
Warum Du Trotz Therapie Und Meditation Feststeckst
Warum bleiben manche innere Muster bestehen, obwohl wir meditieren, in Therapie gehen oder unser Nervensystem regulieren? In diesem Audio spricht Jan von Wille über den Unterschied zwischen Beruhigung und echter Heilung. Du erfährst, warum innere Arbeit manchmal zur Kontrolle wird – und weshalb verletzte innere Anteile nicht noch mehr Technik brauchen, sondern echte Begegnung.
Transkription
Ich habe mal jemanden gefragt,
Warum er aufgehört hat zu meditieren,
Und er hat dann kurz überlegt und gesagt,
Ich glaube,
Weil sich nie wirklich was verändert hat.
Danach bin ich übrigens ruhiger geworden.
Aber,
Und das war ein wichtiger Zusatz von ihm,
Ich bin auch wieder stärker in alte Reaktionsmuster reingefallen.
Aha,
Also dieser Zusatz ist bei mir hängengeblieben,
So wie dieser kleine Stein im Schuh,
Den man erst nach ein paar Schritten wirklich bemerkt,
Weil er ein Thema berührt,
Das wirklich schmerzlich ist.
Es gibt nicht wenige Menschen,
Die meditieren,
In Therapie gehen,
Kurse machen,
Reflektieren,
Also wirklich verstehen wollen,
Und trotzdem sitzen sie bei bestimmten Themen nach Jahren immer noch am gleichen Punkt.
Vielleicht ist einiges etwas leichter geworden oder bewusster,
Aber da,
Wo es wirklich wehtut,
Dreht sich das Rad weiter.
Wie ein alter Plattenspieler,
Bei dem die Nadel immer wieder an der gleichen Stelle hängen bleibt.
Hey,
Das hier ist AWAKE,
Der Podcast von Jan von Wille.
Für Menschen,
Die genug vom Funktionieren haben.
Wir reden hier über Nervensystem,
Körper,
Innere Reifung und über die Frage,
Wer Du eigentlich bist,
Wenn Du Dich nicht mehr selbst im Griff haben musst.
Darüber will ich heute sprechen,
Über die Frage,
Warum Psychologie und Spiritualität,
Wenn sie wirklich wirken sollen,
Irgendwann zusammenkommen müssen,
Auf eine bestimmte Weise.
Jetzt nicht im Sinne von morgens Traumaübungen,
Abends Meditation und dazwischen noch ein bisschen Atemarbeit und ein Podcast,
Sondern auf einer tieferen Ebene.
Lass uns mal dort anfangen,
Wo die meisten von uns anfangen,
Beim Leidensdruck.
Irgendwas läuft nicht rund.
Manchmal ist es eine Erschöpfung,
Die sich trotz Schlaf nicht auflöst,
Als hätte die Müdigkeit nicht im Körper angefangen,
Sondern irgendwo tiefer.
Manchmal ist es auch eine bleibende Schwere,
Die einfach da ist,
Wie ein nasser Mantel oder Angst.
Angst,
Die manchmal so plötzlich auftaucht,
Dass du selbst nicht weißt,
Woher sie kommt.
Und dann gibt es diese unguten Beziehungsmuster,
Die sich wiederholen,
Konflikte,
In die wir reinlaufen,
Wie eine schlecht beleuchtete Treppe,
Die man eigentlich schon kennt.
Das kann besonders nervig und hartnäckig sein und in unseren Beziehungen merken wir meist am deutlichsten,
Wo wir stehen.
Und dabei können wir dann im Job oder so rein äußerlich ganz gut funktionieren.
Wir kriegen das irgendwie noch hin.
Aber von innen her sieht das ganz anders aus.
Wie ein Haus,
In dem zwar alle Lampen brennen,
Aber niemand wohnt dort wirklich.
Du bist da,
Für andere,
Für die Arbeit,
Aber du selbst kommst kaum noch bei dir vor.
Ich nenne es manchmal seelischen Nährstoffmangel,
Also dieses innere Spüren,
Dass irgendwas fehlt,
Dass Du mitten im Leben irgendwie von Dir abgeschnitten bist.
Ich erlebe das in meiner Arbeit mit Nervensystemregulationen sehr häufig.
Jemand kommt,
Weil er nicht schlafen kann,
Weil er permanent auf Anschlag ist,
Der Körper kommt einfach nicht runter.
Und irgendwann,
Wenn das Nervensystem langsam anfängt,
Sich zu regulieren,
Taucht eine Frage auf,
Die vorher vom Lärm sozusagen überdeckt war.
Wer bin ich eigentlich,
Wenn ich nicht mehr kämpfe?
Und genau hier beginnt für mich Awake.
Der Weg zurück in eine tiefere Verbindung mit dir selbst.
Ich habe das ja bewusst so aufgebaut.
Awake Body ist die Basis,
Um sich wieder zu stabilisieren,
Damit dein Nervensystem nicht mehr die ganze Zeit kämpfen oder fliehen muss.
Und dann Awake Soul,
Da gehen wir einen Schritt weiter.
Wir fragen dann nicht nur,
Wie werde ich ruhiger,
Sondern die ganz entscheidende Frage,
Wer bin ich unter meiner Schutzidentität?
Das ist keine philosophische Frage am Sonntagnachmittag,
Sondern die kann richtig was in Bewegung setzen.
Denn für viele Menschen ist Kampf nicht nur ein innerer Zustand,
Sondern Kampf ist sozusagen ihre Identität geworden.
Eine innere Körperhaltung,
Wie ein Zuhause,
Das sich aber überhaupt nicht gut anfühlt.
Manchmal zeigt sich das auch als massiver innerer Widerstand gegen sich selbst.
Du willst was ändern,
Aber du bringst die einzelnen Schritte nicht zusammen.
Dann beginnst du irgendwo und nach kurzer Zeit hörst du wieder auf.
Im Bild gesprochen,
Du stehst vor deiner eigenen Tür und findest den Schlüssel nicht,
Obwohl du ihn in der Hand hältst.
Und wir erleben dann diese innere Spiegelung als Problem im Außen.
Denn all das sind Signale desselben Systems,
Also unseres Nervensystems,
Das biografisch geprägt ist und deshalb auf eine bestimmte Weise automatisch reagiert.
In meiner Arbeit beschreibe ich diese Reaktion manchmal mit vier Bildern.
Manche Menschen reagieren wie ein Vulkan,
Schnell,
Heiß,
Explosiv.
Andere wie Wind,
Immer unterwegs,
Im Kopf,
Schwer zu greifen.
Manche werden innerlich zum Gletscher und andere verschwinden im Nebel.
Aber unter jeder dieser Reaktionen liegt nicht nur ein Stressmuster,
Da liegt eine ganze Geschichte,
Manchmal auch ein geschnittener Zugang zum eigenen Selbst.
Wenn du sowas in dir erlebst,
Gibt es eine Frage,
Die ich dir hier gern mitgeben möchte.
Du musst auch nicht gleich versuchen zu antworten.
Lass sie einfach mal in dich hineinsinken.
Die Frage ist?
Was suchst du eigentlich?
Was suchst du wirklich?
Geht es darum,
Das Symptom ruhiger zu bekommen,
Also dass es dich weniger stört?
Oder geht es um etwas Tieferes,
Um echte Heilung?
Das klingt nach einer simplen Unterscheidung,
Ist es aber nicht.
Denn diese beiden Wege sehen am Anfang manchmal ähnlich aus.
Beide können Meditation enthalten oder Körperarbeit,
Atemübungen und so weiter,
Aber unter der Oberfläche folgen sie unterschiedlichen inneren Bewegungen.
Linderung und Beruhigung sind fast immer mit Kontrolle verbunden.
Manchmal ist so eine Kontrolle ziemlich klar zu sehen,
Aber oft eher gut versteckt.
Kontrolle kann sich nämlich gut tarnen,
Zum Beispiel im Kostüm der Achtsamkeit oder eine bestimmte spirituelle Praxis.
Auch Disziplin ist eine häufige Variante.
Und das Problem mit Kontrolle ist,
Ihr Treibstoff ist Angst.
Je mehr Kontrolle du brauchst,
Um ein Symptom in Schach zu halten,
Desto mehr nährst du im Hintergrund genau das,
Dem du eigentlich nicht begegnen willst.
Das ist so,
Als ob du einen Wachhund fütterst,
Damit er endlich aufhört zu bellen.
Kurz ist Ruhe,
Aber der Hund wird größer.
Und hier gibt es eine Unterscheidung,
Die ich für super wichtig halte und die in der Diskussion über Heilung fast immer fehlt.
Kontakt ist etwas anderes als Begegnung.
Du kannst jahrelang im Kontakt mit deiner Angst sein,
Kannst sie benennen,
Analysieren,
Einordnen,
Ihre Herkunft immer besser verstehen.
Ah,
Das ist mein Bindungsthema oder das ist mein altes Muster.
Alles richtig.
Und trotzdem kann es sein,
Dass du deiner Angst nie wirklich begegnet bist.
Du hast Informationen über sie.
Aber keine Beziehung zu ihr.
Das ist für mich einer der zentralen Punkte von Awake Soul.
Viele Menschen haben heute Kontakt zu ihren Themen.
Sie kennen ihre Muster,
Prägungen,
Die Begriffe.
Aber Kontakt allein verändert noch nicht die innere Beziehung.
Reifung oder Transformation beginnt dort,
Wo aus Wissen Begegnung wird,
Wo ein innerer Anteil nicht mehr nur analysiert oder spirituell überstrahlt wird,
Sondern wirklich ankommen darf.
Lass mich da mal ein Bild nehmen,
Damit das verständlicher wird.
Stell dir vor.
Du nimmst an einem Experiment teil.
Du wirst mit einem völlig fremden Menschen in einen Raum gebracht.
Ihr wisst beide nicht,
Wie lange ihr dort seid.
Aber es wird lange sein.
Du gehst in den Raum.
Siehst diesen Menschen,
Und India zieht sich alles zusammen.
Wie verwahrlost der ist,
Der riecht unangenehm,
Und er strahlt etwas aus,
Das sich anfühlt wie aggressive Resignation.
Dein ganzer Körper sagt Abstand halten.
Also gehst du in die entfernteste Ecke.
Du vermeidest seinen Blick,
Ordnest ihn ein,
Bewertest ihn,
Entwickelst kleine Strategien,
Um möglichst wenig mit ihm zu tun zu haben.
Aber Wochen vergehen.
Und irgendwann wird der Abstand anstrengender als die Begegnung.
Also sagst du ein erstes Vor.
Bärte ein zweites,
Ganz vorsichtig.
Nicht weil du mutiger bist,
Sondern weil diese Abwehr auf Dauer müde macht.
Und dann hörst du seine Geschichte.
Ihr beginnt,
Euch zu unterhalten,
Und du erfährst was von den frühen Brüchen in der Kindheit,
Das Alleinsein,
Die Momente,
In denen niemand kam und Du verstehst immer mehr,
Dass diese Härte nicht aus Bosheit entstanden ist,
Sondern als Schutz.
Du hörst,
Wo dieser Mensch lernen musste,
Unberührbar zu werden,
Weil Berührung zu gefährlich war.
Und während du so zuhörst,
Verändert sich was in dir.
Aus Abwehr wird Mitgefühl ernt.
Du denkst,
Wenn ich das erlebt hätte,
Was dieser Mensch erlebt hat,
Ich weiß nicht,
Wie ich heute drauf wäre.
Und du siehst diesen Menschen auf einmal anders.
Der Geruch ist vielleicht noch da,
Aber seine Geschichte hat sich verändert,
Was du siehst und wahrnimmst.
Und dann öffnet sich plötzlich die Tür und ein anderer Mensch kommt rein.
Schaut auf diesen anderen Menschen und sagt verächtlich,
Was ist das denn für einer?
Wie kann man sich nur so gehen lassen,
Abscheulich,
Widerwärtig.
Und,
Noch bevor du nachdenkst,
Stellst du dich vor ihn hell.
Du weißt nicht,
Wer das ist.
Du kennst seine Geschichte nicht.
Und so sprichst du nicht über ihn.
Und genau so verhält es sich mit den Anteilen in uns,
Die wir nicht mögen,
Mit der Angst oder Wut.
Der Bedürftigkeit.
Kontrolle bedeutet,
Und das ist entscheidend.
Techniken zu lernen,
Um diese verwahrloste Person in uns auf Abstand zu halten.
Oder sie zu zwingen,
Sich zu waschen,
Sich anzupassen,
Weniger peinlich zu sein usw.
Du zerrst sie in deine funktionale Welt,
Statt dich in ihre Welt einzulassen.
Und ja,
Manchmal wird sie dadurch auch etwas leiser.
Manchmal benimmt sie sich für eine Weile,
Aber tief in ihr kommt dieselbe Botschaft an,
So wie du bist.
Bist du nicht willkommen.
Das funktioniert bei den tiefen,
Hartnäckigen Wunden sowieso nicht wirklich.
Aber vor allem,
Es verhindert innere Reifung.
Weil der eigentliche Antrieb ein Deal bleibt.
Ich wende mich dir zu,
Aber nur,
Damit du dich danach änderst.
Und genau das ist keine Begegnung.
Das ist ein pädagogisches Manöver mit Duftgerze.
Echte Heilung ist weder Kontrolle noch eine spirituelle Pseudoakzeptanz,
Sie ist Begegnung.
Vielleicht ist dir das jetzt gerade noch nicht möglich.
Das ist okay.
Niemand muss tiefer gehen,
Als er gerade kann oder will.
Aber die entscheidenden,
Transformierenden Kräfte werden dann,
In die er nicht wirklich zusammenkommt.
Denn das Fundament echter Spiritualität ist ein radikales Ja zum Jetzt,
Zu dem,
Was gerade ist.
Das hast du wahrscheinlich schon öfter gehört.
Also nicht zu dem,
Was sein sollte,
Nicht zu der Version von dir,
Die endlich gelassen ist,
Klar,
Präsent und störungsfrei,
Lieb sagt nicht.
Sei anders.
Sie sagt.
Sari.
Selbst wenn das jetzt ein dickes,
Blockierendes Nein in dir ist,
Liebe würde auch dazu Ja sagen.
Sie würde dieses Nein nicht wegoptimieren wollen.
Sie würde nicht mit sanfter Stimme sagen,
Du darfst da sein,
Während sie innerlich schon den Fluchtweg plant.
Aber nochmal,
Wenn Du einen Widerstand spürst,
Also noch nicht zu diesem heilenden,
Radikalen Ja kommen kannst,
Dann ist auch das wichtig anzuerkennen.
Du musst deinen Widerstand nicht in den Griff kriegen.
Da gibt es ganz andere Wege,
Die heilsamer sind und mehr der Liebe entsprechen.
Du wirst gute Gründe haben für das,
Was du denkst,
Fühlst und tust.
Aber das heißt nicht,
Dass jedes Verhalten hilfreich ist oder dass alles so bleiben muss.
Aber es heißt,
Nichts in dir ist ohne Geschichte.
Es geht darum,
Dass deine verletzten,
Abgewährten Seiten in dir wirklich ankommen dürfen.
Nicht mit der stillen Erwartung,
Sich bald besser zu benehmen,
Sondern an einem emotionalen Landeplatz,
So will ich das mal sagen.
Wenn wir Kontrolle ausüben,
Egal in welchem spirituellen Kleid sie daherkommt,
Signalisieren wir unserer tieferen Angst,
Ich will dich nicht.
Dann können wir ja meditieren,
So viel wir wollen,
Die Ebenen bleiben getrennt.
Und schlimmer noch,
Wir können Spiritualität oft selbst als Kontrollwerkzeug benutzen oder missbrauchen.
Vielleicht bist du grad unruhig und getrieben.
Und dann setzt du dich auf das Meditationskissen und wirst ruhiger.
Aber was ist da passiert?
Vielleicht hast du das Symptom beruhigt,
Hast dir eine Kopfschmerztablette gegeben.
Und ich sag das jetzt ohne Wertung,
Manchmal ist eine Kopfschmerztablette genau das Richtige.
Wenn der Druck zu hoch ist,
Dann ist es klug,
Sich zu regulieren.
Das ist Selbstfürsorge.
Aber die Frage,
Die danach kommt,
Ist entscheidend.
Was machst du,
Wenn der Schmerz vorbei ist?
Bist du froh,
Dass er weg ist und gehst weiter?
Oder wendest Du Dich dem,
Was da war,
Irgendwann nochmal zu,
In einem Moment,
In dem Du mehr inneren Raum hast?
Der Unterschied ist sehr fein,
Aber er macht langfristig alles aus.
Deshalb unterscheide ich in AWAKE sehr klar zwischen Regulation und Reifung.
Regulation ist notwendig,
Sie gibt dem Körper Sicherheit,
Sie holt dich aus Überregung,
Starre oder innerem Wegdriften zurück.
Aber Regulation ist nicht das Ende des Weges,
Sie ist der Boden.
Erst wenn genug Sicherheit da ist,
Kann die tiefere Frage zugelassen werden.
Was wollte mir dieser Schmerz zeigen?
Welcher Anteil in mir hat gesporren?
Milch,
Ja.
Alte Identität wurde Gott berührt.
Regulation ist der Boden,
Nicht das Ziel.
Wir wissen heute viel über Trauma,
Entwicklungstrauma,
Schocktrauma usw.
Und das sind wirklich super hilfreiche Erkenntnisse.
Wie uns die Kindheit prägt,
Wie sich frühere Beziehungserfahrungen ins Nervensystem schreiben,
Das ist alles wichtig.
Aber ich beobachte in der aktuellen Diskussion einen blinden Fleck.
Den will ich in den nächsten Folgen mal genauer anschauen.
Die Annahme,
Die gerade sehr verbreitet ist,
Geht ungefähr so.
Was du als Kind nicht bekommen hast,
Halt,
Trost,
Wirklich gesehen werden,
Das kannst du dir heute als Erwachsener selbst geben.
Du wirst dein eigener guter Elternteil.
Und das klingt eindeutig und ist auch nicht falsch.
Aber echte Heilung entscheidet sich nicht nur an der Frage,
Wie gut Du Dich selbst bemutterst.
Sie entscheidet sich daran,
Wie Du Dich Deinen verletzten inneren Anteilen annäherst.
Was die Qualität dieser Annäherung ist,
Ob da Begegnung entsteht oder wieder nur Kontrolle im neuen Kleid.
Denn man kann sich tatsächlich auch sehr liebevoll kontrollieren,
Man kann sich freundlich optimieren,
Warmherzig disziplinieren,
Das klingt dann viel besser als Selbstablehnung,
Führt aber manchmal in dieselbe Richtung.
Ein Teil in dir soll endlich anders werden,
Damit ein anderer Teil sich sicher fühlt.
Das will ich in den nächsten Folgen ein bisschen konkreter machen.
Denn manche,
Auch populäre Ansätze können genau das verhindern,
Was gebraucht wird.
Echte Begegnung.
Zwischen dem,
Was ich bin,
Und dem,
Was in mir noch nicht angekommen ist.
Ohne diese bejahende Begegnung bleibt eine Art Urunverbundenheit,
Eine grundlegende Fremdheit dem Leben gegenüber.
Sich selbst gegenüber.
Dann fühlt sich Existenz nicht wie ein Boden an,
Der trägt,
Sondern wie ein Raum,
In dem man ständig prüfen muss,
Ob die Wände halten.
Jede Spiritualität oder therapeutische Methode,
Die an den biografischen Wunden vorbeigeht,
Wird leicht zum Bypass.
Du flüchtest nach oben,
Ins Licht,
In die Weite oder in die Stille.
Und unten,
In der Biografie,
Sitzt noch immer ein jüngerer Teil von dir im Keller und wartet darauf,
Dass endlich jemand die Tür aufmacht.
Deshalb ist mir in meiner Arbeit die Ich-Selbst-Verbindung so wichtig.
Sie zielt genau hierhin.
Nicht spirituelle Übung neben psychologischer Arbeit,
Also zwei getrennte Räume im selben Haus,
Sondern ein Ansatz,
In dem beides passiert.
Den Menschen tiefer in ein Selbst zu führen,
Das stabiler ist als jedes Schutzkonzept.
Und wir von dort auch der tiefsten Angst begegnen können.
So,
Das war für heute vielleicht etwas viel Stoff,
Aber wenn Du merkst,
Dass Du nicht noch mehr über Dich verstehen willst,
Sondern in Deinem Körper,
Deinem Nervensystem und in deiner inneren Wahrheit ankommen möchtest,
Genau dafür ist AWAKE entstanden.
Awake Body ist der erste Boden,
Die Stabilisierung und echte Regulation,
Und von dort geht es tiefer zu Awake Soul,
Zu den alten Schutzidentitäten,
Den inneren Anteilen,
Die bisher nur verwaltet wurden,
Und zu dem Selbst,
Das darunter wieder wirklich spürbar wird.
Ich wünsche dir ein gutes Leben.
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