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Gefühlswahrnehmung

by Robin Weber

Aktivität
Meditation
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Der Fokus in dieser Meditation liegt bei den Gefühlen. Dazu wird eine Technik aus dem Focussing angewendet, mit der Gefühlsinhalte achtsam betrachtet werden, wodurch Veränderungen in deren Wahrnehmung angestossen werden sollen. Für diese Meditation sollte man sich zuerst geerdet haben und eine gewisse Distanz zu den Inhalten haben, die man wählt.

Transkription

In dieser Meditation kannst du auch mal ausprobieren,

Wie es ist,

Das Gefühl als Ankerpunkt zu nehmen.

Vielleicht gibt es gerade etwas,

Das dich im Moment sehr stark beschäftigt,

Oder etwas,

Das du noch siehst,

Auf dich zukommen.

Zum Beispiel hast du gerade eine Prüfung hinter dir,

Oder du wartest noch auf ein heisseres Ergebnis.

Es kann auch sein,

Dass so ein Gefühl mit ein bisschen Sorge in Verbindung ist.

Wenn du dir das zutraust,

Darfst du das durchaus aber auch in dieser Meditation betrachten.

Stell dir aber,

Bevor du anfängst,

In jedem Fall noch die Frage,

Ob du dich intensiv mit dem Gefühl auseinandersetzen magst,

Das du gerade im Sinn hast.

Wenn das Gefühl so stimmig ist,

Oder du auch merkst,

Dass sich nichts konkret anbietet,

Dann schliess mal deine Augen und folge deinem Atem.

Als erstes dabei ist es wichtig,

Sich zu erden.

Stell für das deine beiden Füsse auf den Boden und nimm ihren Kontakt dazu wahr,

Wie sich das anfühlt.

Du kannst dann als nächstes deinen Körper weiter nach oben wandern und jeden weiteren Kontaktpunkt zur Umwelt spüren.

Achte dich dann auch,

Wo du deine Hände hast.

Sie sollten am besten in einer Position sein,

Wo sie wieder verkrampft sind.

Sie aber trotzdem gut spüren,

Indem du sie z.

B.

Aufeinander oder auf einer Fläche ablegst.

Prüfe dann auch,

Wie sich dein Rücken anfühlt,

Ob er vielleicht beugt oder verspannt ist,

Oder ob er gerade richtig aufrecht und locker ist.

Das Gleiche kannst du auch bei deinen Schultern beobachten.

Wenn sie sich ein bisschen verspannt anfühlen,

Kannst du sie mal ganz fest anziehen,

Bis sie fast bei deinen Ohren sind,

Und dann in einem Moment fallen lassen.

So sollten sie meistens in eine entspannte Position kommen.

Vielleicht bemerkst du auch sonst noch etwas Spezielles unter dem anderen Teil deines Körpers.

Du kannst dich zuerst noch auf diese achten und ihnen ein bisschen Aufmerksamkeit geben.

Und wenn du so deinen Körper durchgelaufen bist,

Kannst du dich ihm kommen und von diesen Gefühlsinhalten widmen.

Wenn du schon vorher gemerkt hast,

Dass es etwas Akutes gibt,

Oder etwas,

Dem du dich spezifisch vornehmen möchtest,

Kannst du all das als erstes ins Zentrum setzen.

Achte dich dabei vor allem auf die Wahrnehmung des Gefühls und auch deiner emotionalen Reaktion davon.

Wichtig ist,

Dass du nicht in eine Bewertung davon kommst,

Sondern einen neutralen und absichtslosen Blick beibehaltest.

Wenn du ein Gefühl im Fokus hast,

Kannst du es vielleicht auch irgendwo im Körper verorten oder dem «etwas» einen Namen geben.

Wenn dir das gelingt,

Betrachte nochmal das Gefühl.

Bemerkst du vielleicht,

Dass es sich verändert hat oder gleichgeblieben ist?

Alles,

Was passieren mag,

Ist in Ordnung.

Du musst in dieser Übung keine Anforderung an dich stellen.

Falls du aber bemerkst,

Dass sich etwas verändert hat,

Dann passe deine Verortung und Beschreibung nochmal an,

Bis du merkst,

Dass es stabil ist.

Frag dich bei jedem Mal,

Ob das so passend ist oder ob es vielleicht eine neue Beschreibung braucht.

Falls es von Anfang an aber schon passt hat,

Ist das natürlich auch okay.

Wenn du merkst,

Dass sich das,

Was du gerade betrachtest,

Nicht mehr verändert und stabil ist,

Kannst du dieses Gefühl langsam loslassen und deinen Blick wieder auf etwas Neues betrachten,

Was sicher bald in deine Aufmerksamkeit treten wird.

Du kannst auch bei diesem Inhalt wieder das Gleiche machen,

Wie du beim vorherigen schon gemacht hast.

Es kann auch sein,

Dass du merkst,

Dass das gleiche Gefühl nochmal ist,

Weil es eventuell nochmal betrachtet werden möchte.

Bleib aber auch achtsam,

Damit du nicht von einem Gefühl vereinnahmt wirst.

Falls es dir schwerfällt,

Distanz zu einem Thema zu halten,

Ist es auch in Ordnung,

Zur Körperwahrnehmung zurückzukehren.

Frag dich immer wieder,

Wo ist mein Geist genau jetzt?

Bin ich noch bei meinem Anker oder bin ich in einem Gedanken verfallen?

Falls dir das passiert ist,

Ist das nicht weiter schlimm.

Mach deinen Geist einfach wieder frei und lass wieder ein neues Gefühl in deine Aufmerksamkeit.

Du kannst die Übung weiterführen,

Bis du Ruhe in dir spürst oder Entsättigung bemerkst.

Komm zum Schluss nochmal zu deiner Körperhaltung.

Achte dich,

Ob noch alles gleich ist oder ob sie sich durch die Übung verändert hat.

Auch da ist eine Bewertung nicht nötig.

Dann kannst du beim Schlag in deinem eigenen Tempo die Meditation beenden und wenn du möchtest,

Darfst du jetzt auch über deine Eindrücke reflektieren.

© 2026 Robin Weber. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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