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Wenn Kritik wehtut

by Sofia Borodulina

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Meditation
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Ein unbedachter Kommentar, ein hartes Feedback, ein Satz der hängen bleibt — Kritik kann uns mehr treffen als wir zugeben. In dieser Meditation lernst du, den Schmerz anzuerkennen ohne dich darin zu verlieren. Wir schaffen gemeinsam etwas Abstand zwischen dem, was gesagt wurde — und dem, wer du bist. Denn was jemand über dich sagt, ist nicht automatisch wahr. Und selbst wenn etwas dran ist: Es definiert dich nicht.

Transkription

Hi,

Ich bin Sophia und ich freue mich,

Dass du hier bist.

Heute wollen wir uns mit einem Thema beschäftigen,

Das fast jeder von uns kennt.

Kritik,

Die wehtut.

Vielleicht hat heute jemand etwas zu dir gesagt,

Was,

Naja,

Nicht so ganz das war,

Was du hören wolltest.

Eine Bemerkung,

Ein Feedback,

Ein Satz im Vorbeigehen und das hängt noch so ein bisschen in dir drin.

Vielleicht dreht sich es noch im Kreis,

Vielleicht fragst du dich,

Ob die Person vielleicht recht hat oder du bist einfach nur wütend oder beides gleichzeitig.

Das ist völlig normal und es hat einen wissenschaftlichen Grund.

Unser Gehirn ist darauf ausgelegt,

Negative Informationen stärker zu gewichten als positive.

Leider.

Das nennt man Negativitätsbias und es ist kein Zeichen von Schwäche,

Sondern von Biologie.

Dein Gehirn versucht dich zu schützen.

Es nimmt Kritik ernst,

Weil es in der Vergangenheit wichtig war,

Soziale Signale ernst zu nehmen.

Das Problem ist nur,

Es unterscheidet nicht immer zwischen einer echten Bedrohung und einem unbedachten Kommentar von jemand,

Der vielleicht selbst einen schlechten Tag hatte.

Was hilft,

Ist nicht Kritik zu ignorieren oder so zu tun,

Als wäre es dir egal.

Was hilft,

Ist einen Moment innezuhalten und die Kritik von dir als Person zu trennen.

Denn das ist der Unterschied,

Der alles verändert.

Was jemand über dich sagt,

Ist nicht automatisch wahr.

Und selbst wenn an der Kritik etwas dran ist,

Das bedeutet nicht,

Dass du als Mensch weniger wert bist.

Fehler machen,

Dinge besser machen können,

Rückmeldungen bekommen.

Das ist alles Teil des Lebens.

Das macht dich nicht zu wenig,

Das macht dich menschlich.

Daher lade ich dich heute ein,

In unserer Meditation genau das zu spüren.

Wir schaffen etwas Abstand zwischen dem,

Was gesagt wurde und dem,

Wer du bist.

Komm jetzt in eine bequeme Position.

Im Sitzen oder wenn du kannst im Liegen.

Was immer sich gerade richtig anfühlt.

Und schließe deine Augen,

Wenn du magst.

Nimm einen tiefen Atemzug durch die Nase.

Und lass die Luft langsam wieder raus.

Noch einmal.

Einatmen und ausatmen.

Spüre,

Wie dein Körper bei jedem Ausatmen ein klein bisschen schwerer wird.

Ruf jetzt kurz ins Gedächtnis,

Was gesagt wurde.

Du musst es nicht genau analysieren.

Lass es einfach kurz da sein.

Vielleicht spürst du etwas im Körper dabei.

Eine Enge in der Brust.

Eine Spannung im Kiefer.

Ein Ziehen im Bauch.

Oder etwas anderes.

Beobachte es einfach,

Ohne etwas dagegen tun zu wollen.

Und jetzt stell dir vor,

Du nimmst diesen Satz oder diese Bemerkung und legst sie vor dir auf den Boden.

Nicht weit weg,

Einfach vor dir.

Du kannst sie anziehen,

Aber du musst sie nicht festhalten.

Atme ein und aus.

Jetzt frag dich ganz ruhig,

Was stimmt hier für mich?

Und was gehört nicht zu mir?

Vielleicht ist da etwas wahres dran,

Dass du mitnehmen kannst.

Etwas,

Woran du wachsen kannst.

Eine Perspektive,

Für die man aufrichtig dankbar sein kann.

Und vielleicht ist auch etwas,

Das einfach nicht deins ist.

Das sich nicht nach dir anfühlt.

Etwas,

Das vielleicht im Auge des Betrachters liegt.

Und das man so beim Betrachter liegen lassen darf.

Kannst du akzeptieren,

Dass du vielleicht so gesehen wirst?

Denn was jemand sagt,

Sagt viel mehr über den Sehenden aus und oft wenig über den,

Der gesehen wird.

Kannst du es annehmen und den Menschen bei seiner Meinung bleiben lassen?

Beides darf sein.

Du musst niemandem etwas beweisen.

Jeder von uns ist verantwortlich für sein Leben,

Seine Perspektive und seinen Weg.

Daher,

Was immer jemand über dich denkt oder sagt,

Musst du dich nicht definieren.

Du definierst dich selbst.

Atme jetzt nochmal ein und aus,

Ganz bewusst.

Und richte jetzt deine Aufmerksamkeit auf dich selbst.

Nicht auf das,

Was gesagt wurde,

Sondern auf dich als Menschen.

Denk an eine Sache,

Die du in den letzten Wochen gut gemacht hast.

Etwas kleines reicht.

Ein Moment mit guter Absicht.

Wo du vielleicht für jemanden da warst.

Oder etwas,

Das du durchgezogen hast.

Ein Moment,

Wo du einfach du warst.

In deiner besten Version.

Lass dieses Bild vor deinem inneren Auge entstehen.

Und spüre,

Wie es sich anfühlt.

Ja,

Das bist auch du.

Denn du ist so viel mehr als ein Kommentar.

Du bist so viel mehr als ein schlechter Moment.

Du bist mehr als das,

Was gerade wehgetan hat.

Atme nochmal tief ein und lass beim Ausatmen noch ein bisschen mehr los.

Und wenn du soweit bist,

Öffne langsam deine Augen.

Und denk dran,

Kritik sagt etwas über einen wahrgenommenen Moment aus.

Eine Perspektive.

Nicht über deinen Wert als Mensch.

Den kriegst du ganz unabhängig davon in dir.

Und du bestimmst ihn.

Niemand sonst.

Ich wünsche dir noch einen wunderbaren Tag.

Lass los,

Was wehgetan hat.

Und fokussiere dich auf all das Gute,

Das noch vor dir liegt.

Bis bald.

5.0 (1)

Neueste Bewertungen

Peter

May 1, 2026

Sehr schöne Betrachtung liebe Sofia - Danke dafür 🙏🥰

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