
Am Bach
Den Zugang zur Meditation habe ich über die Natur gefunden. Einige Momente tiefster Verbundenheit im Sitzen habe ich dort erlebt. Das Hörerlebnis mit authentischen Tönen aus der Natur soll eine authentische und lebendige Visualisierung ermöglichen. Die Anleitung eignet sich für Anfänger ebenso wie für Menschen mit Meditationserfahrung. Dies ist der erste Teil einer Serie, die ich an verschiedenen Orten mit unterschiedlichen Themen aufnehmen werde.
Transkription
Willkommen zu dieser Meditation in der Natur.
Ich lade dich heute ein,
Ein Naturerlebnis mit mir zu teilen,
So gut es dort,
Wo du gerade bist,
Möglich ist.
Zunächst bringen wir uns mal in die geeignete Haltung.
Je nachdem,
Wenn du dies hier als Einschlafhilfe nutzt,
Dann kannst du dich gerne hinlegen.
Wenn du aber eine klassische Meditationsübung machen möchtest,
Dann setz dich bitte entweder in die gewohnte Position,
Oder wenn du noch keine gewohnte Position hast,
Setz dich irgendwo hin,
Wo es ruhig ist,
Wo es für dich angenehm ist,
Und setz dich möglichst aufrecht hin.
Also nicht hinten anlehnen,
Sondern mit geradem Rücken,
Nicht zugespannt,
Eine Mischung aus aufmerksamem,
Aufrechtem Sitzen,
Aber auch Lockerheit,
So als würdest du im Scheitelpunkt von einem unsichtbaren Faden nach oben gezogen.
Wenn du die Position gefunden hast,
Dann schließe langsam die Augen,
Nicht fest zukneifen,
Sanft schließen,
Und spür kurz in deinen Körper hinein,
Fühl,
Nach unten gezogen wirst,
Die Stellen,
Wo du den Boden oder den Stuhl berührst,
Und auch sonst einfach mal kurz die Dinge,
Die dir an deinem Körper auffallen.
Und dann atme jetzt zwei-,
Dreimal ganz tief durch,
Und lass den Atem jetzt wieder in deinem Rhythmus fließen,
Gar nicht beeinflussen,
Einfach nur kommen und gehen lassen.
Schau zwischendurch immer wieder auf die Art,
Wie du sitzt,
Auf den Atem,
So,
Dass sich das alles möglichst harmonisch und stimmig für dich anfühlt.
Und jetzt lade ich dich ein,
Mein Erlebnis hier zu teilen.
Ich habe hier einen Ort gefunden,
Ganz dicht an einer Landstraße,
Da fließt ein kleiner Bach,
Von dem bin ich paar hundert Meter bergauf durch den Wald gegangen,
Vorbei an einem kleinen Wasserfall,
Und ein Stück weiter kommt dann eine Stelle,
Da führt kein Weg dran vorbei,
Da fließt der Bach durch das Tal,
Liegen einige Steine in dem Bachbett,
Und es ist hier ganz ruhig.
Lausche jetzt für einen Moment lang einfach auf die Geräusche,
Die du hier hörst.
Nur hinhören,
Einfach nur hören.
Versuch gar nicht darüber nachzudenken,
Was du da hörst,
Sondern einfach nur zu hören.
Einfach auf dich wirken zu lassen.
Und versuch jetzt mal,
Aus den wenigen Informationen,
Die ich dir zu diesem Ort,
An dem ich jetzt hier sitze,
Gegeben habe,
Daraus vor deinem inneren Auge ein eigenes Bild entstehen zu lassen.
Stell dir so eine Landschaft vor,
Aber entwirf sie auch selbst.
Bau sie in deinem Bewusstsein so auf,
Wie sie dir gefällt.
Und mach das Ganze möglichst lebendig.
Stell dir die Farben vor,
Die Gerüche,
Die Temperatur,
Was für Pflanzen gibt es da,
Was für Steine gibt es da,
Vielleicht auch Tiere,
Vögel,
Insekten.
Mal dir das alles ganz plastisch und lebendig aus und lass so in deinem Bewusstsein deine eigene Landschaft entstehen.
Und wann auch immer dein Geist Ablenkung davon sucht,
Wenn er an den Alltag denkt,
Wenn er beginnt,
Sorgen wieder aufkommen zu lassen,
Die du vielleicht im Leben hast,
Oder irgendetwas,
Was dich von der Übung ablenken könnte,
Dann fühl ihn sanft zurück und spiel weiter mit dem Bild,
Das du im Innern aufgebaut hast.
Mal es immer weiter aus und immer plastischer,
Immer lebendiger und füll es mit immer mehr Details.
Und nachdem du jetzt so ein für dich stimmiges und zu dir passendes Bild einer schönen,
Angenehmen Landschaft geschaffen hast,
Stell dir vor,
Sie wäre real und denk mal dran,
Wie sie sich verändert mit den Jahreszeiten,
Mit dem Wetter,
Auch mit den Jahren,
Die Pflanzen wachsen und vergehen,
Steine werden hingeschwemmt,
Manche verschwinden auch wieder und trotzdem behält die Landschaft ihren Charakter das,
Was sie ganz besonders macht.
Und so wie so ein Ort ganz einzigartig bist,
Darfst du dir auch jederzeit bewusst sein,
Dass auch du ganz einzigartig bist.
Verabschiede dich jetzt sanft und wohlwollend von diesem Ort,
Den du geschaffen hast,
Aber denk auch dran,
Dass du jederzeit im Alltag dorthin zurückkehren kannst.
Mach die Augen wieder auf und gib dir noch etwas Zeit,
Um wieder im Alltag und dort,
Wo du jetzt bist,
Anzukommen.
Schön,
Dass du dieses Erlebnis mit mir geteilt hast.
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