
Meditation für schwierige Tage
by Motoki
Wir erleben stürmische Zeiten. In uns und in der Welt sehen wir viel Leid, Zerbruch und große Herausforderungen. Diese können für uns überwältigend sein. Was können wir tun? Diese Meditation möchte dich dazu einladen: > Dich zu beruhigen > Wahrzunehmen > Abstand gewinnen > zu sortieren > Ruhe zu finden
Transkription
Willkommen zu dieser kurzen Meditation für schwierige Tage.
Vielleicht geht es dir auch manchmal so,
Dass du einfach unsortiert oder überwältigt bist von all dem,
Was in deinem Leben oder um dich herum los ist.
Ich selbst hatte gestern so einen Abend,
Wo ich in die Welt schaute,
In die Nachrichten,
Und heute Morgen merke ich,
Ich fühle mich etwas matt,
Etwas überwältigt emotional von den Bildern,
Die ich gesehen habe.
Und ich muss das erstmal identifizieren,
Was eigentlich los ist.
Diese Meditation soll uns dabei helfen,
Das Ganze zu sortieren.
Sie geht in vier Schritten vor.
Zunächst hilft es uns,
Wenn wir uns beruhigen und wenn wir dann einfach wahrnehmen,
Was los ist.
Dabei wollen wir uns nicht zu tief hineinziehen lassen in das,
Was uns vielleicht Sorgen macht.
Aber wir wollen auch nicht wegschauen und vermeiden oder nur verdrängen.
Dann wollen wir etwas Abstand gewinnen und es ein wenig für uns mental sortieren,
Um uns dann wieder zu beruhigen.
Dazu darfst du jetzt gerne in eine sichere Position für dich gehen,
In der du dich wohl fühlst,
Entspannt und aufmerksam.
Es kann im Liegen,
Im Sitzen oder auch beim Spaziergehen sein,
Wenn du irgendwo einen Stopp machst,
Vielleicht in einer Lichtung,
An einem ruhigen Ort.
Und spüre gerne erstmal,
Wie dein Atem gerade fließt.
Und wenn du bewusst einatmest,
Innehältst und ausatmest,
Vielleicht kannst du dir zunächst erlauben,
Ein wenig Dankbarkeit zu spüren für dieses kleine Wunder des Atems,
Für dieses Zeichen,
Dass du lebendig bist.
Vielleicht magst du dich auch an deinem Atem freuen und spürst,
Wie du ein kleines Lächeln formst.
Vielleicht spürst du aber auch viele Emotionen.
Dann geh diesen nach und schau auch hier,
Wo die Emotionen sich befinden.
Wenn du magst,
Kannst du die Hand dahin legen,
Wo du gerade die Emotionen am deutlichsten spürst.
Auf dein Herz,
Auf deinen Bauch und atme weiter in deinem eigenen Rhythmus ein und aus und nimm wahr,
Was du spürst,
Was du fühlst und was du denkst.
Ich lade dich ein,
Das mit einer Haltung von Güte,
Freundlichkeit und Neugierde zu tun.
Und während dein Atem weiter fließt,
Mach dies gern mit Leichtigkeit zugleich mit Aufmerksamkeit,
Aber ohne Anstrengung.
Was ist alles gerade lebendig in dir?
Und es kann uns helfen,
Das auch zu formulieren.
Ich spüre gerade.
Ich fühle gerade.
Ich denke gerade.
Und vielleicht gelingt es dir,
Auch ein wenig Abstand von dir selbst zu bekommen.
Als wenn du ein Vogel wärst,
Der über dir jetzt schwebt.
Und der dich sieht,
Da wo du sitzt,
Stehst oder auch liegst.
Und der wahrnimmt,
Dass du spürst,
Dass du fühlst und dass du denkst.
Wenn jetzt manche Gefühle,
Emotionen,
Gedanken in dir klarer sind,
Dann darfst du sie gerne mental notieren,
Wie auf einem gedanklichen Post-it.
Notiere sie kurz,
Ohne dich zu tief in sie hineinfallen zu lassen.
Und ich lade dich ein,
Jetzt nochmal neugierig zu werden.
Vielleicht kannst du dazu nochmal deinen Atem bewusst wahrnehmen.
Vielleicht hat er sich schon verändert.
Vielleicht ist er ruhiger geworden.
Vielleicht hat sich auch der Ort des Atems verändert.
Vielleicht hast du am Anfang bewusst durch Nase oder Mund geatmet.
Gespürt,
Wie deine Brust atmet.
Vielleicht ist der Atem jetzt schon tiefer gesunken.
Und so wie wir den Atem spüren können,
Können wir auch unsere Emotionen und Gedanken spüren und lokalisieren.
Und wir können sie auch identifizieren,
Auf deinen gedanklichen Post-its.
Und während sie dort vielleicht an einer großen Wand alle sind,
Vielleicht gibt es Emotionen oder Gedanken,
Wo du intuitiv spürst und weißt,
Dass du dort etwas verändern kannst.
Du kannst einen Raum betreten,
In dem du eine Entscheidung treffen kannst,
Wie du damit umgehen möchtest.
Und dann gibt es dort vielleicht eine ganze Reihe von Gefühlen,
Emotionen,
Gedanken,
Die du nicht ändern kannst.
Die außerhalb deiner Sphäre,
Deines Wirkungsbereiches liegen.
Dann lade ich dich jetzt auch nochmal ein,
Diese wahrzunehmen und einen tiefen Atemzug zu nehmen und lange auszuatmen.
Vielleicht magst du auch jetzt bewusst nochmal die Schultern lockern und die Hände fallen lassen.
Und obwohl du diese Emotionen und Gedanken hast,
Kannst du sie vielleicht auch hier einfach gut sein lassen und nur wahrnehmen.
Ich spüre.
Ich fühle.
Und ich denke.
Und alles in mir und jeder Atemzug signalisieren mir,
Wie lebendig ich bin.
Nimm dir gern noch etwas Zeit hier zu bleiben,
An diesem sicheren Ort für dich.
Vielleicht spürst du schon,
Dass dein Verstand und auch dein Körper,
Dein Atem sich mehr und mehr beruhigt haben.
Und vielleicht hast du auch eine neue Qualität,
Eine neue Klarheit erreicht.
So oder so lade ich dich ein,
Ein Gefühl der Dankbarkeit für dich jetzt zu erlauben,
Dass du dich all diesem gestellt hast,
Dir die Zeit genommen hast und einen vertrauensvollen Schritt in deine gedankliche und emotionale Welt gegangen bist.
Treffen Sie Ihren Lehrer
4.4 (52)
Neueste Bewertungen
More from Motoki
Ähnliche Meditationen
Ähnliche LehrerInnen
Trusted by 36 million people. It's free.

Get the app
