15:22

Grenzen setzen - eine Kontemplation

by Gerald Blomeyer

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Zornvolles Mitgefühl nutzt Wut, um uns zu motivieren, das Negative in das Positive zu verwandeln. Indem wir „Nein“ sagen, wenn wir es meinen, treten wir für unsere Werte ein. Indem wir klare Grenzen setzen, respektieren wir uns und andere. Diese Entschiedenheit lässt Selbstvertrauen in uns entstehen.

Transkription

Ich heiße Gerald Blomeyer und habe diese Podcast-Meditation für Dich geschrieben und aufgenommen.

Viel Freude beim Anhören.

Wir üben Selbstkritik mit Selbstmitgefühl.

Alle wollen erfolgreich sein.

Entsprechend leiden wir unter unseren Misserfolgen,

Obwohl wir von unseren Fehlern am meisten lernen.

Das kann manchmal so schmerzhaft sein,

Dass es das genaue Gegenteil bewirkt.

Das Scheitern ist,

Wie Truman Capote sagt,

Das Gewürz,

Das dem Erfolg seinen Geschmack gibt.

Die damit verbundenen Gefühle von Ärger und Trauer sind ergebliche Quellen für unser Wachstum.

Selbstkritik ist unerlässlich,

Solange sie die Selbstakzeptanz einschließt.

Erst indem wir auch sie annehmen,

Beginnen wir uns selber zu akzeptieren.

Das ist die Basis,

Um uns selbst zu heilen und zu verändern.

Wer sich dauerhaft verstellt,

Kann sich irgendwann selbst nicht mehr leiden.

Leben ist wunderbar.

Doch wer liebt,

Riskiert,

Dass das Herz gebrochen wird.

Manchmal wollen wir den Schmerz vermeiden.

Wir passen uns an,

Machen uns von anderen abhängig oder delegieren unser Selbstempfinden.

Es erscheint uns dann wichtiger zu sein,

Anderen zu gefallen als uns selbst.

Wenn eine Beziehung auseinander geht,

Fühlen wir uns am Boden zerstört.

Das ändert sich,

Wenn es uns klar wird,

Dass wir damit leben können.

Wir erleben unsere latente Stärke.

Das ist die Basis des Selbstvertrauens.

Wer zu sich steht,

Lässt sich auch nicht so leicht ausnutzen.

Alles willkommen heißen.

Selbstvertrauen bedeutet,

Dass wir uns so mit allen Fehlern akzeptieren,

Wie wir sind.

Das gibt uns die Klarheit,

Um zu widersprechen,

Wenn wir übervorteilt oder ausgenutzt werden.

Wir brauchen Selbstvertrauen,

Um in schwierigen Situationen Wut oder Trauer zuzulassen.

Selbstvertrauen entsteht im Inneren,

Im Stillen.

Was in der Vergangenheit geschah,

Können wir nicht lösen.

Wenn wir aber die Verbindung zu uns selbst verloren haben,

Können wir das ändern.

Für die Zukunft können wir uns vornehmen,

Grenzen zu ziehen,

Indem wir Nein sagen.

Eine gesunde Portion mitfühlender Wut hilft uns,

Diese Grenzen zu setzen.

Den damit verbundenen Zorn zu spüren,

Hilft uns,

Unsere Grenzen und Bedürfnisse wahrzunehmen.

Ohne sie anzuerkennen,

Unterdrücken wir sie.

Und wenn wir unsere Bedürfnisse nicht ernst nehmen,

Wer soll es dann tun?

Erst indem wir unsere Bedürfnisse anerkennen,

Können wir Menschen in unser Leben ziehen,

Die unsere Grenzen auch sehen.

Wir spüren mit Freundlichkeit und Interesse nach.

Was schmerzt,

Was tut weh?

Spürst du Angst,

Widerstand oder Ärger?

Einatmend spüren wir das,

Was leidet.

Ausatmend senden wir ihm Liebe,

Verständnis und Sicherheit.

Einatmend spüren wir das,

Was leidet.

Ausatmend senden wir ihm Liebe und Mitgefühl.

Vielleicht sind wir in der Lage,

Unseren Schmerz zu benennen.

Es kann sein,

Dass wir ihn als Furcht,

Abscheu,

Wut oder Rache erleben.

Wenn wir unser Leiden spüren,

Können wir ihn auch als Weg nutzen,

Um Mitgefühl für uns und andere Wesen,

Die ebenfalls leiden,

Zu entwickeln.

Wir atmen dorthin,

Wo wir Schmerz empfinden,

Für uns und die anderen.

Wir atmen aus und senden Liebe,

Erleichterung an uns und die anderen.

Wenn wir etwas spüren,

Das wir nicht benennen können,

Bleiben wir beim Fühlen.

Ist es Schmerz,

Wut,

Eifersucht,

Trauer,

Verzweiflung,

Angst oder sind es Sorgen?

Vielleicht spüren wir eine Enge im Bauch,

Im Hals,

In den Händen,

Eine schwere Dunkelheit oder etwas anderes.

Wir nehmen Kontakt auf mit dem,

Was wir fühlen.

Wir erkennen den Teil,

Der leidet.

Einatmend spüren wir ihn und ausatmend entlassen wir das Leiden und spüren die Erleichterung für uns und alle anderen.

Einatmend spüren wir die Enge.

Ausatmend Leichtigkeit und Weite.

Einatmend denken wir,

Ich sehe dich.

Und ausatmend,

Ich lebe dich.

Nach einer Weile merken wir,

Wie sich die Schichten des Selbstschutzes lockern.

Wir können Frieden mit uns selber schließen.

Wir können die subtilen Formen der Gewalt in uns erkennen.

Etwa Recht haben,

Besserwissen,

Kritik sucht,

Irritation,

Wut oder Schuldgefühle.

Wir heißen alles willkommen.

Das öffnet unser Herz.

Wir begegnen unserer Angst oder dem,

Was auch immer unser persönlicher Schmerz ist.

Wir erkennen,

Dass auch andere leiden.

Und wenn wir nicht mehr alleine sind,

Fühlen wir uns auch nicht mehr als Versager.

Wir ehren das,

Was für uns wahr ist.

Unsere Grenzen sind für uns selbst und für die Beziehung zu anderen wichtig.

Wir fragen nach.

Wo habe ich heute Ja statt Nein gesagt?

Wie war die Situation?

Wie wirkte das Nicht-Nein-Sagen auf Körper und Geist?

Fühltest du dich authentisch,

Ehrlich und frei?

Und wie wirkte das Ja statt Nein-Sagen auf andere?

Was wäre passiert,

Wenn du dir erlaubt hättest,

Ein Gefühl der Angst oder der Wut zu spüren?

Warum war das nicht möglich?

Einatmend spüren wir den Teil,

Der leidet.

Ausatmend sind wir im Liebe,

Verständnis und Sicherheit.

Wann warst du das letzte Mal wütend auf jemanden?

Was ist passiert?

Stell dir den Dialog vor,

Du sagtest,

Sie sagten.

Was hast du gefühlt,

Als du das sagtest?

War deine emotionale Reaktion Wut,

Trauer,

Schmerz oder etwas anderes?

Wie hast du das Ganze interpretiert?

Etwa,

Ich werde weder gesehen noch gehört.

Meine Bedürfnisse werden nicht respektiert.

Einatmend spüren wir den Teil,

Der bei uns und anderen leidet.

Ausatmend sind wir im Liebe,

Verständnis und Sicherheit.

Einatmend spüren wir den Teil,

Der bei uns und anderen leidet.

Ausatmend senden wir uns und den anderen Liebe,

Verständnis und Sicherheit.

Mitgefühl beginnt immer bei uns.

Wir übernehmen die Verantwortung für die Fehler,

Die wir machen.

Wir,

Nicht unsere Partner,

Familien,

Nachbarn oder Mitarbeiter,

Sind für unseren Ärger verantwortlich.

Indem wir Nein sagen,

Setzen wir Gansen.

Das stärkt unsere Beziehung zu anderen und hilft uns zu verstehen und mitzufühlen.

Auch wenn wir wütend erscheinen,

Bleiben wir innerlich ruhig.

Wir sind immer durch die Liebe und Mitgefühl für uns und andere motiviert.

Wir nehmen uns vor,

Wenn die Situation es erfordert,

Direkt und energisch zu handeln.

Zornvolles Mitgefühl macht Grenzen sichtbar.

Das kommt allen zugute.

Entschlossenheit schadet niemandem.

Mögen alle Wesen miteinander in Frieden und Harmonie leben.

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4.8 (131)

Neueste Bewertungen

Sandy

October 23, 2025

Vielen Dank es war eine sehr reflektierende Meditation

Claudia

January 29, 2025

Supergute Kombination aus einem Vortrag und einer Meditation, herzlichen Dank🙏Auch finde ich ihre Stimme äusserst angenehm und sympathisch.

René

November 16, 2024

🙂🙏 Sehr tief und reichhaltig.danke für dein Sein und für die Eingebungen 🫶🏽🙏

Kaan

June 19, 2024

Amen

Mirjam

September 3, 2023

Sehr gut & ruhig und konzentriert 👍🏻

Antje

September 1, 2023

Das war sehr gut. Ich muss noch viel lernen. Vielen Dank 🙏

Evelyn

May 5, 2023

🍀🍀🍀

Peter

February 10, 2023

Egal, was eine Kontemplation genau ist - war mir vorher nicht bekannt - das tat mir RICHTIG gut und hat mich zum Nachdenken angeregt: Grenzen zu setzen ist eine meiner Haupt-Herausforderungen und je mehr ich das übe, umso weniger stellt sich das altbekannte schlechte Gewissen ein und umso mehr achte ich (endlich !) erst einmal auf meine eigenen Bedürfnisse. Danke, Gerald, Du hast die Worte sehr sorgsam gewählt und sie gingen sehr tief bei mir! Ich werde diese Kontemplation gewiss wiederholen 🤗🙏🏾 Auch das „tiefe Zuhören“ kannte ich noch nicht, und es macht zudem besondere Freude bei besonders „tiefgründigen“ Menschen ☺️

Katja

November 1, 2020

Eine der wertvollsten und kompetentesten Meditationen für ein zugleich harmonisches wie klares, deutliches und mitfühlendes Sein und Miteinander. Universell für so viele Situationen, Projekte und Lösungen. Eigentlich der Hammer. An angewandter liebevoller Güte. Danke Gerald 🎴

Vera

September 17, 2020

Hilfreich für das schwierige Grenzen setzen. Angenehme Stimme. Danke 🙏!

© 2026 Gerald Blomeyer. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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