31:36

Gesund Arbeiten | Routine rockt

by Nadine Horn

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In diesem inspirierenden Gespräch mit Efkan Yildirim - Dozent und Digitalmarketer - tauchen wir in die spannende Welt der Routinen ein. Efkan teilt, wie er es geschafft hat, Strukturen zu schaffen, die ihm Stabilität geben, ohne dabei seinen Sinn für Spontaneität zu verlieren. Wir sprechen über kleine Schritte, große Ziele und warum Perfektion oft nur im Weg steht. Viel Freude beim Reinhören!

Transkription

Hallo und herzlich willkommen im Besser Gesund Arbeiten Podcast.

Hier hörst du Menschen aus der Praxis,

Die ihre Erfahrungen mit dir teilen.

Ich bin Nadine und ich arbeite mit Teams und Führungskräften an ihrem Sweetspot,

Wo Arbeit hochproduktiv ist und gleichzeitig Spaß macht.

Heute spreche ich mit Efkan Yildirim.

Efkan ist Dozent und sowohl Angestellter als auch freiberuflicher Berater im Digitalmarketing.

Ich habe Efkan als einen sehr offenen,

Extrem wissbegierigen und lernfreudigen Menschen kennengelernt.

Besonders spannend finde ich,

Mit welcher Konsequenz er Neues ausprobiert und seine Ziele verfolgt.

In dieser Folge berichtet Efkan,

Wie er seine Routinen findet und es schafft ranzubleiben.

Oder wann eben auch nicht.

Ich wünsche dir viel Freude beim Reinhören und sage herzlich willkommen,

Lieber Efkan.

Schön,

Dass du heute hier bist.

Hi Nadine,

Grüße dich.

Danke,

Dass ich hier sein darf.

Ja,

Du mal so zum Einstieg.

Was würdest du denn sagen,

Trifft mein Eindruck von dir auf dich zu?

Ja,

Vor allem beim letzten Part habe ich geschmunzelt,

Weil wir auch kurz drüber gesprochen haben.

Dinge,

Die auch eben mal nicht klappen.

Und Routinen,

Die nicht funktionieren oder generell Dinge im Leben,

Die dann doch anders kommen als geplant oder erhofft.

Ja,

Was ist denn das zum Beispiel?

Vielleicht magst du ja direkt mal erzählen.

Ja,

Wir sind ja jetzt gerade auch bei der Überschrift Routinen und da habe ich die letzten Jahre so einiges ausprobiert.

Gelesen,

Morgenroutinen,

Abendroutinen.

Geschaut,

Dinge in meinem Leben zu etablieren,

Weil ich gemerkt habe,

Ich brauche und möchte so eine Konstanz an gewissen Dingen.

So viele Dinge sind aber einfach wieder ins Nirwana verflossen.

Ja,

Was ist denn so deine Inspirationsquelle,

Wenn du dich an Routinen machst?

Wie fängst du an,

So eine Routine zu entwickeln?

Wo holst du dir Ideen her?

Inspiration kommt viel aus meinem Umfeld.

Ich bin auch durch meinen Beruf und auch durch mein Interesse zu,

Ich nenne es mal Netzwerken und mit anderen Unternehmerinnen,

Freiberufler und Menschen halt in Kontakt zu sein.

Schnappe ich da viel auf auch und sehe auch,

Was die Leute machen.

Ich folge da einigen Leuten.

Ich gucke viel YouTube,

Instagram,

Auch aus dieser Bubble und auch durch,

Ich habe einen Mentor,

Mit dem ich zusammen arbeite,

Von dem ich lernen darf und lerne.

Und da geht es auch als Grundrauschen auf vielem das Thema Gewohnheiten,

Prinzipien und daher kommt meine Inspo und ich bin halt ein sehr neugieriger Mensch,

Also übertrieben neugierig.

Ich finde alles spannend.

Warum ist es für dich wichtig,

Routinen in dein Leben zu holen und welche zu entwickeln?

Warum findest du das bedeutungsvoll?

Was hilft dir das?

Spannend,

Darüber habe ich vor zwei,

Drei Tagen geschrieben in meinem Tagebuch.

Es gibt mir Stabilität so ein bisschen in meinem Leben.

Ich habe das Gefühl,

Dass die Zeit immer schneller verfliegt.

Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke,

Waren Nachmittagsspielen eine Ewigkeit gefühlt.

Und heute,

Heutzutage ist es,

Ich denke mir so,

Wo ist der Dezember hin?

Was war 2024 denn eigentlich?

Wie schnell vergeht die Zeit?

Routinen helfen mir da,

Wie gesagt,

Eine Stabilität drin zu haben,

Zu reflektieren,

Ein bisschen zu entschleunigen.

Das gibt mir so ein bisschen Kraft,

Orientierung,

Klarheit und finde es einfach wichtig für mich,

Damit ich so ein Gefühl für mein Leben habe und nicht einfach Dinge passieren und sie vergehen in Vergessenheit.

Welche Routinen strukturieren denn so deinen Tag?

Ist es denn wichtig,

Dass du eine Morgenroutine hast oder eine Abendroutine oder beides oder irgendwas zwischendurch?

Gibt es da was,

Was immer da ist?

Etwas,

Was immer da ist,

Das kann man aus so vielen Perspektiven betrachten.

Klingt ein bisschen doof vielleicht,

Aber einige Routinen sind vorgegeben,

So allein von der Natur,

Tag und Nacht.

Wir haben eine Woche strukturiert von Montag bis Freitag.

Viele Menschen arbeiten noch so und sehen immer das Wochenende separat und du hast es ja auch eingangs erwähnt,

Ich mache ja mehrere Dinge und gerade da,

Wenn ich halt so verschiedene Themen einfach in der Woche habe,

Sind Routinen nochmal wichtiger und meine Arbeitstage strukturieren,

Meine Woche so ein bisschen.

Ich weiß alles klar,

An dem,

Dem und dem Tag bin ich in der Agentur,

Dort halte ich meine Vorlesungen.

Sport ist eine sehr starke Konstante bei mir,

Also für mich ist es mittlerweile klar und diese Routine durfte ich echt hart aufbauen.

Es ist für mich klar zum Sport zu gehen,

Also wenn ich jetzt am zweiten Tag hintereinander nicht beim Sport war,

Ist es mittlerweile automatisch,

Also es ist logisch für mich,

Dass ich dann am Folgetag zum Sport gehe,

Egal was passiert.

Also ich fühle mich unwohl oder komisch,

Wenn ich es nicht tue.

Daran erkenne ich,

Dass eine Routine sich bei mir im Leben etabliert hat und diese paar Ankerpunkte strukturieren meine Woche,

Meine Monate schon so ein bisschen vor und ich liebe es,

Dazwischen Freiraum zu haben,

Was ich dann flexibel einplanen kann.

Der Part ist auch wichtig.

Für mich auf jeden Fall sehr wichtig,

Wenn ich jetzt gerade an meine Freundin denke,

Ich war gerade noch mit ihr einen Kaffee trinken,

Bei ihr ist es so,

Sie ist sehr vorausgeplant.

Ihr ist es zum Beispiel wichtig und da merke ich auch,

Wie individuell das ist,

Dass die schon weiß,

Nächste Woche Dienstag um 18 Uhr bin ich beim Pilates,

Dann am Mittwoch ist das und im Februar werde ich XY tun.

Mir ist es wichtig,

Das nicht zu haben und da einfach Raum zu haben,

Spontan reagieren zu können.

Das finde ich spannend,

Wenn du sagst,

Dass eigentlich Routinen total wichtig sind,

Um dir so eine Struktur,

Um dir Stabilität zu geben und auf der anderen Seite es aber für dich auch sich nicht so gut anfühlen,

Wenn du jetzt genau weißt,

Was jetzt in der nächsten Woche passiert.

Bisschen schizophren,

Vielleicht schon fast ein bisschen.

Es ist ein Spagat,

Aber ich finde es genial,

Also ich spreche es von mir selbst,

Das klingt ein bisschen komisch,

Aber ich finde es genial,

Dass ich das entdeckt habe,

Dass es genau diese beiden Sachen sind.

Diese beiden Pole braucht es.

Für mich,

Ich finde es sehr individuell irgendwo und jeder darf für sich herausfinden,

Welche Routine tut mir gut und ist mir dienlich oder nicht und das gilt ja nicht für jeden.

Es gibt Menschen,

Die sagen,

Ich stehe um fünf Uhr auf,

Dusche erstmal kalt,

Trinke einen Liter Wasser und mache Journale und das will ich erstmal sehen,

Dass das jemand wirklich so durchzieht und den Menschen hilft das und das ist großartig und andere Menschen,

Die würde das glaube ich kirre machen.

Wie viel Routine und wie viel Freiraum brauchst du denn,

So im Verhältnis?

Ich orientiere mich da,

Es gibt so ein Prinzip,

Was ich gelernt habe und es trifft eigentlich nahezu immer ein Pareto-Prinzip.

Deswegen ist meine Antwort darauf 80-20.

Was davon ist was?

20 Prozent Routine würde ich aus dem Bauch heraus gerade sagen.

Also wie gesagt,

Routinen spielen eine große Rolle,

Zum Beispiel meine Schreibroutine,

Das ist etwas,

Was ich jeden Tag mache und wie gesagt Sport und ein,

Zwei andere Sachen,

Die so eine Konstante und mir die beschriebene Stabilität geben und der Rest ist dann,

Ich plane,

Ich schreibe mir schon auf,

Was habe ich zu tun,

Was steht an,

Wo möchte ich hin,

Was braucht es auf dem Weg,

Um dieses Ziel zu erreichen und das wiederum in den 80 Prozent verteile ich dann frei.

Und manches fällt hinüber,

Wird obsolet.

Was gehört denn noch zu den 20 Prozent Routine,

Wenn du sagst,

Schreiben und Sport ist auf jeden Fall gesetzt jeden Tag?

Ja.

Was ist noch für dich wichtig,

Jeden Tag routiniert zu tun?

Also das Thema Schreiben unterteile ich bei mir nochmal.

Es ist einmal dieses,

Ich nenne es mal planerische Schreiben mit Bullet Points,

Kalendereinträgen,

Vorbereitungen,

Aber auch das Journaling,

Das freie Schreiben.

Alle paar Wochen,

Da habe ich gar keinen festen Termin,

Mache ich etwas,

Das habe ich gelernt,

Das nennt sich Brainwriting,

Vielleicht gibt es auch andere Begriffe dafür.

Im Prinzip geht es dabei darum,

Morgens nach dem Aufstehen,

Ohne groß was zu machen,

Mich erstmal an die Bettkante zu setzen,

Habe ich von einem YouTuber gelernt.

Er sagt,

Leute,

Bleibt nicht liegen,

Wenn ihr wach werdet,

Setzt euch erstmal an die Bettkante und trinkt Wasser.

Da ist die halbe Miete schon drin,

Bevor du dich nochmal umdrehst.

Das habe ich mir abgeguckt und das schreibe ich nicht immer.

Ich snooze auch gerne mal,

Aber das ist etwas,

Was mir geholfen hat.

Genau,

Das zum Thema Schreiben.

Wasser trinken,

Auch wenn das banal klingt,

Habe ich vom gleichen YouTuber gelernt.

Wir dehydrieren.

In der Nacht,

Wenn wir schlafen,

Wir haben im Zweifel sieben,

Acht,

Neun Stunden kein Wasser getrunken.

Das habe ich mir mittlerweile auch angewöhnt.

Morgens als eines der ersten Sachen ist es,

Für mich Wasser zu trinken.

Sport haben wir erwähnt,

Schreiben haben wir erwähnt und das Thema Atmen ist für mich auch ein fester Bestandteil geworden meines Lebens.

Ich wusste gar nicht,

Dass Atmen so ein Thema ist,

Dass wir sehr flach atmen.

Ich merke zum Beispiel gerade,

Dass ich sehr flach geatmet habe beim Sprechen.

Atmen hilft mir,

Wenn ich zum Beispiel gestresst bin,

Auf der Arbeit zum Beispiel eine Abgabe habe oder doch viel auf dem Tisch ist oder ich merke,

Ich bin aufgeregt.

Da habe ich für mich eine Routine.

Ich nehme zwei tiefe Atemzüge in meinen Bauch und das holt mein komplettes Nervensystem wieder runter.

Das ist so eine weitere Routine.

Und als letztes,

Wovon ich sagen kann,

Das ist fest etabliert bei mir,

Ist das Thema Spazieren.

Also ich schaue,

Dass ich schon in der Woche im Schnitt 8000 Schritte,

Das ist meine Benchmark,

Ist in meiner Apple Watch fest.

Da gucke ich zwischendurch und manchmal merke ich,

Oh mir fehlen noch 2000 Schritte.

Dann gehe ich tatsächlich noch raus und hole sie mir.

Ach cool.

Das hatte ich ja im Intro schon gesagt.

Ich finde das wahnsinnig inspirierend,

Wie du es schaffst,

Dann da wirklich auch so dran zu bleiben und dir diese Ziele zu setzen und konsequent den sozusagen nachzueifern.

Wie machst du das?

Ich finde dazu wichtig zu sagen,

Auch ehrlich zu sein und transparent.

Wir können auch darüber sprechen,

Wie viel nicht funktioniert hat und wie viel ich nicht geschafft habe.

Ich glaube,

Das wäre schon der größere Teil sogar.

Und was davon übrig geblieben sind,

Jetzt vor allem in den letzten paar Jahren,

Sind halt die Punkte,

Die ich gerade angesprochen habe.

Und das sind eine Menge.

Ja,

So ein paar einfache Dinge.

Ja,

Aber du schaffst das.

Das ist was zu einer täglichen Routine für dich geworden und das erfordert ja auch eine gewisse Konsequenz.

Ich ziehe da viel aus Büchern.

Ich betrachte Bücher mittlerweile als Gespräche mit Mentoren,

Weil im Endeffekt ist ein Buch.

Klar,

Ich kann mich hinsetzen und es einfach lesen.

Ich finde den Gedankengang interessant zu sagen,

In Wirklichkeit ist das ein Gespräch mit dem Autor,

Der mir gerade kostenlos,

Wann immer ich möchte,

Ratschläge gibt und seine Gedanken mit mir teilt,

Die er in diesem Buch geschrieben hat.

Das ist eine spannende Sicht.

Total.

Als Kind habe ich viel Harry Potter gelesen und einen großen Teil meines Lebens eigentlich nicht mehr.

Und nachdem ich diesen Perspektivwechsel hatte und das als Gespräch betrachtet habe und dass er da gerade mit mir spricht und ich da auch ruhig reinschreiben darf und wenn da steht,

Stehen Sie morgens auf,

Um XY zu tun,

Dann streiche ich manchmal auch seine Wörter durch und schreibe dahin,

Ich stehe morgens auf zum Beispiel.

Also ich habe da so ein bisschen was gelernt,

Wo ich einfach Bücher für mich nutze.

Weil deine Frage war ja,

Wie ich das schaffe.

Ich nehme es aus Büchern,

Ich schreibe es auf,

Ich mache mir Strichlisten.

Dieses Abhaken ist etwas,

Was mich befriedigt.

So einen Habit Tracker machst du dann auch?

Boah,

Wenn du wüsstest,

Was für einen Habit Tracker ich schon hatte.

Ich hatte sie online,

In Apps,

In meiner Notiz App,

In Büchern und es wurde einfach too much over-ingeniert.

Okay,

Was hast du dann wieder gestrichen?

Das ist dann alles wieder rausgefallen und ich habe jetzt ein Notizbuch,

Da stehen die Sachen drin und diese einfachen Dinge hake ich da ab und das ist tatsächlich etwas,

Was mir hilft dran zu bleiben,

Weil dann sehe ich das und ich kann auch blättern.

Ich habe jetzt auch gerade mein Notizbuch vor mir und sehe,

Was ich letzte Woche gemacht habe,

Was ich abgehakt habe und was nicht.

Anfangs hat es mich gestresst,

Aber ich bin da so in so feinen Grad damit,

Dass es mir halt dienlich ist.

Und weil es mir dienlich ist und ich merke,

Okay,

Es hilft mir wirklich,

Mir persönlich,

Nicht Person xy,

Sondern mir.

Ich glaube,

Das hilft mir einfach dran zu bleiben.

Das ist ja auch ein ganz befriedigendes Gefühl,

Wenn man Dinge abhaken kann.

Es schüttet ja auch Dopamin aus im Gehirn und motiviert uns weiterzumachen und dran zu bleiben.

Ich bin auch absolut eine Freundin von Abhaken.

So ein kleiner Erfolg.

Absolut,

Das fühlt sich echt richtig gut an.

Was würdest du denn sagen,

Du hast jetzt schon einige Punkte auch genannt,

Aber vielleicht noch mal so zusammenfassend,

Was gehört denn für dich dazu?

Was ist denn wichtig,

Damit eine Routine Bestand hat?

Routine,

Das Wort ersetze ich mal mit Gewohnheiten.

Und damit das Bestand halt,

Mir hat es geholfen,

Wie gesagt,

Ein Bewusstsein zu haben.

Was sind Gewohnheiten?

Wie funktionieren sie und warum mache ich das?

Wirklich für mich zu beantworten,

Warum?

Was ist,

Worum geht es?

Warum möchte ich diese Morgenroutine haben?

Habe ich es gehört und ich glaube,

Dass das gut sein soll?

Oder ich glaube,

Hier erfolgreicher Mensch XY hat das so gemacht,

Jetzt muss ich das auch machen,

Damit ich so werde.

Diese Frage erstmal für sich zu beantworten,

Finde ich ein guter Ansatz.

Und ich brauche deine Frage noch mal.

Was so für dich dazugehört,

Dass so eine Routine Bestand hat.

Also du hast ja gesagt,

Es muss irgendwie einfach sein zum Beispiel oder jetzt eben hast du beschrieben,

Es braucht für dich einen Sinn,

Dass du es nicht nur übernimmst.

Genau,

Also Einfachheit ist ein Faktor.

Um auf das Buch zurückzukommen,

Da wird ein Konzept beschrieben,

Das nennt sich Gewohnheitskopplung.

Bedeutet,

Wenn ich bereits eine bestehende Gewohnheit habe in meinem Tag,

Kann ich sie mit der neuen Gewohnheit,

Die ich mir wünsche,

Koppeln.

Jetzt ohne zu sehr ins Detail zu gehen,

Da müsste ich jetzt ein bisschen länger nochmal nachdenken.

Das ist zum Beispiel so ein Ansatz,

Um Dinge klar zu machen.

Zum Beispiel,

Wenn ich morgens schreiben möchte,

Ist es hilfreich,

Wenn mein Schreibtisch aufgeräumt ist.

Es ist auch hilfreich,

Dass mein Notizbuch und mein Stift da schon liegt und ich muss es nicht erst suchen.

Möchte ich mehr Wasser trinken,

Dann ist es hilfreich,

Dass eine Flasche Wasser auf dem Tisch steht und vielleicht schon eingeschenkt.

Also es sich wirklich selbst leicht machen und nicht zu kompliziert,

Ist auf jeden Fall ein Ansatz.

Und nicht zu viel wollen.

Wir wollen immer so viel auf einmal.

Es muss immer perfekt sein.

Ich gehe zum Sport.

Eine Person,

Die noch nie beim Sport war,

Sofort ins Gym zu schicken.

Fünf Tage die Woche Workout.

Die Person hört nach einer Woche auf.

Es ist too much.

Und da man sagt klein starten,

Ich würde sagen überhaupt starten.

Und einen Schritt erst mal machen.

Einfach loslegen.

Sich nicht zu kompliziert machen.

Den Berg nicht zu hoch aufbauen.

Genau.

Mit kleinen Dingen und ausprobieren.

Genau.

Weil wir sind dann an einem neuen Punkt.

Wir haben es ja einmal gemacht und können dann neu bewerten.

Oh,

Das war ja gut.

Ich glaube,

Ich mache das nochmal.

Statt direkt,

Wie ich gerade beschrieben habe,

Versuchen das eigene Leben um 180 Grad zu drehen,

Weil das funktioniert nicht.

Die alten Gewohnheiten,

Die haben wir uns ja auch aufgebaut.

Also die Zähne zum Beispiel täglich nicht zu putzen,

Ist ein Achievement.

Das musst du erstmal schaffen.

Das ist ja eine Gewohnheit,

Die hast du,

Die ist zwar jetzt negativ,

Aber faktisch gesehen ist das eine Gewohnheit.

Und die habe ich mir aufgebaut über die Jahre.

Und wenn ich mir eine Gewohnheit über Jahre aufgebaut habe,

Nicht spazieren zu gehen,

Nicht zum Sport zu gehen,

Dann ändere ich sie in zwei Wochen.

Weil ich habe ja schon jahrelang daran gearbeitet.

Auch nochmal eine interessante Perspektive.

Ja,

Deswegen nicht zu streng sein.

Und dann hast du ja auch beschrieben,

Du hast einiges ausprobiert oder es hat dann nicht geklappt.

Was würdest du sagen,

Woran lag das?

Oder was war das vielleicht im ersten Schritt?

Was hast du alles schon so probiert und warum hast du es reingegeben?

Ich glaube,

Wir alle kennen das,

Oder?

Wollen wir nicht alle Routinen und morgens aufstehen?

Und es ist der erste Januar,

Dieses Jahr wirklich.

Es gab da mehrere Dinge.

Das Letzte,

Woran ich mich erinnere,

Ist es regelmäßig zu beten.

Als Beispiel.

Weil ich irgendwo auch aufgeschnappt habe,

Verstanden habe,

Verinnerlicht habe,

Dass das Thema Dankbarkeit und Beten uns,

Ohne jetzt auch da tief rein zu gehen,

Schon eine gute Sache ist.

Auch ein paar Monate gemacht.

Und es ist fast wie von einem Tag auf den anderen mal nicht gemacht.

Dann am zweiten Tag nicht gemacht.

Und die Gewohnheit ist rausgeflogen.

Sie war einfach weg.

War dann nicht wichtig genug?

Oder dass du es dann am zweiten,

Am dritten Tag nicht mehr gemacht hast?

Es hat sich nicht gut eingefügt in deinen Tag?

Oder was glaubst du,

Warum war es?

Gute Frage.

Ich denke,

Das haben wir auch bei uns drin,

So als Menschen.

Wenn wir nicht eine sofortige Belohnung bekommen für etwas,

Was wir getan haben.

Diese sofortige,

Wie nennt man das?

Also Belohnung.

Dann machen wir das irgendwie nicht weiter.

Habe ich auch mal viel zugehört.

Hat auch evolutionäre Gründe und so weiter und so fort.

Es gibt ein Konzept,

Das nennt sich Late Gratification.

Also,

Dass du etwas tust,

Tust,

Tust,

Ohne direkt einen Erfolg oder einen Benefit daraus zu sehen.

Ich gehe ins Fitnessstudio im Monat.

Ich lese im Monat.

Was auch immer es ist.

Und wenn ich dann nach einer Woche oder nach einem Monat nicht die Ergebnisse sehe,

Die ich mir erhoffe,

Dann passiert irgendwas in uns.

Da bin ich kein Experte,

Was dann dafür sorgt zu sagen,

Es lohnt sich nicht.

Ich mache es nicht weiter.

Ich wende diese Energie nicht auf.

Ich glaube,

Das ist etwas,

Was ich dann da,

Scheinbar habe ich mir was erhofft und geglaubt und erwartet.

Das ist irgendwie nicht eingetroffen.

Und dann hat mein System gesagt,

Nö,

Ist nicht.

Das wäre vielleicht ein Grund,

Ja.

Nun könnte ich mir vorstellen,

Dass bei den anderen Dingen,

Die du tust,

Wie du ja auch gesagt hast,

Sport ist ja auch eigentlich nicht sofort,

Wenn man zumindest das Ziel hat,

Muskelaufbau,

Ist das nicht sofort sichtbar.

Wenn man das Gefühl hat,

Wohlbefinden,

Wenn man das Ziel hat,

Wohlbefinden,

Ist es vielleicht tatsächlich sehr schnell da,

Weil einmal laufen gegangen oder ins Fitnessstudio.

Ich glaube,

Da fühlt man sich hinterher oft schon ganz gut.

Aber es gibt ja zum Beispiel auch solche Momente,

Wie auf der Bettkante sitzen und Wasser trinken oder dann was schreiben.

Vielleicht hat sich das ja auch nicht sofort bei dir bemerkbar gemacht.

Was glaubst du,

Wo ist da der Unterschied zwischen dem Beten oder dem Dankbarkeitsritual?

Ich glaube,

Es war einfach genug.

Einfach genug und gekoppelt.

Es hat scheinbar Sinn ergeben für meinen Körper,

Für meine Gedanken und ja,

Wach werden und hinsetzen ist dann doch relativ easy als Sache und ja,

Ist es da einfach geblieben,

Weil es für mich auch ein persönlich großes Thema war,

Würde ich sagen.

Das Aufstehen?

Ja,

Zum Beispiel.

Morgens aufstehen,

Ich sag's dir,

Ist ein Thema bei mir.

Kann ich sehr gut nachvollziehen.

Ja,

Meine Freundin nicht als Beispiel.

Sie kann dann aufstehen.

Es ist dann 5.

30 Uhr,

Es ist 6 Uhr,

Je nachdem,

Wann ihre Schicht losgeht und sie steht auf und sie,

Ich würde sogar sagen,

Sie ist ein kleines Vorbild,

Weil sie hat Routinen drauf.

Wir sollten eigentlich sie auch mal hier einladen,

Weil sie das nochmal anders sehen würde.

Aber es ist ja auch gut,

Das hatten wir vielleicht auch noch nicht,

Dieses Thema,

Das finde ich ja auch immer spannend,

Wenn es darum geht,

Sich aufzumachen mit neuen Themen,

Dass man sich einen Buddy sucht.

Auf jeden Fall.

Dass man jemanden an der Seite hat,

Wo man sagt,

Hey,

Irgendwie als Vorbild auf der einen Seite oder vielleicht auch einen,

Der einen immer wieder daran erinnert,

Komm,

Jetzt lass uns das zusammen machen.

Ja,

Da war ich,

Stichwort schon vieles gemacht,

War ich und bin ich auch in einer Community,

Wo es auch darum ging,

Zum Beispiel.

Es geht um viele Themen,

Aber auch um das Thema Gewohnheiten,

Weil wir sind unsere Gewohnheiten,

Also das,

Was wir regelmäßig tun und was wir lernen,

Wir werden zu dem.

Und in der Community haben wir uns gegenseitig,

Also sollte ich das beschreiben,

Beweise eingefordert für gewisse Dinge,

Die wir getan haben.

Wir haben eine Challenge gehabt,

Ich glaube zwei oder drei Wochen um fünf Uhr morgens aufstehen,

Eine eiskalte Dusche.

Es ist so schlimm.

Ja,

Das glaube ich.

Ich habe es auch schon so oft versucht.

Es tut so weh.

Nur zu wissen,

Dass dann um 5.

30 Uhr ein Call stattfindet und es waren teilweise über 100 Leute,

Die alle gesagt haben und in den Chat reinschreiben,

Erledigt,

Dann ist so ein Druck da.

Es ist keine Chance,

Dass ich das nicht tue,

Weil es sind so viele Augen jetzt gerade drauf.

Also es geht nicht,

Ich muss das machen,

Sozusagen.

Deswegen der Punkt,

Den du ansprichst,

100 Prozent kann ich auch jedem,

Der hier gerade zuhört,

Empfehlen,

Einen Rechenschaftspartner.

Rechenschaftspartner,

Das finde ich auch eine interessante Bezeichnung.

Und von mir aus auch so ein Deposit,

Also eine,

Auch da,

Wenn nicht,

Dann 500 Euro,

Wenn nicht,

Dann irgendwas,

Was wirklich so,

Also ernsthaft,

Ohne Ausreden,

Unangenehm für dich ist,

Dass es also keine Option besteht,

Dass du es nicht tust.

Das wäre ein guter Ansatz.

Ja,

Das finde ich auch echt nochmal spannend.

Also ich finde diesen Begriff Rechenschaftspartner ist nicht so positiv besetzt wie Buddy,

Aber es bringt nochmal mehr Zug dahinter.

Und wenn ich jetzt mal von mir aus gehe,

Ich habe ja auch so einen kleinen ayurvedischen Einschlag und gucke ja auch,

Dass ich so nach bestimmten Gesundheitsprinzipien auch lebe und auch meinen Tag strukturiere,

Weil es mir eben auch wichtig ist.

Ich erkenne auch ein Warum dahinter bei mir.

Und im Ayurveda sagt man ja zum Beispiel auch,

Dass 5.

30 Uhr aufstehen,

Also vor 6 Uhr im besten Fall,

Dass man halt auch noch eine bestimmte Energie dann mit in den Tag nimmt.

Und Ayurveda schlägt ja auch ein ganz,

Ganz langes Morgenritual vor.

Und ich habe auch das größte Problem mit den 5.

30 Uhr,

Weil das ist für mich einfach zu hart.

Ich mache allerdings zweimal im Jahr so eine Detoxzeit,

Die ich auch so ein bisschen nach ayurvedischen Prinzipien gestalte.

Und da finde ich interessant,

Also wenn man mal wirklich so diese ganzen Gifte weglässt,

Die man sich so über den Tag einflößt und halt wirklich sehr reduziert isst und trinkt.

Also Wasser trinkt man natürlich ausreichend,

Aber andere Dinge lässt man eben weg.

Ist der Körper um die Zeit fit?

Also ich wache von alleine um diese Zeit auf,

Was mir sonst im normalen Alltag so schwer fällt,

Wie so ein Stein um die Zeit.

Und deswegen habe ich für mich entschieden,

Das ist keine Routine,

Die ich dauerhaft mache,

Außer es kommt irgendwann aus mir heraus.

Da fehlt mir dann so ein bisschen der Drive dahinter.

Ich mache dann andere Dinge,

Aber dieses Wasser trinken,

Das kann ich auf jeden Fall auch sehr,

Sehr empfehlen.

Ich gucke auch,

Dass ich so zwischen einem halben und einem Liter mir direkt morgens nach mir aufstehen.

Warmes Wasser,

Gerne auch mit ein bisschen Zitrone.

Und ich habe so das Gefühl,

Da kommt die Energie in den Körper.

Und die Konzentration über den Tag ist eine ganz andere,

Als wenn man einfach so dehydriert weiter an den Tag geht.

Das wäre auch tatsächlich mein Nummer eins Tipp,

Sich etwas auszusuchen und da ein,

Zwei,

Drei Wochen einfach mal dran zu bleiben.

Und der Satz ist zwar so vergriffen und doof,

Aber einfach mal machen,

Ohne direkt in eine Bewertung zu gehen.

Wie am dritten Tag schon zu sagen,

Ja jetzt mache ich das zwar,

Aber irgendwie ist das nicht für mich,

Weil und hier.

Streich diese Gedanken und mach,

Such dir was raus,

Mach es zwei,

Drei Wochen,

Schreib darüber,

Reflektier es.

Wir Menschen,

Wir vergessen so viel.

Und dann bewerten.

Und dann zu schauen,

Okay,

War es gut?

Wenn ja,

Warum?

Wenn nein,

Warum nicht?

Was war gut daran?

Was könnte ich besser machen?

Ich hatte eine Routine,

Die ging über ein Jahr.

Die habe ich von meinem Mentor gelernt,

Die hieß der Abendstratege.

Und da geht es darum,

Sich jeden Abend eine gewisse,

Also gewisse Fragen in einer Reihenfolge zu stellen.

Und davon habe ich jetzt auch was allgemein übernommen.

Und zwar frage ich mich bei solchen Dingen zum Beispiel,

Was war gut daran und was geht besser?

Zum Beispiel neue Routine.

Was war gut an ihr?

Ich habe mich so und so gefühlt.

Im Laufe des Tages hatte ich mehr Energie.

Punkt,

Zu fragen,

Alles klar,

Was geht besser?

Und das ist so eine öffnende Frage,

Finde ich.

Da setze ich mich,

Ich habe mich wirklich so oft,

Zwei Notizbücher voll wahrscheinlich,

Wo ich dann immer wieder,

Und das ist auch so witzig,

Ich erkenne Muster,

Dinge wiederholen sich.

Es gibt immer wieder so Situationen im Leben oder gewisse Themen,

Die ziehen wahrscheinlich andere Menschen,

Auch ich immer mit.

Das ist etwas zum Beispiel,

Was auch gut war.

Daher mein Tipp,

Einfach mal machen,

Ausprobieren und danach bewerten,

Okay,

Was gibt es mir und möchte ich das weiter tun?

Ich glaube,

Dann akzeptiert man das auch selber mehr und die Chancen erhöhen sich.

Ja,

Sehr cool.

Jetzt hast du mir die Abschlussfrage quasi schon vorweggenommen.

Das ist nämlich gerne meine Frage,

Die ich am Ende stelle,

Was du für einen Tipp hast,

Für die Hörerinnen und Hörer,

Um loszulegen.

Das hast du jetzt ja schon ganz wunderbar erklärt,

Beschrieben,

Aber vielleicht gibt es doch noch irgendwas,

Was du zum Abschluss da noch loswerden möchtest oder um es für dich rund zu machen,

Was da noch raus möchte.

Mach das nicht zu kompliziert.

Den Tipp gebe ich einfach aus persönlicher Erfahrung.

Ich habe es mir eine Weile lang echt kompliziert gemacht.

Die perfekte Routine in der Reihenfolge.

Wenn ich das jetzt nicht gemacht habe,

Dann war ich schlecht und so weiter und so fort.

Das ist alles Quatsch.

Am Ende des Tages ist es schon ein bisschen Ego gesteuert und ja,

Perfektion ist eine Illusion.

Also wir können perfektionieren auf dem Weg.

Daher ist das mein Tipp.

Sucht euch was raus.

Macht es mal einfach.

Und womit ich starten würde,

Ist eine Woche,

Gerne auch zwei,

Jeden Morgen hinsetzen,

Blatt Papier am Abend schon bereitlegen,

Drei DIN A4 Blätter und die drei Blätter einfach vollschreiben.

Mit allem,

Was dir einfällt.

Den Stift nicht absetzen,

Nicht auf Rechtschreibfehler achten,

Nicht nachdenken.

Wenn du ähm denkst,

Dann schreib ähm hin.

Wenn du denkst,

Mein Ohr juckt,

Dann schreibst du,

Mein Ohr juckt gerade.

Also wirklich mal rausfließen lassen und eine Woche nicht lesen.

Erst danach.

Und dann finde ich,

Bei mir war es so und bei vielen anderen,

Das kann nämlich auch aus der Community heraus,

Da erkennt man schon interessante Dinge,

Was aus einem so rausfließt.

Und das ist etwas,

Was ich einfach mal machen würde.

Es ist eine Routine,

Es zeigt einem viel über sich selbst,

Finde ich.

Und genau,

Also einfach starten und danach gucken.

Zusammenfassend würde ich jetzt sagen,

Wenn es darum geht,

Routinen zu entwickeln,

Soll man sich leicht machen,

Klein anfangen.

Es darf am Anfang auch anstrengend sein und am Ende muss es Spaß machen.

Genau,

Am Anfang brauchst du Disziplin und wenn die Phase überwunden ist,

Macht das sogar Spaß.

Mir macht Sport mittlerweile wirklich viel Spaß.

Am Anfang allein die Tasche zu packen war eine Qual.

Da sind so viele Menschen wahrscheinlich auch schon durchgegangen,

Anschließend.

Es ist machbar.

Ich kann es bestätigen.

Ich danke dir.

Danke dir.

Hat Spaß gemacht.

Ja,

Hat mich auch gefreut.

Ja,

Dann,

Wenn du hier zugehört hast und dir der Podcast gefallen hat mit Afghanen,

Dann lass mich doch gerne wissen,

Welche Gedanken dich auch zu diesem Gespräch noch beschäftigen.

Ich freue mich sehr,

Dass du heute reingehört hast und natürlich auch,

Wenn du beim nächsten Mal wieder mit dabei bist,

Beim Besser Gesund Arbeiten durchgangst.

© 2026 Nadine Horn. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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