
Atemübung und Meditation gegen Angst und innere Unruhe
by Anna Hahn
Diese Folge eignet sich ganz besonders dann, wenn du Angst und innere Unruhe verspürst. Angst entsteht im Kopf. Die Vorstellung, dass etwas Bedrohliches passiert, löst im Körper eine Welle automatisch ablaufender Reaktionen aus. So erhöht sich unter anderem der Muskeltonus und auch die Atmung und der Herzschlag beschleunigen sich. Die gesamte Aufmerksamkeit ist nach außen gerichtet. Der Geist antizipiert, was passieren könnte. Ist der Mensch in Angst, kann er sich somit selbst kaum bis gar nicht wahrnehmen. Mit Hilfe der folgenden Atemübung und anschließenden Meditation übst du dich darin, deine Aufmerksamkeit ganz bewusst aus der Zukunft in den gegenwärtigen Moment zu holen, und den Fokus, die Sinne, von außen nach innen zu richten, indem du deinen Körper und den Atem spürst. Bei der Atemübung handelt es sich um Brahmari, das sogenannte Bienensummen. Diese wirkungsvolle yogische Atemübung (Pranayama) hat eine sehr regulierende und beruhigende Wirkung auf dein Nervensystem.
Transkription
Hallo,
Schön,
Dass du da bist und dir Zeit nimmst für diese Atemübung und Meditation.
Suche dir einen ruhigen Platz,
In dem du ungestört bist,
Und setze dich aufrecht und entspannt hin.
Diese Folge eignet sich ganz besonders dann,
Wenn du Angst und innere Unruhe verspürst.
Angst entsteht im Kopf.
Die Vorstellung,
Dass etwas Bedrohliches passiert,
Löst im Körper eine Welle automatisch ablaufender Reaktionen aus.
So erhöht sich der Muskeltonus und auch die Atmung und der Herzschlag beschleunigen sich.
Vielleicht kannst du dies bei dir wahrnehmen.
Die gesamte Aufmerksamkeit ist nach außen gerichtet.
Der Geist antizipiert,
Was passieren könnte.
Bin ich also in Angst,
Kann ich mich selbst kaum bis gar nicht wahrnehmen.
Mithilfe der folgenden Atemübung und Meditation übst du dich darin,
Deine Aufmerksamkeit ganz bewusst aus der Zukunft in den gegenwärtigen Moment zu holen.
Den Fokus,
Die Sinne von außen nach innen zu richten,
Indem du deinen Körper und den Atem spürst.
Lass uns beginnen.
Rolle deine Schultern einige Male sanft und ruhig nach hinten.
Nimm wahr,
Wie sich dein Brustkorb beim nach hinten Rollen der Schultern öffnet.
Lass die Schultern nun entspannt nach unten sinken und wenn du soweit bist,
Schließe deine Augen oder senke den Blick alternativ nach unten ab.
Dein Scheitelpunkt strebt gleichzeitig nach oben gehend Himmel.
Lass den Atem anstrengungslos durch deine Nase ein- und ausfließen.
Mit dem nächsten Ausatmen lasse ein Bienensummen ertönen.
Atme hierfür mit geschlossenem Mund auf den Ton M aus.
Wiederhole dies in deinem eigenen Atemrhythmus für die nächsten Augenblicke.
Atme durch die Nase ein und auch wieder aus und lasse ein Bienensummen,
Einen M-Ton,
Beim Ausatmen erklingen.
M Fahre in deinem Tempo fort.
Wiederhole das Bienensummen noch ein letztes Mal und spüre,
Wie die Vibration im Hals- und Brustraum noch einen Augenblick nachwirkt.
Bringe deinen Fokus nun nach unten zu deinem Gesäß.
Spüre,
Wie deine Sitzhöcker auf der Unterlage aufsitzen.
Nimm die Verbindung deiner Sitzhöcker mit der Unterlage wahr.
Mit dem Einatmen stell dir vor,
Wie du über dein Gesäß warme,
Erdende Energie aufnimmst und an der Wirbelsäule entlang bis nach oben zum Scheitelpunkt aufsteigen lässt.
Mit dem Ausatmen lass die Energie von oben nach unten sinken.
Gib sie über das Gesäß an die Unterlage ab.
Spüre,
Wie sich mit dem Ausatmen Entspannung ausbreitet,
Wie deine Schultern etwas nach unten sinken,
Deine Gesichtszüge weich werden.
Mit dem Einatmen strömt warme,
Erdende Energie über den Unterkörper bis nach oben zum Scheitelpunkt.
Mit dem Ausatmen entweicht mehr und mehr Anspannung.
Versuche,
Mit deiner Aufmerksamkeit bei dieser kleinen Übung zu verweilen.
Mit dem Einatmen nimm Energie über dein Gesäß auf,
Mit dem Ausatmen lass Anspannung entweichen.
Ich warte so lange auf dich.
Lege deine Hände nun auf dein Herz,
Gerne die linke Hand nach unten,
Die rechte oben drauf.
Lass uns zum Abschluss noch einmal Brahmarie,
Das Bienensummen praktizieren.
Atme hierfür ruhig durch die Nase ein und auch wieder aus und lasse beim Ausatmen einen M-Ton,
Ein Bienensummen erklingen.
Spüre dabei die Vibration,
Die ausgehend vom Hals wie eine Welle in alle Körperteile fließt und dein ganzes System in einen wohltuenden,
Beruhigenden Klang eintauchen lässt.
Fahre in deinem Tempo fort,
Wiederhole das Bienensummen noch ein letztes Mal,
Lass deine Hände langsam wieder nach unten sinken und bringe etwas Bewegung in deinen Körper,
Kreise die Schultern oder auch den Oberkörper und wenn du soweit bist,
Öffne langsam wieder deine Augen.
Namaste.
Treffen Sie Ihren Lehrer
4.8 (85)
