
Deine Kraft spüren und sanft lenken
Mehr Willenskraft im Alltag – ganz ohne Druck Beschreibung: „Denk einfach positiv" hat dir noch nie geholfen? Diese Meditation geht einen anderen Weg. Statt dich anzustrengen oder dir etwas einzureden, übst du hier etwas viel Einfacheres: deine eigene Kraft wahrzunehmen – und sie sanft zu lenken. In rund 11 Minuten begleite ich dich durch drei kleine Schritte: Deine Lebendigkeit spüren – die Energie, die dich gerade jetzt trägt Loslassen, was dich lähmt – Anspannung und leise Sorgen dürfen wieder fließen Deine Kraft ausrichten – auf eine einzige kleine Sache, die du dir vornimmst Am Ende ruhst du an einem stillen Ort in dir, der schon immer da war – ganz gleich, was außen los ist. Kein Vorwissen nötig. Keine Esoterik. Einfach eine ruhige, praktische Übung für mehr innere Klarheit und Willenskraft im Alltag. Setz dich bequem hin, schließ die Augen – und lass uns beginnen.
Transkription
Schön,
Dass du dir diese Zeit nimmst.
Du musst gar nichts leisten.
Nichts erreichen.
Nichts besonders gut machen.
Du darfst einfach nur da sein.
Setz dich so hin,
Dass es bequem ist,
Aber wach.
Die Füße ganz auf dem Boden,
Der Rücken aufrecht,
Aber nicht steif.
Stell dir vor,
Dein Kopf wird von oben ganz leicht getragen,
Wie an einen unsichtbaren Faden.
Und wenn es sich für dich gut anfühlt,
Schließe jetzt die Augen.
Nimm einen tiefen Atemzug.
Atme durch die Nase ein und durch den leicht geöffneten Mund langsam wieder aus.
Mit einem hörbaren Seufzer,
Wenn du magst.
Noch einmal ein und aus.
Dass beim Ausatmen den Tag ein Stück von dir abfallen.
Und ein drittes Mal tief ein.
Und mit dem Ausatmen kommst du an.
Genau hier.
Genau jetzt.
Lass deinen Atem jetzt wieder ganz von selbst fließen.
Du musst ihn nicht steuern.
Und während du da sitzt,
Wandere einmal sanft durch den Körper,
Wie ein freundliches Suchlicht.
Spür deine Stirn.
Vielleicht ist da etwas Anspannung.
Lass sie weich werden.
Deinen Kiefer.
Lass die Zähne ein wenig auseinander.
Der Kiefer darf locker hängen.
Deine Schultern.
Vielleicht sind sie über den Tag ein Stück nach oben gewandert.
Lass sie jetzt einfach sinken.
Vielleicht merkst du irgendwo eine Enge.
Ein bisschen Druck,
Vielleicht sogar eine leise Unruhe oder Sorge,
Die du mit hierher gebracht hast.
Das ist völlig in Ordnung.
Lass sie einfach da,
Wo sie ist.
Atme nur einmal bewusst dorthin,
An die Stelle,
Wo es eng ist.
Und stell dir vor,
Mit dem nächsten Ausatmen wird dort ein kleines bisschen mehr Platz.
Anspannung ist nichts anderes als Kraft,
Die sich festhält.
Wir lernen sie gleich ganz sanft wieder fließen zu lassen.
Richte jetzt deine Aufmerksamkeit auf deine Hände.
Und ohne etwas zu tun,
Nur indem du dorthin spürst,
Wirst du vielleicht etwas wahrnehmen.
Ein leichtes Kribbeln.
Eine Wärme.
Ein feines Pulsieren.
Vielleicht auch erstmal gar nichts.
Und auch das ist völlig okay.
Was du da spürst,
Ist deine eigene Lebendigkeit.
Die Energie,
Die dich gerade in diesem Moment am Leben hält.
Sie war den ganzen Tag da.
Und jetzt passiert etwas Interessantes.
Lass deine Aufmerksamkeit von den Händen langsam in die Arme wandern.
Spürst du,
Wie das Gefühl mitwandert.
Wohin du deine Aufmerksamkeit lenkst,
Dorthin geht auch deine Lebendigkeit.
Sie folgt dir,
Ganz ohne Anstrengung.
Das ist alles,
Was wir heute üben.
Nicht drücken.
Nicht zwingen,
Nur sanft lenken.
Lass uns einen Moment etwas loslassen,
Das dir Kraft nimmt.
Denk an etwas,
Das dir gerade ein bisschen Sorge macht.
Nichts Großes.
Such dir etwas kleineres aus.
Eine Aufgabe,
Von der du dich drückst.
Eine Unsicherheit.
Spiel mal nach,
Wo im Körper sitzt diese Sorge?
Im Bauch?
In der Brust?
Im Hals.
Du musst die Sorgen nicht lösen.
Du musst sie nur nicht mehr festhalten.
Atme ein und beim Einatmen stell dir vor,
Du öffnest dort einfach die Faust.
Du lässt die Anspannung fließen.
Die Kraft,
Die sich festgehalten hat,
Darf wieder frei werden.
Noch einmal einatmen.
Und ausatmen.
Ein Stück mehr Weite.
Ein Stück mehr Ruhe.
Merk dir dieses Gefühl.
Du bist deinen Sorgen nicht ausgeliefert.
Du kannst lernen,
Wohin du deine Kraft schickst.
Und wohin nicht.
Und jetzt drehen wir es um.
Eben haben wir losgelassen,
Jetzt richten wir aus.
Denk an eine einzig kleine Sache,
Die du in den nächsten Tagen tun möchtest.
Etwas Gutes.
Etwas Erreichbares,
Nichts Riesiges.
Hast du sie,
Eine kleine Sache?
Und jetzt stell dir vor,
Als wäre sie schon geschehen.
Nicht angestrengt,
Nicht ich muss,
Sondern ganz ruhig.
Du siehst dich,
Wie du es getan hast,
Wie es sich anfühlt danach.
Ich spüre die leise Zufriedenheit darin,
Diese Ruhe von Ich hab's gemacht.
Es ist keine Zauberei.
Du gießt nur einen kleinen Samen mit deiner Aufmerksamkeit.
Und worauf du deine Aufmerksamkeit richtest,
Das bekommt Kraft.
Und dann lass auch das wieder los.
Du musst jetzt nicht festhalten.
Du hast den Samen gelegt.
Das reicht.
Komm jetzt noch einmal ganz zu dir zurück.
Weg von Plänen,
Weg von Sorgen.
Es gibt in dir einen Ort,
Der völlig ruhig ist.
Der war schon ruhig,
Bevor du dich heute hingesetzt hast.
Und er bleibt ruhig,
Ganz gleich,
Was außen gerade los ist.
Du musst ihn nicht suchen.
Hör einfach einen Moment auf,
Irgendetwas zu wollen.
Ciao.
Diese Stille.
Dasein.
Das bist auch Du.
Beginne jetzt sanft zurückzukommen.
Spür wieder den Stuhl unter dir,
Den Boden unter deinen Füßen.
Bewege deine Finger ein wenig,
Vielleicht die Schultern.
Nimm einen tiefen,
Frischen Atemzug.
Wenn du bereit bist.
Öffne langsam die Augen.
Nimm dir vor,
Diese eine kleine Sache wirklich zu tun.
Nicht weil du musst,
Sondern weil du jetzt weißt,
Dass du die Kraft dazu hast.
Du musst sie nur lenken.
Habe eine gute Zeit.
Treffen Sie Ihren Lehrer
More from Meric Bringmann
Ähnliche Meditationen
Ähnliche LehrerInnen
Trusted by 36 million people. It's free.

Get the app
