
Deine Gedanken ziehen lassen
Diese kurze Meditation ist eine sanfte Art, Deine Gedanken zu beruhigen. Du wirst nach einer kurzen Einführung angeleitet und unterstützt, Deine Gedanken einfach ziehen zu lassen, ohne ihnen anzuhaften oder sie zu bewerten.
Transkription
Hallo und herzlich willkommen zu dieser kurzen Meditation,
Die dir helfen soll,
Deine Gedanken ziehen zu lassen.
Vielleicht kennst du das,
Du sitzt in einer Meditation,
Hast sogar eine gewisse Stille erreicht,
Vielleicht ein Gefühl der Freude und dann plötzlich kommt ein Gedanke.
Du bewertest,
Ach,
Da ist dieses Gefühl der Freude und ach,
Ich bin doch eigentlich noch dies und das und oh,
Meditation,
Gedanke loslassen,
Wieder zurück in die Meditation,
Die Stille wird wieder etwas größer,
Der nächste Gedanke,
Bin ich jetzt schon in der Stille,
Wie war es denn vorhin,
Ist jetzt besser,
Ist jetzt schlechter,
Oh,
Gedanke,
Gedanke wieder loslassen und so sind Gedanken in der Meditation ein großes Hindernis,
Aber natürlich auch im Alltag und außerhalb von Meditation,
Vor allem,
Wenn du dich damit stark identifizierst und darin verlierst.
Warum ist es jetzt so schwer,
Gedanken einfach loszulassen?
Zum einen,
Da mache ich das Bild ganz gern,
Wenn du dir Gedanken als Wellen vorstellst,
Kleine Wellen,
Große Wellen und unter diesen Wellen und aus diesen Wellen,
Ja,
Da liegen die Emotionen,
Die Emotionen sind der Ozean und Gedanken sind die Wellen und dieser unendlich große Ozean,
Der ist immer vorhanden und daraus entstehen Wellen.
Das ist eine der meiner Ansichten nach ganz großen Herausforderungen im Leben mit Emotionen und daraus resultierend auch Gedanken umzugehen.
Das ist der eine Grund und der andere Grund,
Der heutzutage so häufig anzutreffen ist,
Dass viele Menschen somit ihren Gedanken identifiziert sind,
Mehr in Gedanken leben,
Ja man könnte sagen,
Mehr in einer Fiktion leben als in der realen Welt.
Sie sehen nicht mehr die Dinge,
Wie sie wirklich sind,
Sie planen in der Zukunft,
Machen sich Sorgen über die Vergangenheit,
Identifiziert sich mit allen möglichen,
Mit Beruf,
Mit Status,
Mit Objekten,
Meinungen und erschaffen so in Gedanken eine eigentlich ganz andere Welt und diese Gedanken,
Womit sie dann so stark identifiziert sind,
Loszulassen,
Wo sich das Ego bedroht fühlt,
Ist natürlich schwer.
Hier möchte ich dir jetzt einmal eine Möglichkeit näher bringen,
Vielleicht kennst du sie ja schon oder in ähnlicher Form,
Eine Möglichkeit,
Wie es dir gelingen kann,
Deine Gedanken einfach ziehen zu lassen.
Es gibt vor allem drei Möglichkeiten,
Entweder durch eine Fokussierung auf spezielle Gedanken,
Durch zum Beispiel Mantra-Meditation oder eine körperliche,
Durch Ausatem-Verlängerung oder aber und darum soll es jetzt hier gehen,
Eine weichere Art durch Hingabe.
Hingabe in deine Gedanken und sie einfach ziehen zu lassen.
Falls du noch die Augen geöffnet hast,
Dann lade ich dich ein,
Jetzt einmal deine Augen zu schließen und ganz bei dir im Moment anzukommen.
Du sitzt jetzt hier ganz allein mit dir selbst.
Es mögen Gedanken vorhanden sein,
Gedanken kommen,
Gedanken gehen und dann beobachte einmal ganz bewusst,
So wie eine Katze,
Die vor dem Mauseloch sitzt und wartet,
Was dein nächster Gedanke ist.
Vermutlich hat es jetzt etwas länger gedauert,
Wenn du so bewusst darauf wartest auf den nächsten Gedanken.
Wahrscheinlich ist trotzdem ein Gedanke bereits aufgetaucht.
Du hast ihn wahrgenommen.
Du hast gedacht.
Wer ist eigentlich dieses Du,
Was gedacht hat?
Fülle ich einmal ganz hinein in dieses Du,
Was gerade wahrgenommen hat.
Der Beobachter,
Der die Gedanken wahrnimmt.
Du hinter deinen Gedanken,
Unabhängig von deinen Gedanken.
Du bist nicht deine Gedanken.
Du beobachtest deine Gedanken.
So wie Wolken an einem blauen Sommerhimmel,
Kannst du die Wolken einfach wahrnehmen,
Sie ziehen lassen.
Wir nehmen Wissen,
Dass dahinter immer der blaue Himmel liegt,
Egal welche und wie viele Wolken gerade vorhanden sind.
Einfach nur beobachten.
Du hast keinen Einfluss darauf,
Wie viele und welche Wolken gerade kommen.
Du darfst sie einfach nur beobachten,
Ohne eine Bewertung,
Egal wie groß oder klein,
Wie hell oder dunkel die Wolken sind.
Einfach nur den Himmel beobachten,
Ganz erwartungsfrei.
Du sitzt hier ganz allein mit dir selbst und beobachtest einfach.
Wolken kommen,
Wolken gehen,
Emotionen kommen,
Emotionen gehen,
Auch Körperempfindungen kommen und Körperempfindungen gehen.
Du bleibst einfach ganz entspannt und regungslos sitzen,
Du mit dir allein.
Die Wolken haben keine Wurzeln,
Deine Gedanken haben keine Wurzeln.
Wenn du sie einfach ziehen lässt,
Dann kommen und gehen sie.
So häufig hältst du sie an,
Betrachtest sie näher und dadurch verdunkelt sich der Himmel.
Du kannst nicht mehr klar sehen,
Obwohl dahinter immer der blaue Himmel ist,
Aber wenn du auf die dunklen Wolken konzentriert bist,
Kennst du es oft nicht mehr.
Auch wenn es schöne,
Helle Wolken sind und du dich darin in den Gedanken verlierst,
Auch dann erkennst du den blauen Himmel nicht mehr.
Deshalb lass uns einfach die Wolken weiterziehen,
Egal ob sie hell sind,
Ob sie dunkel sind,
Ob es viele sind,
Ob es wenige sind oder ob du vielleicht einfach nur den blauen Himmel betrachtest.
Einfach beobachten,
Einfach nur sein,
Du sitzt hier allein mit dir selbst,
Du bist der Beobachter und dann verankere diesen Eindruck,
Den du jetzt gerade hast,
Wie du hier deine Wolken,
Deine Gedanken einfach nur beobachtest und ganz bei dir selbst bist.
Verankere dieses Gefühl des Zuhause-Seins bei dir selbst,
Ein Gefühl von dir hinter all dem Gedanken,
Ein Gefühl,
Das immer vorhanden ist,
Die Grundlage immer vorhanden ist,
Denn du bist ja immer da,
Woraus die Gedanken entstehen.
Und immer wenn Gedanken auftauchen,
Gedanken,
Die dich ablenken,
Gedanken,
Die du als negativ empfindest,
Dann kannst du einfach immer wieder und auch im Alltag einen Schritt zurücktreten und einfach beobachten,
Denn du bist immer der Beobachter und häufig braucht es gar nicht mehr als einfach einen Schritt zurückzutreten und zu beobachten.
Wenn du magst,
Dann öffne jetzt wieder deine Augen,
Nimm deine Umgebung wieder intensiver wahr,
Mach dir bewusst,
Dass du jetzt gerade hier für dich angehalten hast,
Um dir diese Meditation anzuhören.
Spür mal in deinem Körper,
Wie er sich jetzt vielleicht anders anfühlt,
Wie er ruhiger geworden ist,
Wie du bei dir selbst angekommen bist und nimm die Erkenntnis mit,
Dass du auch im Alltag immer wieder zu dir selbst zurückfinden kannst,
Indem du einfach einen Schritt zurück machst und zum Beobachter wirst.
Vielen Dank,
Dass du dir diese Meditation angehört hast,
Danke auch einmal dir selbst,
Dass du dir die Zeit genommen hast und ich wünsche dir,
Dass es dir immer besser gelingt,
Auch in deinem Alltag immer mal wieder einen Schritt zurückzutreten und die Gedanken nur zu beobachten und dich nicht in ihn zu verlieren.
Ich wünsche dir wie immer ganz viel Glück,
Gesundheit und Gelingen,
Dein Christopher Buschor von Persönlichkeit 2.
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