19:51

Non Sleep Deep Rest (Live- Mitschnitt)

by Jürgen Noll

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Meditation
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"Non Sleep Deep Rest" ist ein Überbegriff für Entspannungstechniken, die in einen Zustand führen, der nahe dem Schlaf ist, aber dennoch bei vollem Bewusstsein. Das führt in eine tiefe Entspannung und öffnet innere Ressourcen für heilsame Reorganisationsprozesse im Gehirn und Nervensystem. Das Audio ist ein kurzer Live-Mitschnitt aus einer Sitzung mit folgenden Elementen: Gewahrsein des Atems, Persönliche Entschlussfassung, Reise durch den Körper, Gegensatzpaare vorstellen, innere Bilder.

Transkription

Die Idee dieser Übung ist,

In einem Zustand,

Der so ein bisschen zwischen Schlaf und Wachsein ankommt,

Grundsätzlich gilt bei der Übung Nichts tun,

Nur beobachten.

Wenn Gedanken,

Gefühle,

Regungen auftauchen,

Durchziehen lassen.

Also auch wenn irgendwo was stört oder was zwickt,

Einfach nur mal beobachten und nur wenn es sich wirklich nicht aushalten lässt,

Dann auch was verändern.

Wir werden auch regelmäßig zum ruhigen Atem zurückkehren.

Das ist gut fürs parasympathische Nervensystem,

Löst einen Regenerationsprozess aus und wir werden auch wechseln zwischen Körperwahrnehmungen,

Inneren Bildern und anderen Vorstellungen.

Dann bitte ich dich jetzt,

Dass du deine Hände so legst,

Dass die Fingerspitzen nach oben zeigen.

Das hat den Vorteil,

Dass weniger sensorische Information zum Gehirn durchdringt und richte dir deine Körperposition so ein,

Dass du jetzt gut die nächsten ca.

20 Minuten möglichst ohne Bewegung auch liegen kannst.

Wenn du soweit bist,

Kannst du auch gerne die Augen schließen oder an einem Punkt schauen,

Wo sich gerade nichts tut.

Dann lade ich dich mal ein,

Zunächst auf Geräusche zu achten.

Geräusche außerhalb dieses Zimmers.

Vielleicht taucht irgendwas auf.

Dann geh mit deinem Bewusstsein ein bisschen näher herein.

Achte auf Geräusche im Zimmer,

In dem Raum,

Wo du bist.

Und dann komm mit deinem Hören noch näher an dich heran,

In dein Inneres und schau mal,

Ob es Geräusche im Körper gibt.

Vielleicht das Atemgeräusch,

Das leise Atemgeräusch an der Nase.

Und damit kommst du langsam in dir innen an.

Vielleicht magst du jetzt auch schon so einen ersten inneren Blick auf deinen Körper werfen.

Im Geiste dich zu den Füßen bewegen,

Dann hinauf zu den Beinen,

Zum Unterkörper,

Oberkörper,

Zu den Armen und zum Kopf.

Kurz einmal den ganzen Körper im Geist in den Blick nehmen.

Beobachte jetzt einmal eine Zeit lang den Atem.

Wie er ganz natürlich kommt und geht.

Wie sich die Bauchdecke bewegt,

Ganz von alleine.

Es gibt hier nichts zu tun.

Nur ein Beobachten dessen,

Was einfach da ist.

Und während du das beobachtest,

Taucht vielleicht so etwas wie ein Wunsch auf.

Etwas,

Was du in dir wachsen lassen möchtest.

So etwas wie ein kleiner,

Kurzer Satz,

Der etwas mit deiner Entwicklung zu tun hat.

Vielleicht so etwas wie,

Ich bin gesund,

Ich bin entspannt,

Ich finde meinen Weg im Leben,

Ich lebe bewusst,

Ich spüre inneren Frieden.

Ich weiß,

Wie es weitergeht.

Oder auch ein ganz anderer Satz.

Es kann jedes Mal,

Wenn du dir das anhörst,

Auch ein anderer Satz sein.

Irgendetwas,

Was dich vielleicht jetzt vom Inneren anspricht,

Wo du merkst,

Ja,

Das würde ich gerne in mir wachsen lassen.

Wenn sowas auftaucht,

Dann sag dir diesen Satz jetzt dreimal selber im Geiste.

Und wenn gerade heute kein Satz auftauchen möchte,

Dann ist das auch in Ordnung.

Dein Unbewusstes weiß ganz genau,

Was es braucht.

Dann lade ich dich jetzt zu einer Reise durch den Körper ein.

Dabei werden wir sehr rasch verschiedene Stationen des Körpers durchgehen.

Und dabei stell dir vor,

Dass jeder Teil,

Den ich nenne,

So irgendwie ein bisschen aufleuchtet,

So als ob da ein Scheinwerfer,

Ein Spotlight genau dorthin gerichtet werden würde.

Das hilft ein bisschen die Bewusstheit,

Das Gewahrsein,

Dorthin zu orientieren.

Es geht nicht um Konzentration,

Es geht nicht um Anstrengung,

Sondern nur so ein einfaches Aufleuchten lassen.

Wir beginnen die Reise mit der rechten Körperhälfte.

Von der rechten Körperhälfte senden wir das Bewusstsein stärker in den rechten Arm,

In die rechte Hand.

Und dort beginnt es mit der ersten Station.

Daumen,

Zeigefinger,

Mittelfinger,

Ringfinger,

Kleiner Finger.

Alle fünf Finger der rechten Hand leuchten auf einmal auf.

Handfläche,

Handrücken,

Handgelenk,

Die ganze rechte Hand,

Unterarm,

Ellbogen,

Oberarm,

Schulter,

Der ganze rechte Arm.

Rechter Brustkorb,

Rechte Teile,

Rechte Hüfte,

Rechter Oberschenkel,

Knie,

Unterschenkel,

Rechter Fußrücken,

Rechtes Fußgelenk,

Rechte Ferse,

Rechte Fußsohle,

Großer Zeh,

Zweiter Zeh,

Mittlerer Zeh,

Dann der vierte Zeh und der kleine Zeh.

Alle fünf Zehen auf einmal leuchten auf.

Der ganze rechte Fuß,

Jetzt das ganze rechte Bein,

Und jetzt die ganze rechte Körperhälfte.

Dann löst sich ein Gebasein aus dieser Seite und geht nach links hinüber zur linken Körperhälfte,

Zum linken Arm,

Zur linken Hand,

Linker Daumen,

Zeigefinger,

Mittelfinger,

Ringfinger,

Kleiner Finger.

Alle fünf Finger der linken Hand,

Handfläche,

Handrücken,

Handgelenk,

Die ganze linke Hand,

Unterarm,

Ellbogen,

Oberarm,

Schulter,

Der ganze linke Arm,

Linker Brustkorb,

Linke Taille,

Linke Hüfte,

Linker Oberschenkel,

Knie,

Unterschenkel,

Linker Fußrücken,

Linkes Fußgelenk,

Ferse,

Fußsohle,

Großer Zeh,

Zweiter Zeh,

Mittlerer Zeh,

Vierter Zeh,

Fünfter Zeh,

Der kleine,

Alle fünf Zehen auf einmal,

Der linke Fuß leuchtet auf einmal auf als Ganzes,

Das linke Bein,

Die ganze linke Körperhälfte,

Und jetzt der ganze Körper,

Links und rechts,

Gemeinsam.

Dann schauen wir uns die Unterseite mal an.

Da gibt es die linke Ferse,

Rechte Ferse,

Dann gibt es die Kontaktfläche des Unterschenkels,

Links und rechts,

Kontaktfläche des Oberschenkels,

Links und rechts,

Poelften,

Links und rechts,

Den unteren Rücken,

Dann den oberen Rücken,

Die Schulterblätter liegen links und rechts unten auf,

Dann gibt es den Nacken,

Den Hinterkopf,

Den Scheitel.

Die ganze Körperunterseite leuchtet so von unten richtig gut wahrnehmbar auf.

Damit kommen wir nach oben,

Über den Scheitel zur Stirn,

Zur linken Augenbraue,

Rechten Augenbraue,

Zum linken Auge,

Zum rechten Auge,

Zur Nase,

Nasenwurzel,

Nasenspitze,

Zum Mund,

Oberlippe,

Unterlippe,

Auch den Raum zwischen den Lippen,

Zum Hals,

Zur linken Brust,

Zur rechten,

Zum Bauch,

Bauchnabel,

Zu den Beckenknochen links und rechts,

Zu den oberen Seiten der Oberschenkel links und rechts,

Kniescheiben links,

Kniescheibe rechts,

Die oberen Seiten der Unterschenkel und die Fußrücken links und rechts,

Die ganze Oberseite gemeinsam mit dem Kopf und wiederum der ganze Körper als Ganzes.

Nach dieser Reise gibt es wieder einen kurzen Stopp zum Verschnaufen,

Eine Konzentration auf die Atmung.

Beobachte wiederum,

Wie es der Atmung geht.

Und jetzt möchten wir uns kurz Gegensatzpaaren zuwenden.

Versuche einfach mal,

Ohne darüber nachzudenken und ohne Anstrengung in deinem Körper ein Gefühl von Kälte zu erzeugen.

Vielleicht hilft eine Erinnerung an einen kalten Wintertag,

Wo man ein bisschen zu wenig an hat und es taucht die Erinnerung auf ans Frösteln und wie sich das anfühlt,

Wenn es sehr sehr kühl,

Fast schon kalt wird.

Schau mal,

Wie viel davon alleine auftaucht.

Und dann gehe mal ins Gegenteil.

In die Wärme,

In die Hitze.

Vielleicht fällt dir ein Tag ein,

Wo es sehr,

Sehr heiß war.

Und du kannst diese Wärme und Hitze in deinem Körper jetzt fühlen.

Dann geh wieder zurück zur Kälte.

Schau,

Wie es ist,

Wenn sich das vom einen zum anderen verändert.

Wieder zurück zur Wärme.

Und vielleicht in einem Raum jenseits des Denkens gibt es auch die Möglichkeit,

Dass beides da ist.

Es ist so gleichzeitig erfrischend kühl und doch angenehm warm ist.

Vielleicht lässt sich sogar so etwas fühlen.

Dann schauen wir uns eine andere Polarität an.

Schau mal,

Wie dein Körper reagiert,

Wenn du an Trauer denkst.

Nur beobachten,

Wenn eine Erinnerung an Trauer auftaucht und du das wie von außen beobachtest,

Was sich da im Körper tut,

Wie diese Emotion im Körper tut.

Und dann geh auch da in die andere Seite,

In die Freude.

Vielleicht hilft irgendwo eine Erinnerung an ein Ereignis,

Das dich damals sehr gefreut hat.

Und du schaust wiederum ganz neugierig,

Wie Freude im Körper tut,

Was die auslöst,

Welche Veränderungen da passieren.

Da gehst du ganz kurz wieder in die Trauer zurück.

Schaust,

Was dort ist,

Wenn der eine Zustand sich zum anderen verändert und wieder zurück zur Freude.

Und vielleicht gibt es auch da in irgendeinem Raum,

Der dem bewussten Denken überhaupt nicht zugänglich sein muss,

Die Möglichkeit,

Dass beides gleichzeitig sein kann.

Vielleicht lässt sich sowas beobachten.

Dann schauen wir uns noch an das Gegensatzpaar von eng und weit.

Wie ist es,

Wenn sich dein Körper eng anfühlt,

So als hätte er noch etwas zu Enges an?

Du beobachtest das wieder,

Wie sich der Körper da fühlt,

Wenn es eng wird.

Und dann lässt du diese Enge los und probierst aus,

Wie sich Weite anfühlt.

So als ob in jedem Gelenk irgendwie ein bisschen mehr Raum da wäre.

Der ganze Körper um ein paar Zentimeter in jede Richtung wächst,

Weil einfach sehr,

Sehr viel Raum und Platz da ist.

Eine innere Weite sich spüren lässt.

Das kannst du auch neugierig beobachten.

Und auch hier wiederum ganz kurz diesen Wechsel zurück.

Wie ist es,

Wenn es eng ist?

Wie ist es,

Wenn es weit ist?

Und wie könnte es in einem Raum,

Den du nicht verstehen musst,

Sein,

Wenn beides gleichzeitig da wäre?

Wie sich Gegensätze gut ausgleichen.

Dann lass jetzt wieder all diese Gegensätze ziehen.

Beobachte wiederum deinen Atem.

Und vom Beobachten des Atems wandere geistig in deinen persönlichen Raum der Bilder.

So ein Platz im eigenen Geist,

Der unendlich groß ist,

Wo alle möglichen Bilder auftauchen können,

Wo ganz von alleine Verarbeitungsprozesse passieren.

Und da werde ich dir jetzt einfach ganz verschiedene Bilder nennen.

Und was auch immer bei dir da auftaucht,

Ist in Ordnung.

Es geht nur ums Beobachten.

Es geht nicht ums Bewerten.

Manche Bilder werden dir vielleicht spontan gefallen,

Manche nicht.

Dann lass diese Bewertung,

Diese Einteilung gleich auch wiederum los und nimm die Bilder nur als das,

Was sie sind.

Etwas,

Was halt jetzt auftaucht und wieder vorbeizieht.

Denn du bist nicht die Gedanken,

Du bist nicht diese Bilder und du bist auch nicht die Gefühle,

Die diese Bilder auslösen.

Du bist ein Beobachter,

Der ganz neugierig ist,

Was sich da tut.

Auch diese Bilder werden relativ rasch hintereinander kommen und jedes Mal,

Wenn du das anhörst,

Darf es sich auch innerlich anders darstellen.

Sei einfach neugierig.

Sonnenuntergang,

Ein Kameraobjektiv,

Ein Waldweg,

Ein leise vor sich hin plätschernder Bach,

Eisenbahnschienen,

Ein schneebedeckter Berg,

Eine Weggabelung,

Telefonzellen,

Ein sternenklarer Himmel bei Nacht,

Spielende Tierjungen,

Eine Uhr,

Eine weite Wüste,

Ein Flur mit vielen Türen,

Junge wachsende Pflanzen,

Wegweiser und Ortstafeln,

Ein weites Meer mit vielen sich kräuselnden Wellen,

Ein Wanderer mit einem Kompass,

Ein Waldweg mit sonnendurchfluteten grünen Bäumen,

Ein Feuerwerk,

Eine Schaukel,

Eine rote Ampel und Matrosen,

Die Segel setzen.

Dann lass alle diese Bilder wiederum weiterziehen.

Beobachte wieder deinen Atem.

Und wenn du magst,

Falls am Anfang ein Entschluss bei dir da war,

Dann kannst du ihn jetzt gerne noch mal dir still im Geiste dreimal wiederholen.

Wenn keiner da war,

Dann ist es auch in Ordnung.

Dann bleibst du einfach beim Atem.

Dann löse dich wiederum vom Beobachten des Atems.

Beginne wiederum,

Auf Geräusche zu achten.

Geräusche hier im Raum,

Geräusche außerhalb dieses Raums.

Dir wird bewusst,

In welchem Raum du bist,

Was es für Möbel gibt.

Du kannst dich im geistigen Auge selbst hier auf dem Boden sehen.

So orientierst du dich langsam wieder nach außen.

Du kannst beginnen,

Deinen Körper langsam zu bewegen.

Vielleicht einmal mit den Fingerspitzen anfangen,

Mit den Zehen ein bisschen wackeln.

Und aus diesen Bewegungen darf langsam mehr und mehr werden.

Vielleicht möchtest du dich strecken.

Vielleicht möchtest du dich auch ganz klein zusammenkugeln.

Eventuell auch deine Atmung ganz bewusst vertiefen und dich langsam wieder aufwecken und in deinem eigenen Tempo einen Weg finden,

Dich aufzurichten,

Dich aufzusetzen.

Langsam mit den Augen blinzeln,

Augen aufmachen.

Und damit bist du wieder zurück im Hier und Jetzt.

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Neueste Bewertungen

Christiane

August 13, 2025

🙏

Jona

May 12, 2024

Das war ganz wunderbar nährend! Danke dir von Herzen!!

Jane

April 6, 2024

Ich habe diese Übung jetzt schon häufig gemacht und fühle mich jedesmal sehr erholt und gestärkt. Vielen Dank! 🙏

bri

June 4, 2023

Great!

Vigor

December 17, 2022

Gut abwechelnd, neu De

Margaretha

September 13, 2022

Sehr ruhige Meditation

Eva

September 1, 2022

Bin begeistert!

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