
Gehmeditation
Die Gehmeditation zeigt uns, wie es ist, zu gehen, ohne irgendwo ankommen zu wollen. Ohne Ziel. Ganz im Kontakt mit uns. Wir spüren mit jedem Schritt in uns hinein. Ganz im Hier und Jetzt. Jedes Gefühl darf sein. Auch Ungeduld.
Transkription
Nimm dir einen kleinen Moment Zeit,
Um anzukommen und dich zu spüren.
Steh einfach erst einmal.
Auf beiden Beinen.
Dein Gewicht darf ruhig gleichmäßig verteilt sein.
Wenn du magst,
Schließe deine Augen oder senke deinen Blick.
Nimm ein paar tiefe Atemzüge durch die Nase ein und durch den Mund gerne wieder aus.
Verfolge deinen Atem,
Wie er in deinen Körper hineinfließt und ihn wieder verlässt.
Spüre dann einmal in deine Füße hinein.
Nimm den Kontakt wahr,
Den Kontakt deiner Füße zum Boden.
Spüre das Gewicht,
Was du auf den Boden abgibst.
Vielleicht spürst du deine Schuhe oder deine Socken.
Vielleicht bist du auch barfuß.
Du bist in direkten Kontakt zum Boden.
Nimm alles so wahr,
Wie es sich gerade anfühlt.
Beginne nun einfach mal nach vorne und hinten zu wippen.
Ganz sanft kann das ruhig sein,
Sodass du nach wie vor in deinem Gleichgewicht bist.
Gerne auch mal zur Seite,
Nach links und nach rechts.
Bleib mit deiner Aufmerksamkeit stets in deinen Füßen.
Nimm wahr,
Was sich verändert,
Wie der Kontakt sich verändert,
Wie dein Gleichgewicht sich immer mal wieder verändert.
Komm dann wieder zur Ruhe.
Wenn du soweit bist,
Dann öffne deine Augen.
Halte deinen Blick gerne gesenkt,
So dass du einfach nach vorne auf den Boden schaust.
Spüre in dich hinein.
Nimm wahr,
Wann dein Impuls kommt,
Den ersten Schritt zu gehen.
Und wenn immer das ist,
Dann gehst du einfach ganz bewusst deinen ersten Schritt und den nächsten und den nächsten ganz in deinem Tempo.
Jeder Schritt darf so groß oder so klein sein,
Wie es sich für dich gerade gut anfühlt.
Sei stets mit einer Aufmerksamkeit in deinen Füßen.
Spüre,
Wie sich ein Fuß vom Boden abhebt und dann wieder in Kontakt zum Boden zu kommen.
Und wie sich der nächste Fuß vom Boden löst und dann noch wieder in Kontakt mit dem Boden kommt.
Häufig gehen wir,
Um ein Ziel zu erreichen.
Schau mal,
Wie es sich für dich anfühlt,
Zu gehen,
Ohne irgendwo anzukommen.
Ganz ohne Ziel.
Mach jeden Schritt ganz bewusst.
Vielleicht möchtest du auch an irgendeiner Stelle umkehren.
Dann mach auch dies ganz bewusst mit voller Aufmerksamkeit bei deinen Füßen.
Triff für dich die bewusste Entscheidung,
Wann du umkehren möchtest.
Was ist gerade dein angemessenes Tempo?
Es ist vollkommen möglich,
Dass deine Aufmerksamkeit immer mal wieder abgelenkt wird.
Weg von den Füßen hin zu Gedanken,
Die auftauchen.
Zu Gefühlen,
Die sich bemerkbar machen.
Oder zu Körperempfindungen.
All dies ist vollkommen menschlich.
Es zeigt einfach,
Dass du ganz Mensch bist.
Bleibe auch dann immer freundlich zu dir.
Bewerte dich nicht und erlaube deine Aufmerksamkeit,
Einfach immer wieder freundlich zurückzukehren zu deinen Füßen.
Deine Füße sind dein Anker.
Vielleicht bist du auch durch eine Ungeduld abgelenkt.
Dann nimm auch diese einfach wahr.
Spür nach,
Was sie mit dir macht.
Was die Gedanken sie vielleicht auslöst.
Vielleicht kannst du auch jetzt wieder dir gegenüber freundlich bleiben und deine Aufmerksamkeit wohlwollend wieder zurück zu deinen Füßen lenken.
Vielleicht kannst du auch eine Dankbarkeit spüren.
Schau mal in dich hinein,
Ob da so ein Gefühl der Dankbarkeit eventuell ist dafür,
Dass deine Füße dich tragen.
Und schau immer wieder zu deinen Füßen mit deiner inneren Haltung.
Komm langsam in deinem Tempo zum Stehen.
So wie es sich für dich passend anfühlt.
Und spür noch einmal nach.
Spür noch einmal deinen gesamten Körper,
Wie er jetzt hier steht.
Atmet.
Und spür nach,
Was da sonst noch so zu spüren ist.
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