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Wenn Alles Wackelt - Und Genau Das Der Anfang Ist

by Jan von Wille

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Meditation
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Vielleicht verlierst du gerade nicht die Kontrolle – sondern nur das, was dich schon lange nicht mehr wirklich trägt. In dieser Folge erfährst du, warum Verunsicherung oft der Anfang von Neuordnung ist und wie du inmitten von innerem und äußerem Wackeln wieder Halt findest. Es geht um Echtheit, Nervensystem, alte Muster und darum, dich selbst nicht länger zu übergehen. Eine Folge, die dich zurück zu mehr Klarheit, Stabilität und innerer Wahrheit führen kann.

Transkription

Hey,

Vor drei Tagen bin ich 63 Jahre alt geworden.

Und wow,

Während ich so da sitze und mir etwas Zeit zum Reflektieren nehme,

Denke ich,

Das ist schon krass,

Wie sich in den letzten Jahren alles bewegt hat.

Also wie ein Karussell,

Das immer schneller wird.

Vielleicht merkst du das ja auch,

Dass gerade so viel instabil wird.

Nicht nur da draußen in den Nachrichten,

In den Systemen der Welt,

Sondern auch hier drin,

In uns,

Im Beruf,

In unseren Beziehungen,

Im eigenen Denken.

Ich merke das mitunter daran,

Dass ich etwas mehr Zeit für Entscheidungen brauche.

Und vielleicht auch ein klein bisschen vorsichtiger geworden bin.

Wenn du mich ein bisschen kennst,

Weißt du ja,

Dass ich eher ein Draufgänger bin,

Also eigentlich ziemlich mutig.

Aber Sicherheiten,

Die früher ganz selbstverständlich da waren,

Wirken plötzlich so porös wie alter Putz an einer Wand,

Die lange noch geschniedelt aussah und jetzt anfängt zu bröckeln.

Dann kommt diese Frage,

Warum ist das so?

Warum fühlt sich auf einmal alles so brüchig an?

Ich möchte mit dir heute mal genau dahin schauen,

Denn dieses Wackeln fühlt sich nicht so klasse an.

Aber ich bin inzwischen überzeugt,

Manches muss erst wackeln,

Damit es sich neu ordnen kann.

Und diese Neuordnung ist unvermeidlich.

Davon bin ich überzeugt.

Das Erste,

Was mir auffällt,

Alles,

Was nicht wirklich echt ist,

Verliert gerade an Halt.

Jede Zeit oder jede Epoche bringt etwas Bestimmtes ans Licht,

Und im Moment scheint das Licht sehr direkt auf die Stellen zu fallen,

Die wir aus Anpassung aufgebaut haben.

Zum Beispiel Karrieren,

Die wir aus Angst gewählt haben,

Oder bestimmte Rollen,

In die wir einfach so vielleicht unbewusst hineingewachsen sind.

Oder bestimmte Rollen,

In die wir einfach so vielleicht unbewusst hineingewachsen sind.

Und auch einige Überzeugungen,

Die wir von anderen Menschen einfach übernommen haben.

Und das hängt tatsächlich auch mit unseren zwei menschlichen Grundbedürfnissen zusammen.

Einmal Authentizität und Bindung.

Als kleine Kinder merken wir sehr schnell,

Was in unserer Familie geht und was nicht.

Wenn zum Beispiel unsere Gefühle oder unsere Bedürfnisse nicht gut ankommen,

Dann entscheiden wir uns nicht für unsere innere Wahrheit,

Sondern für Zugehörigkeit.

Und das ist dann wie bei einem Baum,

Der schief wächst,

Weil er sich immer zum Licht hinbiegen muss.

Von außen lebt er weiter,

Aber seine natürliche Form hat er dabei verloren.

Wir geben ein Stück von uns selbst auf,

Um dazu zu gehören.

Wir werden angepasster,

Liebenswert im Außen,

Aber innerlich immer ein bisschen weiter weg von uns selbst.

Das tiefere Problem dabei ist,

Unser Nervensystem vergisst so etwas nicht.

Niemals.

Es notiert sich diese Dinge wie so ein pedantischer innerer Buchhalter.

Ohne Feierabend.

Wenn es also jetzt bei Dir anfängt zu wackeln,

Dann überleg doch mal,

Ob das nicht auch eine Echtheitsprüfung sein könnte.

Dein System ruft nach Jahrzehnten der Anpassung endlich wieder nach Deiner eigenen Wahrheit.

Nicht nach der vernünftigen,

Die Du vielleicht irgendwann übernommen hast,

Sondern nach Deiner.

Wenn Du magst,

Nimm Dir heute doch mal fünf Minuten und schreib einfach mal spontan auf,

Was gerade wackelt.

Und frag Dich dann ganz ehrlich,

War das jemals wirklich meins?

Finde ich mich darin wirklich wieder?

Das Erkennen ist oft der erste Schritt,

Denn Stabilität entsteht nicht dadurch,

Dass wir alles krampfhaft festhalten,

Sondern dadurch,

Dass wir aufhören,

Das Unechte für wahrzuhalten.

Und das Zweite,

Was mir auffällt,

Die Seele lässt irgendwann keine halben Lösungen mehr zu.

Ich merke das jetzt mit 63,

Dass ich manche Dinge einfach nicht mehr so locker wegstecken kann wie früher.

Ich nehme mehr wahr und spüre schneller,

Wenn etwas nicht stimmt oder wenn ich mich innerlich übergehe.

Aber irgendwann kommt da der Punkt,

An dem das nicht mehr funktioniert.

Vielleicht merkst Du das ja auch bei Dir,

Also wenn ein Gespräch zum Beispiel nicht wirklich ehrlich ist und Du Dich dann unangenehm berührt fühlst,

Wie dieser berühmte Stein im Schuh.

Er kann sehr klein sein,

Aber solange er da ist,

Kannst Du an nichts anderes mehr denken.

In der Trauma-Arbeit spricht man vom Toleranzfenster.

Das ist der Bereich,

In dem unser Nervensystem sich sicher genug fühlt,

Um wirklich präsent zu bleiben.

Wenn wir sensitiver werden,

Merken wir viel schneller,

Wann wir dieses Fenster verlassen.

Die Verunsicherung ist dann wirklich nicht gegen Dich gerichtet,

Sondern will Dir eine Hilfe sein,

Ein Signal Deines Körpers,

Stopp,

So wie jetzt gerade geht es nicht mehr weiter.

Das ist sozusagen eine biologische Präzision,

Die Dir zeigt,

Wo Du Dich selbst nicht mehr übergehen kannst.

Deine Seele wird klarer.

Und je klarer sie wird,

Desto schwerer wird Selbsttäuschung.

Ja,

Das ist erstmal etwas unbequem.

Die Wahrheit trägt leider selten Hausschuhe.

Aber vielleicht kannst Du es als so einen freundlichen,

Leicht genervten Schubs des Lebens sehen.

Bitte geh weiter,

Hier passt Du nicht mehr rein.

Und das dritte,

Wackeln ist Vorbereitung,

Nicht das Ende.

Wir Menschen verwechseln Unsicherheit oft mit Scheitern.

Sobald etwas nicht mehr so klar ist,

Denken wir schnell,

Jetzt gibt's ne Krise.

Aber Unsicherheit nicht automatisch,

Dass etwas falsch läuft.

Es heißt manchmal nur,

Du bist gerade mitten in einem Übergang.

Schau Dir einen Baum im Wind an.

Der bleibt nicht stehen,

Weil er starr ist,

Er bleibt stehen,

Weil er sich bewegt.

Er schwingt mit und tanzt sozusagen mit dem Sturm.

Wäre er völlig starr,

Dann würde er brechen.

Und so ist es bei uns auch.

Echte Stabilität entsteht nicht durch Festhalten,

Sondern durch Präsenz,

Durch die Fähigkeit,

Mit dem in Kontakt zu bleiben,

Was gerade da ist.

Nicht mit dem,

Was gestern sicher war oder was eigentlich hätte sein sollen,

Sondern mit dem,

Was jetzt ist.

Starrheit ist oft nur gefrorene Angst,

Ein inneres Einfrieren,

Bloß nichts verändern,

Obwohl längst alles in uns weiß,

Dass Veränderung dran ist.

Und überlebt nochmal,

Vielleicht ist genau das gerade Deine Aufgabe,

Diese Starre langsam aufzutauen.

Natürlich nicht mit Gewalt,

Sondern indem Du Dir selbst zuhörst und ernst nimmst,

Was Du fühlst.

Wenn Dich also etwas verunsichert,

Dann frag Dich doch mal,

Was wäre,

Wenn das hier gar kein Problem ist,

Sondern eine Vorbereitung.

Was zeigt mir das gerade?

Was lerne ich im Moment?

Geduld,

Klarheit oder Abgrenzung oder vielleicht die Fähigkeit,

Bei mir zu bleiben,

Auch dann,

Wenn es im Außen unruhig wird.

Wenn Dich gerade viel verunsichert,

Dann ist das erstmal nur ein Signal.

Etwas in Dir spürt,

So wie bisher stimmt es nicht mehr.

Und genau darin liegt die Einladung,

Neu hinzuschauen und Dich neu auszurechten.

Denn vielleicht verlierst Du nur das,

Was Dich viel zu lange klein gehalten hat.

Und wenn Du merkst,

Dass Dich diese Verunsicherung auch körperlich überfordert,

Wenn Dein Nervensystem also im Daueralarm ist und Du nicht wirklich runterkommst,

Dann ist genau das der Moment,

An dem wir nicht nur auf die Seele schauen sollten,

Sondern auch auf den Körper.

Denn bevor wir in die tiefen Themen eintauchen,

Brauchen wir etwas,

Das uns trägt.

Einen Körper,

Der wieder Sicherheit spüren kann.

Ein Nervensystem,

Das lernt,

Ich muss nicht ständig kämpfen,

Ich darf mich entspannen.

Genau dafür habe ich AwakeBody gemacht.

Sozusagen Dein täglicher Anker.

Eine Möglichkeit,

Dein System Schritt für Schritt wieder zu regulieren.

Nicht nur im Kopf zu verstehen,

Warum gerade so viele Bewegungen sind,

Sondern auch im Körper wieder Halt zu finden.

Damit sendest Du eine Botschaft in Dein Inneres.

Ich bin sicher,

Ich kann das halten,

Ich darf in mir landen.

Wenn Du magst,

Schau es Dir an.

Es kann ein erster ehrlicher Schritt sein,

Wieder mehr bei Dir anzukommen.

Nicht nur im Kopf,

Sondern auch in Deinem Körper.

Und manchmal ist genau das der Anfang,

Dass Du Dich selbst wieder spürst und lernst,

Dich selbst darin zu halten.

Ich wünsche Dir ein gutes Leben.

© 2026 Jan von Wille. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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