31:23

Buddhanatur: Schwierige Emotionen durchschauen

by Fred Von Allmen

rating.1a6a70b7
Bewertet
4.8
Group
Aktivität
Meditation
Geeignet für
Alle
Aufrufe
1.6k

Lama Surya Das sagt: “Wir sind Buddhas von Anbeginn. Aber wir schlafen. Schlafende Buddhas, erwacht!" Dharma praktizieren heißt also: Aufwachen zu unserer innewohnenden Buddhanatur. Buddha bedeutet ‘der Erwachte‘ – von ‘Bodhi‘, das Erwachen. Es geht also nicht um einen lichten, wunderbaren Zustand, den wir erreichen sollen, sondern um Erwachen zu dem was ist, zu dem was wir sind, zu unserer wahren Natur. Wenn es also um das Erwachen geht, zu dem was ist, stellt sich die offensichtliche Frage: Was gibt es denn zu finden, hier und jetzt? Dies ist eine Live-Aufnahme eines von Fred von Allmen geführten Dharma-Vortrags.

Transkription

Das ursprüngliche klare Licht der Buddha-Natur nicht erkennend,

Wandern wir im Kreislauf des Daseins umher.

Gepeinigt von Karma und Leidenschaften,

Lasst deinen erschöpften Geist ruhen in der ihm innewohnenden großen Vollendung.

Das ist ein Vers,

Einer meiner Lehrer,

Ich habe ihn gefragt,

Ob er was ins letzte Buch schreiben würde,

Hat er mir das reingeschrieben,

Wenn er es nachlesen will.

Lama Surya das sagt,

Wir sind Buddhas von am Beginn,

Aber wir schlafen,

Schlafende Buddhas,

Er wacht,

Er sagt es viel eindrücklicher.

Dharma praktizieren heißt also aufwachen zu unserer,

Uns innewohnenden Buddha-Natur.

Das Pali und Sanskrit Wort Bodhi,

Das wir oft als Erleuchtung übersetzen,

Enthält,

Ganz interessant zu wissen,

Eigentlich gar keinen Hinweis auf Licht,

Das uns erleuchten würde,

Also Erleuchtung ist nicht eine besonders gute Übersetzung,

Es bedeutet vielmehr so etwas wie Erwachen.

Es geht also nicht um einen lichten wunderbaren Zustand,

Den wir erreichen sollen,

Oder möchten,

Oder müssen,

Sondern um Erwachen zu dem,

Was ist,

Zu dem,

Was wir sind,

Zu unserer wahren Natur,

Die wir schon sind,

Die wir nicht suchen müssen,

Holen müssen,

Erschaffen müssen,

So viele Jahre Praxis reinstecken müssen,

Bis wir sie haben,

Erwachen zu dem,

Was wir immer schon waren und sind.

Texte sprechen von der Buddha-Natur als vergleichbar mit einer Goldader tief in einem Felsen,

Vergleichbar mit süßem Honig in einer Wabe,

Oder mit einer goldenen Buddha-Statue die in alten Lumpen verpackt ist.

Das sind Bilder,

Die können uns inspirieren oder ermutigen,

Es ist auf jeden Fall ganz anders als zu glauben,

Wir seien im Grunde,

Im Innersten,

Schlecht,

Nicht okay,

Nicht gut genug,

Oder gar zündig.

Verstecktes Gold,

Süßer Honig,

Und doch sind vielleicht auch diese Bilder nicht ganz so hilfreich.

Der Begriff Tathagata Garbha,

Der Begriff,

Den wir als Buddha-Natur übersetzen,

Bedeutet eigentlich eher so etwas wie Gebärmutter oder vielleicht Buddha-Matrix.

Also nicht etwas Verstecktes,

Sondern etwas,

Aus dem Dinge entstehen,

Die dynamische Matrix des Seins,

Die Wandel,

Entwicklung und letztlich Erwachen ermöglicht.

Erwachen zu dem,

Was wir sind,

Erwachen zu dem,

Was ist.

Wenn es also nicht um das Jenseits geht,

Sondern um das Erwachen zu dem,

Was ist,

Stellt sich die gute,

Finde ich jedenfalls,

Frage,

Was ist denn nun eigentlich hier und jetzt?

Wenn wir wirklich hinschauen in der Stille,

In der Sammlung,

In der Meditation,

Sehen wir ein Kommen und Gehen von Momenten der Wahrnehmung,

Die sich ständig verändern,

Sekündlich entstehen und vergehen.

Was wir sehen,

Ist ein dynamischer Prozess von Ursache und Wirkung,

Von Abhängigem,

Von Bedingungenabhängigem entstehen,

In Momenten des Sehens,

Des Riechens,

Des Schmeckens,

Des Empfindens,

Des Spürens,

Des Denkens,

Des Redens,

Des Tuns,

In allem,

Was uns und was unsere Welt ausmacht,

In allem,

Was ist.

Ich glaube,

Die Nuklearphysik ist gemessen worden,

Dass sich unser Universum mit allem,

Was ist,

Ein Trillion Mal pro Sekunde oder irgendeine irre Zahl,

Ich weiss nicht,

Wie lang sie ist,

Entsteht und vergeht.

Ein Spiel,

Ein Tanz,

Ein dynamischer Prozess,

Ständiger,

Unaufhaltsamer Veränderung.

Das Wort Juniatah heisst Leer von Substanz,

Leer von erfassbarer,

Festhaltbarer,

Behaltbarer Essenz.

Eine Art leere Show,

Wie ein Echo,

Wie eine Spiegelung,

Wie eine Fata Morgana.

Es ist diese Prozesshaftigkeit,

Diese unaufhaltsame Dynamik des Seins,

Das wir sind,

Welche nicht nur Vergänglichkeit bedeutet,

Sondern auch Veränderung,

Inneres Wachstum,

Entwicklung und Erwachen ermöglicht.

Wir sind keine festen,

Fixierten,

Unveränderlichen Entitäten.

Wir können lernen,

Herz und Geist kultivieren,

Erwachen.

Ich denke,

Das klingt recht gut soweit,

Aber bei genauerem Hinsehen auch fragwürdig.

Zu diesem Prozesshaften,

Dynamisch sich ständig Verändernden Sein,

Sollen wir erwachen.

Mit nichts,

Das festhaltbar ist,

Nichts,

Das echt in unserer Kontrolle liegen würde,

Nichts,

Das wir endgültig sind oder sein kann.

Ist das alles?

Ist das wirklich alles?

Eigentlich schon.

Und wenn wir es richtig sehen,

Richtig verstehen und richtig damit umgehen,

Ist es genug.

Ist es erfüllend?

Ist es zutiefst friedvoll?

Ist es frei?

Und doch fühlt es sich ziemlich wackelig an.

Eine ziemlich dünne,

Spärliche,

Durchsichtige Buddha-Natur.

Da ist nicht viel dran.

Nicht fassbar dynamischer Prozess.

Ich,

Das Universum,

Okay,

Da haben wir keine Schwierigkeiten damit.

Aber ich,

Ich auch,

Fühlt sich irgendwie falsch an.

Geht uns gegen den Strich.

Und ich denke,

Es ist okay,

Wirklich dahin zu spüren,

Es geht uns gegen den Strich.

Schon recht,

Wenn sich sonst alles verändert.

Stephen Batchelor nennt das counter-intuitive.

Gerade umgekehrt,

Als wir es gefühlsmäßig wahrnehmen.

Und da gibt es Beispiele von Kopernikus.

Und wenn man sich das vorstellt,

Das muss schon verrückt sein.

Der behauptete,

Die Sonne gehe nicht auf am Morgen.

Und gehe nicht unter am Abend,

Sondern die Erde drehe sich der Sonne entgegen.

Und ich denke,

Ich kann dafür nicht sprechen,

Aber ich denke,

Es ist für die meisten von uns nach wie vor ganz schwierig,

Nachzuvollziehen,

Wenn wir da stehen und die aufgeht,

Das zu sehen,

Dass sie nicht aufgeht,

Die gehen nicht auf.

Wir drehen uns erst entgegen.

Counter-intuitive,

Es ist verrückt.

Versucht manchmal auch hinzustellen und euch das vorzustellen.

Es ist ganz schwierig.

Dabei ist es gerade,

Wenn wir die Wirklichkeit sehen,

Wie sie ist,

Nämlich bedingt,

Entstehend,

Prozesshaft,

Dass wir die Wahrheit sehen.

Solange wir aber schlafen,

Solange wir in Träumen verloren sind,

Sind wir ständig identifiziert mit unserem Denken.

Das ist dann nicht das Denken,

Sondern so ist es.

Wir sagen,

Es sagt sich,

Wie es ist.

Es erklärt sich,

Beschreibt sich die Welt und weiß dann,

Wie die Welt ist.

Identifiziert sich mit dem Fühlen,

Den Emotionen,

Mit den Geschichten und Träumen,

Mit dem Körper,

Den Sinnen,

Sinneserfahrungen und mit der selbst erschaffenen Welt.

Welt selbst erschaffen durch die Wahrnehmung und dann die Interpretation,

Erklärung,

Die ganzen Konzepte,

Wie alles ist und schon haben wir eine solide Welt.

Außer wenn sie nicht tut,

Was sie wollen,

Leiden wir natürlich,

Weil sie müsste ja so sein,

Wie ich sie erfahre.

Ich denke,

Dass sie sein müsste.

Das ist die Macht von Mara.

Mara,

Die personifizierte Macht der Täuschung und der unheilsamen und leidschaffenden Tendenzen,

Die uns nicht erlauben zu sehen,

Zu erkennen,

Zu erinnern,

Dass wir in unserer eigentlichen Natur frei sind,

Buddha sind,

Aber eben nicht Buddha,

Der das alles in der Kontrolle hat,

In einer Art und Weise,

Dass jetzt alle Dinge so sind,

Wie ich sie gerne hätte,

Das ist nicht Buddha-Natur,

Sondern diesem unfassbaren,

Echo-ähnlichen Gewahrsein.

Aus der Täuschung und Identifikation mit Erfahrung,

Mit Hören,

Sehen,

Riechen,

Schmecken,

Mit den Gedanken entsteht das Gefühl einer abgetrennten,

Isolierten Entität,

Eines Selbst.

Daraus entstehen alle schwierigen Reaktionsweisen,

Umgehensweisen,

Emotionen,

Die Kleschas,

Begierde,

Verlangen,

Anhaften,

Abneigung,

Wut,

Ärger,

Hass,

Neid,

Eifersucht,

Dünkel,

Einbildung,

Arroganz,

Ganze Liste.

Unser Herz wird zum Heliport,

Zum Landeplatz für diese Kleschas,

Schwierige Emotionen,

Das war ja das Thema.

Wenn wir in irgendeiner Art und Weise eine solide Entität wären,

Könnten wir den Heliport schließen.

Können wir nicht,

Es ist alles offen,

Es ist ein offenes System,

Alles kommt und geht entsprechend Bedingungen.

Hört nicht hier auf bei der Haut,

Die tun,

Was sie wollen mit uns.

Shantideva schreibt,

Die Klescha,

Das sind die schwierigen und leidschaffenden Emotionen,

Die ich vorhin aufgezählt habe.

Die Klescha sind die ruchlosen Diebe unseres Glücks.

Während wir schlafen in Unachtsamkeit und Täuschung,

Schleichen sie in unser Haus und stehlen die Ursachen unseres Glücks.

Nämlich unsere Großzügigkeit,

Unsere Offenheit,

Unsere liebevolle Güte,

Unser Mitgefühl,

Alles was uns in dieser Welt verbindet.

Alles was uns erlaubt,

Sich in diesem Sein niederzulassen und zu Hause zu fühlen.

Sie,

Die Diebe,

Stellen uns die Erkenntnis unserer wahren Natur.

Sie stellen uns die Erkenntnis von dem was wir sind,

Der Guter Natur.

Der Weg,

Die Praxis scheint darin zu bestehen,

Diese Kleschas,

Die schwierigen Emotionen,

Loszuwerten und vielleicht geht man dann an den Vortrag und schaut,

Ob es gute Tipps gibt.

Vielleicht sogar jenseits von Ursache und Wirkung,

Jenseits dieses Bedingten entstehend.

Jenseits dieses Bedingten entstehend,

Erfüllung und Friede zu finden.

Haut nicht hin.

Wenn die wahre Natur unseres Geistes die Guter Natur ist und alle Dinge des Daseins in abhängigen Bedingten entstehen,

Erscheinen und verschwinden,

Kommen und gehen,

Ins Leben treten und sterben,

Habt ihr gesehen,

Wohin sie verschwinden?

Ich habe es noch nie gesehen,

Ich habe sie nur verschwinden gesehen,

Aber wohin,

Habe ich keine Ahnung.

Und ich gehe nicht davon aus,

Dass sie mit Julius Cäsar und Alexander dem Großen irgendwo da hinten ein großes Stau ist,

Wo alles hingeht.

Im Moment,

Wo es erscheint,

Verschwindet es wieder.

Jeder Klang,

Jede Stimme,

Jeder Gedanke,

Jedes Sehen,

Riechen,

Schmecken.

Zum Glück,

Sonst wäre es wirklich ein Stau.

Ich würde mir das Gegenteil vorstellen,

Die würden irgendwie noch da sein.

Aber jetzt nicht als Erinnerung,

Auch Erinnerungen tauchen auf und verschwinden gleich wieder.

Wohin?

Wenn die wahre Natur unseres Geistes die Guter Natur ist und alle Dinge erscheinen,

Verschwinden,

Kommen,

Gehen,

Dann müssen die Welt der Erscheinungen einerseits uns,

Unser Geist,

Mit eingeschlossen und die Guter Natur andererseits.

Das muss die Kehrseite,

Die beiden Seiten der gleichen Metalle sein.

Oder nicht mal zwei Seiten.

Dann müssen sie zueinander stehen wie Wasser und Nässe.

Das sind nicht zwei Seiten.

Wasser und Nass.

Oder wie Spiegel und das darin reflektiert,

Das ist ein besseres Beispiel.

Das ist nur eine Illustration,

Es ist nicht wirklich so,

Okay.

Spiegel und was man im Spiegel sieht,

Wenn ihr euch das für einen Moment vorstellt.

Und das trifft dann auch auf die Klescha zu,

Die schwierigen Emotionen.

Oh,

Taserke,

Verlangen,

Einsamkeit,

Panik.

Natürlich auch liebevolle Güte,

Mitgefühl,

Tiefes Vertrauen,

Mit Freude,

Gelassenheit.

Um einen Spiegel als einen Spiegel zu erkennen,

Muss man zuerst das loswerden,

Was er reflektiert.

Um zu sehen,

Dass ein Spiegel ein Spiegel ist,

Muss man zuerst das,

Was drin ist,

Rausnehmen.

Wahrscheinlich nicht.

Hat das,

Was der Spiegel reflektiert,

Überhaupt einen Einfluss auf den Spiegel?

Also ändert das den Spiegel,

Wenn ich Rot vordran stelle und dann Blau und dann irgendeine Horrorszene und dann irgendeine Paradies-Szene.

Der Spiegel tut immer,

Was Spiegel tun.

Also er tut gar nichts,

Er ist einfach Spiegel,

Das heisst,

Reflektiert.

Also nicht,

Dass er das tut,

Er rennt nicht rum und reflektiert,

Er ist busy,

Er reflektiert einfach.

Ich denke,

Es ist gut,

Sich zu versuchen,

Das zu sehen.

Der Job des Spiegels,

Der ein Non-Job ist,

Ein Nicht-Tun-und-doch-passiert-Reflektieren,

Verändert das den Spiegel oder sieht es nur so aus,

Je nachdem,

Was er spiegelt.

Sieht so aus.

Wenn er dich spiegelt,

Sieht es im Spiegel anders aus,

Als wenn er dich spiegelt.

Ich denke,

Das ist der Angelpunkt hier,

In dem was ich versuche zu sagen.

Sobald wir den Spiegel als Spiegel erkennen,

Braucht uns das,

Was er reflektiert,

Und denkt es nur vom reflektierten Spiegel,

Vom reflektierten,

Nicht von der Sache vordrang,

Braucht uns das,

Was er reflektiert,

Nicht zu stören.

Auch nicht so wahnsinnig aufzuregen,

Auch nicht.

Es ist einfach eine Spiegelung.

Nur dann,

Wenn wir den Spiegel nicht erkennen und auf das Reflektierte fixiert sind,

Dann kann es,

Je nachdem,

Was er gerade reflektiert,

Probleme geben.

Nein,

Das ist schlecht.

All das Ganze,

Was alles das tut und macht und auslöst und was es uns sagt,

Und dann kommen vielleicht noch Schriften im Spiegel und Behauptungen und tausend Dinge.

Es stellt auch einen Spiegel vor,

Der nicht nur Gesehenes,

Sondern auch noch Gehörtes und Gedachtes und Gefühltes,

Das haben wir noch,

Und Empfundenes wieder spiegelt.

Es ist ein 6D-Spiegel,

Anstatt nur ein.

.

.

Aber das gleiche Prinzip.

Es ist in den USA ein Ort,

Wo ich viel im Retreat,

Im Einsiedler-Retreat praktiziert habe.

Die Halle,

Es war meine Halle,

Die war größer als hier,

Sonst niemand.

Große Fenster vorne.

Und mal gingen dem Nachbarn die Kühe ab,

Auf einem anderen Berg drüber,

Und die kamen dann rüber,

Und die griffen sofort die großen Scheiben an.

Natürlich die Stiere,

Die Kühe nicht.

Weil sie,

Die sahen den Stier kommen.

Das spiegelt,

Der Stier kam,

Näher und näher und näher,

Unaufhaltsam,

Selbst wenn sie versuchten auszuweichen,

Und dann war klar,

BUM!

Die Scheibe hat es gehalten.

Enttäuschung ist das Problem.

Weil das war keine Sekunde,

Ein Ding für den Stier,

Das könnte eine Spiegelung sein,

Das könnte nur so aussehen wie ein Stier.

Hat der Stier nicht gedacht.

Es ist komisch,

Aber es geht uns genau gleich blöd.

Ständig.

Versteht ihr jetzt,

Was das heisst für die Klescha,

Die schwierigen Emotionen?

Es ist ein Problem und schaffen Leiden,

Immer dann,

Wenn wir darauf reinfallen,

Und uns damit identifizieren,

An ihnen kleben bleiben.

Schauen wir direkt in ihre Natur,

Fällt das Problem weg.

Wir können es versuchen,

Lasst uns mal versuchen,

Wir können jetzt nicht Kleschas machen.

Aber das mit dem Gedanken von vorhin ist nicht schlecht.

Ihr braucht euch auch nicht anderes hinzusetzen.

Ihr braucht auch nicht die Augen zu schließen.

Aber denkt mal irgendeinen Satz,

Es denkt mich,

Oder irgend so etwas.

Es scheint irgendwie,

Ich höre es fast mehr,

Als ich sehe,

Wenn ich es denke.

Und ist gleich wieder weg,

Ich muss es immer wieder denken.

Es denkt mich,

Es denkt mich,

Es denkt mich.

Weil es vorweg verschwindet.

Was ist das,

Diese Suppe,

Die drin ist?

Es scheint irgendwie in etwas.

Nichts Bestimmtes.

Wenn ihr versucht,

Diesen Raum von Gewahrsein zu sehen,

Ich sehe nichts.

Ich weiß nicht,

Was ich sehe.

Ich sehe den Gedanken,

Und sobald er weg ist,

Ist nichts da.

Und dann kommt der Nächste und sagt,

Da ist nichts da.

Und dann fällt er einfach wieder rein.

Selber mit Ärger,

Wo es ein Gefühl ist,

Da fällt man noch mehr rein.

Aber es macht dasselbe,

Im Moment,

Wo es weg ist,

Wieder verschwunden,

Da eben mit Alexander dem Großen,

Oder wo immer.

Schaut nochmal den Gedanken.

Und wenn ihr seht,

Wie er vergeht,

Und wenn er vergangen ist,

Und dort nichts ist,

Bleibt er einfach dort und entspannt.

Er versucht das Gleiche zu tun,

Wenn ihr ärgerlich seid,

Oder voller Verlangen seid.

Es ist noch etwas einfacher.

Man macht es nicht so gerne mit Verlangen,

Aber bei Ärger hat man oft weniger Zeit.

Bei Verlangen hat man manchmal ein bisschen länger Zeit.

Oder wenn man voller Dunkelheit reingebildet ist.

Nehmt das Gefühl oder den Gedanken des Bildes,

Der mitkommt,

Und schaut rein.

Schaut,

Was es ist.

Woher es kommt,

Und was Mutter schon gesagt hat,

Und dann noch das Trauma und all das Zeug.

Einfach reinschauen und anschauen.

Und jedes Mal,

Wenn ihr nichts findet,

Bleibt dort.

Wenn ihr etwas findet,

Bringt es.

Dann könnt ihr mich gerne beim nächsten Mal,

Wenn ich komme,

Bringen.

Wenn ihr nichts findet,

Bleibt dort.

Also nicht als intellektuelle Spielerei,

Als meditative.

Lasst euch nicht .

.

.

Wer ist ärgerlich?

Das ist alles.

Es führt nirgendwo hin.

Es ist nicht ein Weg.

Es ist kein Ziel.

Es ist immer schon hier.

Es erscheint,

Und wenn wir schauen,

Kann man nichts finden.

Punkt.

Relax.

Klar,

Was soll das?

Da blicke ich sowieso nicht durch,

Was der erzählt.

Ich sehe ja gar nichts.

Schaut,

Was es denkt.

Das verwirrt mich nur,

Ich verstehe nichts.

Und jedes Mal,

Wenn das,

Was immer es ist,

Kommt,

Dann ist wieder ein Gedanke gekommen.

Dann ist es wieder vergangen.

Oder wenn es sagt,

Ah,

Ich verstehe,

Wow,

Da,

Da,

Da.

Dasselbe.

Mehr Gedanken verschwinden.

Genau die gleiche,

Nicht findbare Natur produziert Gedanken aller Art,

Produziert Ärger,

Hören,

Sehen,

Riechen,

Schmecken.

Wenn wir reinschauen,

Finden wir nichts.

That's it.

Der Geist,

Die Buddha-Natur ist leer,

Ist unauffindbar,

Noch nie hat jemand Buddha-Natur gesehen,

Gefunden.

Und sie produziert vorweg Gedanken,

Gefühle,

Emotionen,

Bilder,

Hören,

Sehen,

Riechen,

Geschmack,

Empfindung,

Heilsame Zustände,

Metta,

Liebevolle Güte,

Großzügigkeit,

Mitfreude,

Und Ärger,

Begierde,

Stolz und den ganzen Rest.

Sobald wir damit identifiziert sind,

Sind sie leidvoll und treiben uns durchs Leben und sobald wir erwachen und direkt in ihre Natur schauen,

Sind wir wieder frei.

So einfach ist das.

Das einzige Problem ist,

Wir tun es nicht.

Wir denken,

Das war interessant.

Noch fast lieber bewerten und verurteilen wir uns,

Dass wir schon wieder ärgerlich sind,

Oder dass wir wieder nicht in den Ärger geschaut haben,

Wo wir doch hätten sollen oder können oder müssen.

Doch liegt der Schlüssel der Befreiung in uns.

Ganz einfach,

Der Schlüssel.

Wir sind das,

Was wir immer schon suchen.

Wir sind das,

Wonach wir uns im Tiefsten sehnen.

Nicht irgendwo anders.

Wir merken es nicht.

Manchmal wollen wir es gar nicht merken.

Es heißt,

Dass Gott spielen wollte und die Welt schuf und die Menschen und er schuf sie getrennt von Gott.

Aber er oder sie gab ihnen den Schlüssel mit zum Reiche Gottes,

Zum Wiedereinswerten mit Gott.

Und bald schon waren alle Menschen wieder zurück bei Gott.

Und Gott war etwas enttäuscht und beschloss,

Von vorne zu beginnen,

Aber den Schlüssel zu verstecken.

Und Gott beriet sich mit den Engeln und Göttern über das beste Versteck.

Und jemand sagte,

Dort,

Wo das Meer am tiefsten ist.

Und eine andere sagte,

Mitten in der Wüste,

Wo niemand lebt.

Und jemand sagte,

Auf den höchsten Berggipfel der Welt.

Und bald war allen klar,

Die Menschen würden bald einmal die Wüsten erforschen und die Tiefen der Meere tauchen und die höchsten Gipfel erklimmen.

Da kannte jemand die Lösung und Gott war zufrieden.

Man würde den Schlüssel im Herzen der Menschen verstecken.

Und nur wenige würden dort wirklich suchen.

Was wir suchen,

Ist näher als unsere Haut.

Und im Grunde genommen ist es auch nicht ein Schlüssel.

Schon das ist völlig falsch.

Die wahre Natur unseres Herzens,

Unseres Geistes,

Ist schon das,

Was wir sind und immer gesucht haben.

In diesem Sinne ist auch Lama Gendun Rinpoche's Belehrung zu verstehen,

Mit der ich abschließen möchte.

Glück findet sich nicht mit dem Willen oder durch große Anstrengung.

Es ist immer schon da,

Vollkommen und fertig,

Im Entspannen und Loslassen.

Beunruhige dich nicht.

Es gibt nichts zu tun.

Alles,

Was im Geist erscheint,

Hat keinerlei Bedeutung,

Weil es keinerlei Wirklichkeit besitzt.

Halte an nichts fest,

Bewirte nicht.

Lass das Spiel von selbst ablaufen,

Entstehen und vergehen,

Ohne irgendetwas zu ändern.

Alles löst sich auf und beginnt wieder von Neuem,

Unaufhörlich.

Allein dein Suchen nach Glück hinter dich daran ist zu sehen,

Wie bei einem Regenbogen,

Den man verfolgt,

Ohne ihn je zu erreichen.

Weil das Glück nicht existiert und doch immer schon da war und dich jeden Moment begleitet.

Glaube nicht,

Die guten und schlechten Erfahrungen seien wirklich,

Sie sind wie Regenbögen.

Im Erlangenwollen des Nichtzufassenden erschöpft du dich vergeblich.

Sobald du dieses Verlangen loslässt,

Ist Raum da,

Offen,

Einladend und wohltuend.

Also nutze ihn.

Alles ist bereits da für dich.

Suche nicht weiter.

Gehe nicht im undurchdringlichen Dschungel den großen Elefanten suchen,

Der schon ruhig zu Hause ist.

Nichts tun,

Nichts forcieren,

Nichts wollen und alles geschieht von selbst.

Gen Dün,

Dem Poche.

Um zu lernen,

Wie man den Lehrern unterstützen kann und Dharmaseed,

Besucht bitte dharmaseed.

Org

4.8 (68)

Neueste Bewertungen

Doris

December 11, 2023

Der Schlüssel ist im Herzen der Menschen zu finden👍🙏!

Thomas

June 24, 2022

Schwieriges Thema/ Terrain. Da muss man Zeit und Geduld investieren.

Andy

June 5, 2022

Immer wieder sehr prägnant, direkt und pragmatisch. Danke für die weisen und treffenden Worte.

Isabelle

October 24, 2021

Clue

January 5, 2020

Danke Fred 🦋 Du bist und bleibst “mein” Lehrer! So verständlich, so praxisorientiert, so hilfreich. It’s simple, but not easy 😉. Herzlich, Claudia us Züri

© 2026 Fred Von Allmen. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

Trusted by 34 million people. It's free.

Insight Timer

Get the app

How can we help?

Sleep better
Reduce stress or anxiety
Meditation
Spirituality
Something else