
Aufgehen im neuen Raum
by Vilas Turske
Im eigenen Atem aufgehen. Kein Eingreifen, keinerlei Anstrengung oder willentliches Tun. Tiefe innere Stille.___________________________________________________________________________________________
Transkription
Es ist ein ganz achtsames Ankommen.
Ankommen heißt,
Geerdet sein,
Die Basis wahrnehmen,
Das,
Was am Körper in unserer Wahrnehmung jetzt mit der Erde verbunden ist,
Und feststellen,
Dass diese Erdung,
Wenn wir sie uns bewusst machen,
Der Ursprung von Stabilität und Vertrauen ist.
Dann lassen wir den Atem einfach mal geschehen.
Nehmen ihn wahr,
Nehmen uns wahr,
Wie wir atmen,
Aber nehmen den Atem auch als Atem wahr.
Da kommt etwas einfach so.
Wir brauchen uns nicht anzustrengen,
Um es zu erfahren.
Wir müssen nichts verändern.
Wir können einfach den Atem friedlich geschehen lassen.
Das ist jetzt so etwas wie ein ganz feiner Atemhauch,
Ganz nah bei dem unbewussten Atem oder dem automatischen Atem,
Der einfach immer da ist.
Und was wir jetzt tun,
Wir verändern die Aufmerksamkeit,
Indem wir in die Rolle des Beobachters schlüpfen und uns beobachten,
Wie wir atmen.
Das ist ein inneres,
Bewusstes Wahrnehmen der Atmung.
Und um das noch etwas genauer und präziser uns anzuschauen,
Gehen wir jetzt hin und beobachten uns,
Wie wir einatmen,
Und wir beobachten uns,
Wie wir ausatmen.
Ich beobachte mich,
Wie ich einatme.
Ich beobachte mich,
Wie ich ausatme.
Und jetzt werden wir vielleicht feststellen,
Dass es Gedanken gibt,
Die uns stören.
Fällt uns irgendetwas ein,
Was wir gleich tun wollen,
An was wir gerade denken,
An was uns diese Atmung vielleicht erinnert.
Und wir lassen diese Gedanken jetzt bewusst kommen und wir lassen sie gehen.
Wir schauen sie an,
Verdrängen sie nicht,
Verbieten sie nicht,
Lassen sie kommen,
Lassen sie gehen.
Und um diese Gedanken etwas zurückzudrängen,
Können wir uns im Stillen sagen,
Ich beobachte mich,
Wie ich einatme,
Ich beobachte mich,
Wie ich ausatme.
Und dieser Satz begleitet das Einatmen und der Ausatemsatz begleitet das Ausatmen.
Und in dem Moment ist das ein Gedanke,
Der sich mit der Atmung beschäftigt und keine anderen Gedanken zulässt oder keinen anderen Gedanken Raum gibt.
Ich beobachte mich,
Wie ich einatme und wenn dieser Satz,
Ich beobachte mich,
Wie ich einatme,
Nicht mit der Länge des Atemzuges übereinstimmt,
Dann können wir den Satz etwas kürzer machen,
Ich atme ein.
Oder was immer nötig ist,
Aber dass dieser Satz immer wieder den Atem begleiten kann,
Sobald ein anderer Gedanke aufkommt.
Und in dem Moment sind wir ganz bei der Atmung und auch unsere Gedanken sind ganz bei der Atmung.
Und da dieser Atem und diese Atembeobachtung unseren Körper stark beruhigt,
Ergeben sich fast automatisch nach den einzelnen Atemzügen kleine Momente der Stille.
Beim einen nach dem Einatmen und nach dem Ausatmen,
Beim anderen vielleicht nur nach dem Einatmen.
Also das,
Was sich ergibt,
Nehmen wir an.
Ich beobachte mich,
Wie ich einatme,
Stille.
Ich beobachte mich,
Wie ich ausatme,
Stille.
Beobachte mich,
Wie ich einatme und durch das Bewusstmachen dieser Stille nach den Atemzügen verändert sich der Atem.
Man hat fast den Eindruck,
Er fühlt sich noch wohler,
Ganz frei.
Einatmen,
Stille,
Ausatmen,
Einatmen,
Stille,
Ausatmen,
Stille.
Es entsteht so etwas wie ein innerer Raum der Atmung und wir lassen einfach geschehen.
Lassen den Atem fließen,
Die Stille darf sich ausbreiten,
Der innere Körper wird ruhiger und es öffnet sich so etwas wie ein innerer Raum.
Einatmen,
Stille,
Ausatmen,
Stille.
Wenn ich jetzt etwas mehr über den Atem wissen will,
Kann ich mir einen Eindruck verschaffen,
Welche der Atemzüge sind die längeren,
Die Einatemzüge oder die Ausatemzüge.
Welche Pausen nehmen mehr Raum ein,
Die Pause nach der Einatmung oder die Pause nach der Ausatmung?
Beobachte mich,
Wie ich einatme,
Beobachte mich,
Wie ich ausatme,
Stille,
Stille.
Jetzt den Atem wieder etwas forciert,
Tiefer machen,
Die Oberarme etwas anheben und nach hinten schieben,
Die Ohren nochmal über die Schultern bringen,
Dass wir so ganz aufrecht sitzen,
Uns als atmend erfahren,
Um dann das Kinn zu senken und behutsam die Augen zu öffnen.
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