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Atempraxis - Dein Atem wie ein Spiegel

by Eva-Maria Boerschlein

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Meditation
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Eine Atempraxis mit einer kleinen Einführung zu Atemmeditation als eine der universellsten aller Meditationen. Die Aufmerksamkeit zu stabilisieren, ist Teil jeder großen spirituellen Tradition. Das Stabilisieren der Aufmerksamkeit hilft uns, präsenter, offener, lebendiger zu sein. Wir beginnen mit dem Atem, weil der Atem immer bei uns ist. Und der Atem kann dabei wie ein Spiegel sein für Dich. Er kann Dir dienen, Verständnis zu entwickeln. Wenn Du dazu bereit bist, mit Deinem Atem ganz vertraut, ganz intim zu werden, kann er ein Tor werden für tiefe Ruhe und für klares Sehen.

Transkription

Hallo und herzlich willkommen zu dieser Session mit dem Thema achtsames Atmen.

Ich werde eine kleine Einführung geben und natürlich werden wir auch gemeinsam dazu praktizieren.

Du bist eingeladen erstmal deinen Platz einzunehmen.

Finde deine Haltung auf deinem Kissen oder einem Stuhl und erinnere dich in diesem kurzen Check deiner Haltung an die Qualität des geerdet Seins und die Qualität des aufrichtig Seins.

Spüre deine Haltung,

Die Entspanntheit der Schultern,

Vielleicht ein sanftes Lächeln.

Das schöne Bild dazu ist ja dieses sanfte,

Zarte Lächeln des Buddhas,

Das die Gelassenheit ausdrückt,

The half smile of the Buddha.

Und während du ganz ankommst,

Lausche gern ein paar einführenden Worten und dann gehen wir zusammen in die Praxis.

Die Aufmerksamkeit zu stabilisieren ist Teil jeder großen spirituellen Tradition.

Alle Traditionen nutzen geschickte,

Kunstvolle Mittel,

Um die Aufmerksamkeit zu stabilisieren und uns so zu helfen präsenter,

Offener und lebendiger zu werden.

Und die Atemmeditation ist dabei eine der weltweit universellsten aller Meditationen.

Die Aufmerksamkeit auf den Atem zu lenken beruhigt uns,

Beruhigt unseren Geist und beruhigt unser Herz.

Und so lade ich dich jetzt ein,

Deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem zu lenken und zunächst einmal in den Bereich deiner Nase.

Spüre deine Nasenspitze,

Spüre die Nasenöffnung,

Die Nasenlöcher und bleib mit der Aufmerksamkeit in diesem Bereich der Nase und spüre,

Wie dein Atem ein- und ausfließt.

Also spüre diesen Fluss deines Atems und werde dir dieses Atemflusses ganz gewahr und bleib dabei noch in diesem Bereich der Nase.

Und bei diesem ganz bewussten Atmen spürst du vielleicht auch einen leichten Temperaturunterschied,

Dass der Ausatem wärmer ist als der Einatem,

Das als kleine Nuance.

Und halte die Aufmerksamkeit noch für einen Moment in diesem Nasenbereich,

Als wäre dein Atemempfinden vornehmlich oder nur dort zu spüren,

In diesem Moment.

Und dann wandere ganz bewusst mit deiner Aufmerksamkeit weiter in deinen Brustbereich,

In den Brustraum,

Herzraum und spüre deinen Atem ganz bewusst in dieser Gegend.

Spüre,

Wie sich der Brustraum weitet,

Wie sich der Herzraum weitet,

Wie er sich hebt und senkt und bleib mit der Aufmerksamkeit in diesem oberen Bereich deines Oberkörpers und spüre ganz bewusst dein Einatmen und Ausatmen.

Bleib ganz bewusst mit der Aufmerksamkeit beim Spüren deines Atems noch für einen Moment im Bereich des Herzens,

Im Brustraum.

Es heißt auch,

Wir beginnen dieses Training und dieses Kultivieren,

Die Aufmerksamkeit zu stabilisieren beim Atem,

Weil der Atem immer bei uns ist.

Und ein schönes Bild lautet auch,

Der Atem ist immer da für dich,

Wie ein guter Freund.

Zu deinem Atem kannst du immer zurückkehren,

Wie zu einem guten Freund.

Und wir wandern jetzt mit der Aufmerksamkeit weiter zum Bauch,

Zur Bauchdecke und spüren,

Wie sich die Bauchdecke mit dem Ein- und Ausatmen hebt und senkt.

Und lenke jetzt deine Aufmerksamkeit ganz auf dein Atemempfinden im Bauchbereich.

Spüre den Atem an der Bauchdecke oder im Bauch und bleib ganz bewusst beim Spüren der Atemempfindung im Bauchbereich.

Und jetzt finde einen ganz natürlichen Fluss deines Atems.

Du kannst wie losgelöst sein von einem bestimmten Ort an oder in deinem Körper und einfach spüren,

Wie der Atem deinen Körper atmet,

Der Atem sich selbst atmet.

Oder wenn es dir angenehm ist,

Dann bleib bei einem dieser Orte,

Die wir gerade kennengelernt haben und bleib mit der Aufmerksamkeit ganz bewusst beim Spüren deiner Atemempfindung.

Und ich möchte dir noch ein Bild anbieten.

Es heißt,

Unser Atem kann auch wie ein Spiegel sein für uns,

Um Verstehen zu entwickeln.

Der Atem kann uns dienen,

Verstehen,

Verständnis zu entwickeln.

Du beginnst die Aufmerksamkeit auf deinen Atem zu richten und sie dort zu halten und dann im Spiegel dieser Aufmerksamkeit siehst du alles andere,

Was da drumherum so läuft.

Die Stimmungen,

Die du hast,

Die Körperempfindungen,

Die auftauchen,

Gefühle oder Gedanken oder Geschichten,

Die du dir erzählst,

All das wird augenscheinlicher,

Wird offenbarer,

Weil uns der Atem hilft präsenter,

Gegenwärtiger zu werden.

Und mit dem Halten der Aufmerksamkeit auf dem Atem bleiben wir bei allem,

Was da erscheint,

Ruhig,

Ausgeglichen,

Anmutig und bleib weiterhin mit der Aufmerksamkeit ganz beim Spüren deines Atems.

Und natürlich können Gedanken diese Aufmerksamkeit wirklich abziehen wollen.

Also mehr als nur ein Erscheinen,

Kommen und Gehen.

Und wenn du merkst,

Wie deine Aufmerksamkeit abgezogen wird,

Dann werde dir dessen bewusst und kehre ganz bewusst eine Wahl treffend wieder zurück mit der Aufmerksamkeit zum Spüren deines Atems und spüre dein Einatmen und dein Ausatmen.

Wenn du dich mit deinem Atem verbindest,

Dich mit ihm wie befreundest,

Wenn du dazu bereit bist,

Ganz nah und ganz intim mit deinem Atem zu werden,

Dann heißt es,

Kann dein Atem ein Tor werden für tiefe Ruhe und für klares Sehen.

Der Atem als ein Tor für tiefe Ruhe und klares Sehen.

Und zum Ende hin dieser Praxis,

Natürlich kannst du die Praxis noch etwas ausdehnen,

Aber ich leite jetzt wie ein Ende ein.

Nimm noch ein paar ganz bewusste und tiefe Atemzüge.

Ganz bewusst tief ein und lange aus und dann komm ganz in deinem Tempo und in deiner Form aus dieser Praxis.

© 2026 Eva-Maria Boerschlein. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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