannender Moment,
Dass es dann anfängt,
Mich so ein bisschen zu stressen.
So nach dem Motto,
Oh Gott,
Jetzt bin ich in der Klinik,
Bin den ganzen Tag zum Beispiel,
Das weiß ich,
Mit im OP-Saal,
Wann soll ich denn die Routine machen?
Oder jetzt fahre ich übers Wochenende mit meinen Kommilitonen weg,
Wie soll ich denn da meine Morgenroutine einbauen?
Dann habe ich gemerkt,
Hoppala,
Ja,
Ayurveda oder gesunde Routinen,
Die sollen uns unterstützen,
Aber die sollen sich nicht anfühlen wie noch ein weiteres Tabu auf der Liste oder einen Stress auslösen.
Dann habe ich gemerkt,
Vielleicht darf ich das ein bisschen flexibler handhaben,
Dass es dann aber auch in mein Leben passt und ich nicht versuche,
Mich ständig dafür passend zu machen.
Du hast ja auch gerade gesagt,
Dass es so im Ayurveda darum geht,
Irgendwie in der Balance zu bleiben.
Was sind denn so aus deiner Wahrnehmung,
Gerade auch in so einem stressigen Berufsalltag,
Ob jetzt als Ärztin oder als Unternehmerin,
Auch Dinge,
Die uns aus der Balance bringen?
Ich denke,
Das ist zum einen super individuell,
Was uns aus der Balance bringt.
Das ist auch so ein Grundsatz im Ayurveda,
Eben dieses Individuelle und das hängt natürlich sehr von unserer Tagesform ab.
Wenn ich jetzt heute Morgen aufstehe und vielleicht nachts schlecht geschlafen habe,
Dann bringen mich vielleicht Dinge aus der Balance,
Die mich nach den Ferien,
Wenn ich gut ausgehobt bin,
Irgendwie gar nicht so kratzen würden.
Das heißt,
Wir dürfen immer so ein bisschen hingucken,
Was ist es gerade und ich finde es auch mal ganz spannend,
Das gar nicht so zu bewerten,
Was bringt mich denn da jetzt so aus,
Warum bringt mich das jetzt aus der Balance,
Sondern mehr,
Wie können wir da eine innere Haltung zu kultivieren,
Dass ich das mehr wahrnehme,
Oh,
Das ist jetzt irgendwie nicht so,
Wie ich es mir vorgestellt habe oder das ist jetzt herausfordernd,
Ohne dass es uns gleich umschmeißt.
Das finde ich jetzt ganz spannend,
Da hinzugucken.
Ja,
Und ich glaube,
Am Ende des Tages dürfen wir,
Egal ob wir Unternehmerin sind,
Ob wir Zuhause sind,
Zum Großteil Care-Arbeit leisten,
Ob wir ganz andere Berufe haben,
Ein Mix daraus,
Es geht,
Glaube ich,
Gar nicht so sehr darum,
Was ist es wirklich,
Sondern wie kann ich damit umgehen und wie kann ich das auch alles nicht so,
Eben mich aus der Balance bringen lassen.
Ich glaube,
Das ist für mich persönlich die viel,
Viel spannendere Frage,
Weil heute kann es was ganz Kleines sein,
Was aus der Balance bringt und morgen kann eine Riesensache passieren,
Die mich gar nicht so juckt.
Es geht mehr darum,
Wie kann ich damit umgehen.
Was bringt für dich der Ayurveda damit,
Also was nutzt du dann auch für dich zum Beispiel,
Um wieder in die Balance zu kommen?
Ich nutze zum einen den Ayurveda stark präventiv,
Das heißt,
Dass ich für mich wirklich reingehe in die Haltung und auch natürlich die Umsetzung,
Dass ich es annehme,
Mir muss es gut gehen,
Ich muss voller Energie sein,
Dass ich überhaupt das alles im Alltag mache,
Was ich eben so mache.
Da sehen wir ja schön den präventiven Charakter,
Weil auch hier wäre es,
Wenn wir uns erstmal komplett ausbrennen lassen beim Arbeiten,
Dann zu gucken,
Wie können wir das besser gestalten,
Ist natürlich nicht ideal.
Aber klar,
Auch die Momente gibt es,
Weil ich schaue,
Dass ich meine Routine für mich im Alltag habe,
Dass ich auf meine Gesundheit achte,
Dass ich da aber auch flexibel bleibe und jeden Tag schaue,
Was brauche ich und ich verstehe mittlerweile,
Das war eine lange Zeit anders,
Aber mittlerweile verstehe ich mein persönliches Wohlbefinden als die Essenz eines erfolgreichen Unternehmens.
Früher war ich so,
Okay,
Wenn ich alles auf der To-Do-Liste abgehakt habe,
Dann kann ich joggen gehen.
Ist natürlich nie passiert,
Weil diese To-Do-Listen,
Die haben das ja so an sich,
Dass die irgendwie nie aufhören.
Gerade wenn man selbstständig arbeitet oder ein Unternehmen führt,
Dann gibt es ja immer was zu tun.
Und mittlerweile,
Das hat aber gedauert,
Da habe ich mich wirklich auch selber trainieren dürfen,
Habe ich das umgedreht,
Wirklich so,
Okay,
Moment,
Erst ich,
Erst das,
Was ich für mich brauche,
Um da gut durchzugehen und dann die ganzen anderen Dinge auf der To-Do-Liste.
Klappt meistens gut,
Manchmal natürlich kommt dann auch irgendwie was dazwischen,
Aber das hilft mir total und dann natürlich auch die Grundsätze des Ayurvedas mit in meinen Arbeitsalltag zu nehmen.
Alles ist zyklisch,
Wir können nicht immer nur go,
Go,
Go und geben und Gas geben und machen,
Sondern wir dürfen uns auch mal zurücklehnen,
Die Dinge geschehen lassen,
Das ist eine ganz wichtige Sache.
Dann auch dieses,
Ja,
Das ist ja fast schon dieser zyklische Gedanke,
Auch das Ayurveda,
Dass es eben verschiedene Phasen gibt und wir eben nicht diese,
Was wir in unserer Gesellschaft so gern haben,
Dieses höher,
Schneller,
Weiter und jetzt muss doch das passieren.
Das finde ich noch ganz wichtig.
Und auch da so diese Individualität zu sehen,
Was ist mein Weg,
Wie brauche ich das,
Wie brauche ich es beim Arbeiten,
Dass es mir gut geht.
Du hast ja vorhin schon so diese neue Arbeitswelt angesprochen,
Die ja noch mal mehr beinhaltet,
Wir haben viel Homeoffice,
Wir sind viel vom Computer.
Ich habe das zum Beispiel für mich vor einem Jahr noch mal komplett gedreht.
Ich mache eigentlich nur noch Gespräche über Videokonferenzmöglichkeiten,
Wenn es notwendig ist.
Das heißt jetzt,
Wenn wir hier einen Podcast aufzeichnen,
Natürlich sitze ich dann hier und bin da super präsent.
Wenn ich mich jetzt aber mit einer Geschäftspartnerin abstimme oder mit meinem Team,
Dann wissen die,
Okay,
Ich rufe sie über das Telefon an und ich bin sicher irgendwo im Wald spazieren.
Und das sind einfach so Dinge,
Wo man immer wieder hingucken darf,
Wie brauche ich das,
Nur weil jetzt alle sagen,
Komm,
Wir machen noch eine Videokonferenz,
Heißt das nicht,
Dass ich das vielleicht auch so machen muss,
Sondern auch gucken kann,
Hey,
Wie kann denn das aber noch funktionieren?
Ja,
Also so kleine Schräubchen,
An denen man sozusagen drehen kann und trotzdem so im Arbeitsprozess bleibt,
Aber einfach kleine Veränderungen vornimmt,
Die schon Großes bewirken,
Wie zum Beispiel einfach zum Telefonieren rausgehen.
Und ich finde,
Das lässt sich ja auch in einem Angestelltenverhältnis bestimmt auch mal gut machen,
Dass man ein Meeting mal nach draußen verlegt und spazieren geht oder telefoniert eben dann auch.
Es sind einfache Sachen.
Es sind einfache Sachen und da ist natürlich auch so ein spannendes Grundprinzip vom IOW da drin.
Es geht ja immer darum,
Was ist unsere Intention damit?
Und wenn ich meine Intention ist,
Ich möchte schauen,
Dass es mir gut geht oder ich möchte jetzt frische Luft schnappen oder ich kann mich einfach besser konzentrieren,
Wenn ich dabei laufe.
Warum nicht?
Und auch in der Anstellung.
Das können wir ja auch so besprechen.
Ich erlebe es immer so,
In Anstellungen geht es ja häufig darum,
Bin ich da produktiv,
Bin ich effektiv,
Bin ich da?
Ja,
Natürlich ist jemand da und ganz ehrlich,
Jemand ist wahrscheinlich mehr da,
Wenn er in der Natur ist,
Die Kopfhörer drin hat,
Sich da voll drauf konzentrieren kann,
Als wenn er im Großwagenbüro sitzt,
Wo irgendwie noch zehn andere Stimmen um ihn herum reden.
Und das ist natürlich einfach so ein Neudenken und da darf man aber auch den Mut für sich haben zu sagen,
Schau,
Für mich ist es jetzt nicht so,
Ich arbeite acht Stunden und dann geht es darum,
Dass ich noch eine Stunde was für mich mache,
Sondern wir sprechen immer von dieser Work-Life-Balance.
Aber viel spannender ist ja,
Wie wir diese Tagesbalance oder die Balance des Moments vielleicht sogar hinbekommen,
Indem wir vielleicht auch mal bei solchen Dingen ganz neu denken.
Und das ist ja bestimmt auch Schulmedizinisch zu erklären,
Also dass wir sozusagen aus der Balance geraten,
Dass unser Sympathikus hochgefahren wird und dass wir da auch wieder so einen Gegenpol irgendwie finden müssen.
Wie würdest du das denn auch so aus der Perspektive vielleicht nochmal beschreiben,
Was mit uns passiert im Stress und was wir dann schnell tun können?
Das ist super,
Super spannend,
Weil wenn wir das anschauen,
Da muss ich in dem Sinne kurz ausruhen,
Wenn wir uns überlegen,
Stress ist ja eigentlich ein Schutzmechanismus.
Also eigentlich müssen wir alle sehr dankbar sein,
Dass wir gestresst sein können,
So paradox ich das erstmal anhören mag,
Weil es ist ja eigentlich eine Überlebensfunktion und die kommt natürlich aus unserer tiefsten und ältesten Biologie,
Sage ich mal,
Heraus.
Früher war ja der Stress da,
Dass sozusagen wie bei einem Feueralarm,
Den ich drücke,
Der Körper und der Geist sofort in einer totalen Alarmbereitschaft sind.
Und ich vor dem Tiger wegrennen kann,
Der mir in der Steinzeit über den Weg gelaufen ist oder dass ich den bekämpfen kann.
Und wir haben es ja einfach als moderne Menschheit geschafft,
Diesen Feueralarm einfach dauerhaft zu drücken.
Wir stehen ja,
Also wir stehen morgens auf und das Erste,
Was wir machen,
Ist eigentlich dieses Teildrücken und dann lassen wir das 24-7 meistens nicht mehr los.
Und das ist ja eigentlich das große Problem.
Und diese Stressreaktion sollte ja eigentlich etwas kurzfristiges sein,
Was die meisten Menschen einfach vergessen,
Ist,
Dass so eine Alarmbereitschaft,
Diese Stressreaktion,
Wo ja unfassbar viel im Körper passiert,
Immer enden sollte mit einer Entspannung.
Also der Abschluss einer adäquaten Stressreaktion ist eigentlich,
Dass wir in die Entspannung kommen.
Und diesen Schritt lassen wir aus.
Und deshalb eben Feueralarm weiter gedrückt halten sozusagen.
Und das passiert alles,
Was wir brauchen,
Um überhaupt in diesen Erregungszustand zu kommen.
Das ist der Nervenanteil von unserem Nervensystem,
Den wir Sympathikus nennen.
Der sorgt dafür,
Dass wir das können,
Dass wir in diesen Zustand kommen.
Und der hat,
Wie wir es bei Yin und Yang vielleicht kennen,
Hat ja einen Gegenpart oder einen ausgleichenden Part,
Das ist der Parasympathikus.
Das können wir vereinfacht sagen,
Ist unser Entspannungsnerv.
Der sorgt dann dafür sozusagen,
Dass wir wieder in die Entspannung kommen,
Also dass die Stresshormone wieder runtergehen,
Dass die Muskeln sich lockern,
Dass wir tiefer atmen,
Dass die Verdauung wieder in Gang kommt.
Weil natürlich,
Wenn wir in einer Ausnahmesituation sind,
Haben wir jetzt nicht unbedingt Zeit,
Auch noch eine große Sahnetorte zu verdauen.
Da sagt natürlich der Körper,
Das passiert später.
Und deshalb,
Ja,
Wir haben diese Gegenpole und wir brauchen die auch.
Und je mehr wir uns aber in diesem Sympathikus befinden,
In diesem chronischen Stresszustand,
So nennen wir das ja,
Wenn wir den Feueralarm dauerhaft drücken,
Umso schwieriger wird es für uns,
Diesen anderen Zustand,
Den parasympathischen Zustand,
Den Entspannungszustand Punkt Nummer 1 überhaupt zu erreichen,
Weil wir irgendwie so ein bisschen den Weg dahin vergessen haben.
Das ist so das eine.
Und das andere,
Was ich dann auch mal noch so spannend finde,
Wir nehmen diesen Zustand der Anspannung,
Aber auch bis zu einem gewissen Punkt als normal.
Viele von uns wissen gar nicht mehr,
Wie fühlt man sich das an,
Richtig entspannt zu sein,
Richtig wirklich gelöst zu sein?
Weil das abends,
Ich lege mich auf die Couch und mache Netflix an.
Das ist ja eine oberflächliche Art der Berieselung.
Nicht,
Dass man das nicht mehr machen kann,
Um Gottes willen,
Aber es ist halt nicht diese tiefgehende Regeneration,
Von der wir sprechen.
Das ist eine,
Ich sage mal,
Oberflächliche Entspannung aus einem Konsum heraus.
Das ist völlig okay.
So wie wir manchmal auch mal Pommes essen oder einkaufen gehen wollen,
Ist auch das okay.
Aber es ist halt nicht langfristig das,
Wo wir sagen,
Hey,
Da kommen wir in die Entspannung.
Und es hat ja auch die Schulmedizin sagt,
Wir brauchen den Ausgleich.
Mal was sind Tools,
Was sind Werkzeuge,
Dass wir in die Entspannung kommen können?
Das ist zum Beispiel Bewegung.
Das ist frische Luft.
Das ist die tiefe Atmung.
Das ist ein Szenewechsel.
Alles,
Was sozusagen uns überhaupt mal wieder so eine Stimulanz dafür gibt,
Wirklich auch zu merken,
Hoppala,
Hier verändert sich körperlich was.
Oder huch,
Die Luft ist kälter,
Jetzt kann ich anders atmen.
Wenn wir da zehn Stunden vor unserem Laptop sitzen,
Im Homeoffice oder im Büro oder auch bei Außenterminen oder wie auch immer der Arbeitsalltag aussieht,
Sind wir ja dann doch irgendwie in unserem Trott.
Und immer wenn wir so in unserem Trott sind,
Sind wir auch sehr automatisiert unterwegs und nehmen das dann gar nicht so wahr,
Wie es uns eigentlich geht oder dass wir da sitzen und seit drei Stunden E-Mails beantworten und den Kiefer total zusammenspannen natürlich.
Oder die Luft anhalten,
Hast du mal den Begriff genannt,
Den fand ich total wunderbar.
E-Mail-Apnoe.
Die E-Mail-Apnoe,
Find ich mega gut.
Und ich finde,
Sich das bewusst zu machen,
Auch immer mal wieder atme ich eigentlich noch und dann auch mal wieder in die bewusste Atmung zu gehen,
Ist schon so viel wert.
Und da hast du auch eben so gesagt,
Dass wir in so einer Dauerschleife häufig sind und dann vielleicht auch so dieses,
Das ist Work,
Das ist Live.
Dann im Live sagen,
Okay,
Und jetzt müssen wir auf Knopfdruck entspannen.
Und wenn wir in der Arbeitszeit uns die ganze Zeit so hochgefahren haben,
Fällt das natürlich schwerer.
Und deswegen ist es so wichtig,
Diese kleinen Punkte einzubauen,
Diese kleinen Momente,
Die du auch eben schon beschrieben hast.
Und du hattest auch mal vor einiger Zeit,
Selbst bei dir auch,
Auf Social Media geteilt,
Dass super viel los ist bei dir.
Du hast auch so das Wort viel beschrieben.
Was machst du denn in solchen Momenten,
Wenn du merkst,
Es ist viel?
Also erstens,
Woran merkst du,
Dass es viel ist?
Und zweitens,
Wie kriegst du dich dann auch wieder so kurzfristig in der Balance?
Ja,
Genau,
Das hatte ich.
Ich bin da immer sehr offen und finde es auch super wichtig,
Dass wir über so Dinge sprechen,
Weil es passiert ja schnell,
Dass wir es auch eben so glorifizieren.
Dieses,
Boah,
Das ist so eine Power-Frau.
Guck mal,
Was sie alles gebacken bekommt.
Da ist ja ganz schön viel.
Ich finde es auch einfach interessant,
Dass man sich das anschaut.
Und wie merke ich das viel?
Ich bin tatsächlich jemand aus ayurvedischer Sicht.
Ich habe sehr viel Feuer in mir,
Was mir natürlich auf der einen Seite hilft,
Sehr gut,
Sehr viele Dinge zu machen,
Zu managen und auch zu erledigen.
Aber für mich ist es einfach eine riesen Herausforderung,
Frühzeitig zu erkennen,
Dass es dann auch viel wird.
Weil das hört sich immer so,
Menschen finden das manchmal so bewundernswert,
Aber das ist schon manchmal auch eine Challenge.
Ich kann schon bis zu meiner persönlichen Schmerzgrenze sozusagen leisten,
In Anführungsstrichen.
Und ich muss dann natürlich mich immer wieder trainieren,
Ganz klar hinzugucken.
Wann ist es dann auch einfach zu viel?
Ich merke das meistens zum einen daran,
Dass ich dann wirklich so in den Mach-Modus komme.
Das ist ja manchmal okay,
Wenn man dann so sagt,
Das erledige ich jetzt einfach.
Aber wenn ich dann merke,
Ein paar Tage sehen irgendwie nur so aus.
Und vor allem Achtung,
Wenn ich diese Art der Effizienz dann auch noch so in mein Familienleben reintrage.
Dass ich so,
Jetzt ist 19.
30 Uhr,
Jetzt sollten die Kids da noch schlafen,
Weil ich will noch mal am Computer.
Dann merke ich,
Oh no.
Das sind dann so meine Indikatoren,
Dass ich einfach merke,
Es ist zu viel.
Und dann,
Ja,
Was hilft mir dann kurzfristig?
Kurzfristig hilft mir dann ganz klar hinzugucken,
Hey,
Also erst mal,
Wieso ist es eigentlich zu viel?
Weil dieses zu viel kreieren wir uns ja meistens selber.
Klar stecken wir nicht in allen drin,
Wenn jetzt die Kids krank sind.
Oder wenn was in unserer aktuellen Zeit auch schnell passiert,
Irgendwelche Ausfälle da sind oder so.
Aber wir dürfen natürlich trotzdem hingucken,
Warum habe ich mir dieses zu viel kreiert?
Und was hat dann vor allem jetzt Priorität?
Und das ist was,
Was ich immer wieder mache,
Dass ich dann wirklich reingucken und sage,
Was davon ist jetzt aber im Moment wichtig?
Und da,
Um nochmal den Kreis so zum Anfang zu schließen,
Nehme ich mich mit rein.
Was brauche ich jetzt?
Okay,
Heute Abend muss ich echt einfach mal um 9 Uhr ins Bett gehen,
Weil ich die letzten Nächte nicht geschlafen habe oder sowas.
Ja,
Dahin zu gucken,
Ganz klar priorisieren und aber auch reingucken,
Wie ist denn dieses zu viel von der zeitlichen Qualität?
Ist das jetzt zwei,
Drei Tage,
Weil die Babysitterin krank ist und danach habe ich ein Wochenende,
Wo ich mit ausfuhren kann.
Kann ich das jetzt auch wirklich mal kurz verkraften?
Oder ist eigentlich vom zeitlichen Horizont her,
Dass das jetzt monatelang so geht?
Das ist ja auch ein Riesenunterschied,
Auch für unser eigenes Mindset,
Weil wenn ich weiß,
Hey,
Wir hatten das genau letzte Woche,
Als ich das auch geteilt habe,
So beide Kids krank,
Keine erweiterte Betreuungsmöglichkeit und,
Und,
Und.
Ja,
Okay,
Es ist jetzt einfach so,
Ich mache mit meinem Partner den Deal,
Ich kann die beiden betreuen,
Dann arbeite ich dafür abends,
Aber dann ist auch einfach der Deal,
Dass am Wochenende ich Zeit habe zur Regeneration.
Und das ist ja ganz anders vom Kopf her,
Als wenn wir sagen,
Es ist immer zu viel.
Ja,
Wenn wir das so zum Grundzustand werden lassen.
Heißt,
Hingucken,
Warum ist das eigentlich so?
Überlegen,
Ist das kurzfristig oder langfristig?
Ja,
Sollte niemals länger als ein paar Tage in dem Sinne sein und dann natürlich gucken,
Okay,
Wie kann ich jetzt hier trotzdem meine Selbstversorger als Fokus setzen,
Weil sonst geht es einfach nicht.
Ja,
Hast du denn eigentlich auch so Routinen,
Die du so täglich für dich anwendest und die dann auch in solchen Momenten,
Wenn es zu viel ist,
Auch nicht verhandelbar sind,
Also die trotzdem noch bestehen bleiben?
Oder fliegt das dann irgendwie in der Zeit alles über den Haufen?
Also sagen wir mal so,
Ich habe es ja vorhin schon gesagt,
Früher war ich so ein bisschen starr mit meinen Routinen,
Das muss so und so und so.
Und ich habe das mittlerweile für mich eher so,
Meine Routine ist mehr wirklich jeden Tag hin zu gucken,
Was brauche ich?
Ja,
Dass ich wirklich rein spüre,
Ist es heute eine Runde Yoga oder möchte ich joggen gehen?
Oder ist es einfach ein Spaziergang an der frischen Luft?
Oder was kann ich mir heute Gutes tun?
Das heißt,
Es ist mehr die Routine,
Da wirklich den täglichen Fokus aufzulegen und aber auch was umzusetzen.
Also das heißt,
Ich liebe es,
Eine Morgenroutine zu machen,
Ist aber halt jetzt mit zwei kleinen Kissen.
Ich habe das eine Zeit lang probiert in dem Sinne,
Okay,
Dann stehe ich halt noch früher auf und vor denen.
Und danach hat es mich aber frustriert,
Wenn halt eine von den beiden Mäusen dann früher aufgewacht ist.
Dann habe ich gemerkt,
Das funktioniert einfach so nicht.
Das ist dann wieder wie so ein To-Do.
Schaffe ich es heute,
Das abzuhaken?
Und das geht natürlich gar nicht.
Das heißt,
Meine Routine ist mehr jeden Tag ein Check-in,
Was brauche ich und wie kann ich das für mich umsetzen?
Und das kann jeden Tag dann anders ausschauen,
Je nachdem,
Wie mein Tag aufgeteilt ist,
Je nachdem,
Wie es mir geht,
Was ich brauche.
Aber ich mache es in dem Sinne schon unverhandelbar.
Also irgendwas für mich muss schon passieren.
Und natürlich habe ich dann so,
Sage ich mal,
So meine Anker.
Also ich habe meine ayurvedische Morgenroutine mit Öl ziehen,
Zunge schaben.
Ich meditiere abends,
Bevor ich ins Bett gehe.
Und ich habe mir das einfach so angewöhnt.
Wenn ich den Computer aufmache,
Dann atme ich erst ein paar Mal tief durch.
Vor jedem Gespräch,
Was ich habe,
Nehme ich mir ein paar Minuten wirklich Bewusstheit,
Um da reinzukommen.
Und das Schöne ist ja auch,
Wir haben ja unsere Atmung immer dabei.
Das heißt,
Ich achte eigentlich immer darauf,
Dass ich auch tief und ganz entspannt sozusagen atme.
Wir kennen uns ja jetzt auch schon eine Weile,
Beziehungsweise ich habe auch schon viel von dir gehört und gesehen,
Die Webinare,
Die Podcasts und so weiter.
Und du sprichst halt auch ganz häufig davon,
Dass es auch wichtig ist,
So eine Freude dabei zu behalten.
Also dass so eine Umsetzung von Routinen oder von neuen Gewohnheiten,
Die man vielleicht auch entwickelt,
Unbedingt Freude behaftet sein sollten.
Sonst funktioniert es auf lange Sicht nicht.
Wie schaffst du das denn?
Oder was sind für dich so Faktoren,
Dass sozusagen auch bei dir die Freude bestehen bleibt?
Ich glaube,
Ich finde es ja so wichtig,
Dass wir immer präsent sind.
Ich habe so das Gefühl,
Die Freude geht schnell verloren,
Wenn wir zu sehr in diesem Erledigungs- und Machermodus sind.
Weil dann funktionieren wir noch.
Und das kann man,
Finde ich,
Auch so ein bisschen mit einer Partnerschaft vergleichen.
Es gibt ja häufig diese Situation,
Dass Paare so an den Punkt kommen,
Dass sie sagen,
Krass,
Wir haben uns irgendwie gar nichts mehr zu sagen,
Wie sind wir eigentlich an diesem Punkt gekommen.
Und wenn die das dann für sich aufarbeiten,
Merken,
Okay,
Wir haben aber die letzten Jahre auch gar nicht so geguckt,
Was bewegt den anderen,
Wie können wir zusammen als Paar eine schöne Zeit haben.
Und so sehe ich es ehrlich gesagt in anderen Lebensbereichen eigentlich auch.
Immer wieder den Check-in machen,
Hey,
Ist das eigentlich noch schön,
Was ich da mache?
Genieße ich das auch?
Weil ich meine,
Auch das erfolgreichste Arbeiten bringt uns nichts,
Wenn wir morgens aufstehen und super frustriert eigentlich nur sind,
Weil wir so viel zu tun haben.
Für mich ist es wirklich immer wieder so ein Schritt raus treten,
Sagen,
Ist das eigentlich so meine Lebensvision,
Wie ich mir vorstelle,
Wie ich lebe?
Setze ich auch in meiner Arbeit meine Vision um oder darf ich irgendwie justieren?
Das finde ich ganz,
Ganz wichtig,
Dass man da einfach sehr wach bleibt mit.
Pausen sind natürlich das A und O,
Weil nur dann,
Wenn wir uns auch aus algebetischer Sicht diesen leeren Raum überhaupt mal ermöglichen.
Das ist ja super wichtig,
Wenn wir den mal da haben,
Dann können wir ja überhaupt denken.
Das ist ja wie bei einem Kleiderschrank.
In einem vollgestopften Kleiderschrank müssen wir dann nicht irgendwie sagen,
So ab jetzt wird alles anders,
Jetzt kaufe ich nur noch Fairtrade nachhaltige Mode und die stoppe ich dann aber oben rein,
Dass ich sie eh nicht mehr finde.
Genauso ist es ja mit unserem Geist auch.
Wenn der voll ist bis oben hin,
Wie sollen wir denn da überhaupt reflektieren?
Was mir einfach tatsächlich egal ist,
In welchem Lebensbereich immer hilft,
Ist da auch Austausch mit Gleichgesinnten.
Dass man auch ehrlich sich austauscht,
Wirklich auch nicht in diese Haltung reingeht,
Ja,
Ja,
Mir geht es gut,
Passt alles,
Sondern wirklich da auch ehrlich hinguckt,
Wie geht es einem,
Es ist kein Versagen,
Es ist kein Misserfolg,
Wenn man sagt,
Du,
Jetzt momentan ist es eine Durststrecke oder jetzt momentan habe ich auch mit meinem eigenen Unternehmen nicht so viel Spaß dran,
Ich muss das ein bisschen ändern.
Und natürlich,
Was ich auch mal schön finde,
Ist mit Mentorinnen und Mentoren oder Coaches zusammenzuarbeiten,
Weil da ist natürlich auch ja immer ganz,
Ganz viel drin,
Wenn wir auch,
Sagen wir mal,
In so einem professionellen Setting,
Wenn da jemand von draußen drauf guckt,
Ja,
Sehr ähnlich wie bei dir mit dem Thema Stress,
Wenn du von draußen darauf guckst,
Siehst du natürlich bei deinen Coaches oder bei deinem Gegenüber ganz anders die Punkte,
Ja,
Die wir vielleicht selber als blinde Flecken haben.
Und je mehr wir halt diese blinden Flecken immer für uns aufdecken,
Auch wenn es manchmal nicht bequem ist,
Aber sie sind da,
Und dann ist es doch besser,
Wir wissen das.
Und so können wir,
Glaube ich,
Langfristig die Freude behalten,
Weil wir uns dann auch wirklich persönlich weiterentwickeln und nicht sagen,
Okay,
Bis hierhin,
Und da ist dann aber doch mein Hamsterrad,
Wo ich reingehe,
Und dann ist die Freude einfach sehr schnell weg.
Ja,
Vielen Dank,
Liebe Jana,
Für deine vielen Einsichten und Tipps,
Die du dazu teilst.
Hast du vielleicht zum Abschluss des Gespräches nochmal so einen Quick-Tipp an die Hörerinnen und Hörer,
Wenn sie jetzt morgen mit einer gesunden Routine im Arbeitsalltag starten möchten,
Um wieder mehr auch in so eine Stressbalance zu kommen?
Was wäre denn so dein Tipp,
Da direkt mit anfangen zu können?
Was mir immer so wichtig ist,
Dass wir,
Und ich glaube,
Das nimmt ganz viel Stress raus,
Wenn wir das einmal so für uns annehmen und hoffentlich auch umsetzen,
Ist,
Dass wir uns auch im Stress nicht vergleichen.
Also,
Oh Gott,
Ich sollte gar nicht so gestresst sein,
Weil ich habe ja nur zwei Kinder und die andere hat drei Kinder,
Oder ich darf ja gar nicht gestresst sein,
Weil ich bin ja hauptsächlich zu Hause und habe jetzt gar nicht diese Doppelbelastung noch mit einer Erwerbstätigkeit oder was auch immer,
Weil ich habe das Gefühl,
Dass wir da ganz schnell so unterschwellige Stresslevel noch zusätzlich aufbauen,
Dass wir merken,
Wir sind erschöpft,
Wir sind müde,
Uns das aber nicht zugestehen,
Weil wir das an irgendeine Messlatte sozusagen anlegen,
Die wir uns selber mit einer völligsten,
Ja,
Wie soll ich sagen,
Mit sehr abstrakten Werten,
Vielleicht mit jemandem,
Den ich auf Instagram kenne oder sowas,
Vergleiche und das stresst einfach zusätzlich.
Stress ist Stress,
Wohlbefinden ist Wohlbefinden und das ist super,
Super individuell und ich glaube,
Je mehr wir das verstehen und dann auch nicht noch versuchen,
In unserem Stress uns kleinzureden,
Dass wir jetzt eigentlich gar nicht so gestresst sein dürfen oder wieso schafft die andere das noch so viel besser oder was auch immer,
Das ist was,
Was ich gerade bei Frauen sehr viel erlebe,
Da können wir uns sehr viel entlasten durch,
Das finde ich ganz,
Ganz wichtig,
Dass wir uns das einfach klar machen und ja,
Dann denke ich,
Punkt Nummer zwei,
Dass wir auch wirklich für uns verstehen,
Wir sind nicht hier auf der Erde,
Um einfach nur zu funktionieren,
Sondern um wirklich unser Leben in den vollsten Zügen auszuschöpfen und dass es auch okay ist,
Wenn man sich dafür Unterstützung holt,
Das ist ganz,
Ganz wichtig.
Das sehe ich auf jeden Fall auch so,
Dass wir das nicht einfach alles alleine schultern müssen,
Sondern uns einfach dessen bewusst sein können,
Dass wir da nicht alleine sind,
Auch mit den ganzen Themen und es erlaubt ist,
Hilfe anzunehmen.
Ganz,
Ganz vielen Dank,
Liebe Jana,
Für das Gespräch und dass du dir die Zeit genommen hast.
Ich freue mich gleich noch darauf,
Mit dir die sieben Fragen zu besprechen,
Da bin ich auch ganz gespannt,
Was deine Antworten sind und deine Gedanken dazu.
Was nimmst du mit aus der heutigen Folge?
Vielleicht magst du den einen oder anderen Tipp von Jana auch mal ausprobieren.
Lass mich doch gerne wissen,
Welche Erfahrungen du damit machst.
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Ich freue mich sehr,
Dass du heute reingehört hast in diese Folge und natürlich auch,
Wenn du beim nächsten Mal wieder mit dabei bist,
Bei Distress You,
Dem Podcast für weniger Stress im Job.
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