1:30:07
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Die Angst Vor Morgen Loslassen – Nachtmeditation

by Kais Sellami

Aktivität
Meditation
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Diese sanfte Nachtmeditation hilft dir, Sorgen über die Zukunft loszulassen und innere Ruhe zu finden. Beruhige deine Gedanken am Abend, löse Anspannung und schenke dir ein Gefühl von Sicherheit und Vertrauen, damit du entspannter in die Nacht und dem neuen Tag entgegengehen kannst.

Transkription

Heute Abend kreist irgendwas in dir immer wieder im Kopf.

Ein Gedanke.

Dann noch einer.

Und dein Bett wird zu einem Kinosaal.

Den du dir gar nicht ausgesucht hast.

Kannst du zu dem zurückkommen.

Was wirklich ist.

Dieser Körper.

Dieses Bett.

Dieser Moment.

Nur kurz für deine Sicherheit.

Diese Meditation ist eine symbolische Entspannungsübung.

Sie ersetzt keine Behandlung.

Und keinen ärztlichen oder therapeutischen Rat.

Heute Nacht werden wir nichts lösen.

Wir geben morgen einfach an morgen zurück.

Und kommen hierher zurück.

Ins Jetzt.

Und jetzt mach es dir bequem.

Die Meditation fängt gleich an.

Die Position,

Die dir heute Nacht am angenehmsten ist.

Auf dem Rücken.

Auf der Seite.

Egal.

Hauptsache.

Nichts zieht?

Und nichts.

Lass deine Arme liegen.

Ein bisschen vom Körper weg.

Handflächen geöffnet oder geschlossen.

So wie es sich für dich gut anfühlt.

Schließt die Augen.

Atme durch die Nase ein.

Langsam.

Und zähl dabei bis 4.

Halt den Atem kurz an.

Man durch den Mund aus?

Und zähl dabei bis 6.

Noch einmal.

Einatmen.

4 Sekunden.

Ausatmen.

6 Sekunden.

Mit jedem Ausatmen verlässt ein kleiner Teil der Anspannung des Tages.

Deinen Körper durch den Mund.

Wie ein Atemzug,

Den du endlich loslässt.

In diesem Atemzug muss gar nichts schnell gehen.

Du hast die ganze Nacht vor dir.

Richte deine Aufmerksamkeit auf deine Stirn.

Spür,

Wie sie sich entspannt.

Wie Wasser,

Das ganz still wird.

Deine Augenbrauen gehen ein Stück auseinander.

Seine Lieder werden schwer.

Ganz locker.

Ohne irgendeine Anstrengung sie geschlossen zu halten.

Diese Entspannung sinkt jetzt zu deinem Kiefer.

Löse die Zähne voneinander.

Lass die Zunge locker hinten im Mund liegen.

Dein ganzes Gesicht wird weich.

Löst sich auf in Ruhe.

Kein einziger Muskel im Gesicht muss noch irgendetwas zeigen.

Oder auf irgendetwas aufpassen.

Die Entspannung gleitet deinen Nacken hinunter.

Bis zu deinen Schultern.

Lass sie fallen.

Ein wenig weiter weg von deinen Ohren.

Ein bisschen tiefer.

In die Matratze hinein.

Der Unterarm.

Bis in die Fingerspitzen.

Die schwer werden.

Und sich völlig entspannen.

Jeder Finger.

Irgendetwas festzuhalten.

Diese Welle der Ruhe sinkt jetzt in deinen Brustkorb.

Mit jedem Atemzug wird dort mehr Raum.

Dein Bauch hebt sich sanft.

Ohne Mühe und senkt sich wieder.

Dein unterer Rücken sinkt etwas tiefer ins Bett.

Komplett getragen von dem.

Was dich hält.

Deine Hüften lassen los.

Deine Beine werden schwer.

Oberschenkel.

Die Waden.

Bis hinunter zu den Knöcheln.

Schließlich erreicht die Entspannung deine Füße.

Jeder Zähl ist los.

Einer nach dem anderen.

Als hätte er nichts mehr zu halten.

Dein Körper ruht jetzt als Ganzes.

Vom Scheitel bis zu den Zehenspitzen.

Komplett getragen.

Komplett sicher!

In diesem Bett.

In dieser Nacht.

Nichts wird von dir verlangt.

Nichts wird von dir eingefordert.

Du darfst für die nächsten Minuten komplett damit aufhören.

Für irgendetwas zuständig zu sein.

Und jetzt?

Lass auf deinem inneren Bildschirm einen Hügel auftauchen.

Ein sanfter Hügel.

In der Nacht unter einem vollkommen klaren Himmel.

Du liegst im Gras.

Es ist noch warm von der Wärme des Tages.

Ein bisschen hoch.

Es gibt unter deinem Gewicht nach.

Und umschließt dich fast.

Unter dir ist der Boden fest.

Er trägt dich ganz.

Ohne dass du irgendwas tun musst.

Du könntest dich völlig fallen lassen.

Die Erde gibt nicht nach.

Sie hält dich.

Dieser Boden braucht keine Erlaubnis,

Um dich zu tragen.

Er tut es einfach.

Schon immer.

Über dir ist der Himmel riesig.

Sterne.

Zu Tausenden,

Manche kaum zu sehen.

Andere klar leuchten.

Du musst nichts suchen.

Nichts benennen.

Du schaust einfach.

Und der Himmel breitet sich vor dir aus.

Geduldig.

Ohne Grenze.

Manchmal löst sich einer der Sterne.

Und zieht vorbei.

Eine kurze Spur durch das Dunkel.

Und verschwindet wieder.

Du musst nichts damit machen.

Er zieht vorüber.

Sowie Gedanken vorbeiziehen.

Du lässt ihn ziehen.

Ohne hinterherzugehen.

In der Ferne Zirpen grillen.

Ein ruhiger.

Gleichmäßiger Klang ohne Eile.

Der aus dem Gras aufsteigt?

Und nach und nach die Stille füllt.

Das ist das einzige Geräusch.

Nichts anderes fordert Dich.

Die Luft ist ruhig.

Leicht warm.

Sie berührt dein Gesicht wie eine Hand.

Die ohne besonderen Grund dort liegt.

Einfach nur.

Um sanft zu sein.

Ist die ganze Weite dieses Himmels über dir.

Dieser Hügel existiert schon sehr lange.

Die Sterne.

Die du anschaust.

Haben schon lange vor dieser Nacht geleuchtet.

Und werden noch lange nach ihr leuchten.

Vor so viel Geduld?

Wirkt morgen winzig.

Morgen ist noch nicht geboren.

Es existiert nirgends.

Hier,

Außer in einem Geist,

Auf diesem Hügel.

Gibt es nur das Jetzt,

Der es erfindet,

Das warme Gras.

Den Boden.

Der trägt.

Den Himmel.

Der Wacht.

Du kannst dein ganzes Gewicht der Erde anvertrauen.

Sie hält.

Du musst heute Abend nichts überwachen.

Der Himmel dreht sich von allein.

Die Grillen zirpen von allein.

Die Nacht.

Geht von allein weiter.

Ohne dass du dich darum kümmern musst.

Ausnahmsweise läuft alles richtig gut ohne dich.

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