
Gedanken Kommen und Gehen – Achtsamkeit Mit Den Gedanken
by Julius Pieth
Eine kurze Meditation aus der Reihe „Momente der Achtsamkeit“. Manchmal genügt ein kleiner Moment, um Abstand zum Strom der Gedanken zu gewinnen und wahrzunehmen, was gerade da ist. In dieser Achtsamkeitspraxis stehen die Gedanken im Mittelpunkt. Du kannst Gedanken, Bilder oder Erinnerungen wahrnehmen, ohne ihnen folgen oder etwas verändern zu müssen. Wenn es für dich angenehm ist, kannst du die Augen schließen oder den Blick sanft senken und deine Aufmerksamkeit nach innen richten. Vielleicht entsteht das Bild eines weiten, blauen Himmels: Deine Gedanken sind wie Wolken, die kommen und gehen. Der Himmel bleibt. Für einige Minuten darfst du einfach wahrnehmen und beobachten, wie Gedanken auftauchen und weiterziehen. „Momente der Achtsamkeit“ ist eine Reihe kurzer Meditationen zu verschiedenen Aspekten bewussten Erlebens.
Transkription
Schön,
Dass du dir diesen Moment nimmst.
Vielleicht findest du eine Haltung,
In der du für einige Augenblicke ganz bei dir sein kannst.
Nimm zunächst einen Atemzug bewusst wahr.
Einatmen.
Ausatmen.
Und dann darf deine Aufmerksamkeit zu deinen Gedanken wandern.
Einfach wahrnehmen,
Was gerade auftaucht.
Ein Satz Ein Bild.
Eine Erinnerung.
Oder ein Gedanke an etwas,
Das vor dir liegt.
Vielleicht entsteht dabei das Bild eines weiten,
Blauen Himmels.
Und deine Gedanken sind wie Wolken,
Die über ihn ziehen.
Manche Wolken sind klein.
Andere größer.
Manche ziehen langsam.
Andere bewegen sich schneller.
Ein Gedanke zieht vorüber.
Dann vielleicht ein anderer.
Einer bleibt ein wenig länger.
Ein anderer kehrt noch einmal zurück.
Auch dieser Gedanke kann weiterziehen.
Und manchmal bedecken die Wolken für einen Moment den ganzen Himmel.
Dann scheint vielleicht nur noch die Wolke da zu sein.
Doch ist der Himmel weiter da.
Auch wenn du ihn gerade zwischen den Wolken nicht sehen kannst.
Der Himmel bleibt weit.
Irgendwann zeigt sich wieder ein Stück Blau.
Wolken kommen.
Wolken gehen.
Der Himmel bleibt.
Verweile noch einen Moment bei diesem Bild.
Gedanken tauchen auf.
Gedanken ziehen weiter.
Und unter all dieser Bewegung ist Raum.
Nun darf deine Aufmerksamkeit langsam wieder weiter werden.
Spüre den Raum um dich.
Unterlage,
Die dich trägt.
Und vielleicht nimmst Du ein wenig von dieser Weite mit in Deinen Tag.
Gedanken kommen.
Gedanken gehen.
Und der Himmel ist da.
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