24:33

Nach aussen und nach innen lauschen

by Peter Gabis

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Meditation
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In dieser Praxis gehen wir von der akustischen Wahrnehmung über das Wahrnehmen des Hörenden selbst zum Lauschen und Beobachten der eigenen Gedanken. Klare Anweisungen und viel Stille laden zu einer Entdeckungsreise in den eigenen Geist ein.

Transkription

Nach außen und nach innen lauschen.

Mit der folgenden Übung lade ich dich ein,

Übers Lauschen im Außen noch etwas über dein Inneres zu erfahren.

Du musst bei dieser Übung nichts erreichen,

Nichts schaffen.

Vielleicht ist es hilfreich,

Mit einer leichten und spielerischen Grundhaltung in die Übung zu gehen und dich für neue Erfahrungen zu öffnen.

Nimm eine Sitzposition ein,

Die für dich gerade passend ist,

Möglichst aufrecht und präsent,

Am Stuhl oder am Kissen,

So wie du es schon kennst aus deiner Praxis.

Richte dich ein und sorge gut für dich.

Du kannst dich nochmal im Raum umsehen,

In dem Raum,

Der den Rahmen für diese Erfahrung bereithält.

Vielleicht sitzt du in einem Zimmer oder im Freien,

Schau dir mal an,

Was deinen Raum begrenzt.

Sind es Wände,

Türen,

Fenster oder wenn du im Freien sitzt,

Vielleicht ein Zaun oder ein Wald.

Diese Grenzen geben dir Sicherheit und immer ist der Boden unter deinen Füßen da.

Er gibt dir Vertrauen,

Dich auf die Übung einzulassen.

Wenn du magst,

Schließ jetzt die Augen und versuch den Raum um dich herum zu erspüren.

Wie fühlt er sich an?

Weit oder eng?

Kannst du die Grenzen auch erspüren,

Wertfrei in die Wahrnehmung gehen,

Mit deinem Bewusstsein den Raum erfassen,

Forschend und neugierig.

Und wenn du nichts spürst oder dir gar nichts darunter vorstellen kannst,

Dann ist das auch okay.

Du kannst jetzt den Raum direkt um deinen Körper herum wahrnehmen,

Deinen Hoheitsraum,

Das Feld,

Das dich direkt umgibt,

Mit deinem Gewahrsein immer mehr zu deinem Körper kommen,

Die Grenzen deines Körpers erforschen,

Deine Haut,

Körperempfindungen spüren.

Ist da Wärme oder Kühle,

Ist da Prickeln oder eine Berührung mit der Kleidung und vielleicht gibt es auch Bereiche,

Die du gar nicht oder nur wenig spüren kannst und das ist auch in Ordnung.

Über die Haut den Körper nach innen wahrnehmen.

Welche Empfindungen sind da anwesend?

Vielleicht Spannung oder Entspannung oder Zug,

Innere Bewegung oder Stille,

Den Kontakt zum Boden wahrnehmen,

Wie gibst du das Gewicht an dem Boden ab,

Die Empfindungen bemerken,

Die mit deinem Atem einhergehen,

Das Weiten und Wiederzusammenziehen des Körpers oder die kühle Luft,

Die du einatmest und die warme Luft,

Die wieder ausströmt.

Im Körper ankommen.

Ja und wenn Gedanken auftauchen,

Dann ist das ganz normal.

Bring dein Gewahrsein einfach sanft und bewusst wieder zurück.

Immer und immer wieder.

Als nächstes ist die Einladung,

Den akustischen Raum um dich herum zu erforschen,

Mit deiner Aufmerksamkeit zum Hören gehen.

Welche Geräusche begegnen dir hier?

Gibt es Geräusche,

Die sehr vordergründig sind,

Sich aufdringen?

Dann gibt es Geräusche,

Die erst entdeckt werden wollen,

Geräusche,

Die sich verstecken.

Du musst auch immer für Geräusche hier auftauchen,

In dem Moment,

Wo du sie hörst,

Einfach ganz achtsam dabei sein.

Wie sind diese Geräusche beschaffen?

Manche Geräusche gehen schnell vorbei,

Manche dauern lange.

Kehren sie immer wieder oder sind sie einmalig?

Sind es lange Geräusche oder kurze?

Wie beginnen sie und wie enden sie?

Wie verändern sich die Geräusche?

Einfach mit den Klängen da sein.

Und wenn ein Geräusch verklingt,

Dann lausche durch Stille und sei achtsam für das nächste Geräusch.

Wie weit weg ist das Geräusch oder wie nahe?

Kannst du das Geräusch identifizieren,

Das am weitesten weg ist,

Ohne darüber nachzudenken?

Oder das Geräusch erforschen,

Das dir am nächsten ist,

Vielleicht sogar in deinem Körper entsteht?

Wahrnehmen,

Ob es Bewertungen oder Urteile zu den Geräuschen gibt.

Sind die Klänge angenehm?

Möchtest du mehr davon?

Oder sind sie unangenehm?

Möchtest du,

Dass sie aufhören?

Oder sind sie ganz neutral,

Einfach da?

Und vielleicht gelingt es dir auch,

Auf die Stille zwischen den Geräuschen zu lauschen.

Oder gar der Stille,

Die hinter den akustischen Ereignissen liegt.

Einfach lauschen,

Von Moment zu Moment.

Du kannst das Hören jetzt weiter werden lassen und die Geräusche im Außen loslassen und dich dem Vorgang des Lauschens selbst widmen,

Dem Erlebnis des Hörens.

Wie erlebst du dich selbst,

Wenn du lauscht,

Den Fokus von den Geräuschen zum Hörenden selbst wandern lassen,

Die Sinneserfahrung des Hörens selbst erleben,

Üben,

In Kontakt mit dem Sinne sogar ein Ohr zu sein,

Durch das die Geräusche zu uns kommen.

Du kannst dir bewusst werden,

Dass es in diesem Moment Hören gibt und es nicht nötig ist,

Über die Geräusche selbst nachzudenken und auch wenn gerade keine Geräusche da sind,

Trotzdem in der Erfahrung des Lauschens verweilen.

So kannst du Stille hören,

Stille im Außen und Stille im Innen.

Genauso wie du den Zustand des Lauschens beobachten kannst,

Ist jetzt die Einladung,

Den Fluss deiner Gedanken in den Mittelpunkt deiner Aufmerksamkeit zu stellen,

Den Gedanken wertfrei lauschen,

Wenn welche da sind,

Wenn nicht,

Dann nimm die Stille in deinem Geist wahr.

Du brauchst dich nicht mit den Inhalten der Gedanken zu beschäftigen,

Also worüber du gerade nachdenkst,

Sei dir einfach bewusst,

Dass im Moment ein Gedankenprozess im Geist stattfindet,

Nicht mehr und nicht weniger.

Und vielleicht kannst du aufmerksam bemerken,

Wie die Gedanken aus der Stille auftauchen,

Genauso wie die Geräusche im Außen,

Und auch hier wahrnehmen,

Wie der Gedanke wieder vergeht.

Und wenn du bemerkst,

Dass du dich in den Inhalten der Gedanken verlierst,

Dann sei freundlich zu dir,

Es ist wichtig,

Dich nicht dafür zu verurteilen,

Freue dich eher über den achtsamen Moment,

In dem du erst bemerkst,

Dass du in die Geschichten eingestiegen bist,

Die dir dein Geist erzählt,

Und sie es als Möglichkeit wieder neu anzufangen,

Mit dem Beobachten deiner Geistesaktivitäten.

Wie äußern sich deine Gedanken,

Sind es Bilder oder Worte,

Sind es Erinnerungen aus der Vergangenheit oder planst du die Zukunft,

Wie sind sie beschaffen,

Kommen sie abrupt oder spürst du sie schon kurz bevor sie an die Oberfläche deines Bewusstseins kommen?

Den Gedanken achtsam lauschen,

Sie beobachten und den Gedankenprozess selbst bemerken,

Und auch bemerken,

Wie die Gedanken einfach wieder unter der Oberfläche deines Bewusstseins verschwinden.

Kannst du dich öffnen für nichts anderes als die Erfahrung im gegenwärtigen Moment,

Und wenn du deinen Gedanken lauschen kannst,

Dann kannst du davon ausgehen,

Dass du nicht deine Gedanken bist,

Wer ist es dann,

Der da lauscht?

Es passiert immer wieder,

Dass wir wie automatisch in unser Gedankenkarussell eintauchen.

Stell dir die Gedanken wie einen Fluss vor,

Du kannst von der Strömung im Fluss weggetrieben werden oder du kannst am Ufer sitzen und den Fluss beobachten.

Belöse dich jetzt von der Beobachtung deiner Gedanken und gönne dir noch ein paar Momente einfach nur da zu sein,

Alles um dich herum wahrzunehmen,

Körperempfindungen,

Geräusche,

Gedanken,

Aber auch vielleicht Gefühle oder Stimmungen,

Mit all dem sein,

Was sich dir gerade zeigt,

Und wahrnehmen,

Was gerade im Vordergrund ist,

Im Feld deiner Aufmerksamkeit,

Zu bemerken,

Dass die Erfahrung kommt,

Dass sie da ist,

Vielleicht etwas länger da ist und auch wieder geht,

Klar zu sitzen und zu sehen,

Was da kommt,

Bis es wieder geht,

Und wenn gerade keine Erfahrung da ist,

Die Stille erleben und einfach lauschen,

Empfänglich sein für alles,

Was da ist,

Nichts anderes wollen,

Als zu spüren,

Was im Moment,

Im Augenblick ist,

Nimm dir noch ein wenig Zeit,

Dir Wertschätzung und Dankbarkeit entgegen zu bringen,

Für die Erfahrungen und Erlebnisse dieser Übung,

Und überhaupt,

Dass du diese Praxis gemacht hast,

Du kannst jetzt den Körper spüren,

Wie du da sitzt,

Und die Empfindungen des Atems,

Die Grenzen deines Körpers,

Mit deiner Aufmerksamkeit wieder in den Raum selbst gehen,

Den Raum spüren,

Du kannst die Augen jetzt öffnen und ein paar Mal tief und bewusst ein- und ausatmen,

Dich recken und strecken,

Und vielleicht magst du ein wenig von dieser Erfahrung der Achtsamkeit in den Alltag mitnehmen.

4.8 (85)

Neueste Bewertungen

Lutz

March 26, 2025

Danke 🙏 🙏

Tom

June 9, 2024

🙏🏻

Franz

May 26, 2024

eine sehr gute und achtsame Körpererfahrung

Hannes

May 6, 2024

sehr zu empfehlen, just the moment, nicht mehr und nicht weniger, gute Männerstimme

Nicole

February 22, 2024

Angenehme Stimme und Spechgeschwindigkeit. Keine ablenkenden oder nervigen Hintergrundgeröusche. Danke

Oliver

May 23, 2023

Wunderbare Übung und eine sehr angenehme Stimme. War gerade perfekt für mich.

Claudia

February 14, 2023

Vielen Dank für diese wunderbare Meditation. Sie ermöglicht es mir, wirklich in mir zu sein. Du leitest sie sehr angenehm und inspirierend an, aber ich hätte mir noch mehr Phasen der tatsächlichen Stille gewünscht. Dennoch: jedes Mal wieder eine wunderschöne Erfahrung.

Michael

March 10, 2022

Vielen Dank für die Sehr schöne Anleitung aber ich merke dass ich nach einer gewissen Zeit im Schneidersitz, nach etwa 15 Minuten, mich selbst verkrampfe. Vielen Dank für Deine Antwort Peter, ich hörte das es nicht gut ist auf einer zu weichen Unterlage wie einem Kissen zu sitzen, da man doch einen festen Grund spüren sollte aber danke für Deine Tipps, ich werde es mal anders probieren

Jens

December 25, 2021

Die Klarheit und Ruhe Deiner Stimme, die harmonische Struktur Deiner Ansagen und der konzeptionelle Aufbau sind sehr wohltuend. Ganz herzlichen Dank 🙏!

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