
Achtsame Mittagspause
by Kai Meinig
Nach der Arbeit, vor dem Essen, Atempause nicht vergessen. In dieser Übung darfst du verschnaufen und innehalten, ohne etwas tun oder erreichen zu müssen und wirst dabei bemerken, wie dein Atem dich nährt. Kommst du dadurch auf den Geschmack von Achtsamkeit, wirst du nicht nur leichter spüren, welche Nahrung du brauchst, wann es Zeit ist zu speisen und welche Menge dir gut tut – sondern deine Mittagspause mehr genießen.
Transkription
Willkommen zu deiner achtsamen Mittagspause.
Das Gute an dieser ersten kurzen Übung im Innehalten ist,
Du musst dazu nichts besonderes tun.
Du bekommst von mir die Einladung zum Nichtstun.
Hast Pause.
Du musst auch nichts wissen,
Brauchst dich nicht um den Begriff Meditation scheren.
Ich werde dich mit meinen Worten durch die Übung führen und du schaust einfach,
Wie gut es dir heute möglich ist,
Meiner Anleitung zu folgen.
Schau,
Dass du für die nächsten Minuten ungestört sein kannst und dann setze dich bequem,
Entweder auf einem Bürostuhl,
Einer Parkbank oder im Auto auf dem Parkplatz.
Schau,
Dass es aber ein Platz ist,
An dem du dich relativ wohl fühlen kannst und ungestört bist.
Und dann nimm einen tiefen Atemzug und mit dem Ausatmen darfst du die Augen sanft schließen und dich auf deinem Platz niederlassen.
Nimm deine Haltung wahr,
Die Position,
Die du eingenommen hast,
Den Kontakt zur Unterlage,
Dein Gewicht und du darfst dich getragen fühlen,
Darfst mit jeder Ausatmung ja etwas schwerer werden,
Dich noch mehr niederlassen und vielleicht mit dem Gefühl zur Ruhe zu kommen,
Jetzt für die Zeit der Übung nichts tun zu müssen.
Du musst nichts planen,
Nichts vorbereiten,
Nichts durchdenken,
Nirgendwo hinwollen,
Nichts erreichen,
Mittagspause.
Und dann schau einmal,
Welche körperlichen Empfindungen sich gerade zeigen,
Vielleicht im Kontakt mit der Sitzunterlage,
Druck,
Wärme oder Kälte,
Vielleicht kribbeln,
Jucken,
Pochen und vielleicht gibt es auch enge oder weite im Körper.
Und egal was du gerade empfindest,
Ob angenehm,
Neutral oder unangenehm,
Du bekommst die Erlaubnis alles so zu lassen,
Wie es sich zeigt,
Nur für diese Übung.
Du musst nichts loswerden,
Nichts verändern und dann werde dir bewusst,
Dass du atmest.
Bemerke,
Dass Atem fließt.
Dabei ist es ganz egal,
Ob du ruhig oder langsam,
Schnell,
Flach oder tief atmest,
Das spielt keine Rolle.
Du bemerkst,
Du atmest.
Nimm die Wellenbewegung des Atems wahr.
Vielleicht kannst du genießen,
Dass du atmest,
Dass du am Leben bist.
Du darfst dich wohlfühlen,
Deinen Körper dabei beobachten,
Wie die Luft ein- und wieder ausströmt,
Ohne dass du dafür etwas tun musst.
Du musst auch nicht besonders meditativ atmen,
Sondern lediglich wahrnehmen,
Dass du atmest und wie du atmest,
Welche Empfindungen damit verbunden sind im Körper.
Wo spürst du den Atem deutlich?
Und wenn du magst,
Darfst du dich der Atmung auch anvertrauen,
Dich ihr überlassen.
Du musst jetzt nichts kontrollieren.
Du darfst bemerken,
Wie der Atem dich wiegt.
Du darfst dich davon beruhigen lassen und auch wenn Gedanken auftauchen und entstehen,
Vergehen,
Das ist kein Problem,
Solange du bemerkst,
Dass du atmest.
Und immer wenn du bemerkst,
Dass du nicht mehr beim Atem bist,
Du vielleicht gerade denkst oder planst,
Grübelst,
Dich sorgst,
Dann nimm kurz wahr,
Was hat dich vom Atem weggelockt.
Dann darfst du freundlich zurückkommen zum Spüren des Atems im Körper.
Immer noch mit meiner Einladung an dich nichts tun zu müssen.
Du brauchst dich nicht entspannen,
Beruhigen,
Gedankenlos werden oder meditieren.
Du brauchst nichts besonders gut machen und kannst diese Übung auch nicht falsch machen.
Du darfst einfach sein,
Bemerken,
Dass du atmest,
So gut dir das jetzt gerade möglich ist.
Es ist deine Pause.
Nichts zu tun fühlt sich vielleicht ungewohnt an,
Vielleicht macht es dich nervös,
Unruhig,
Unsicher.
Tauchen bestimmt Fragen oder Bewertungen auf.
Ist es okay,
Darf ich hier sein,
Ohne etwas zu tun?
Nimm auch das einfach zur Kenntnis.
Das ist okay.
Komm zurück zum Körper,
Zum Atem,
Ohne dass du dich anstrengen musst,
Etwas Besonderes zu erfahren.
Vielleicht mit Neugier,
Mit Interesse.
Wie ist es,
Den Atem zu spüren von Moment zu Moment,
Ohne dass du etwas verändern musst?
Dann richte die Aufmerksamkeit noch einmal auf den Körper,
Auf die Position,
Die du eingenommen hast,
Den Kontakt zur Sitzfläche,
Dein Gewicht.
Und wenn du soweit bist,
Kannst du einen bewussten,
Tieferen Atemzug nehmen und darfst sanft die Augen öffnen.
Nimm dir aber noch einen Moment Zeit zu spüren,
Wie du dich jetzt fühlst.
Vielleicht gibt es einen Unterschied zum Beginn der Übung.
Eventuell fühlst du dich ein wenig ruhiger,
Etwas mehr im Kontakt mit dir selbst.
Und vergiss nicht,
Es ist ungewohnt,
Nichts zu tun,
Einfach nur zu sein.
Mit einiger Übung wird es dir leichter fallen,
Innezuhalten und positive Effekte werden sich ganz von allein zeigen,
Einfach nur indem du regelmäßig eine achtsame Mittagspause machst.
Ich würde mich freuen,
Wenn wir uns in dieser oder einer anderen Übung wiederhören.
Bis dahin,
Pass gut auf dich auf.
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