
Mitfühlende Bewegung (MSC)
In dieser kleinen Übung aus dem Programm Achtsames Selbstmitgefühl MSC (Mindful Self-Compassion) nach Neff & Germer fragen wir uns: „Was brauche ich … körperlich?“ Wir nehmen uns ein Moment Zeit unseren Körper zu spüren und ihm Mitgefühl in Form von sanften Bewegungen anzubieten. Die Übung ist eine Einladung uns im gegenwärtigen Augenblick wahrzunehmen und mitfühlend auf mögliches Unwohlsein zu reagieren. Du kannst dir immer wieder diese kleinen Momente im Alltag nehmen. Angeleitet von Evelyn Rodtmann, MSC Certified Teacher aus Berlin und aktives Mitglied des MSC-Vereins, dem Netzwerk der deutschsprachigen MSC-Lehrenden.
Transkription
Mitfühlende Bewegung.
Dies ist eine kurze,
Einfache Übung für den Alltag,
In der wir uns ein paar Minuten mitfühlend bewegen.
Wir wenden uns uns selbst mit der Frage zu,
Was brauche ich?
Körperlich.
Als Antwort lasst die mitfühlende körperliche Bewegung von innen heraus kommen.
Es geht nicht darum,
Einer Anleitung zu folgen.
Wenn du möchtest und kannst,
Komme jetzt in den Stand.
Du kannst die Übung auch im Sitzen oder Liegen durchführen.
Deine Fußsohlen auf dem Boden spüren,
Das Gewicht des Körpers vom Boden tragen lassen.
Vielleicht magst du dich ein wenig hin und her,
Vor und zurück bewegen und spüren,
Wie sich die Empfindungen in deinen Fußsohlen dabei verändern.
Nun öffne das Feld deiner Aufmerksamkeit und spüre deinen Körper als Ganzes.
Deine Aufmerksamkeit langsam durch deinen Körper wandern lassen und wahrnehmen,
Wie er sich im Moment anfühlt.
Welche Empfindungen nimmst du wahr?
Vielleicht gibt es Bereiche,
Die sich angenehm anfühlen.
Vielleicht auch solche,
Die angespannt sind.
Und wenn du magst,
Bleibe mit deiner Aufmerksamkeit einen Moment an einer Stelle,
An der du Unbehagen verspürst und beginne dann,
Den Körper langsam so zu bewegen,
Wie es dir jetzt gerade gut tut.
Dir selbst Mitgefühl schenken.
Deinem Körper die Bewegung geben,
Die er jetzt braucht.
Du kannst zum Beispiel sanft die Schultern bewegen,
Den Kopf kreisen lassen,
Dich in der Taille beugen,
Eine Vorwärtsbeuge machen.
Ganz sanft.
Was auch immer sich für dich in diesem Moment richtig anfühlt.
Dich von deinem Körper leiten lassen oder wie die Schriftstellerin Mary Oliver es ausdrückt,
Lass einfach das weiche Tier deines Körpers lieben,
Was es liebt.
Manchmal sind wir unzufrieden mit unserem Körper,
Damit wie er aussieht,
Sich bewegt oder wie er funktioniert.
Wenn das so ist,
Dann verweile einfach einen Moment mit dir und verbinde dich mit deinem zarten Herzen.
Dein Körper tut sein Bestes.
Was brauchst du jetzt gerade?
Und dann langsam die Bewegungen ausklingen lassen,
Den Körper zur Ruhe kommen lassen und noch einen Moment ganz bewusst den gesamten Körper wahrnehmen,
Nachspüren,
Vielleicht Veränderungen wahrnehmen.
Wie fühlt sich dein Körper im Moment an?
Und dich selbst genau so sein lassen,
Wie du dich in diesem Moment fühlst.
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