
Die 3 Werkzeuge unseres Verstandes
Inspiriert durch das Buch „The Greatest Secret“ von Rhonda Byrne, das eine schöne Unterteilung der Gedanken in drei Grundfunktionen aufzeigt – messen, vergleichen, beschreiben – teile ich in diesem Talk meine Gedanken und Erfahrungen dazu, wie wir unseren Verstand besser verstehen und liebevoll beobachten können. In diesem Talk bekommst du einen liebevollen und gleichzeitig tiefgründigen Blick hinter die Kulissen deiner Gedankenwelt. Du erfährst, welche drei mentalen Werkzeuge dein Verstand tagtäglich nutzt – und warum sie dir sowohl helfen als auch im Weg stehen können. Dabei werfen wir auch einen Blick auf den sogenannten Negativity Bias – eine uralte Schutzfunktion deines Gehirns – und was du tun kannst, um dich nicht von ihm steuern zu lassen. Hinweis: Die Begriffe Verstand und Geist werden hier synonym verwendet! Disclaimer: Diese Folge dient ausschließlich zu Informations- und Inspirationszwecken. Sie stellt keine psychologische Beratung dar.
Transkription
Ein kurzer Disclaimer zu Beginn der Folge.
Diese Folge dient ausschließlich zu Informations- und Inspirationszwecken.
Sie stellt keine psychologische Beratung dar.
Hallo und herzlich willkommen zur heutigen Folge.
Ich bin Franzi,
Ich bin zertifizierte Meditationslehrerin und ich freue mich total,
Dass du da bist,
Dass du eingeschaltet hast und dass du dich für das Thema interessierst.
Ich möchte heute mit dir über etwas sprechen,
Das uns den ganzen Tag beschäftigt und das sind unsere Gedanken.
Ich teile also heute meine Gedanken über das Thema Gedanken mit dir und ich steige auch direkt in das Thema ein.
Unser Verstand denkt den ganzen langen Tag lang ohne jegliche Pause und daran ist auch erstmal nichts verkehrt.
Das Problem ist aber zum einen,
Dass das einfach von ganz von selbst läuft,
Ohne dass es uns meistens bewusst ist.
Das ist wie so eine Maschine,
Von der wir nicht wissen,
Wie wir sie abschalten können.
Und das nächste Problem fängt dann an,
Wenn wir das alles glauben,
Was unser Verstand uns die ganze Zeit erzählt.
Weil der kann so überzeugend sein,
Dass wir ihm einfach alles,
Ohne es zu hinterfragen,
Einfach glauben,
Als wäre es wirklich wahr.
Das heißt,
Wenn du Sorgen hast,
Dann liegt es daran,
Dass du den besorgten Gedanken deines Verstandes glaubst.
Wenn du Angst hast,
Dann glaubst du den ängstlichen Gedanken deines Verstandes.
Aber das Problem ist,
Dass unser Verstand die Dinge einfach gerne etwas verzerrt und so negatives Denken schnell zu so einem festgefahrenen Muster werden kann.
Und genau hier beginnt dann der Teufelskreis.
Gedanken erzeugen immer die passenden Gefühle dazu.
Und diese Gefühle wiederum,
Die verursachen neue Gedanken,
Die wieder diesen Gefühlen entsprechen.
Also ein Beispiel,
Wenn du daran denkst,
Dass du auf einer Bühne sprechen musst vor ganz ganz vielen Menschen.
Und wenn es dir so geht wie mir,
Dann breitet sich in dir ein absolutes Gefühl von Unsicherheit und Angst aus.
Daraufhin reagiert mein Körper,
Meine Atmung wird flacher,
Mein Puls wird schneller,
Ich bekomme schwitzige Hände.
Und dieses Gefühl erzeugt wiederum neue Gedanken.
Dann denke ich mir,
Okay,
Ich kann das sowieso nicht,
Ich werde bestimmten Blackout haben,
Ich werde wahrscheinlich rot anlaufen und das wird super peinlich.
Das heißt,
Der Zustand verstärkt sich umso mehr,
Obwohl es alles gerade nur in meinem Kopf stattgefunden hat.
Weil unser Gehirn unterscheidet nicht,
Ob etwas gerade wirklich geschieht oder ob es nur in Gedanken stattfindet.
Und das ist einerseits ein Geschenk,
Aber es ist natürlich auch eine Verantwortung.
Weil wie wir denken beeinflusst einfach,
Wie wir uns fühlen und wie wir die Welt erleben,
Wie wir die Welt wahrnehmen.
Und wenn du anfängst,
Dich mit deinen Gedanken zu identifizieren,
Dann befindest du dich mitten in diesem nie endenden Gedankenstrom.
Und vielleicht kennst du das,
Dass die Gedanken oft wirklich sehr überwältigend sein können und dass man sich darin sehr,
Sehr schnell verlieren kann.
Aber man kann lernen,
Einen Schritt zurück zu treten und sich von diesen Gedanken zu distanzieren und aufzuhören,
Sich mit den Gedanken zu identifizieren.
Ich gebe dir gern ein kleines Bild,
Damit du das besser verstehen kannst.
Stell dir mal vor,
Deine Gedanken sind wie so ein wilder Fluss.
Deswegen wird es ja auch,
Glaube ich,
Häufig Gedankenstrom genannt.
Und wenn du dich jetzt mit allem identifizierst,
Was dein Verstand dir die ganze Zeit erzählt,
Also mit all deinen Gedanken,
Die jede Sekunde auftauchen,
Dann schwimmst du mittendrin in diesem Strom deiner Gedanken.
Und wenn du es aber schaffst,
Zum Beispiel in der Meditation,
Deine Gedanken aus der Beobachterperspektive wahrzunehmen und dir über die Gedanken bewusst wirst,
Dann schaffst du es in unserer Metapher praktisch aus dem Fluss raus ans Ufer zu schwimmen und den Gedankenstrom aus einem sicheren Abstand aus zu beobachten,
Dich entspannt ans Ufer zu setzen und einfach zuzuschauen,
Wie die Gedanken kommen und wie sie gehen.
Das heißt,
Du bist nicht mehr mittendrin im Gedankenstrom,
Sondern du distanzierst dich und du beobachtest sie und wirst zum Zuschauer des ganzen Gedankenfilms,
Der da die ganze Zeit abläuft.
Und sobald du es geschafft hast,
Zu beobachten,
Hast du eigentlich schon gewonnen.
Denn wenn du dir über den Gedanken bewusst bist und den Gedanken siehst und wahrnimmst,
Okay,
Ich nehme gerade Angst wahr,
Dann bist du derjenige,
Der sich über den Gedanken der Angst und über das Gefühl der Angst bewusst ist.
Aber du bist nicht der Gedanke und du bist nicht das Gefühl.
Du trittst wirklich einen Schritt zurück und schaffst so eine Lücke zwischen dir und dem Gedanken,
Der dich davor in so eine Schrudel mit reingezogen hat.
Und das ist einfach der absolut wichtigste Schritt,
Was auch in der Meditation einfach immer gemacht wird,
Ist,
Dass du in die Beobachterperspektive gehst,
Weil nur das,
Was dir bewusst wird und das,
Was du wahrnimmst,
Kannst du letzten Endes auch verändern.
Und jetzt kommen wir zu der Frage,
Was genau macht der Verstand eigentlich den ganzen Tag.
So intuitiv wissen wir wahrscheinlich alle,
Dass der Verstand ständig am plappern ist,
Aber wir wissen nicht genau wie.
Und wenn man mal diese Gedankenflut genauer beobachtet,
Dann kann man feststellen,
Dass unser Verstand nicht wahllos irgendetwas denkt,
Sondern dass er dabei bestimmten Mustern folgt.
Der nutzt dabei immer die gleichen Werkzeuge,
Um die Welt auf seine Art und Weise zu interpretieren.
Und diese Werkzeuge,
Die lassen sich eigentlich auf drei grundlegende Funktionen reduzieren.
Das ist zum einen die Funktion des Messens,
Also wie viel,
Wie lange,
Wie weit.
Zum Beispiel,
Ich habe heute weniger geschafft als gestern.
Das heißt,
Unser Verstand bewertet anhand von Zahlen,
Von Zeit und Leistung.
Die zweite Funktion ist das Vergleichen.
Besser,
Schlechter,
Ich versus andere.
Sie ist schneller als ich,
Besser als ich,
Schöner als ich.
Der Verstand stellt gerne Sachen gegenüber.
Und die dritte Funktion ist das Beschreiben.
Was ist das?
Wie ist etwas?
Wie fühlt sich das an?
Wer bin ich?
Unser Verstand beschreibt eigentlich ständig alles,
Was du erlebst.
So als ob du selber nicht mitbekommen würdest,
Was gerade geschieht,
Sitzt dein Verstand wie so ein kleiner Kommentator auf deiner Schulter und beschreibt dir dein ganzes Leben und interpretiert es aber auf seine ganz eigene Art und Weise und erzählt da seine ganz eigene Geschichte daraus.
Und das kann natürlich auf Dauer ganz schön anstrengend sein.
Und vielleicht denkst du dir jetzt,
Aber mein Verstand,
Der macht ja noch viel mehr Sachen als messen,
Vergleichen und beschreiben.
Der urteilt auch,
Der sorgt sich,
Der erinnert sich,
Der plant und da hast du recht.
Aber wenn du genau hinschaust,
Dann wirst du sehen,
Dass all diese Gedankenformen auf diesen drei Werkzeugen oder Funktionen beruhen.
Zum Beispiel,
Wenn du sagst,
Dein Verstand urteilt,
Nehmen wir als Beispiel sein Verhalten gestern war absolut unangemessen.
Dann ist es gleichzeitig ein Vergleich mit der Idealvorstellung,
Die du davon hast,
Was ein angemessenes Verhalten gewesen wäre.
Und gleichzeitig ist es eine negative Beschreibung des Ereignisses.
Und warum ist jetzt aber diese Unterteilung so wichtig oder was bringt uns diese Unterteilung?
Diese Erkenntnis ist deshalb so kraftvoll,
Weil sie unseren Gedanken zum einen die Schärfe nimmt und weil du zum anderen damit ein kleines Gerüst zur Verfügung hast,
Das dir dabei hilft,
Dein Gedankenchaos in nachvollziehbare Kategorien zu sortieren.
Also das macht aus diesem abstrakten Konzept,
Beobachte mal deinen Geist und schau was passiert,
Es macht daraus eine konkrete Handlung.
Du kannst also praktisch sagen,
Ah okay,
Gerade hat er wieder verglichen,
Jetzt beschreibt er mir wieder irgendetwas.
Also das macht das Ganze so ein bisschen nahbarer und man kann,
Wie ich persönlich finde,
Ein bisschen mehr damit anfangen und das besser beschreiben einfach,
Was im Geist passiert.
Und diese geistigen Werkzeuge,
Das Messen,
Das Vergleichen und das Beschreiben,
Die sind an sich auch nichts Schlechtes.
Im Gegenteil,
Die helfen uns,
Orientierung zu finden,
Entscheidungen zu treffen und unsere Erfahrungen irgendwie einordnen zu können.
Also zum Beispiel das Messen ist ein Wunsch nach Orientierung.
Das hilft uns,
Strukturen zu erkennen und uns im Leben zu orientieren.
Zum Beispiel messen wir die Zeit,
Damit wir Termine einhalten können,
Fristen einhalten können und dass wir Fortschritt erkennen,
Zum Beispiel beim Lernen oder sowas.
Hinter dem Vergleichen liegt zum Beispiel der Wunsch nach Entwicklung.
Vergleichen ist ein Teil unserer Lernfähigkeit,
Denn durch die Vergleiche erkennen wir Unterschiede und das ist wichtig,
Um Entscheidungen zu treffen,
Um zu lernen und uns weiterzuentwickeln.
Beispiel,
Ich habe einen wunderbaren Job und ich bekomme aber ein zweites Jobangebot und indem ich jetzt beide Jobangebote vergleiche,
Kann ich die für mich beste Entscheidung treffen,
Die für mich in meinem Leben gerade am besten passen würde.
Das Beschreiben ist einfach ein Wunsch nach Klarheit.
Das Beschreiben hilft uns,
Gedanken zu sortieren,
Zu ordnen,
Uns mitzuteilen und für uns im Kopf einfach Klarheit zu gewinnen.
Und indem man Gefühle oder Zustände benennen kann,
Entsteht allein da schon eine Art innerer Abstand und das ist der erste Schritt zur Veränderung.
Also die drei Sachen sind auf jeden Fall Fähigkeiten,
Die wir im Alltag brauchen.
Gleichzeitig herrscht aber häufig der sogenannte Negativity Bias.
Vielleicht hast du davon schon mal gehört.
Der beschreibt praktisch die Tendenz von unserem Gehirn,
Negativen Informationen mehr Aufmerksamkeit zu schenken als positiven Informationen.
Also wir nehmen negative Informationen viel intensiver wahr,
Speichern sie auch länger ab und gewichten sie viel viel stärker als positive Informationen.
Zum Beispiel,
Wenn dir jetzt heute zehn Menschen machen dir ein Kompliment und eine Person sagt etwas Kritisches zu dir.
Woran wirst du dich abends im Bett wahrscheinlich erinnern?
An das Kritische.
Das ist praktisch der Negativity Bias in Aktion.
Und warum gibt es denn überhaupt diesen Negativity Bias?
Wieso gewichtet unser Gehirn diese negativen Informationen so viel stärker als die positiven?
Das liegt einfach darin,
Dass dieser Mechanismus aus unserer ganz frühen Evolutionsgeschichte stammt.
So in der Steinzeit war es überlebenswichtig,
Dass wir Bedrohungen schneller und intensiver registrieren als neutrale oder angenehme Dinge.
Weil ein Mensch,
Der eher auf das Rascheln im Gebüsch geachtet hat als auf den Sonnenuntergang,
Der hatte einfach viel bessere Überlebenschancen.
Weil das Rascheln im Gebüsch,
Der hätte damals sein können,
Dass da ein Tiger ist,
Der dich gleich fressen wird.
Und derjenige,
Der nicht darauf achtet und einfach die Sonne genießt,
Der wurde wohl von dem Tiger angegriffen.
Das Negative wahrzunehmen oder Gefahren wahrzunehmen war einfach ein absoluter Überlebensmechanismus.
Und deshalb haben sich in unserem Gehirn stärkere Verschaltungen gebildet,
Eben für potenziell negative oder gefährliche Reize.
Das ist der Grund,
Warum auch wir heutzutage immer noch negative Informationen viel,
Viel deutlicher wahrnehmen und mehr Aufmerksamkeit schenken als den positiven.
Es ist praktisch ein Sicherheitsmechanismus unseres Gehirns.
Und was bedeutet es für diese geistigen Werkzeuge?
Wenn der Geist etwas misst,
Dann misst er meistens das,
Was fehlt und nicht das,
Was er bereits hat.
Und das kann daher oft zu Unzufriedenheit führen.
Also das Messen hört sich dann im Geist oft so an.
Ich bin nicht gut genug,
Ich bin nicht hübsch genug,
Meine Noten sind zu schlecht,
Die Warteschlange dauert zu lange,
Lauter solche Sachen.
Beim Vergleichen,
Wenn der dem Negativity Bias unterfällt,
Geht der Vergleich einfach häufig zu unseren Ungunsten aus.
Andere sind immer besser,
Sind schöner,
Erfolgreicher,
Haben mehr Geld.
Das Vergleichen,
Das führt zu Neid oder zu Minderwert,
Wenn man sich eben nach oben vergleicht und man immer denkt,
Die anderen sind besser.
Oder es führt andersherum zu Überheblichkeit,
Wenn man selber denkt,
Oh,
Ich bin der Beste,
Der Tollste,
Der Schönste.
Und beim Beschreiben ist es eben so,
Dass die inneren Beschreibungen schnell mal die Defizite betonen.
Das gefällt mir nicht,
Das schmeckt mir nicht.
Und weil eben der Verstand dann häufig von diesem Negativity Bias beeinflusst ist,
Dann neigt er da einfach dazu,
Mit diesen Werkzeugen Probleme statt Möglichkeiten zu sehen.
Und diese ganzen Gedanken,
Die sind nicht falsch,
Aber auch nicht absolut wahr.
Sie sind einfach nur das Ergebnis deines Geistes,
Wie er gerade darüber nachdenkt.
Der kleine Hinweis schon mal an der Stelle,
Glaube nicht alles,
Was dein Verstand dir erzählt.
Und warum ist es jetzt wichtig zu wissen?
Wenn du den Negativity Bias kennst,
Kannst du dir einfach bewusst machen,
Okay,
Mein Verstand schaut gerade wieder durch die Negativbrille,
Das ist ganz normal,
Aber es ist nicht die ganze Wahrheit.
Und damit schaffst du wieder diesen inneren Abstand und es gibt dir die Möglichkeit,
Ganz bewusst gegenzusteuern,
Mit Dankbarkeit,
Mit positiven Perspektiven,
Positiven Affirmationen und einfach einem bewussten Erleben von dem,
Was gerade im Geist passiert.
Eine weitere Sache,
Die unser Verstand häufig macht oder eigentlich die ganze Zeit,
Er zieht uns aus dem gegenwärtigen Moment raus.
Weil die meisten Gedanken finden in der Vergangenheit statt oder in der Zukunft,
Sind also wie so kleine Zeitreisen,
Aber nicht immer ganz entspannende Zeitreisen.
Weil Gedanken an die Vergangenheit,
Die erzeugen oft Schuld oder Bedauern oder Nostalgie.
Gedanken an die Zukunft erzeugen Sorgen,
Erwartungen oder Druck.
Das meinte Verstand nicht böse,
Der möchte einfach nur planen,
Ordnen und analysieren,
Aber er bringt uns damit einfach weg vom jetzigen Moment.
Und der jetzige Moment ist der einzige Moment,
In dem wir wirklich etwas bewirken können.
Denn Vergangenheit und Zukunft finden einfach ausschließlich in unseren Gedanken statt.
Das ist ein Konstrukt unseres Geistes,
Die existieren nur in Form von Gedanken.
Das einzige,
Wo man wirklich aktiv sein Leben gestalten kann,
Das ist der jetzige Moment.
Und das ist das,
Was man mit dieser ganzen Arbeit an den Gedanken,
Woher kommen sie,
Warum sind sie da,
Wenn man das lernt,
Das zu beobachten,
Dann bist du allein durch den Schritt der Beobachtung im jetzigen Moment.
Weil den nimmst du im jetzigen Moment wahr,
Aha,
Ich analysiere gerade wieder,
Aha,
Ich bin wieder gerade eigentlich in der Vergangenheit gewesen.
Also sobald du wahrnimmst,
Beobachtest,
Bist du bewusst im gegenwärtigen Moment.
Und in diesem gegenwärtigen Moment herrscht einfach eine unglaubliche Ruhe und Stille,
Die man in unserem schnelllebigen Alltag häufiger gebrauchen kann.
Denn ich glaube,
Unser Alltag ist häufig überfordernd und stressig genug.
Und wenn dann unser Geist,
Unser Verstand auch noch die ganze Zeit Terror im Kopf macht,
Dann ist so eine kleine Auszeit von dem Gedankenfilm eine wunderbare Möglichkeit,
Um wieder bei sich anzukommen,
Im gegenwärtigen Moment anzukommen und im gegenwärtigen Moment Kraft zu schöpfen.
Was kannst du also tun,
Um das zu erreichen?
Du kannst einfach anfangen,
Deine Gedanken zu beobachten.
Nicht sie analysieren,
Auch nicht dagegen ankämpfen oder sie ignorieren und zu unterdrücken,
Sondern dir einfach nur darüber bewusst werden.
Aha,
Da ist ein Zukunftsgedanke,
Das war ein Vergleich,
Hier ist eine Erinnerung,
Jetzt hat der Geist wieder mir eine Geschichte erzählt.
Und allein durch dieses Erkennen entsteht so ein innerer Raum,
Wie in unserer Metapher,
Du schwimmst ans Ufer und siehst den Gedanken einfach kommen und wieder gehen,
Aber du verlierst dich nicht darin.
Denn du bist nicht deine Gedanken.
Der Verstand denkt,
Das ist ganz normal,
Das ist seine Natur,
Aber du bist nicht dein Verstand,
Du bist nicht deine Gedanken,
Du bist das,
Was den Verstand und die Gedanken beobachtet.
Du bist das,
Was praktisch sich all dieser Sachen bewusst ist.
Und je öfter du dich daran erinnerst,
Desto leichter wird es auch im Alltag oder in schwierigen Momenten und in Gedankenfluten,
Dich davon zu distanzieren,
Einen Schritt zurückzutreten und für dich nochmal zu überlegen,
Ist das alles wahr,
Was mein Verstand mir hier gerade erzählt.
Und deswegen lade ich dich ein,
Vielleicht heute einfach mal achtsam zu bemerken,
Wenn du dich in Gedanken verlierst,
Dass du es ganz liebevoll einfach beobachtest.
Vielleicht,
Wenn es dir hilft,
Kannst du es in die drei Kategorien einteilen.
Vielleicht misst dein Verstand gerade etwas.
Zum Beispiel,
Ich habe heute viel zu wenig geschafft,
Muss ich morgen alles aufholen.
Vielleicht vergleicht er,
Heute war nicht so schöner Tag wie gestern.
Oder vielleicht beschreibt er einfach irgendwas und übertreibt dabei maßlos.
Und ich lade dich dazu ein,
Das einfach mal wirklich ganz liebevoll zu beobachten.
Und allein dieses Beobachten wird schon einen unglaublichen Unterschied machen,
Sodass du dich nicht mehr so sehr in diesen Gedanken verlierst.
Ich danke dir,
Dass du dir die Zeit genommen hast für diesen kurzen Talk,
In dem ich meine Gedanken über das Thema Gedanken mit dir geteilt habe.
Ich freue mich,
Wenn du mir einen Kommentar da lässt,
Welche Themen dich vielleicht interessieren würden oder was du über das Thema denkst.
Und ich freue mich auf den nächsten Talk.
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