
Yoga Nidra – Stille Freude
Diese Meditation führt Dich zur in sich ruhenden Freude, die in der Yogaphilosophie als ānanda bezeichnet wird – eine tief empfundene Glückseligkeit, die unabhängig von äußeren Umständen ist. Im Gegensatz zu gewöhnlichem Glück (sukha) entsteht ānanda spontan, wenn wir im reinen Bewusstsein verweilen, und kann sogar in Momenten von Kummer oder Schmerz erfahren werden. Finde einen ruhigen Ort, an dem Du ungestört bist. Leg Dich entspannt auf den Rücken, die Beine leicht auseinander, die Füße entspannt nach außen. Die Arme ruhen neben dem Körper, mit den Handflächen nach oben oder sanft auf dem Bauch oder Brustkorb. Schließe die Augen, wenn Du bereit bist, und tauche ein in Deine Praxis.
Transkription
Nachdem du es dir jetzt wieder richtig schön gemütlich gemacht hast,
Auf deiner Unterlage,
Möglichst die Yoga-Matte,
Das Bett oder das Sofa sein,
Schaust du nochmal,
Ob du irgendwie noch so ein,
Zwei Prozent bequemer sein könntest,
Was müsstest du da jetzt verändern?
Oder musst du vielleicht nochmal ganz kurz diese Aufnahme pausieren und eine warme Decke holen oder einen dünnen Schal,
Den du dir über die Augen legen kannst?
Und dann,
Wenn du dich auf deinem Platz eingefunden hast,
Nimmst du erstmal wieder einen vollen,
Tiefen Atemzug,
Hältst diese Atemfülle und lässt sie mit einem Säufzer gehen.
Und das machst du noch zwei,
Dreimal,
Um hier in diesem Moment,
Auf diesem Platz anzukommen.
Und auch heute beginnen wir,
Indem du dir einfach nochmal sagst,
Ich praktiziere Yoga Nidra.
Meine Yoga Nidra-Praxis hat begonnen.
Und als erstes nehmen wir einfach das alles wahr,
Was gerade da ist.
Also wahrnehmen.
Vielleicht das erstmal einfach das,
Was am stärksten sich gerade meldet.
Sei das ein Gedanke,
Eine Gedankengeschichte,
Die irgendwie schon eine Weile durch deinen Kopf saust oder das Gefühl,
Was noch ein bisschen übrig geblieben ist von den letzten Tagen.
Oder die Sensation im Körper,
Wo vielleicht noch ein bisschen Anspannung anhält.
Und du schaust einfach,
Was passiert,
Wenn du diesen einzelnen Gefühlen ein bisschen Platz und Raum anbietest.
Also diese Wahrnehmung da sein dürfen.
Und vielleicht,
Ganz vielleicht,
Verklingen die dann von ganz allein.
Vielleicht wird es von ganz allein ein bisschen leichter.
Vielleicht kommt auch hier in diesem kleinen,
Klitzekleinen ersten Moment schon das Gefühl der Ruhe.
Ruhe und Zufriedenheit.
Vielleicht nicht.
Das ist eine Wahrnehmung.
Das ist eine Praxis,
Die auch eine Weile andauern kann.
Und das ist okay.
Und deswegen nehmen wir jetzt hier im ersten Moment auch nochmal wieder den Körper wahr.
Der Körper,
Wie der sich durch deine Atemzüge bewegt.
Der Atem,
Der den Brustkorb hebt und senkt.
Die Bauchdecke bewegt.
Und vielleicht sogar bis hin zum Beckenboden oder bis hin in deinen Beckenraum spürbar ist.
Der Atem,
Der von ganz allein jetzt ein bisschen leichter wird.
Von ganz allein in seinen eigenen Rhythmus verfällt.
Der Atem,
Der dich atmet.
Und du schenkst jetzt hier einfach verschiedenen Körperteilen deine Aufmerksamkeit.
Zum Beispiel deine Fingerspitzen,
Die Fingernägel,
Die einzelnen kleinen Fingerknöchel in deinen Händen,
Das Ellbogengelenk,
Beide Schultergelenke.
Die Seiten deines Brustkorbs,
Die Rippen,
Auch die bewegen sich vielleicht ganz sanft.
Die beiden Außenseiten deines Beckens,
Oberschenkel,
Außenseiten.
Und über die Waden hin zu den Knöcheln.
Beide Fußaußenseiten hin zu den Zehenspitzen,
Die beiden kleinen Zehen,
Zweiter,
Dritter,
Vierter und die beiden großen Zehen.
Die Innenseite,
Das Fußgewölbe,
Zurück zur Ferse,
Innenseiten der Unterschenkel,
Knie,
Oberschenkel,
Das Becken,
Der ganze Beckenraum,
Das unterste Stückchen,
Deine Wirbelsäule.
Steißbein,
Kreuzbein,
Also die Knochenplatte,
Die vielleicht auf deiner Matte aufliegt.
Und dann die Lendenwirbelsäule,
Der untere Rücken,
Brustwirbelsäule,
Halswirbelsäule,
Zum Hinterkopf.
Hinterkopf,
Scheitel und die Stirn,
Der Platz zwischen den Augenbrauen,
Die Augenwinkel,
Die Nasenflügel,
Wangen,
Der Raum um deine Ohren.
Der Unterkiefer,
Der kleine Windhauch an deiner Oberlippe.
Durch die Nasenhöhlen in den Rachenraum,
Du folgst der Luft.
Du folgst der Luft und malst deinen Körper im Innenraum aus.
Also Nasenhöhlen,
Rachenraum,
Luftröhre,
Hin zu den beiden Lungenhälften,
Die Bronchien,
Die Luftbläschen,
Die Lungenhälften,
Die dein Herz umarmen.
Dein Herz ganz geschützt,
Ganz geschützt inmitten deines Brustkorbes.
Dein ganzer Körper hier ummalt.
Also vielleicht stellst du dir auch nochmal diesen Umriss vor,
Der hier liegt.
Wir folgen hier heute nochmal den Atemzügen.
Und zwar kannst du dir vorstellen,
Als würdest du mit der Einatmung weißes,
Silbrig-weißes Mondlicht einatmen.
Silbrig-weißes Mondlicht hin zu deinem Herzen.
Silbrig-weißes Mondlicht zum Herz.
Alles andere darf für einen Moment pausieren.
Alles andere,
Was deine Aufmerksamkeit ziehen will,
Darf für einen Moment pausieren,
Für später.
Du lässt es los,
Ist nicht verschwunden.
Du atmest ein und atmest weißes,
Silbrig-weißes Licht ein zum Herzen,
Zur Basis deines Herzens,
Vielleicht sogar mit jedem Einatmenzug,
Ein bisschen mehr.
Nachdem du deiner Aufmerksamkeit ein paar Mal diesen Atemzügen gefolgt bist,
Bleibst du mit deinem inneren Blick beim Herzen,
Diesem Ruhepol.
Und spürst da so eine innere Zufriedenheit.
Diese ganz natürliche,
Ruhende Freude,
Die dem Herzen innewohnt.
Ganz egal,
Was für Umstände außen drum sind.
Licht deines Herzens,
Eine Art Glückseligkeit,
Die dir ganz normal innewohnt,
Der du hier,
Genau hier,
Jetzt Kontakt aufnimmst.
Ganz langsam pumpt dein Fokus auf die Ausatmung.
Die Ausatmung,
Die mit einem warmen,
Orangen Sonnenlicht deine Umgebung färbt.
Deine Umgebung färbt in dieser Freudigen Ruhe.
Ein warm-rötliches Sonnenlicht mit jeder Ausatmung.
Dieses Bewusstsein des Herzraums breitet sich aus.
Dieses Bewusstsein des Herzraums erhält deine ganze Umgebung.
Die Matte unter dir,
Ganz konkret.
Möbel,
Diesen Raum.
Die Menschen vielleicht in den Nachbarräumen.
Dieses Haus,
Den Garten.
Und dann ganz langsam werden auch deine konkreten Körperteile noch bewusster wahrgenommen.
Vielleicht wenn du jetzt die Fingerspitzen ganz sanft bewegst,
Spürst du auch hier diese innewohne Glückseligkeit in deinen Fingerspitzen,
Die Zehenspitzen.
Es wird noch ein ganzes kleines Stück konkreter,
Wenn du auch deine Hände vielleicht ein kleines Stück bewegst,
Aus dieser Wahrnehmung heraus,
Aus dieser Perspektive,
Diesem Blickwinkel.
Wenn du den Atem vielleicht ein bisschen tiefer und voller wieder,
Nehmt du dich ganz langsam wieder zurück,
Aus diesen unkonkreteren Geistesebenen,
Zurück,
Zurück zu mir und jetzt in diesem Raum bewegst.
Vielleicht streckst du mal einen Fuß oder einen Bein oder eine Hand oder einen Arm von dir weg.
Dann das andere.
Regelst dich und spürst hier deinen Körper,
Diesen Körper.
Vielleicht darf diese Freudigkeit in der Wahrnehmung deines Körpers auch innehalten,
Also dabei bleiben.
Nimm noch mal einen tieferen Atemzug und dann sagst du dir,
Meine Yoga-Nidra-Praxis ist vollendet.
Genau.
Dann kannst du deine Füße aufstellen.
Wenn du noch Zeit hast,
Bleib ruhig liegen.
Ansonsten holst du dich zur Seite und vielleicht noch mal zur anderen Seite und kommst ganz in deiner eigenen Zeit nach oben ins Sitzen.
Ich danke dir.
Ich wünsche dir einen schönen Tag oder Abend.
Vielmehr.
Tschüss.
Treffen Sie Ihren Lehrer
4.5 (10)
Neueste Bewertungen
More from Katrin Baumgarten
Ähnliche Meditationen
Ähnliche LehrerInnen
Trusted by 35 million people. It's free.

Get the app
